„Hey Du Arsch, ich will mehr“

Die Zwangsläufigkeit des BGE???

BGE = bedingungsloses Grundeinkommen

UBI = universal basic income (in Englisch)

Oder: Die Schlaraffenland-Illusion der AI-gesteuerten Vollautomation

Das BGE ist immer wieder in aller Munde. Meist geistert das Thema nach Entlassungswellen durch die Medien. In ganz wenigen Fällen wurden lokal und zeitlich begrenzte Experimente veranstaltet, deren Aussagekraft nahe null liegt. Die praktische Aussagekraft ist schon deshalb NULL, weil die Teilnehmer wissen, dass es sich um ein örtlich und zeitlich begrenztes Experiment handelt. Viele werden das Experiment genießen, aber die meisten werden es dazu nutzen, nach dem Ende des Experiments Vorteile zu haben (d.h. die machen Ausbildung oder probieren risikolos neue Geschäftsideen aus). Manche meinen nun das BGE würde irgendwann zwangsläufig kommen müssen, weil doch durch die Automatisierung und durch AI immer weniger Leute Arbeit finden.

Das BGE wäre ja wieder mal ein Anrecht auf eine regelmäßige Zahlung vom Staat, d.h. von allen, die Mehrwert erwirtschaften und von diesem Steuern und Abgaben zahlen. Das heißt die Empfänger haben ein Recht und die Einzahler haben eine Verpflichtung. Auch wenn jeder Einzelne das BGE bekommen würde, wirklich jeder vom Baby zum Greis dieses Recht hätte, sind die mit den Pflichten, die Einzahler nur ein kleine Untermenge davon. Das ist nicht so sehr anders als heute, wenn nur wenige Prozent der Bevölkerung über die Hälfte aller Steuern zahlt – bei den Sozialabgaben ist es nicht ganz so extrem.

Der deutsche Sozialstaat implementiert schon ein nahezu bedingungsloses Grundeinkommen. Dieses liegt am Sozialhilfesatz, oder dem Hartz4 Betrag. Das Recht ist also schon fast uneingeschränkt vorhanden. Worüber gestritten wird ist die Verpflichtung. Es gibt nun mal keine Rechte ohne Pflichten. Schon das Grundrecht auf Leben enthält die Verpflichtung für jeden einzelnen anderen, dass er Dich nicht umbringen darf. Enthält aber Dein Recht auf eine Wohnung die Verpflichtung für alle anderen, Dir eine Wohnung zu bauen und zur Verfügung zu stellen? Bedeutet Dein Recht nicht verhungern zu müssen, die Pflicht aller anderen Dich zu füttern? Man muss da etwas vorsichtiger sein, wenn man Rechte und Pflichten definiert. Wenn Du also unbedingt ein Recht haben willst, musst Du die Verpflichtung für andere benennen, und fragen ob diese die Verpflichtung freiwillig eingehen wollen. Wenn das nicht freiwillig auf Basis von gesundem Menschenverstand geschieht, dann ist derjenige der Rechte fordert ein Diktator, der andere als Untertanen/Sklaven sieht.

Damit die Freiwilligkeit erreicht werden kann, muss in der Regel ein Mindestmaß an Reziprozität herrschen. Wer ein Recht geniest, muss sich gegenüber dem/den Verpflichteten ebenfalls zu etwas verpflichten, welches die als Rechte wollen. Das ist NICHT Gleichberechtigung. Aller mindestens ist der Rechteinhaber verpflichtet sich gegenüber dem Verpflichteten, der ihm das Recht einräumt, wohl zu verhalten. Das bringt man schon kleinen Kindern bei, wenn sie ein Geschenk bekommen. Das Mindeste ist ja wohl Danke zu sagen, nicht „Hey Du Arsch, ich will mehr“.

Das Bedingungslose am BGE führt aber genau dazu, dass dann alle anfangen zu schreien „Hey Du Arsch, ich will mehr“. Der Rechteinhaber muss unter der Kondition Bedingungslosigkeit nicht mal mehr dankbar sein. Wem denn auch, wenn er sich nicht darüber klar ist, dass sein bedingungsloses Recht auf der Verpflichtung anderer beruht, die er aus Ignoranz nicht wahrnimmt. Um ein BGE umsetzen zu können, müsste es 7 Milliarden Replikatoren, die als Perpetuum Mobile funktionieren vom Himmel regnen.

Die Hochautomatisierung ist ja schon eine frühe Vorstufe zum Star Trek Replikator. Es wird immer mehr Energie eingesetzt und immer weniger menschliche Arbeitskraft, um effizient die Produkte des täglichen Bedarfs herzustellen. Mit der so eingesparten Arbeitskraft/Arbeitszeit, kann man nun etwas anderes anfangen. Bisher schien die Vereinbarung zu sein – und das läuft ja erst so seit ca. 200 Jahren – noch mehr und bisher nie dagewesene Produkte des täglichen Bedarfs herzustellen. Der Bedarf ist prinzipiell unendlich, scheint auch tatsächlich unendlich zu sein, ist es aber nicht. Auch wenn manche Leute glauben, so viel fressen zu müssen wie möglich, so viele Klamotten kaufen zu müssen dass sie spezielle Ordnungssysteme brauchen, oder so viel Krempel sammeln zu müssen bis die Wohnung voll ist, es gibt Grenzen des Konsums. Die Grenzen sind nicht, wie die Bilder vermuten lassen, krankhafte Überfettung, oder unübersichtliches Chaos, sondern es ist die Reizüberflutung. Für ein gesundes, sinnvolles Leben ist weniger mehr. Grenzenloser Überfluss führt nur zu körperlichen und geistigen Krankheiten.

Die Frage ist also, was tun wir denn, wenn wir ein BGE haben und keiner mehr arbeiten muss. Selbst in dem noch utopischen Fall, dass wir nicht einige Leute als Sklaven und Untertanen verpflichten, sondern wenn wir 7 Milliarden Star Trek Replikatoren hätten. Was tun wir den ganzen Tag, das ganze Leben? Der Konsensus unter den BGE Utopisten scheint zu sein, dass ein Großteil faul herum hängt und durch Fernsehen, YouTube, Videospiele etc. unterhalten wird. Einige Leute sollen wohl Spaß daran haben diese Unterhaltung zu erzeugen, ohne eine Gegenleistung zu fordern. Einige Leute sollen nach deren Vorstellung produktiv und innovativ, freiwillig arbeiten. Die Begründung ist: Siehe, bei YouTube gibt es doch heute schon so viele ‘content provider’ für umme. Im Hasenzüchter- oder Sportverein gibt es immer wieder Leute die freiwillig etwas arbeiten, ohne eine Gegenleistung zu fordern. Das geht doch heute schon, dann wird es mit dem BGE auch und noch besser funktionieren.

Hier sei mal wieder an das Mäuse-Experiment erinnert, bei dem eine soziale Gemeinschaft, die im Überfluss lebt anfängt sich anti-sozial zu verhalten und schlussendlich ausstirbt. Man kann dies auch in den US-Staaten beobachten, aus denen alle produktiven Wirtschaftszweige abgewandert sind. Die Arbeitslosen sind zwar ausreichend versorgt, aber haben jede Freude am Leben verloren und lassen sich vom Arzt mit Schmerzmitteln ruhig stellen, bis sie todkrank werden oder sich eine Pistole in den Mund schieben. Man muss annehmen, dass ein Menschen-Utopia-Experiment genauso schief gehen würde wie das Maus-Utopia-Experiment. Wie im ROK-Artikel beschrieben, sehen wir dafür schon die ersten Anzeichen: Übervölkerung von Städten, niedrige Geburtenrate und Depopulation, obwohl noch Platz wäre, sinnlose Aggression (Antifa, RAF?), Verfall der Mutter- und Vaterrollen (Gender?), Rückzug und Vereinsamung (Scheidung, MGTOW?).

Den Schluss, den man aus dem Mäuse-Experiment (als Extrem) und dem bisherigen Sozialstaats-Experiment (bei dem das BGE das Extrem wäre) ziehen kann ist für mich: Der Mensch sieht keinen Sinn darin, bequem, mit ausreichend Wohnraum und Essen, ziellos vor sich hin zu vegetieren. Das Endergebnis eines großzügigen Sozialstaats oder eines BGE ist also die Selbstvernichtung.

Die Mäuse konnten sich ja nicht wehren. Die mussten in ihr Utopia und konnten nur als Leiche wieder raus. Die deutschen ‘Sozialexperten’ haben mit ihrer unverantwortlichen Ausweitung des Sozialstaats für alle, die absehbaren Probleme erzeugt und verschärft. Merkel hat unverantwortlich nochmal 1-2 Millionen ‘Mäuse’ rein gelassen, welche die Städte noch weiter übervölkern, welche überwiegend junge Männer sind, die ohne Frauen und eigene Kinder oft sehr aggressiv werden, was zum Rückzug der indigenen Bevölkerung führt. Das deutsche Wahlvolk verhält sich derzeit wie die Mäuse in Calhouns Experiment.

Wenn schon Mäuse MGTOW Verhalten zeigen (the Beautiful Ones im Experiment) kann man von Menschen noch eine größere Bandbreite des Rückzugs erwarten. Die Mäuse konnten ja aus dem Experiment nicht freiwillig ausscheiden. Menschen können das, zumindest so lange es keinen „antikapitalistischen Schutzwall“ zu überwinden gilt. Immer mehr hochproduktive und innovative Leute arbeiten lieber in anderen Ländern. Rentner igeln sich ein oder ziehen nach Ungarn, Spanien und andere Enklaven rund um die Welt. Ich sage ja immer wieder: Man muss den Mut haben die Leute auch dumm sterben zu lassen. Wenn so viele, wie die Lemminge, der Utopie des internationalen Sozialstaats und des BGE als dessen Endform hinterherlaufen, die Warnungen ignorieren, dann gilt der alte Spruch von Opa: Wer nicht hören will muss fühlen. Oder willst Du der letzte Mohikaner sein, der nach 60-80 Wochenstunden Arbeit, aber netto nahe Hartz4, von den Antifanten, unter einem Steinhagel sich anhören muss: „Hey Du Arsch, ich will mehr“?

Warum sollten gerade die Leute, die es vielleicht mal schaffen einen echten Replikator zu bauen, diesen Deppen einen davon geben?

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4 thoughts on “„Hey Du Arsch, ich will mehr“

  1. Das Grundeinkommen allein würde uns ja schon in den Ruin treiben. Dazu gibt es noch den Euro obendrauf. Als kleines Zuckerl, sagen – glaube ich – die Österreicher. Damit der Untergang nicht so lang dauert. Und dann noch die offenen Grenzen und die “Flüchtlinge”. Bedingungsloses Grundeinkommen für alle Menschen auf der Welt (7 Milliarden). Erarbeitet von ein paar Millionen ethnischen Deutschen. So sehen das die UNO, die EU, die Bundesregierung und der Papst. Ergebnis von ein paar hundert Jahren Aufklärung und 2000 Jahren Christentum. Das beweist unumstößlich, daß der Fortschritt keine Obergrenze kennt und die Menschen ohne Ende perfektionierbar sind. Super. Es gab da doch mal so eine Geschichte von einer Frau, die erst ein großes Haus wollte, dann Papst werden wollte, und schließlich Gott. Die nahm dann ja auch ein tolles Ende ohne Obergrenze.

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