Freiheit ‘nein danke’ oder RV, PV, KV, AV und Hartz abschaffen

Im Rahmen des 9/11 Anschlags wurde die alte Frage wieder aufgebohrt, was wichtiger ist: Freiheit oder Sicherheit. Die Gründerväter der USA hatten das eigentlich schon beantwortet. Freiheit vor einem potentiell totalitären Staat ist wichtiger, und deshalb hat man von Anfang an die Möglichkeiten staatliche Gewalt auszuüben stark eingeschränkt. Für seine Sicherheit ist man selbst verantwortlich, deshalb durfte auch jeder Waffen haben. Wohlgemerkt, das war mal so. Heute haben sich die Verhältnisse fast umgekehrt, denn der Staat wird für die Sicherheit verantwortlich gemacht, wobei dieser dann die Freiheiten für den Normalbürger erheblich einschränkt. Letzteres ist eine Zeit lang akzeptabel, wenn es denn eine dramatische Bedrohungslage gibt, die so etwas rechtfertigt. Die Bedrohung ist aber nicht dauerhaft, und dann muss man das Abhören, das Datensammeln, das Kontrollieren eben wieder zurückfahren, um die maximal mögliche Freiheit wieder her zu stellen.

Das ist aber nicht geschehen. Stattdessen wurden die in der 9/11 Panik beschlossenen Maßnahmen belassen und bei jedem neuen ‘islamischen Zwischenfall’ noch weiter verschärft. Man fragt sich, warum die Menschen die Freiheit nicht mögen. Dann fällt einem vielleicht auf, dass die obige Fragestellung sich vielleicht etwas verschoben hat. Es geht nicht mehr so um Freiheit vs. Sicherheit, denn – trotz der Terrorakte – ist die westliche Welt immer sicherer geworden, was mit polizeilichen Statistiken (bis vor 2-3 Jahren) nachweisbar ist. Die Kernfrage der kuscheligen westlichen Welt ist jetzt Freiheit oder Versorgungsgarantie. Anders ausgedrückt Eigenverantwortung vs. den Rechtsanspruch umfänglich vom Staat versorgt zu werden. Dem klassisch Liberalen oder Libertären fällt hierbei die Antwort leicht. Es gibt nur die Eigenverantwortung, eine Versorgungsgarantie (von wem auch immer) kann es dauerhaft nie geben. „Die Rente ist sicher“ ist halt so eine garstige Lüge von einem Daueralimentierten (Politiker) für Leute die sich Alimente wünschen. Zu dem Thema hatte ich vor Kurzem einen Blogkommentar geschrieben:

Ach diese Rentenformel ist so eine Pseudo-Berechnung die nicht funktioniert. Das wird jeder in knapp 10 Jahren dann merken, wenn fast alle Babyboomer in Rente sind. Das Geld was man z.B. im 64. Lebensjahr in die Rentenkasse noch eingezahlt hat ist im 65. Lebensjahr, wenn man in Rente geht, schon alles ausgegeben. Mit der Rentenformel wird der Eindruck erweckt (und ich behaupte über 50% der Leute glauben das auch), dass man Rente anhand der „Verdienste“ im zurückliegenden Leben bekommt. Man kann aber nur so viel Rente bekommen, wie der Staat den noch Arbeitenden aus der Tasche ziehen kann, und das wird dann nach einer tagespolitisch genehmen Formel umverteilt.

Was wäre ein sinnvolles Rentenmodell?
Jeder Arbeitende muss/soll seinen 2 Eltern über 65 jeweils ca. 300-500 EUR pro Monat überweisen (steuerfrei). Daneben sollte jeder Arbeiter noch einen Steuerfreibetrag von ca. max. 1.000 EUR pro Monat haben um für die eigene Rente vorzusorgen.

Das hat unzählige Vorteile. Je mehr Kinder man hat, desto mehr Rente bekommt man. Die Eltern sind sehr stark daran interessiert, dass ihre Kinder was lernen und arbeiten. Es gäbe kein Argument für Immigration wegen der Rentenkasse. Die Belastungen für die eigenen Kinder und die eigenen Eltern sind i.d.R. aufeinander folgend. D.h. man gibt Geld für die eigenen Kinder aus wenn man ca. 25-45 ist und danach für die eigenen Eltern, wenn man 45-65 ist. Wenn man keine Kinder hat spart man sich die Kosten für deren Aufzucht (grob 250kEUR pro Windelkacker) und legt das gesparte Geld eben selbst an für die eigene Rente (so wie das Selbständige auch tun). Dann müssten sich unzählige Beamte und Angestellte der RV und PV auch endlich einen produktiven Job suchen und die Politiker hätten ein Thema weniger über das sie im Wahlkampf lügen können.

Der große Rest der Welt kennt ja auch so eine staatliche Zwangs-Rentenversicherung gar nicht. Dort kippen auch nicht reihenweise alte Menschen auf der Straße ausgehungert um. In vielen Ländern läuft das von ganz alleine auf völlig freiwilliger Basis. Die Kinder versorgen ihre Eltern, sobald die nicht mehr arbeiten können. Das ist eine kulturelle Regel die wohl schon einige Tausend Jahre alt ist, wenn nicht >100.000 Jahre alt. Jeder Versuch diese traditionelle Form der „Rentenversicherung“ zu verändern ist kläglich gescheitert, es führt nur zu Geldverschwendung über Bürokratie und Schmarotzertum.

Krankenversicherung kann man auch weitgehend ohne Zwang organisieren. Wohlgemerkt, es geht hier um eine Zwangs-Versicherung, nicht darum dass Ärzte und Medizin gebraucht werden. Ärzte und Medizin gab es schon immer. Die hießen früher halt Kräuterhexe, Voodoo-Priester, Teufelsaustreiber oder so und waren i.d.R. weniger effizient. Jede private KV die auf marktwirtschaftlichen Prinzipien basiert wird den Jungen, den Gesunden einen sehr günstigen Beitrag anbieten und den Älteren und Dauerkranken eben steigende Beiträge. Die erhobenen Beiträge müssen die entsprechenden Ausgaben der jeweiligen (Alters) Gruppen reflektieren, sonst macht da keiner freiwillig mit. Wer mal längere Zeit im Ausland gelebt hat wird auch feststellen, dass praktisch keine private KV Mitglieder über 65 oder 70 akzeptiert. Die wissen warum, die machen das nämlich professionell und mit Gewinnabsicht. Die Krankenkosten der letzten paar Lebensjahre betragen im Schnitt (je nach Versorgungsqualität) 50-80% der gesamten Krankenkosten über die Lebenszeit. Wurde eigentlich jemals demokratisch darüber abgestimmt, dass man ab sofort reich und gesund sterben muss?

Würde die Mehrheit im Westen eine Partei wählen, die meine vorgenannte RV, PV und KV durchsetzen will? Über 50% in den USA: Nein; über 80% in Deutschland: Nein. Der Westen hat sich von Freiheit und Eigenverantwortung abgewandt und wählt Sicherheit und Versorgungsgarantie.

American founding father Benjamin Franklin said something like “Those who would give up essential liberty, to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.”

Franklin hatte damals mit dem berühmt gewordenen Satz Ansprüche einer reichen Familie abgelehnt mit Hilfe der Staatskasse (Steuern) ihre Ländereien gegen Angriffe von Franzosen und Indianern zu verteidigen. Der Einzelfall wurde seitdem m.A. zurecht zum Generalfall gemacht. Wer sich aus der Staatskasse versorgen will (obwohl er es eigenverantwortlich selbst tun könnte) und Sicherheit als Argument vorschiebt, verdient weder die Freiheit (z.B. als Landbesitzer) noch Sicherheit. Die essentielle Freiheit von der Franklin spricht ist die Freiheit der großen Mehrheit, nicht vom Staat durch Besteuerung bestohlen zu werden. Dieser freiheitliche Grundgedanke ist heute fast gänzlich verloren gegangen. Als Libertärer müsste man eigentlich die Millionen Flüchtilanten ebenfalls beklatschen. Die werden den Zweck erfüllen, die sozialen Versorgungssysteme in Europa vollständig zu ruinieren. Das ‘klitzekleine’ Problem ist nur, dass der Westen das rein physisch nicht überleben wird. Egal wie das endet, danach wird zwangsläufig ‘mein’ traditionelles Rentenmodell (= Familie) und ‘mein’ traditionelles KV-Modell (= Selbstzahler, freiwillige private KV) umgesetzt werden.

Die Arbeitslosenversicherung wurde mit Hartz4 praktisch eh schon abgeschafft. Das war sowieso eine sozialistische Schnapsidee. Was würdet ihr von jemandem halten, der Jahre arbeitet und nie genug spart um sich während einer Arbeitslosigkeit von einigen Monaten selbst durchfüttern zu können? Drecksjobs um zu überleben gibt es genug, die will nur keiner machen weil AV/Hartz4 genau so viel bringt und viel bequemer ist.

Und Hartz4 kann man ersatzlos streichen. Wisst ihr wer ohne Hartz4 ganz gut leben kann? So ziemlich der ganze Rest der Welt. Aber, aber, aber, wie sollen denn die ganzen Armen und Arbeitslosen überleben? Erstens, wie schon gesagt, Drecksjob annehmen den keiner machen will. Zweitens, schaut euch mal eine Weltkarte bei Nacht an. An den Stellen wo es Rattenarsch dunkel ist, ist noch Platz für eine Farm. Eigenverantwortung und Freiheit gehören untrennbar zusammen. Wer seine Sicherheit und Alimentierung von anderen garantiert haben will, hat jeglichen Anspruch auf Freiheit aufgegeben.

2 thoughts on “Freiheit ‘nein danke’ oder RV, PV, KV, AV und Hartz abschaffen

  1. Von der Grundtendenz her stimme ich Ihnen zu. Bei der AfD habe ich monatelang versucht, in diese Richtung zu wirken. Der Erfolg war bescheiden. Nun haben wir heute mit Masseninvasion und Islamisierung DIE große, existenzbedrohende Katastrophe. Was wir zur Zeit machen können und sollten, ist die AfD möglichst stark in den Bundestag einziehen zu lassen. Nicht, daß ich mir davon die Lösung versprechen würde, aber es macht eine Rettung wahrscheinlicher. Mehr nicht, aber immerhin. Da bin ich bereit, ein Thema, das mindestens 80% abschreckt, zurückzustellen. Der Sozialstaat wird in ein paar Jahren ohnehin zusammenbrechen, dann löst sich das von alleine. Lustig wird das aber überhaupt nicht.

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