Wo bitte geht’s zum Paradies?

Die Bibel beschreibt uns wie schön das Paradies war, warum die ursprünglich gesamte Menschheit (2 Personen) daraus vertrieben wurde und welche nachteiligen Konsequenzen dies hatte. Für nicht bibelfeste (wie mich) eine kleine Rekapitulation:

Genesis 1. Mose, Kapitel 2, Vers 15-17
„Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.
Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.“

Also der benevolente Diktator, den sich die Ackerbaugesellschaft ausgedacht hat, gibt dem Menschen ein schönes Fleckchen Acker und warnt ihn, dass er sterben muss sobald er weiß was Gut und Böse ist. Wie allgemein bekannt, kommt dann die Nummer mit der Schlange und dem Apfel, was zur Ausweisung aus dem Paradies führt.

Genesis 1. Mose, Kapitel 3, Vers 17-19
„Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang.
Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen.
Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, …“

Also Planänderung von ganz oben. Zuerst sollten die Babys wohl schmerzlos aus der Frau herauspurzeln, die Frau dem Mann gleich sein und der Mann ohne Mühe den Acker bestellen. Weil die Menschen jetzt aber Gut und Böse unterscheiden können, was bei denen komischerweise nur dazu führte dass sie nicht mehr nackig sein wollten, werden sie jetzt bestraft. Das Kindergebären soll jetzt weh tun, nichts mehr mit Gleichheit von Mann und Frau, die Frau soll unter dem Mann stehen, und der arme Mann soll jetzt schwitzen wenn er ackert, damit es was zu futtern gibt.

Was für mich bei der Geschichte so heraussticht ist zum einen die Willkürlichkeit des Chefs, die Akzeptanz des Mannes das der Chef das Sagen hat; die Willfährigkeit des Mannes dass er der Frau jeden Scheiß glaubt; die Ambivalenz der Frau, die zwar weiß dass Gott der Chef ist, aber lieber jedem dahergelaufenen Betrüger mehr glaubt und die seltsame Ansicht, dass jeder der erkennt was Gut und Böse ist eins auf die Mütze kriegt und nicht mehr nackig rumrennen kann. Jetzt mag meine Bibel-Interpretation etwas eigenwillig sein, aber sie ist genau so legitim wie die eines jeden Lesers oder des obersten Chef-Theologen. Jeder pickt sich selektiv das heraus was er mag und interpretiert es wie er mag. Als Atheist habe ich noch den besonderen Vorteil, dass ich der Bibel den gleichen Stellenwert gebe wie eines jeden von Menschen geschrieben Märchenbuchs.

Nun haben Menschen über die Jahrhunderte versucht ihr Paradies zurück zu gewinnen. Gefahrlose, schmerzlose Geburten gehören genau so dazu wie der automatisierte, schweißlose Ackerbau und nicht zuletzt auch die Gleichstellung der Frau. Jetzt ist das komische Buch ja schon ein paar tausend Jahre alt, und keiner träumte damals von Ceranfeldern, Computern, Autos oder dem ganzen anderen Brimborium der bei unsereins so in/vor der Wohnung herumgammelt. Es ging nur ums Fressen und Ficken.

So ganz paradiesische Zustände haben wir ja noch nicht erreicht, aber mit Kaiserschnitt unter Anästhesie, Erntemaschinen, halbautomatischen Schlachthöfen usw. sind wir schon recht nahe dran. Das mit der Gleichstellung ging irgendwie in eine ganz falsche Richtung los, wenn Frauen jetzt im Schweiße ihres Angesichts und Männer im Schweiße ihrer Füße täglich stundenlang an einem Schreibtisch hocken müssen. Das hat mit Paradies doch rein gar nichts zu tun. Diese feministischen Paradies-Vorstellungen sind echt Scheiße, für Männer UND Frauen.

Das Ratten oder Mäuse Experiment von Calhoun gibt aber zu bedenken, dass wir uns wahrscheinlich auch jedes Paradies selbst versauen würden. Es führt dazu dass wir letztendlich aussterben. Also, selbst wenn wir das ‘Paradies’ jemals wieder erschaffen könnten, sind auch dann Probleme zu lösen, denn ohne eine sinnstiftende Tätigkeit kann der Großteil von uns nicht leben. Manchmal sieht man ja im Unterschichten-TV am Nachmittag, was solche Nie-Arbeitenden für eine Aggression aufbauen und wie sie sich selbst und andere zerstören.

Und wie der eine oder andere Link ja deutlich macht, muss die Arbeit schon einen Sinn machen und darf keine Pseudo-Beschäftigung sein. Vielleicht ist das ja auch der Grund warum so viele diese Gender-Studentinnen so biestig und aggressiv sind und auch keine Kritik verarbeiten können. Es ist halt eine Pseudo-Wissenschaft und man kann sich auch nach einem Abschluss nicht damit brüsten irgend etwas sinnvolles gelernt zu haben, was man jetzt in einer Arbeit umsetzen könnte. Ich glaube die Feministen sind im falschen, im Aggro-Paradies gelandet – laufen halb nackt beim Slutwalk mit und haben im Oberstübchen auch nichts anzuziehen.

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