Biologisch-psychologische Evolution durch Staatsgeld

Stefan Molyneux hatte gerade eine Diskussion mit einem Wissenschaftler (Adam Perkins), der die Effekte des Wohlfahrtsstaates auf die Veränderungen in der Gesellschaft untersucht hat. Dabei macht er sich die Messungen der ‘Big Five personality traits‘ zunutze. Zwei davon sind wirklich zu praktisch 100% angeboren, diese sind Extraversion (Geselligkeit, Begeisterungsfähigkeit) und Neurotizismus (Empfindsamkeit bzgl. negativer Emotionen). Die Heritabilität ist nicht ganz so hoch wie beim IQ aber liegt immerhin bei ca. 50-60%.

Zwei weitere der 5 Faktoren sind Gewissenhaftigkeit (Grad an Selbstkontrolle, Organisation, Verantwortlichkeit) und Verträglichkeit (antagonistisch/egozentrisch oder kooperativ/altruistisch). Diese beiden Faktoren bestimmen wie man sich insbesondere in beruflichen Situationen zurecht findet. Leute die extrem schlampig und unzuverlässig sind, und dazu noch mit jedem (grundlos) Streit anfangen, werden meist ziemlich schnell gefeuert, da man sie in keiner Firma brauchen kann und sie nur Ärger machen. Das sind die Leute die heutzutage oft lange/dauerhaft arbeitslos sind.

Wir wissen nun aus der Forschung, dass der IQ durch Umwelteinflüsse kaum veränderbar ist. Er ist ein Potential welches man ausschöpfen kann, aber nicht überschreiten. Die einzigen Umwelteinflüsse, die den IQ beschränken sind negativ, d.h. z.B. starke Mangelernährung, Drogen und massiver Missbrauch. Die Big Five Persönlichkeitsmerkmale sind da etwas flexibler. Die Persönlichkeitsmerkmale folgen, wie der IQ, einer Glockenkurve. Das heißt rund 2/3 der Bevölkerung liegt um den Mittelwert herum, ca. jeweils 16% befinden sich in den Extrembereichen.

Nehmen wir als Beispiel mal die Gewissenhaftigkeit. Rund 2/3 (die ‘Normalen’) können für ihr alltägliches Leben die Verantwortung übernehmen, sie werden (auch wenn es manchmal schwerfällt) pünktlich zur Arbeit und zu Treffen mit Freunden erscheinen, und kümmern sich um ihre Kinder. Ca. 16% sind extrem gewissenhaft, wollen immer mehr Verantwortung im Beruf übernehmen und kümmern sich intensiv um ihre Kinder. Die anderen 16% sind das genaue Gegenteil, die wollen gar nicht arbeiten und lassen ihre Kinder machen was sie wollen, d.h. sie vernachlässigen und ignorieren sie. Eine besondere Katastrophe bahnt sich an, wenn diese unteren 16% dann auch noch rechthaberische Streithanseln sind. Faul, dumm und aggressiv – kann man im Nachmittagsprogramm einiger Fernsehsender bewundern. In den USA nennt man sie ‘white trash‘.

Da die Persönlichkeit aber nur zu 50-60% von den Genen bestimmt ist, lässt sich durch entsprechende Umweltbedingungen, Training, Elternhaus und Schule einiges verändern. Einen Schlamper, der dauernd zu spät kommt kann man dazu bringen sich zumindest für den Job am Riemen zu reißen. Dazu muss der sich zwingen und ggf. gezwungen werden. Ohne negative Konsequenzen aus seinem für den Rest der Gesellschaft negativen Verhalten wird er das aber nie tun. D.h. wenn er z.B. hungern muss und in einem Rattenloch lebt, weil er sich so verhält, wird er sich eher bemühen gewissenhafter und kompatibler mit den anderen in der Gesellschaft zu sein. Das wird ihm zwar keinen Spaß machen, aber er wird sich i.d.R. selbst dazu zwingen.

In einem großzügigen Wohlfahrtsstaat sind die Anreize dazu aber nicht gegeben. Wenn derjenige der das Pech gehabt hat mit niedrigen Werten für Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit geboren zu sein, nun gar keine Anreize dafür hat sich anzupassen, dann tut er es auch nicht. Wenn er sich als Opfer der Gene und Umstände aus dem Steuertopf bedienen kann, ohne arbeiten gehen zu müssen, ohne kooperativ mit anderen zu sein, dann ist das eine Lösung für ihn, bei der er sich kein Jota verändern muss.

Ohne den großzügigen Wohlfahrtsstaat haben es arbeitsscheue und unkooperative Leute sehr schwer Kinder zu kriegen. Insbesondere Männer sortieren sich da recht schnell aus dem Genpool aus, denn Frauen ficken keine armen Schweine. Männer ficken aber arme Frauen, solange sie jung und nicht zu hässlich sind. Das heißt dass sehr viele Männer erst zu spät herausfinden, dass ihre Eroberung sehr unverantwortlich und egozentrisch ist. Meist finden sie es erst heraus, wenn die aufgedonnerte Sahneschnitte ihnen ein Kind angedreht hat. Dann ist es leider viel zu spät.

Auch in den früheren klassisch konservativen Gesellschaften waren Männer (vor allem junge) schon notgeil und haben alles gefickt was nicht bei 3 auf den Bäumen war. Und das ohne Pille oder Kondom. Aber damals gab es eben bestimmte Konventionen dieses Problem zu lösen. Abtreibungen gibt es schon sehr viel länger als Verhütungsmittel, zu denen allzu offenherzige Frauen damals (auch mit Geld, Zwang, dem Priester usw.) überredet wurden. In den mittleren und Unterschichten gab es auch schon mal die berüchtigten Schrotflinten-Hochzeiten. Da musste der geile Stecher dann in den sauren Apfel beißen und die im Suff angebumste halt heiraten, und war damit zur Übernahme von Verantwortung gezwungen.

Heute haben wir massenweise Geschiedene und Alleinerziehende. Wir wissen heute, dass eine Scheidung/Trennung eine massive Verschlechterung der Umweltbedingungen für alleinverzogene Kinder darstellt. Diese Kinder haben schon schlechtere genetische Voraussetzungen, denn die Eltern (oder zumindest einer davon) haben dem Kind schon eine Unterdosis an Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit mitgegeben. Mit der Alleinerziehung bei einer arbeitsscheuen und unkooperativen Mutter sind dann die Weichen schon gestellt, dass das Kind aus dem Teufelskreis nie heraus kommt. Gerade diese Kinder bräuchten stabile Familienverhältnisse, Training um ihre Defizite auszugleichen und Anreize sich nicht in die nächste Hartzer-Generation einzugliedern. Wir tun aber genau das Gegenteil.

Wir fördern alleinerziehende Mütter in allen Belangen, damit sie kein gutes Beispiel für das Kind abgeben. Wir akzeptieren, dass sie auf Ewigkeit Alimente vom Ex-Mann bekommen und nie arbeiten müssen. Wir schütten sie mit Kinderförderung und Hilfen zu, damit sie noch mehr uneheliche Kinder haben können. Wir ziehen diese Mütter nie zur Verantwortung dafür was sie ihren Kindern antun und wie sie diese vernachlässigen. Wir fördern den Antagonismus dieser Mütter, um den Vater aus dem Leben des Kindes zu entfernen.

Durch das viele Geld das wir im Wohlfahrtsstaat ausgeben, um faule, dumme und aggressive Menschen zu unterhalten, müssen wir den arbeitsamen, verträglichen und intelligenten Leuten so viel Geld wegnehmen, dass die sich kaum noch eigene Kinder leisten können. Durch das Staatsgeld fördern wir also eine Evolution der Gesellschaft in eine Richtung die wir eigentlich gar nicht haben wollen. Ganz schlimm ist, dass durch diese falschen Anreize, sich Leute die genetisch in ihrer Persönlichkeit im Normalbereich (die 2/3) liegen, ganz rational überlegen in die ‘Unterschicht’ abzurutschen, denn Netto haben sie am Ende das gleiche in der Brieftasche.

 

4 thoughts on “Biologisch-psychologische Evolution durch Staatsgeld

  1. Das ist wohl im großen und ganzen so richtig. Ich erwarte, daß sich das – wie so vieles – auf die harte, sehr harte Tour wieder einreguliert, als ein übergeordneter Regelkreis. Der Sozialstaat kann nicht mehr lange in der bisherigen Weise weiterexistieren, das würde den Grundrechenarten widersprechen. Dann treten wieder die alten Selektionsmechanismen in Kraft. Das gibt natürlich Heulen und Zähneklappern für die meisten Beteiligten, einschließlich derer mit guten Werten auf den diversen Persönlichkeitsskaken. Ein paar besonders Glückliche und Harte kommen dann in den neuen Garten.

    Liked by 1 person

    1. Auch manche Männer haben Angst, vor diesen Mechanismen. Man spürt diese Angst wenn Leute schreiben: “Ich will aber nicht auf dem Schlachtfeld verheizt werden…”. Aber davor braucht man keine Angst zu haben, so lange die NWO nicht wieder Weltkriege anzettelt. Heutzutage sterben übrigens auch viele junge Männer (durch Suizid!) weil sie von der Gesellschaft in den Wahnsinn getrieben werden. Vor der neuen Zeit und den harten Zeiten brauchen im Grunde nur die schwachen Menschen Angst haben. Ob ich es “nach drüben” schaffen werde/würde, keine Ahnung, aber ich versuche es eben positiv zu sehen und an mir zu arbeiten.

      Liked by 1 person

  2. In früheren Zeiten mussten Menschen eben allgemein mehr die Konsequenzen ihres Handelns tragen. Jedenfalls “normale” Menschen. Aber selbst der Adel hatte Verpflichtungen. Es ist eben ein Unterschied ob man mit oder ohne “Sozialstaat” aufwächst.

    Liked by 1 person

Comments are closed.