In der Sonne

In der Sonne stehe ich

und spreche zu Euch,

zu den Höhlenbewohnern,

zu den Nicht-Wissen-Wollern,

zu den Hauptsache-Ich-Hab-Rechthabern.

 

Mag ich berichten

von der Stärke, der Kraft,

vom Überwältigtsein,

vom Überwältigen des Unbekannten.

Doch Ihr straft mich Lügen.

 

Herausführen will ich Euch,

Ihr Mattscheibenfestkraller,

die ihr die Schatten für wahr haltet

und die Sonne für falsch.

Die Reinigung hat täglich geöffnet.

 

Ach dieser Gestank

des verwesenden Seins,

den ihr nicht mehr riecht,

wie Schweine in der Gülle.

Mein Worte gegen Eure Steine.

 

Doch nur noch Mitleid

ist auch mir zu wenig,

denn mit Euch sterbe ich auch,

denn Euer Gift vernebelt die Sonne.

Ausräuchern ist auch keine Lösung.

 

Zurück komme ich nicht.

Also stehe ich in der Sonne

und rede so lange,

bis Ihr heraus kommt

und das Licht seht.

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