Warum der Löwe in der Sonne liegt und keinen Kühlschrank hat

Bei den Löwen gibt es eine klare Arbeitsteilung. Die weiblichen Exemplare kümmern sich um den Nachwuchs und jagen. Die männlichen Löwen sind die Soldaten, schlagen Konkurrenten und andere Angreifer in die Flucht und beschützen die ganze Herde. Wie fast alle Soldaten hat der Löwe meist nichts zu tun und liegt daher in der Sonne um sich auszuruhen, denn im Alarmfall benötigt er alle Kraft. Da er keinen Kühlschrank hat, kann er nur essen wenn die Löwinnen Beute gemacht haben. Dann zeigt er mit großem Gebrüll und ein paar Hieben an, dass er die dicksten Muckis hat und frisst sich als erster voll. Den Rest kriegen die Jägerinnen und der Nachwuchs. Wenn er sonst nichts zu tun hat, begattet er seine Weibchen – und das bis zu 100 Mal am Tag !!!

Bei den Menschen ist das anders. Traditionell sind die Frauen zu Hause und kümmern sich um die Kinderchen; angeblich sollen sie früher auch für das Sammeln zuständig gewesen sein. Der Mann war immer der Jäger UND der Soldat bzw. Beschützer. Da er so beschäftigt ist hat er wenig Zeit sich auszuruhen, trotzdem hat er es vor einigen Jahrzehnten geschafft den Kühlschrank zu erfinden. In der modernen Zeit jagt der Mann die ‘Beute’ Geld eher im Büro als in der Wildnis und bringt alles was er nicht selbst zum überleben braucht nach Hause zu seiner lieben Frau, damit sie es für die lieben Kinderchen und sich selbst ausgeben kann. Löwe müsste man sein !

Neben den feingliedrigen Fingerchen fehlen dem Löwen wohl auch die Frontallappen im Gehirn um den Kühlschrank zu erfinden, oder Straßen, Autos und Häuser zu bauen. Er hat mit Fressen, Schlafen und Ficken genug zu tun; Kämpfen muss er recht selten. Wenn er allerdings einen Kampf gegen einen Konkurrenten verliert, ist er entweder tot oder streift danach alleine durchs Leben. Als MGTOW sozusagen. Wenn der Ex-Ehemann den Kampf beim Familiengericht verloren hat (und das ist praktisch immer der Fall) ist er auch meist alleine, denn seine Beute muss er weiterhin bei der ehemals ‘lieben Frau’ und den ‘lieben Kindern’ die ihn kaum noch kennen abgeben.

Warum macht es der Mensch nicht wie der Löwe? Er ist im Schnitt größer und stärker als die Frau, und von einem Harem und grenzenlosem Sex träumt jeder Mann. Die Vielweiberei hat sich beim Menschen aber nicht durchgesetzt. Das wäre doch schön, wenn jeder Mann mehrere Frauen hätte, die alle arbeiten (jagen) gehen und der Mann bewacht das Haus, schläft, isst und hat soviel Sex wie er will und kann. Das ist aber leider nicht so, man fragt sich nur WARUM?

Also der Löwe hat keinen Kühlschrank, weil er so was nicht erfinden oder bauen kann. Da hilft auch kein Training, er kann’s halt nicht. Seine Löwinnen können aber jagen (arbeiten), so dass er das nicht (oder nur selten) tun muss.

Der Mann kann den Kühlschrank erfinden und bauen, so wie er praktisch alles in unseren Zivilisationen erfunden und gebaut hat. Die Frauen behaupten das auch zu können, wenn man sie nur lässt. Diese Behauptung bleibt jedoch seit tausenden von Jahren unbestätigt. Selbst in den letzten Jahrzehnten, wo die Frauen gefördert und geradezu in die Ausbildungs- und Arbeitswelt hineingedrängt werden, hat das gerade mal zu knapp 5-10% der neuen Erfindungen geführt (wenn man nur die zählt, die ausschließlich von Frauen gemacht wurden wird der Anteil noch viel geringer). Auch sind weibliche Bauern, Viehzüchter, Maurer, Kfz -mechaniker, Ingenieure usw. Mangelware. Tatsache ist, in der Regel können ‘s die Damen halt einfach nicht. Deswegen müssen wir Männer es machen, denn wenn wir’s nicht machen würden, wären die Menschen in den Steinzeithöhlen verhungert und ausgestorben.

Jetzt könnte man meinen uns ginge es gut genug, es gibt Essen im Überfluss, effizient produziert, es gibt genug Häuser, Straßen usw., so dass wir Männer uns nicht mehr so abrackern müssten. Ist aber leider auch nicht so. Aus irgendeinem Grund arbeiten wir jetzt nicht höchstens 2 Stunden am Tag (was zum Erhalt der Lebensbedingungen ausreichte), sondern immer noch 7-8 Stunden und das auch noch bei immer schlechterer Bezahlung (Nettolöhne sinken seit Jahrzehnten). Was läuft hier falsch?

Die linken Ökonomen behaupten das liegt alles nur an diesem extremen Kapitalismus, was m.A. zum Teil richtig ist, und dass wir demzufolge noch mehr von oben nach unten umverteilen müssen; dem stimme ich im Wesentlichen nicht zu. Meiner Meinung liegt’s vor allem an unser aller Konsumgier. Meine Omas und Großtanten haben ihre Aussteuer bis ans Lebensende behalten und sorgsam gepflegt. Die mussten nicht dauernd was neues kaufen. Da wurden noch 10 Jahre alte Fernseher und Waschmaschinen repariert; der Gasherd hielt über 40 Jahre, genauso wie ihre Fahrräder. Unsere Babyboomer-Generation und die jüngeren Generationen haben in der Masse die Konsumgeilheit auf die Spitze getrieben. Wir brauchen alle drei Jahre ein neues Auto, jedes Jahr ein neues Handy-Modell usw.; und wenn’s noch nicht genug ist muss ein Zweitwagen und ein Zweithandy her. Weil der „Geiz geil“ ist, muss man sich nicht wundern, warum das ganze Zeugs dann in Asien von armen Schweinen mit 10 Cent Stundenlohn hergestellt werden muss.

Fortschritt ist ja was schönes, aber wir benutzen die ganzen geschaffenen Werte nur dazu um sie schnellstmöglich wieder wegzuschmeißen. Dann müssen wir umso intensiver arbeiten um wieder neuen Schrott zu kaufen. Nix mit Ausruhen. Dabei kübeln wird die Umwelt noch mit Müllbergen und CO2 zu; was für ein Wahnsinn. Immer wenn ich in Versuchung bin mal wieder was neues zu kaufen, was ich eigentlich gar nicht brauche, denke ich an den Löwen. Lieber mit voll gefressenem Bauch in der Sonne liegen – ach ist das schön.

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One thought on “Warum der Löwe in der Sonne liegt und keinen Kühlschrank hat

  1. Es ist nicht nur Konsumgier, es ist unser Sozialstaat, der sich über die extreme Besteuerung der Arbeitskraft finanziert. Dadurch wird die Reparatur von Dingen uninteressant und wir entwickeln uns zur Wegwerfgesellschaft. Wenn der Fernseher kaputt ist, kosten Teile und Arbeit gleich einen dreistelligen Betrag mit dem Risiko, dass er nicht reparierbar ist und für die Analyse trotzdem Kosten anfallen – also kauft man gleich einen Neuen.
    Das ist aber nur in westlichen Sozialstaaten so – in ärmeren Teilen der Welt (Ex-Kommunismusstaaten mit Erfahrung in Mangelwirtschaft) wird noch repariert und dorthin werden wir nach unserem wirtschaftlichen Niedergang auch wieder zurückkehren. Mit “wir” meine ich jenen Teil der westlichen Restbevölkerung mit Arbeitsmoral und technischem Verständnis, nicht die “Fachkräfte”.

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