Die Männer sind an allem Schuld

oder, das einfache Rezept der Feministen.

Eine Reflexion auf diesen Artikel bei Cuncti, bzw. hier im englischen Original.

Selbst wenn ausnahmsweise mal eine Frau an etwas schuld sein sollte, dann hat im Hintergrund immer ein böser Mann sie dazu getrieben. Die Schlagzeile wird im Feminismus durch ein inzwischen eingängiges Schlagwort ausgedrückt : Patriarchie.

Warum das ein einfaches Rezept ist, ist für viele offensichtlich. Denn es wird damit ausgedrückt dass ALLE Männer an ALLEM Schuld sind und schon immer waren. Wir sind auch an den Straßen schuld, an den Autos und dass deswegen jährlich tausende Verkehrstote zu beklagen sind (auch wenn manch eine Frau am Steuer sie tot gefahren hat); würden wir alle zu Fuß gehen, gäbe es auch keine Verkehrstoten. Ist doch logisch. Gäbe es keine Häuser, würde auch keiner beim Dachdecken abstürzen; Höhlen muss man nicht bauen, die sind eh schon da und kosten nichts. Handys sind auch von Männern erfunden worden und werden jetzt in so erbärmlichen Sklavenfabriken in Fernost gebaut, also sind Männer auch für diese Sklaverei verantwortlich. Oder nicht?

Wenn also ab morgen, im feministischen Staat, alle Führungsfunktionen von Frauen ausgeübt werden ist doch klar, dass Straßen und Autos sicher sind, es keine Verkehrstoten mehr gibt, die Häuser sich quasi von selbst gefahrlos bauen und sämtliche Produkte von glücklichen Arbeitern (die können ruhig männlich sein, Frauen haben’s oft nicht so mit arbeiten) erzeugt werden, selbstverständlich bei anständiger Entlohnung (deswegen ist Feminismus übrigens auch für Männer gut, haha). Das muss nicht bewiesen werden, daran muss man einfach glauben, und dieser Glauben heißt Feminismus. Wenn einer jetzt sagt, das müsste erst mal bewiesen werden, oder das ist doch sehr utopisch, dann ist er ein Ketzer und muss verbrannt werden – derzeit nur auf dem Twitter und Youtube Scheiterhaufen, wer weiß was noch kommt. Vielleicht wird ein Mann, bei dessen Anwesenheit sich ein Frau „irgendwie unwohl fühlt“ in Zukunft mit einigen Monaten Knast bestraft – Feminismus der über Gleichberechtigung hinausgeht kann nur totalitär sein.

Überhaupt haben die Männer den bösen Kapitalismus erfunden und deswegen müssen die bösen männlichen Kapitalisten entmachtet und durch Frauen ersetzt werden, ist doch klar. Nur Frauen können guten Kapitalismus. Braune antirassistische Autos auf frauenfreundlichem rosa Teer sind viel sicherer, Häuser die wie Brüste aussehen völlig gefahrlos zu bauen. überhaupt alle Produkte sollten rosa sein, damit alle Frauen die mögen. Die Kanzlerin wird mit „oberste ehrwürdige Mutter“ angeredet (im Volksmund „Muddi“), alle Frauen müssen in jedweder Hierarchie über jedem Mann stehen und sind von Männern grundsätzlich mit ehrerbietigem Respekt anzusprechen. Es ist dabei unerheblich, ob eine Frau wirklich Mutter ist. Das klingt jetzt vielleicht etwas dick aufgetragen, aber so ähnlich sehen feuchte feministische Träume aus.

Bis auf wenige Ausnahmen ist alles im Genderismus und Feminismus gefühltes oder intuitives weibliches Wissen. Logik, außer der Logik im Wahnsinn, ist selten und harte Daten und Fakten werden sehr häufig gefälscht, da echte Daten und Fakten nicht zur feministischen Doktrin passen. Hunderte Jahre der Aufklärung haben zu einer Evolution im Denken geführt, viele Menschen im Westen glauben nicht mehr einfach so alles was in irgend einem heiligen Buch steht oder von der Kanzel verkündet wird. Selbst bekennende gläubige Christen/Moslems usw. glauben zum Großteil nicht was da Wort für Wort steht, sondern haben eher das Bedürfnis an etwas Gutes zu glauben, vor allem an das Gute in sich selbst, wofür die Religionen im jeweiligen Kulturkreis zuständig sind.

Aber selbst Atheisten und solche die einfach nicht interessiert an einem religiösen Glauben sind, haben oft das Bedürfnis an irgend was anderes zu glauben. Scientology, sog. Naturheilkunde, Tarotkarten, Sternzeichen, usw., endlose Liste. Manche glauben auch an DIE Wissenschaft, DEN Fortschritt, DEN Kapitalismus, DEN Sozialismus, ebenfalls endlose Liste. In Ur-Religionen wurden Nicht- und Anders-Gläubige oft vernichtet oder vertrieben. DER Feminismus nähert sich den totalitären Methoden eines IS an, falls wir ihn nicht stoppen.

Durch den verloren gegangenen religiösen Glauben ist eine gewisse Leere entstanden die mit etwas anderem gefüllt werden muss. Vor allem Menschen mit überdurchschnittlichem IQ bevorzugen die Vernunft, das Rationale, Wahrheit, Forschung, weil sie eben in der Lage sind hier etwas zu erreichen. Die „Dümmeren“ laufen einfach dem allgemeinen Trend hinterher, solange sie glauben etwas davon zu haben. Und darin liegt die Krux der derzeitigen Situation. Konsumerismus ist zwar anregend, nur muss diese Gier ständig neu gefüttert werden. Der Neo-Kapitalismus ist zwar toll für Innovationen (vor allem bei Verbrauchsprodukten) aber er verschiebt automatisch und dauerhaft das Geld an immer weniger Reiche und die große Masse hat nichts oder nicht viel. Außerdem führt er zu Umweltproblemen, da die wenigen Reichen sich einfach die Politik kaufen die sie brauchen. Der Glaube, dass es allen gut geht, auf ewiges Wachstum, und dass jeder der sich anstrengt eine faire Chance hat reich zu werden ist seit den 80’ern langsam zerplatzt. Eine Banken- und Finanzkrise jagt inzwischen die andere und der kleine Arbeiter soll das alles bezahlen.

In diese Leere stößt die neue Heilslehre des Feminismus, an die nicht nur Frauen sondern auch viele Männer glauben. Die machen das ja auch ganz geschickt. Ähnlich wie die braunen Rattenfänger in den 30’ern nutzen die Feministen ähnliche Methoden und konzertierte Propaganda um den neuen Glauben durchzusetzen. Die Männer von heute sind die Juden des 3. Reichs, man muss denen nicht nachweisen dass sie schuld sind, einfach Stern drauf und passt schon. Jetzt glauben die „guten feministischen“ Männer ja, dass sie sich nur einfügen/unterordnen müssen und alles wird gut. Naja, einige feministische Heilsverkünder die u.a. auch Pflichtlektüre bei den Genderistas sind haben schon über Konzentrationslager für Männer nachgedacht. Wenn das kein Anlass ist endlich mal aufzuwachen, was soll ich dann noch sagen? Viele denken immer noch, mit den Patriarchen und bösen Kapitalisten sind „die Anderen“ gemeint.

Wir Menschen sind das einzige Tier welches seine Umwelt nachhaltig umgestalten kann. Die Industrialisierung und die Erforschung von Technologien hat uns immer mehr Kontrolle über die Natur verschafft. Nur haben wir beim Neo-Kapitalismus und der Konsumgeilheit übersehen, dass wir uns selbst und unsere Lebensgrundlage vernichten. Einfach zu glauben wir kriegen das schon hin mit der Klimakatastrophe und den Ungerechtigkeiten im Wachstumsmarkt ist blauäugig. Wir müssen schon etwas massiv ändern. Mit Verstand, Logik, Wissenschaft und der Erkenntnis dass Freiheit nie grenzenlos ist aber trotzdem das höchste Ziel bleiben muss, kann das was werden. Mit einer Religion namens Feminismus ist nur Rückschritt möglich.

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