Kulturchaos: 2 Probleme, keine Lösung

Ich bin ja ein Verfechter der Ansicht, dass technologische Änderungen viel mehr Einfluss auf die Gesellschaft und Kultur haben, als die vermeintlich neueste und hipp’ste Mode einer Philosophie, Religion, usw. (Bildhinweis: framed chaos)

In diesem Artikel ist das so ausgedrückt, dass Technologie, Umweltbedingungen und Kunst zu bestimmten regionalen Kulturen führen, und diese wiederum zu politischen Ergebnissen (Philosophie, Religion, Recht). Einfacher dargestellt in der alt-right Formel : identity > culture > politics ; wobei man hier „Identität“ so interpretieren muss, dass es die Summe aller regional prägenden Bedingungen sind, welche der dort lebenden Bevölkerung das (im darwinistischen Sinne) Überleben ermöglichte.

Es gab im letzten Jahrhundert zwei technologische Umwälzungen, die unsere Bedingungen für’s Überleben massiv beeinflussen:

  1. Den Ersatz menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen und weiterhin fortschreitende Automatisierung
  2. Eine Vielzahl von Möglichkeiten zur sicheren Empfängnisverhütung, allen voran die „Pille“

Mit der Änderung der Überlebens-Bedingungen verändert sich auch die dominante Identität der Bevölkerung, die jedoch keine einheitliche Masse ist. Das Ergebnis ist ein anhaltendes kulturelles Chaos in der ganzen Bandbreite, von Kulturverlust bis hin zum Nihilismus, zu ideologisch motivierter Hinwendung zu einem diffusen Multi-Kulturalismus, und zu (eher/vermeintlich?) rückwärts orientierten Ideologien wie religiöser Dominanz (christlich, wie auch islamisch). Die reichen Eliten versuchen die Kultur durch politische Maßnahmen zu beeinflussen, vor allem in Richtung einer Konsumenten-Kultur, in reinem Eigeninteresse, denn die wollen natürlich reich bleiben. Die Strategien der Eliten mögen immer wieder für eine gewisse Zeit erfolgreich sein, aber letztendlich muss sich regional wieder eine neue dominante Identität heraus bilden, um das kulturelle und in Folge das politische Chaos zu beseitigen.

Die 4 Identitäten nach Luisman 😉

Identität Gutmensch – die Ersatz-Religiösen

Die mögen derzeit im Westen Multi-Kulti ganz doll, haben so ziemlich alles an überlieferter Kultur aufgegeben und wollen eine neue Kultur. Das sind auch die, welche heutzutage das Smartphone praktisch für ein neues Körperteil halten, bis zum teilweisen Hirn- und Mundersatz. Die fühlen sich auch physisch angegriffen, wenn jemand ein – nach ihrer Definition – böses Wort benutzt. Die Reaktion ist dann eine okkulte Handlung, wie der shitstorm mit den üblichen Derogativen (Sexist, Rassist,…) über die Zerstörung der Lebensgrundlage dieses teuflischen Jemand und sie schrecken auch nicht vor einer SJW Twitter-Fatwa zurück („verrecken soll er, der elende Nazi“).

Die wirklich gläubigen Multi-Kulti-Gutmenschen sind aber nur eine relativ kleine Gruppe der Bevölkerung, im Wesentlichen die sexuell anormalen (Schwulen, Lesben, Trans, Feministinnen – eigentlich Nihilisten, die zu wenig Spaß haben), die intellektuell verpeilten Marxisten/Sozialisten, sowie andere Pseudo-Religions-Vertreter (incl. Papst). Die alle haben sich in ihrer konstruierten Identität einige Anleihen aus den Relikten der christlichen Basiskultur genommen um möglichst viele (meist weibliche) Mitläufer zu gewinnen. Es sind solche Vorstellungen, dass man wie Sankt Martin den Mantel mit anderen teilt. Oft ist es auch ein übertriebener Altruismus aus einem diffusen Schuldkomplex heraus, der viele dazu bewegt, denen die sie für schwach halten zu helfen. Die Gutmenschen haben eine Heile-Welt-Phantasie und wollen sogar jenen helfen, die sie physisch vernichten wollen. Die psychotische Gutmenschen-Identität geht sogar so weit, dass sie einen islamischen Selbstmordattentäter mit einer Umarmung von seinem Vorhaben abbringen wollen, auch wenn sie dabei drauf gehen.

Ihre eigene Boshaftigkeit erkennen die christlichen Gutmenschen genauso wenig wie die islamischen oder die marxistischen Gutmenschen; alle halten sich für die friedlichsten Menschen der Welt. Bekämpft wird natürlich nur das wahrhaft Böse, der Teufel, der Nazi, der Ungläubige.

Identität Nihilist – Dienstleister jeder Art

Das ist die Spaß- und Konsumgesellschaft, also über 80% aller Menschen im heutigen Westen. Die streben immer nach etwas Neuem, da das Alte ja irgendwann keinen Spaß mehr macht. Oft sind sie Mitläufer bei den anderen beiden Identitäten, so lange etwas was die gerade machen interessant ist und Spaß macht. Sie arbeiten irgend welche oft sinnlose, verzichtbare Jobs und schmeißen das verdiente Geld raus, für neue iPhones, Urlaub in Mallorca, Toyotas und Volkswagen, ein paar Quadratmeter mehr Wohnraum, Cocktails in der Schickeria Bar, usw. Die Nihilisten werden oft von den Gutmenschen gepiesackt; mal sollen sie religiöser sein, mal toleranter, mal dies glauben und dann wieder was anderes.

Identität Tribalist (Stammesgruppe) – Produzenten, Entdecker und Eroberer

Die Leute die etwas erschaffen und erhalten wollen. Ca. 10%-15% der Bevölkerung und zum Großteil Männer. Ingenieure, Facharbeiter, Bauern, Polizisten, Soldaten, also Menschen die in ihrem Beruf und dem Arbeitsergebnis einen Sinn sehen, weil dafür echte (oft unverzichtbare) Nachfrage besteht. Die wollen ein Haus bauen, eine Familie mit Kindern, einen Baum pflanzen, etwas für sich und ihre Nachkommen erschaffen. Die Tribalisten werden dauernd von den Gutmenschen gepiesackt, damit sie mehr Geld heraus rücken, mit dem die Gutmenschen dann der gerade aktuellen Opferklasse helfen wollen. Sie werden von den Nihilisten üblicherweise als Langweiler wahrgenommen (schaffe, schaffe, Häusle baue – gähn) außer sie entdecken/erfinden was Neues (neues iPhone – supi).

Identität Overlord oder Übermensch – die Reichen und ihre Propagandisten

In diese Identität wir man in der Regel hineingeboren. Die Tatsache dass man reich ist, ist Grund genug um sich für die besseren Menschen zu halten. Deren einziges Problem ist eigentlich nur sich das Lumpenproletariat vom Hals zu halten. Dazu bedienen sie sich zum einen der Polizei, des Militärs und ggf. privater Schutzleute. Zum anderen wählen sie aus der Masse einige Intelligente und Gebildete aus, die für sie die Drecksarbeit der Propaganda und Indoktrination übernehmen. Die Overlords sind sich durchaus bewusst, dass die Intelligenzia sie jederzeit ersetzen könnte, deshalb bezahlen sie ihre Sklaventreiber gut und geben ihnen hohen gesellschaftlichen Status. Ich nenne diese überheblichen Sklaventreiber auch gerne die Arroganzia, die Spezialisten der psychologischen Kriegsführung. Es sind Autoritäre, die mangels Geld keine wirkliche Macht haben, aber als Helfer des Geldadels ihren Narzissmus ausleben können.

Die Overlords setzen die Arroganzia auch mal schnell ab, wenn die nichts taugen. Overlord Trump hat die arroganten Clintons abgesetzt und temporär selbst das Ruder übernommen. Clinton war zu sehr ins Gutmenschentum abgerutscht, was für die Overlords aber nicht nützlich ist (Sanders war völlig ausgeschlossen). Gutmenschen sind für sie nur als Stachel im Fleisch der Produzenten nützlich, ansonsten sollen sie nihilistisch konsumieren. Trump hat beizeiten gemerkt, dass die Tribalisten anfangen zu rebellieren, aber ohne dass die etwas erschaffen und erhalten funktioniert nun mal auch die Konsumgesellschaft nicht mehr.

Der Mikrokosmos der Overlords (die Oligarchie) ist keineswegs homogen. Dort findet man ein Abbild der normalen Bevölkerung, Gutmenschen, Nihilisten und Tribalisten. Trump gehört eher zur Fraktion der Tribalisten. Bill Gates, Zuckerberg kann man den Gutmenschen zuschlagen. Die große Anteil an Firmenerben, die selbst nie etwas erschaffen haben, sind Nihilisten.

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Wie wirken sich die beiden oben geschilderten technologischen Änderungen jetzt auf die Ausbildung neuer Identitäten aus?

Automatisierung

Automatisierung reduziert den Bedarf für menschliche Arbeit um ein Produkt herzustellen. Am deutlichsten sieht man das bei der Landwirtschaft. Vor 100-150 Jahren war der Großteil der Menschheit damit beschäftigt Nahrung und Kleidung zu produzieren. Heute sind das noch wenige (einstellige) Prozent, selbst wenn man die Produzenten der Landwirtschaftsmaschinen hinzurechnet. Zu Beginn der Industrialisierung wurde die Produktion von Stoffen für Kleidung automatisiert. Mit weiterer Automatisierung musste man, zwangsläufig, neue Produkte für Konsumenten erfinden. Inzwischen ist dieses Potential fast ausgereizt, denn nur noch 10-15% arbeiten an der Herstellung von Gütern. Der Rest arbeitet in oft verzichtbaren Dienstleistungen und überwiegend nutzlosen Verwaltungen.

overlordbubbles

Bild:

Agrargesellschaft – 5% Gutmenschen – 10% Nihilisten – 84% Produzenten – 1% Overlords

„It’s 2016“ Gesellschaft – 5% Gutmenschen – 80% Nihilisten – 14% Produzenten – 1% Overlords

Islamische Gesellschaft – 10% Gutmenschen – 40% Nihilisten – 49% Produzenten – 1% Overlords

(Gutmenschen greifen immer die Nihilisten moralisch an um Verhalten zu steuern und die Produzenten um Geld abzugreifen)

Der Anteil von 10-15% Produzenten (im Westen) wird weiter absinken, zum einen durch weitere Automatisierung, zum anderen durch ein nachlassendes Wachstum der Weltbevölkerung. Inzwischen werden auch immer mehr Dienstleistungen automatisiert. Wer geht heute noch zum Reisebüro oder lässt einen Versicherungsvertreter ins Haus? Das geht alles viel besser, schneller und kostengünstiger per Internet. Entweder wir erfinden viele viele neue Produkte die jeder braucht und/oder nicht-automatisierbare Dienstleistungen die jeder nachfragt, oder die Menschheit wird irgendwann mal zu 95% arbeitslos. Dann bliebe praktisch nur eine der o.g. 4 Identitäten übrig, die nihilistische Spaß- und Konsumgesellschaft. Aber auch die würde bald in sich zusammen fallen, spätestens dann, wenn es nichts mehr Neues gibt. Aber auch heute schon sind die Nihilisten in Gefahr, wenn sie sich das Neue z.B. nicht mehr leisten können.

Die ersten Anzeichen des Zusammenbruchs sehen wir schon seit der Heim-Automatisierung. Meine Großmutter-Generation war noch ganztags beschäftigt um ohne Waschmaschine zu waschen, ohne Kühlschrank täglich frisch einzukaufen, am Kohlenherd zu kochen und mit Kohlen die Wohnung zu heizen, usw. usf. Die heutige „Hausfrau“ hat im Vergleich kaum noch was zu tun, außer wenn sie sich unnötig Arbeit macht. Also mein Singlehaushalt wird einmal pro Woche innerhalb von 4 Stunden von einer „Perle“ auf Vordermann gebracht, dazu nochmal <4 Stunden einkaufen+kochen meinerseits und gut ist. Das wäre vielleicht doppelt so viel mit 2 Schulkindern, aber dann hat die gute Hausfrau trotzdem noch 5 Tage pro Woche frei. Zu allem Überfluss stürmt die emanzipierte Hausfrau nun seit 40-50 Jahren vermehrt auf den Arbeitsmarkt, meist zu einem sinn- und nutzlosen Job und beschwert sich über ihr „hartes“ Leben. Das muss zwangsläufig zu Identitätskrisen führen.

Die Identitäts-kriselnde Mutti wird eher selten in der Tribal-Identität aufgehen können; allenfalls führt ihr Engagement dort zu Lohnkürzungen durch ein Überangebot von Arbeitskräften. In ihrer neuzeitlichen nihilistischen Identität kann sie weiter aufgehen, wird aber immer frustrierter. Der meist ebenfalls sinn- und nutzlose Job des Ehegatten bringt immer weniger ein, da immer mehr Frauen arbeiten gehen, so dass sie am Ende gezwungen ist selbst irgend einen Idiotenjob anzunehmen, weil einfach die Kohle nicht reicht. Ein vermeintlicher Ausweg ist es geschiedene alleinerziehende Mutti zu werden, da fühlt man sich wenigsten den Guten und Gerechten zugehörig, selbst wenn’s einem eigentlich ziemlich Scheiße geht.

Am besten geht es Mutti im Moment, wenn sie sich einen noch gut verdienenden Mann mit Tribal-Identität oder einen der wenigen gut verdienenden der Nihilismus-Identität geangelt hat. Dann kann sie ihrem eigenen Nihilismus ungetrübt nachgehen, zumindest so lange sie sich von gutmenschelnden Feministinnen fernhält. Jede Scheidung erzeugt eine arme alleinerziehende Gutmenschin und einen armen Nihilisten.

Mein „Rezept“ zur zukünftigen Identitätsfindung:

Erstens: auf’s Land, go Öko, und Mutti bleibt zuhause

Auf 1.000 qm Land kann man neben dem Haus Gemüse, Obst und Gewürze züchten und ggf. sogar Hühner und Enten halten. Selbst wenn man unbedingt in der Stadt wohnen muss, Schrebergarten! Mutti hat genug zu tun und das meiste was man isst ist frisch, gesund und nicht von Monsanto/Bayer verseucht oder mit viel Chemie haltbar gemacht. Das spart nicht nur Geld, sondern auch zukünftige Arztbesuche. Ich finde Kartoffeln hacken und Schnittlauch gießen macht auch mehr Spaß als 8 Stunden an der Aldi-Kasse oder Kundenfragen am Telefon zu beantworten. Also ich bin die ersten 10 Jahre so aufgewachsen, im Garten herum getobt, Himbeeren vom Strauch gegessen, durch den Wald gestreunt, mehr über Biologie gelernt als in der Schule je dran kam. Dann sind wir in die Stadt gezogen, wegen Gymnasium. Stundenlang mittags auf dem asphaltierten Parkplatz stumpfsinnig den Fußball gegen die Wand gekickt und mich mit dem Nachbarn gekloppt, weil er den Ball geklaut hat. Nee, dann lieber Land.

Zweitens: Sport, Musik, Kunst, Literatur

Kultur kann man nicht nur konsumieren, die kann man auch erzeugen. Jeder kann irgendwas ziemlich gut. Woher soll denn deutsche Musik, Kunst und Literatur kommen, wenn sich die Leute vor dem Fernseher nur mit platten Hollywood Serien berieseln oder am Computer daddeln? Und warum muss Elisabeth oder Hans-Detlef erst Abitur machen um dann 4 Jahre auf die Akademie der Künste zu dürfen, damit sie später einen Mindestlohnjob in irgend einem Orchester bekommen, dem keiner zuhört? Nein. Die Künste sind Bestandteil unserer Identität und nicht die arrogante Eliten-Veranstaltung zu der wir sie gemacht haben. Und wenn ich mir dann noch unseren durchschnittlichen Teenie anschaue, entweder ein Schwabbelchen oder jemand mit Ärmchen wie Wiener Würstchen, dann kommt so ein innerer Zwang auf den Satz zu sagen „Mens sana in corpore sano“, nicht im arischen Sinne, sondern ganz im Sinne der Präventiv-Medizin.

Nochmal: jeder kann irgend etwas. Die Schule sollte dazu dienen heraus zu finden worin man talentiert ist und wie man sich verbessern kann. „Ab jetzt: 45 Minuten. Surreales Bild mit Wasserfarben malen“ – Na ja, drei minus. Oder „Namen oben rechts auf’s erste Blatt schreiben! 1 Stunde und 30 Minuten Zeit. Aufsatzthema: Mein Wochenendspaziergang“ Schüler: „Was für’n Scheiß?“ Ein paar Tage später – gerade noch so ‘ne vier. Das macht Freude und steigert die Kreativität ins Unermessliche [Sarkasmus aus]. So geht’s auf jeden Fall nicht. Was trägt denn Deutschland international zur Kultur so bei? Sport: Fußball – Musik: Scorpions, und die sind auch schon bald in Rente – Kunst und Literatur? – pffft. Deutschlands Leitkultur scheint also nur noch Fußball zu sein, aber jetzt, wo Beckenbauer unten durch ist, vielleicht auch nicht mehr. Genderautomaten produzieren keine Kultur.

Also, Mutantenstadel oder Jay Z, der 50 Mal ‘motherfucker“ ins Mikro brüllt? Weder noch, und auch nicht die von reichen Musikproduzenten künstlich erzeugten Boy- und Girlbands. Da steckt doch in Kläuschen, der im Keller auf Kaffeedosen noch den paradiddle übt mehr kreatives Potential. Wenn der mit Lisa, die in halbwegs sich reimenden Versen heraus jodelt was sie an ihrer Mutter oder Lehrerin ankotzt, und Kevin, der heute 2 mehr als die drei Grundakkorde auf der Klampfe gelernt hat einen Probekeller findet, dann könnte von denen eher mal Kultur erzeugt werden, als von einer abgehobenen Lady Gaga. Das gilt selbst wenn die heute noch grottenschlecht sind und sich das eher wie Katzenmusik anhört – hört euch mal Ton Steine Scherben auf Youtube an – so wirklich schön ist das ja nicht, aber es ist deutsche Kultur – oder Störkraft (Triggerwarnung!!!1!11), nur um das andere Extrem mal zu beleuchten. Ich persönlich finde die anti-nihilistische Hymne von Böhse Onkelz kulturbereichernd, aber das ist wohl politically incorrect 😉 , wenn man was gegen rechts und gegen links hat. Aktueller denn je, Scheissegal. Genug, bin schon heiser vom Mitgrölen, ach wie geil

Drittens: Zukunftskonzepte und -technologien

Einen flächendeckenden Breitbandausbau haben wir schon nicht hin gekriegt und mit Glasfaser geht’s auch nicht recht voran. Sicherheitskonzepte für’s Internet? Frag mal Frau Professix Informatix, die besteht darauf, dass zu 3% transsexuelle Glasfaser-Stecker eingebaut werden. Der Rest der Infrastruktur rostet und bröselt auch so vor sich hin. Flughäfen können wir auch keine mehr bauen.

Wann waren ‘wir’ auf dem Mond? 1969, ach, doch schon so lange her. Internationale Raumstation? 1998, auch schon wieder 18 Jahre her. Mars? Was, wo? MARS!!! Naja, die NASA hat kein Geld und irgend so ein meschugger Milliardär bastelt jetzt an eigenen Raketen herum. Konzept wie Menschen den Hin- und Rückflug zum Mars überleben könnten? Ziemliche Fehlanzeige. Aber Castings abhalten um die ersten 24 Leute auf den Mars zu bringen, in 2025, ohne die Technologie dafür zu haben. Na Prost Mahlzeit.

Also, wenn ich das richtig verstehe, haben wir jetzt schon zwischen 20 und 50% Arbeitslose. Je nachdem wie viele überflüssige Mausschubser und Zettel-Abstempler Positionen man abschafft, eventuell noch mehr. Man könnte viele dieser Leute darin ausbilden die Glasfaser-Vernetzung hin zu kriegen, oder sichere Kommunikationskonzepte zu entwerfen, oder zum Mars zu fliegen. Aller mindestens könnte man die Straßen und Brücken reparieren und die Schulen und Bibliotheken renovieren. Aber für all das haben wir kein Geld. Für grüne Schwulitäts-Indoktrination in Schulen und Kindergärten, geschlechtsneutrale Umbenennungen in Studierendenwerk und gendergerechte Umformulierung von Falschparker-Vordrucken (Liebex Autofahrer_*InX, zahlen sie 50 EUR an….), dafür haben wir Geld ohne Ende. Das ist so unheimlich wichtig. Asterix und Obelix hatten recht: Die spinnen die Römer.

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Die politische Richtung scheint ja so langsam abzuschwenken von der Gutmenschen bevorzugenden Förderung nihilistischer Projekte. Feministische Hetzerei gegen Männer, die Erfindung und Neuinterpretation von Begriffen wie Rassist, Sexist, Nazi, usw., die Erfindung laufend neuer Opfergruppen und von Lächerlichkeiten wie mansplaining und manspreading, das alles ist inzwischen langweilig geworden. Für die Mehrzahl der Nihilisten ist das nur noch absurd und macht halt keinen richtigen Spaß mehr. Obwohl die Nihilisten lange dafür waren, den Tribes die Kohle weg zu nehmen damit die Gutmenschen lustige Unterhaltung machen, wurde denen auch klar dass das nicht ewig so weiter geht. Viele finden auch „Pepe the frog“ inzwischen lustiger und interessanter als die nur noch ätzende Feministen-Propaganda. Wie es weiter geht hängt davon ab, ob die Tribalisten den Nihilisten die o.g. 3 Konzepte (Öko, Erzeugung von eigener Kultur und technische Zukunftsvisionen) schmackhaft machen können, so dass die das lustiger, interessanter, aufregender empfinden, als das womit die Gutmenschen so aufzuwarten haben. Letztendlich liegt die Entscheidung darüber was gefördert wird bei den Overlords, unseren reichen Eliten und den Propagandisten die sie anheuern.

Die „Pille“

Vor der Pille war das Thema Verhütung recht unzuverlässig und vor allem störte es den Ablauf der sexuellen Handlung. Wenn man im Zustand der Geilheit einen Gummi überziehen muss oder mal schnell im Kalender nachschauen, ob man gerade seine fruchtbaren Tage hat, dann wird der präfrontale Cortex aktiviert. Wenn aber das rationale Unterprogramm erst mal läuft, denkt man vielleicht darüber nach, ob man wirklich bereit ist das Restrisiko von Schwangerschaft, Vaterschaft, Geschlechtskrankheiten usw. einzugehen, oder eher schnell die Notbremse zieht und die Lust anders auslebt. Mit der Anti-Baby-Pille wurde das erst mal ganz anders. Wildes Herumvögeln ohne Konsequenzen wurde sehr viel einfacher, insbesondere für Frauen.

Das mit der Pille funktionierte biologisch-technisch gesehen ja auch sehr gut, wenn man mal von medizinischen Risikogruppen absieht. Aber inzwischen mehren sich die Hinweise, dass die Pille zu psychologischen Problemen führen kann. Aber wie im Breitbart Artikel von Milo (take it with a grain of salt) beschrieben, ist die Korrelation zwischen Pille und Scheidungsrate schon sehr deutlich. Ohne die Pille hätte es die 68’er Studentenrevolution, mit <make love not war>, mit dem falschen Propheten Marcuse und der sexuellen Revolution möglicherweise nie gegeben.

Anhand der gesellschaftlichen Situation im Westen kann man recht klar nachvollziehen, dass die biotechnische Innovation „Pille“ zur einer dramatischen Änderung der Kultur geführt hat. Der persönliche Umgang zwischen den Geschlechtern wurde nihilistischer, die Lustbefriedigung bekam den Vorrang vor der verantwortlichen Familiengründung. Mit dieser, durch feministische Philosophien angetriebenen neuen Kultur, wurden auch politische Entscheidungen neu getroffen. Das ‘klassische’ Familienbild wurde nach und nach entsorgt und ein weiblich dominierter Nihilismus wurde in Gesetze gegossen. Heute werden Gesetzesvorhaben vor allem danach beurteilt, ob es gut für Frauen ist; ob es für Männer schlecht ist wird verschwiegen oder klein geredet.

Wäre es eventuell sinnvoll, dass nur Frauen, die verheiratet sind und mindestens zwei Kinder haben die Pille zugänglich gemacht wird? Möglicherweise, aber den shitstorm würde keiner überleben, der das ernsthaft vorschlägt.

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Die Konsequenzen dieser beider Innovationen (Automatisierung und Pille) sind oberflächlich betrachtet für Frauen erst mal nur gut. Sie müssen sich nicht mehr den ganzen Tag im Haushalt abrackern und haben sexuelle Freiheit ohne Ende. Auch die Jobs auf dem Arbeitsmarkt sind körperlich wenig anstrengend, so dass auch Frauen diese tun können. Für Männer ist keine der beiden Innovationen von Nachteil, aber die von Frauen dominierte, daraus entstandene Kultur ist es.

Die Konsequenzen aus der im Westen entstandenen Kultur sind im Grunde zum allgemeinen Nachteil. Der Pillenknick führte zu einer Geburtenrate von 1 bis 1,5 Kindern pro Frau im Westen. Wenn das so weiter geht führt es zum Aussterben dieser Menschen – und ja, das sind die mit der weißen Hautfarbe. Auch wenn die Geburtenrate nur temporär so niedrig ist, erhöht es die Gefahr der Verdrängung durch andere Kulturen – und das ist ja in Europa gerade dramatisch im Gange. Eine andere Konsequenz ist, dass Frauen das Angebot an Arbeitskräften fast verdoppelt haben. Der Bedarf an Arbeitskräften für die lebenswichtigen Güter wird aber durch Automatisierung immer geringer. Die Politik musste reagieren und hat massenhaft Jobs in Verwaltungen und Dienstleistungsbereichen geschaffen, die aber fast nur sogenannte <make work jobs> sind. Von diesen Jobs könnte man 80% abschaffen und keiner würde Not leiden. Aber dann, was tun mit so vielen Arbeitslosen?

Der Trend zur Spaß- und Konsumgesellschaft kann nicht so weitergehen. Die Annahme der Politiker, vor allem aus der linken, sozialistischen Ecke ist, dass das alles nur ein Verteilungsproblem ist. Das halte ich für falsch. Offensichtlich sind wir an einer evolutionspsychologischen Barriere angelangt, denn noch mehr Spaß und Konsum machen uns nicht glücklicher sondern führen eher zur Vernichtung unserer Gesellschaft. Ich denke eine Gesellschaft von Nihilisten kann langfristig nicht überleben. Wahrscheinlich müssten Psychologen und Philosophen auf Basis der Realität und der Erfahrungen der letzten 100 Jahre ein Gesellschaftskonzept entwerfen, welches nicht suizidal ist. Vielleicht sind meine drei Vorschläge von oben ( go Öko, create culture und technologische Zukunftsvisionen) gar nicht mal so daneben? Aber ich könnte auch ein unverbesserlicher Weltverbesserungs-Spinner sein, der keine Ahnung von garnix hat.

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Ein kleiner Buchtipp am Ende:

<<Maps of meaning>> von Jordan Peterson, dem Psychologen der in Kanada unter Beschuss steht weil er sich den Gender-Idioten verweigert. Derzeit kostenlos zum Herunterladen.

Nach dem Motto: Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung!

Johannes Brahms (1833 – 1897), deutscher Komponist

verabschiede ich mich für heute.

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4 thoughts on “Kulturchaos: 2 Probleme, keine Lösung

  1. “Ich bin ja ein Verfechter der Ansicht, dass technologische Änderungen viel mehr Einfluss auf die Gesellschaft und Kultur haben, als die vermeintlich neueste und hipp’ste Mode einer Philosophie, Religion”

    Für kleine Zeitskalen: ja. Für große Zeitskalen: nein.

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