Die Koalition der Müßigen

Die Müßigen sind zwei Gruppen in der Bevölkerung, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine Gruppe stellt einen sehr kleinen Teil eines jeden Landes dar, die Erben, die riesige Vermögen von ihren Eltern bekommen. Ich rede nicht von Otto-Normalfall, der ein altes Haus, einen Gebrauchtwagen und vielleicht etwas Familienschmuck erbt. Ich rede über die Leute, die ein Heidengeld erben, Großfirmen, Ländereien mit Villen oder Hotelanlagen, mit Golf-Klubs oder Schlössern. Einer ihrer Vorfahren muss ziemlich schlau gewesen sein und muss auch noch unglaublich viel Glück gehabt haben. Wenn man die Familiengeschichte einiger reicher Dynastien liest, stößt man oft auch auf einen Urahn der mit etwas krimineller Energie seinem Glück auf die Sprünge geholfen hat.

Es ist nachweisbar, dass die Vererbbarkeit von Intelligenz zwischen 70 und 80% liegt; fast so hoch wie die Erblichkeit der Körpergröße (80%). Wenn Soziologen immer wieder darauf hinweisen, dass die Umwelt (Schule, Eltern, Erziehung,…) eine so große Rolle spielt, sollte man deren Motive hinterfragen. Zwillingsstudien haben eindeutig ergeben, dass – abgesehen von Fällen massiven Missbrauchs oder von Vernachlässigung – der Intelligenzquotient eindeutig genetisch vererbt wird, unabhängig von den Umweltbedingungen. Man sollte annehmen, dass die Kinder des Gründers einer Dynastie ebenfalls hoch intelligent sind; und das trifft in der Regel zu. Es ist aber ein Effekt feststellbar, „Regression zum Mittelwert“, der die Kinder super-intelligenter Eltern etwas weniger intelligent werden lässt. Zum Beispiel wird ein Vater mit IQ 160 Kinder haben, die eher im Bereich IQ 130-140 liegen; immer noch sehr intelligent, aber nicht so extrem wie der Vater (bzw. die Eltern). Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20-30% produziert er auch Kinder die nur einen normalen IQ von 100 haben oder sogar dümmer sind. Das muss sogar Teil des allgemeinen traditionellen Wissens für tausende von Jahren gewesen sein, zumindest unbewusst. Wenn die Leute mal einen cleveren König oder Stammesführer gewählt hatten, wurde der Thron oft an den Sohn vererbt, in der Hoffnung, dass Junior genau so schlau ist wie sein Papa. Wenn er zu dumm war gab’s meist Mord und Totschlag. Entweder der Usurpator oder der dumme neue König musste dran glauben.

Ich bewundere Leute wie Bill Gates, Mark Zuckerberg und andere super-intelligente Leute wie sie. Das sind einige der wenigen wirklich cleveren Menschen unserer Generation. Ihre Kinder sind höchstwahrscheinlich nicht ganz so smart, die Enkel wahrscheinlich eher im Bereich +/- eine Standardabweichung vom Mittelwert. Gates und Zuckerberg haben riesige Vermögen angehäuft; ihre Kinder wären möglicherweise schlau genug um es zu erhalten, die Enkel würden wahrscheinlich alles verplempern. Kein Wunder haben diese zwei (und eine ganze Reihe anderer Super-Reicher) sich dazu entschlossen große Stiftungen einzurichten und nur relativ kleine Treuhandfonds für ihre Kinder. Die möchten verhindern, dass ihre Erben alles verschleudern.

Genau so wie ein intelligentes Kind aus einem Slum der dritten Welt benachteiligt ist, weil es keine Chancen bekommt, ist der reiche Erbe durch eine geringere Intelligenz belastet, und hat kaum Chancen so viel Erfolg zu haben wie der Vater. Was die reichen Erben so treiben, was sie auf Parties anhaben, mit welchen Drogen sie wieder erwischt wurden und dass sie keinen einzigen Tag ihres Lebens mit ehrlicher Arbeit verbringen, kann man ja meist in Bild, Bunte, usw. nachlesen. Aber selbst wenn sie noch nicht unterhalb des mittleren IQs von 100 angekommen sind, sind diese Leute für die Gesamt-Gesellschaft gefährlich.

Die reichen und leider etwas dümmeren Erben sind hauptsächlich daran interessiert, dass ihr Investment-Banker die monatliche Überweisung rechtzeitig und in voller Höhe veranlasst. Falls der Betrag sinkt fragen die was denn los ist und sagen dem Banker er soll gefälligst was tun. Da sie eben nicht so intelligent sind wie die Eltern, können sie ihre geerbte Firma nicht selbst leiten oder neue Zielvorgaben setzen. Deshalb suchen sie lieber nach Leuten die man recht einfach korrumpieren kann, und siehe da, in jeder Regierung gibt’s davon mehr als genug. Dann schicken sie ihre teuren Anwälte und Berater zu den Politikern mit dem einzigen Ziel, dass ihre monatlichen Investment-Einkommen wieder sprudeln und sich steigern. Die können so dumm sein wie ein Stück Brot, so lange sie Zugriff auf einen schlauen Anwalt mit Beziehungen haben, der sein Geld damit verdient für sie im Trüben der Politik zu fischen, sind sie fein raus.

Jetzt wissen schon viele, dass die meisten Produkte die wir jeden Tag kaufen seit Jahrzehnten kaum weiter entwickelt wurden und Innovation dort auch unnötig ist. Wenn du glaubst, dass das neue Waschpulver aus der Werbung weißer wäscht als vorher, Mann hör auf hier weiter zu lesen, ich glaube dein IQ liegt auf der falschen Seite der Glockenkurve. Das Klopapier ist auch immer das selbe, egal welches Muster derzeit gerade darauf gedruckt wird. Ein Apfel ist ein Apfel und war das schon immer, die angebotenen Pseudo-Verbesserungen sind gar kein Fortschritt. Das heißt, der einzige Weg für diese alt-eingesessenen Firmen ihren Gewinn zu halten oder zu steigern ist die Kundenbasis zu erhöhen. Man braucht Wachstum. Die Firmen und Farmen der Erben benötigen mehr Kunden, die genug Geld haben um ihren Mist zu kaufen. Es ist denen völlig egal woher der Kunde das Geld hat. Das Konsumenten/Wachstums-Modell funktioniert ganz schlecht, wenn der Großteil der Bevölkerung nur genug Geld hat für eine Blechhütte, eine Schale Reis und ein paar Sardinen. Reiche Erben haben keine Lust zu arbeiten und wollen ihre Profite/Dividenden steigern. Politiker wollen ihre reichen Partei-Spender nicht verlieren. Deshalb werden Vorschläge die wirklich Reichen mehr zu besteuern von Politikern eher selten diskutiert. Die Steuern und Sozialbeiträge werden von denen bezahlt die arbeiten gehen, also die gerade klug genug sind um einen Arbeitsplatz zu ergattern (typischerweise finden die sich auf der rechten Seite der Glockenkurve des IQ).

Damit kommen wir zu der anderen Gruppe der Müßigen, die ohne es zu merken mit den faulen Erben kooperieren. Es hat einen Grund warum ich die Müßigen im Titel gewählt habe und nicht die Faulen. Die reichen Erben kann man schon faul nennen, kein Problem. Die Hälfte der Bevölkerung die keiner produktiven Arbeit nachgehen kann ist aber nicht notwendigerweise faul. Sie sind müßig weil es einfach keine Arbeit für sie gibt die der Wirtschaft dienen würde. Die sogenannten Arbeitsstellen die von der Regierung oft für sie geschaffen werden machen wirtschaftlich keinen Sinn. Die fortschreitende Automatisierung und die Verlagerung von produktiver Arbeit in Niedriglohn-Länder nimmt ihnen jede Chance auf eine vernünftig entlohnte Anstellung. In der Regel sind sie auch nicht intelligent genug um selbst eine Firma auf die Beine zu stellen. Selbst wenn die von heute auf morgen kein Hartz 4 mehr bekommen würden und gezwungen wären zu arbeiten, würden die keine guten Konsumenten. Mit Jobs wie Hamburger braten, Tankwart, Lidl-Kassiererin, Gärtner oder Büro-Boden-Feger kommt man selten auf die Mindestbeträge der Sozialhilfe.

Dem reichen Erben ist die Verlagerung in Niedriglohn-Länder völlig egal, so lange seine Dividende stimmt. Immigration finden die auch ganz toll, mehr Konsumenten die ihr Geld vom arbeitenden Steuerzahler bekommen. Dem unterdurchschnittlich Begabten ist es auch egal, solange er aufgestockt wird oder Hartz 4 bekommt. Mit der sogenannten Flüchtlingswelle wird die Zahl der unterdurchschnittlich Begabten auch noch drastisch, um einige Millionen erhöht. Das kann, nicht nur wegen der Kultur, sondern auch wirtschaftlich, am Ende nur in die Hose gehen. Was Regierungen der westlichen Staaten tun sollten (und was Trump in den USA vor hat) ist die produktiven Jobs, die von denen mit IQ<100 gemacht werden können ins eigene Land zurück zu bringen. Das ganze funktioniert dann natürlich nur mit Protektionismus, d.h. hohe Zölle auf Importe aus Billig-Lohn Ländern. Diese ganzen Free-Trade Abkommen gehen total in die falsche Richtung und nützen nur den reichen Erben und sonst niemandem. Die ‘Arbeiterklasse’ wird von zwei Fronten angegriffen; durch Immigration und durch Verlagerung von Fertigungen ins Niedrig-Lohn Ausland. Das wäre eigentlich ein Riesen-Thema für die SPD, aber die wollen vom Arbeiter nichts mehr wissen, die fahren voll auf Gender-Voodoo und Muslim-Integration ab.

 

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3 thoughts on “Die Koalition der Müßigen

  1. Ich sehe das Ganze dynamisch. In den anderen Ländern leben auch Menschen. Je mehr Demokratie in aller Welt, desto stärker können die sozialen und ökologischen Standards dort steigen.

    Durch unseren Konsum bestimmen wir diese Standards mit. Wir können soziale und nachhaltige Unternehmen belohnen.

    Natürlich ist das ein mühseliger und langer Prozeß. Er funktioniert aber, wie die vergangenen 150 Jahre zeigen. Heute gibt es im Westen keinen Manchester-Kapitalismus mehr. Verglichen mit damals leben wir geradezu im Paradies.

    Ich will nichts beschönigen, nur verstehen, glaube ich, die wenigsten (Linken), wohin die Reise gehen muß. Langfristiges Ziel ist eine immer stärkere soziale und ökologische Homogenität der Volkswirtschaften. Wir müssen alle auf verschiedenen Ebenen daran arbeiten, daß sich die humanen Standards erhöhen.

    Die neoliberalen Deppen argumentieren immer nur zynisch und kurzfristig, nach dem Motto: Wir müssen “konkurrenzfähig” bleiben, womit sie auch völlig recht haben. Nur sind wir eben auch alle “konkurrenzfähig”, wenn hier die Standards nicht sinken oder sogar steigen (Mindestlohn) und die Standards anderswo eben auch steigen.

    Kurzum: Diese ganze neoliberale Scheiße ist ein absurdes Schauspiel, das man relativ schnell beenden könnte. Sie lebt letztlich von der egoistischen Vorteilsmentalität seelisch verkümmerter Leute.

    Es ist eben ein langer, schwieriger Prozeß. Irgendwann werden die Menschen erkennen, daß sie durch Kooperation viel weiter kommen, daß man international zusammenarbeiten muß.

    Ich sage: Die Humanität muß gestärkt werden.

    Die Neoliberalen sagen: Wir können nicht mehr Humanität schaffen, weil’s die anderen auch nicht haben und es uns angeblich Nachteile im “Konkurrenzkampf” verschafft.

    Absurderweise kommen diese Spacken meist auch aus einem christlich-konservativen Milieu.

    Es zeigt sich jedenfalls immer wieder, daß die autoritären Angstargumentationen dieser Leute (die auch ihren Erziehungserfahrungen entsprechen, nur mal nebenbei) sich nicht bewahrheiten, weil sie reduktionistisch, rein bilanzmäßig denken, nicht ganzheitlich. So hat der Mindestlohn natürlich positive Auswirkungen auf die Identifikation mit der Arbeit.

    Man sollte den Kopf nicht hängen lassen. Es ist letztlich alles eine Frage der Psychopathologie konkreter Individuen. Die Summe macht dann den Krankheitszustand unserer Gesellschaft(en) aus. 🙂

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