Macht die Ehe noch Sinn?

Vorweggenommen : Meine Antwort ist JA, und das als MGTOW. Klingt komisch, ist aber so. Selbstverständlich macht das was wir im Westen heute so als Ehe bezeichnen keinen Sinn mehr, und deshalb bin ich ja MGTOW.

Aspekt Kinder+Eltern

Wenn man heiratet um Kinder zu bekommen – und das ist in vielen Ländern auch heute noch der Hauptgrund, aber im Westen seit 50 Jahren offensichtlich immer weniger – dann macht das schon Sinn. Beide Ehepartner verpflichten sich gemeinsam für die Aufzucht der Kinder verantwortlich zu sein. Bis zum ca. 4. Lebensjahr eines Kindes ist die allgemeine Sozialisierung abgeschlossen, wozu nicht nur beide Eltern, sondern auch ein Umfeld von Spielkameraden unabdingbar sind. Es gibt einige Untersuchungen die das Alter bis auf 7 Jahre ausdehnen, d.h. bis der Schuleintritt stattfindet. Es gibt inzwischen auch viele soziologische Studien, die eine gemeinsame Erziehung bis zum frühen Teenageralter unterstützen.

Viele Mädchen in einem Alleinerziehenden Haushalt bekommen ihre Periode 1-2 Jahre früher als normal, und wenn dann kein Vater da ist, der die Verehrer vom Hof scheucht, haben die mit 16 oft schon das erste Mal abgetrieben. Die Jungs kopieren auch im mittleren Teenie Alter das Verhalten des Vaters; wenn da nur die Mutter mit einem neuen Stecher jedes Wochenende das Paradebeispiel gibt, werden die Jungs oft kaum bindungsfähig. Auf die potentiellen Missbrauchsaspekte bei Kindern einer Alleinerziehenden, die sich einen (temporären) Stiefvater ins Haus holt will ich nicht groß eingehen. Die Gefahren für die minderjährigen Kinder sind in diesem Fall zwar nicht extrem hoch, aber immerhin 10-30 mal höher als bei den biologischen Eltern.

Die meisten Studien zeigen aber, dass eine schlechte Erziehung nach dem 4. Lebensjahr, außer in schweren Missbrauchsfällen, wieder reversibel ist. D.h. das was da schief gelaufen ist kann man im späteren Leben wieder korrigieren, auch wenn es meist sehr vieler Stunden beim Psychologen bedarf. In der frühen Bindungsphase (0-2 Jahre) und der ersten Sozialisierungsphase (2-4 Jahre) wirken sich Fehler und Nachteile aber irreversibel auf das Leben des Kindes aus. Die nicht gelernten oder falsch gelernten Verhaltensnormen muss die Gesellschaft dann die nächsten ca. 75 Jahre teuer bezahlen. Insbesondere die Jungs, die in den ersten 4 Jahren durchs Rasten fallen, sind später sehr oft kriminell unterwegs, da sie von anderen nicht akzeptiert werden und selbst nicht normal beziehungsfähig sind. Selbst wenn sie nicht kriminell werden, haben sie oft sehr schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt; denn welcher Chef will denn Mitarbeiter die sich absolut nicht vernünftig benehmen können. Solche Totalversager bekommen heute nicht mal mehr eine Lehrstelle.

Das bedeutet, dass die Gesellschaft durchaus ein Interesse daran hat, Kinder bis mindestens 4 Jahre in einer intakten Familie aufwachsen zu sehen. Die Verantwortung dafür tragen selbstverständlich die biologischen Eltern. Und diese beiden Eltern dürfen von der Gesellschaft auch zur Verantwortung gezogen werden. Wenn zwei solche Kandidaten also vor dem Scheidungsrichter stehen, sollte dessen Hauptaufgabe sein, zu verhindern, dass die zwei sich trennen. Der sollte sie erst mal zum „Elternführerschein“ beim Psychologen schicken und mehr als sanften Druck ausüben, damit das auch ernsthaft wahrgenommen wird. Man sollte das Augenmerk darauf richten, dass man damit zumindest einen späteren Hartzer verhindert oder ggf. sogar einen späteren Serienmörder. Was sind selbst 100 Stunden a 200 EUR beim Psychologen, gegen ein Kind das von 18-78 auf Hartz4 herum gammelt oder noch schlimmeres?

Wenn das jüngste Kind dann schon ca. 7 ist, kann der Richter den Druck etwas abbauen und eine Trennung mit gemeinsamer/geteilter Betreuung akzeptieren. So ab Alter 15/16 der Kids kann er dann sagen: Na dann lassts euch halt scheiden ihre zwei Arschlöcher.

Es ist nicht nur im zuvordersten Sinne des Kindeswohls, sondern auch im langfristigen Sinne der Gesellschaft, dass die Kinder von beiden biologischen Eltern so lange wie möglich betreut werden. Falls sich die zwei Idioten nicht einigen können wäre ich für ein salomonisches Urteil. Es gibt auch genug Ehepaare, die aus medizinischen Gründen kinderlos sind und auf ein Adoptivkind hoffen.

Aspekt Unterhalt

Wenn man den o.g. Punkt berücksichtigt, gibt es kaum noch Fälle in denen es einen Streit um Kindesunterhalt geben muss. In den ersten 4 Jahren dürfte das Kindergeld auch grob ausreichen, um das Überleben des Kindes zu sichern. Darüber hinaus gehende Ansprüche können von den Eltern freiwillig, je nach Finanzlage erfüllt werden. Danach sind auf jeden Fall wieder beide Eltern für den Kindesunterhalt in gleichem Umfang zuständig. Es ist völlig unverständlich, warum der besser verdienende Elternteil mehr zum Unterhalt beitragen soll – das ist einfach gesetzlich legitimierter Diebstahl. Wenn im Trennungsfall beide gleichermaßen betreuen, dann müssen auch die Kosten 50:50 geteilt werden, egal wer wieviel verdient.

Bei einer Trennung vor dem 4. Lebensjahr, die aber vom Richter unter allen Umständen verhindert werden muss, entstehen ggf. für einen begrenzten Zeitraum Ansprüche auf Alimente. Da halte ich die „Herdprämie“ der CSU für ein probates Mittel, um gerade jungen Familien mit geringem Einkommen über diese 4 Jahre zu helfen. Danach muss aber jedes Elternteil wieder für sein eigenes Einkommen verantwortlich sein. Ich kann mich auch als Anti-Sozialist für eine zeitlich begrenzte, und in der Höhe begrenzte Sozialisierung der „Kosten der frühen Mutterschaft“ erwärmen (so lange keine bessere Lösung da ist). Ich denke das ist besser, als junge Väter regelmäßig in den Ruin zu treiben. Wenn man die heute sehr einseitigen finanziellen Vorteile für Mütter aus dem Verhandlungsrahmen heraus nimmt, ergeben sich auch leichter erreichbare Regelungen bei der gemeinsamen/geteilten Betreuung.

Nicht zuletzt ist das wichtig für die immer zahlreicheren MGTOW und alle anderen jungen Leute, die weder heiraten, noch Kinder kriegen wollen. Es ist schon etwas anderes, ob man mit Frau und zwei Kindern in 50% der Fälle (d.h. Scheidung) 25 oder mehr Jahre Zahlsklaverei riskiert, oder ob diese Fehlentscheidung höchstens 4 Jahre die Haushaltskasse in erträglichem Umfang belastet. Auf die Trennungsfolgen beim Vermögen will ich jetzt nicht großartig eingehen. Auch da kann man eine einfache Lösung finden – wer es erarbeitet hat, dem gehört es auch, alles andere ist Diebstahl.

Eine „traditionelle“ Ehe (also Mann geht malochen, Frau zuhause) gibt es doch sowieso immer seltener. Erst mal hat die 24/7 Hausfrau bis auf ca. 2 Stunden am Tag nichts mehr zu tun. Das war vor 100 Jahren mal anders, da hatte die Hausfrau auch einen 10 Stunden Tag. Wenn die Kids über 4 und täglich 6-8 Stunden im Kindergarten/Schule sind kann jede Frau (oder jeder Hausmann, wenn er das so will) zumindest halbtags arbeiten gehen. Eltern, die meinen sie müssten wie eine Glucke im Sekundentakt ihre Kids überwachen, die sollte man auch mal zum Elternführerschein schicken. Erzieht halt die Kleinen richtig, damit sie euch nicht dauernd auf die Nerven gehen.

Aspekt Alter

Das wird gerne vergessen, bis es dann soweit ist, dass man mit Mitte 40 und zwei Katzen oder einem Hund (Gruß an Dino) alleine in der Wohnung hockt und weitere 40 Jahre sinnloses Leben vor sich hat bis der Kadaver verbuddelt wird. In den Philippinen z.B. gibt es bis heute keine Scheidung, nur eine Möglichkeit unter besonderen Umständen die Ehe von Beginn an aufzulösen. Das klingt für viele Leser jetzt vielleicht etwas abschreckend aber macht durchaus Sinn.

Wenn man sich der Tatsache bewusst ist, dass es nur eine Ehe bis zum Tod gibt, ist die Entscheidung für einen Ehepartner die eine, unumstößliche, allerwichtigste Lebensentscheidung die man trifft. Da geht man schon ganz anders an die Sache heran, als wenn man denkt „ach, wenn’s nicht klappt lass ich mich halt scheiden“. Da ist dann auch Hypergamie angesagt, aber eben nur ein Mal im Leben. Von Jordan Peterson gibt es auch eine schöne Sequenz über die Vorteile einer solchen Verbindung. Wenn man sich nicht scheiden lassen kann, dann MUSS man sich irgendwie einigen. Bei den allermeisten Paaren führt es dazu dass sie lernen sich produktiv zu streiten. Man ist gezwungen sich irgendwie zusammen zu raufen. Klar gibt es auch dann Trennungen, oft nur auf Zeit, aber ohne Scheidung und ohne die Aussicht auf eine zweite Heirat, bleiben die Verpflichtungen, insbesondere gegenüber den Kindern immer beiderseits erhalten.

Doch zurück zum Alter. Wir wissen ja, dass der Testosteronspiegel ab ca. 20-25 bei den Männern nur noch abwärts geht. So mit Mitte 40 geht’s dann in der Midlifecrisis noch mal rund bei den Männern, da wird jedes Stütchen noch mal besprungen wenn man sich’s leisten kann, aber danach ist es bald vorbei mit der Dauergeilheit, es wird ruhiger. Bei Frauen geht der Sexualtrieb mit der Menopause im selben Alter auch deutlich zurück. Ja ja, #notall , es sei dir gegönnt, wer will schon zum Durchschnitt gehören. Dann hat man aber heutzutage immer noch 30-40 Jahre Lebenszeit vor sich.

Der Bismarck hat das mit der Rente damals ja gefickt eingeschädelt, denn die meisten waren vor Eintritt des Rentenalters eh schon tot. Wer genug verdient oder Vermögen hat kann seine Kohle in den letzten Lebens-Jahrzehnten auf Mallorca oder in Pattaya hemmungslos verballern, versaufen, verhuren, was auch immer. Aber so viel Spaß wie mit Unter-40 macht das nicht mehr. Meine Toleranzschwelle für 20 jährige Hohlbirnen ohne jede Lebenserfahrung sinkt täglich, und das geht den anderen (Früh-)Rentnern hier genau so. Immer öfter schaut man dann etwas neidisch auf ein älteres Ehepaar, welches sich gut versteht, gemeinsam viel unternimmt, von den Kindern und Enkeln besucht wird, so wie das halt in den letzten 200.000 Jahren auch ablief. Eine langjährige Ehe, die funktioniert, also nicht so eine Hausdrachenehe, hat schon was für sich. Ich sag jetzt nicht, dass das für jeden das non-plus-ultra ist, aber es hat schon einige Vorteile, oder?

Fazit

Das Ehe- und Familienrecht ging und geht weiter in die völlig falsche Richtung. Es trägt nicht dazu bei, dass sich stabile Familien bilden und Kinder erfolgreich erzogen werden. Insbesondere durch die starken Anreize für Frauen im Unterhaltsrecht, ist Familienrecht eigentlich der falsche Begriff, es sollte Anti-Familienrecht genannt werden, oder Familienzerstörungsrecht. Die Auswirkungen sind: weniger Kinder, immer mehr dauerhaft psychisch geschädigte Kinder, ruinierte Eltern und einsame Alte. Ist das nicht genug Leid und Zerstörung, dass man da mal den Arsch hoch kriegen müsste um das zu ändern? Völker mit dieser Art von Familienrecht werden langsam immer weiter aussterben.

Mal etwas „ketzerisch“, abschließend, zum weiter nachdenken: Was haltet ihr von der Übernahme des moslemischen Familienrechts? 😉 Zumindest als ultimative Drohung gegen die Feministas? 😀

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8 thoughts on “Macht die Ehe noch Sinn?

    1. @rote Pille: Da gibt es für Dich eine ganz einfache Form der Selbsthilfe: Ziehe in eines der offiziell 56 Länder, da kannst Du lebenslang diese Form des entspannten Lebens genießen.

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  1. Ich sage auch: Luisman for Familienminister und Gesundheitsminister.

    Oder um es mal ganz böse auszudrücken: Diesen Artikel sollte man an die Familienministerien schicken und wenn die es nicht kapieren wollen, dann in deren Haut tätowieren (ok das war jetzt böse).

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  2. Ach, das meintest Du mit “Ehe”!
    Mit ein wenig DefMa hört sich die Chose gar nicht so schlecht an.

    Insgesamt, finde ich gut. Früher oder später werden MGTOW die Frage beantworten müssen, was sie sich denn als Alternative zur aktuellen Lage erwarten. Hier kann man sich eine Version davon anschauen.

    Zu Was haltet ihr von der Übernahme des moslemischen Familienrechts?:
    Da bin ich skeptisch. Einerseits könnte so eine Drohung funktionieren(*), da ja die Feministinnen glauben dass es Frauen da sehr schlecht geht.
    Ich bin da aber eher misstrauisch, aus der Erfahrung heraus dass Feministinnen zu mindestens 90% Mist verbreiten. Wenn also Feministinnen mir erzählen dass es Frauen im Islam schlecht geht, dann weigere ich mich darüber ein Urteil zu fällen, bevor ich nicht weiß wie es den Männern da geht, und bevor ich nicht ein Bild darüber habe wie es Frauen da wirklich geht.
    Bisher habe ich das Bild nicht.

    (*) : Es könnte funktionieren, wenn man nicht darüber nachdenkt dass keine Art von Bedrohung durch Männer bisher bei Ihnen eine Änderung im Verhalten gebracht hat, und sie den Zuzug von Millionen von Muslimen begrüssen.

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  3. Islam versus Feminismus ist wie Pest versus Cholera. Nur weil für Frauen der Islam beschissen ist, ist er für Männer nicht automatisch toll. Das ganze Leben von Vorschriften vorgegeben? Nein Danke.
    Grundsätzlich zur Ehe: Eine gut funktionierende Ehe im Alter zwischen zwei sich liebenden und sich respektierenden Partnern ist natürlich das Idealszenario. Es wird nur in der heutigen westlichen Welt sehr schwer, dieses zu erreichen: Die Gesellschaft und das Rechtssystem setzen zu viele Fehlanreize, dass Frauen Männer ohne jede drohende Konsequenz ausnutzen _KÖNNEN_ – die Ehe wird für den Mann zum unkalkulierbaren Risiko und das ewig linke Ziel, die Zerstörung der Familie (synonym mit Ehe in diesem Zusammenhang) wird endlich erreicht.
    Die Natur hat Männer und Frauen als Symbiose vorgesehen, aber nicht Männer und Feministinnen. MGTOW ist nur eine Konsequenz, da wir die Zustände nicht ändern können und unser Leben trotzdem genießen möchten.

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