Oh Gott wie dumm

Mehrwert-Steuern und Zölle sind etwas ganz normales, rund um die Welt. Und insbesondere hohe Importzölle und Steuern auf Autos sind sehr sehr beliebt. Siehe:

https://www.uscib.org/valueadded-taxes-vat-ud-1676/

Insbesondere die EU, die ja eine Zollunion ist, tut sich besonders hervor, wenn es um Importe aus nicht-EU Ländern geht. So kann eine importierte US-Karre in Deutschland dann schon mal ca. 38% – darin 10% Zoll – mehr kosten als im Ursprungsland USA, wo die ‘sales tax‘ (ähnlich aber nicht gleich der Mehrwertsteuer) in einigen Staaten Null ist und sehr selten über 10% liegt. Der Import einer deutschen Karre in die USA kostet, neben dem Transport, 2,5% Zoll, plus ggf. die jeweils lokale ‘sales tax’.

Wenn jetzt Trump damit droht die Importzölle auf Autos aus der EU zu erhöhen, hat er ziemlich viel Spielraum bis Gleichheit hergestellt ist (7,5% Zolldifferenz). Ich verstehe nicht wieso das Geschrei aus Deutschland und der EU so groß ist, denn mit den derzeitigen Zollbedingungen, die ungerecht in Bezug auf US-Autos sind, muss man sich in der EU doch glücklich schätzen. Der Aufschrei des EU-Bürgers sollte eher den eigenen hohen Zöllen für Importe und der eigenen hohen Mehrwertsteuer gelten, die jedes Produkt teurer machen. Die USA und die EU (und Japan, Korea, China) könnten einen totalen Importstopp für ausländische Fahrzeuge verhängen, und keine der Bevölkerungen würde darunter leiden.

Ähnlich ist es beim Stahl und bei Aluminium. Viele Länder könnten einen Importstopp für Stahl und Aluminium verhängen, da sie die Rohstoffe und die Technologie selbst haben. Das Problem der USA ist, dass China, aber auch die EU, ihre lokale Stahl-, Aluminium- und auch Autoindustrie massiv subventionieren und damit, durch den (fast) zollfreien Export in die USA, deren lokale Industrien zerstören. Der sogenannte ‘Rustbelt’ in den USA gibt Zeugnis darüber, wie die Billigimporte die Arbeitsplätze vernichtet haben. Die Versorgung der arbeitslosen und kränker werdenden Bevölkerung dieser Landstriche kostet erheblich mehr, als der kleine finanzielle Vorteil durch die günstigen Importe wettmachen kann.

Nicht nur im Cicero, sondern quer durch alle Medien, wird nun die Sau durchs Dorf getrieben, dass der ultra-böse Nazi Trump einen Handelskrieg anfangen will. Schaut einfach mal auf die Tatsachen, ihr Dummköpfe. Dann werdet ihr feststellen, dass China und die EU den Handelskrieg gegen die USA schon seit Jahrzehnten betreiben. Die USA hat sich bisher nur nie gewehrt. Nein, Cicero, die USA wären kein bisschen ärmer, selbst wenn der Handelskrieg eskaliert.

Ich habe doch schon im letzten Artikel beschrieben, dass Wettbewerb zwar dem Verbraucher nutzt, aber für Firmen oft ein ‘race to the bottom‘ ist. Die natürliche Grenze dieses Wettrennens ist normalerweise dann erreicht, wenn einige sehr große Firmen ihre ‘economies of scale‘ nicht weiter ausquetschen können und am Ende alle den gleichen Preis für das gleiche Produkt verlangen. Subventionen (d.h. Einsatz von deutschen/chinesischen Steuermitteln um ‘Exportweltmeister’ zu werden) hebeln aber diese natürliche Grenze aus. So ein Wettbewerb ist toxisch für alle, denn es führt, zu Ende gedacht, zu einem künstlich geschaffenen Monopol.

Und ich könnte mich ja unendlich darüber aufregen wenn wieder so ein Professorchen von „im Zeitalter von Industrie 4.0“ schwafelt. Wie, bitteschön, zaubert mir die Industrie 4.0 ein Wurstbrot auf den Tisch? Und wie genau produziert diese Industrie 4.0 Familien mit Kindern, die ein zufriedenes und sinnvolles Leben führen können? Wir haben, auch in den westlichen Staaten, ca. 15-20% Leute, die inzwischen keiner sinnvollen Arbeit mehr nachgehen können, denn dafür bräuchten sie 10 IQ Punkte mehr in der hohlen Birne. Genau deshalb ist es notwendig diese alten Industrien und einfachen Jobs zu erhalten, so lange es irgendwie geht.

Wettbewerb ‘passiert’ ganz automatisch für Standard-Produkte. Die technologische Hürde in das Geschäft mit Apfelsaft, mit Grillhähnchen oder mit Seife einzusteigen ist nicht sonderlich hoch. Sowas kann jeder und die Möglichkeiten sich vom Wettbewerb zu differenzieren sind minimal. Für solche Produkte will niemand Monopole. Die Wettbewerber kratzen dabei die kleine Differenz zweier großer Zahlen zusammen, d.h. der Gewinn liegt meist so um die 3%. Die Verbraucher haben günstige Preise, viele Leute haben Arbeit und ‘alles ist gut’.

Für high-tech-Produkte, wie z.B. Autos, entstehen aber ganz natürliche Monopole. Es gibt nur eine handvoll Länder, die Autos bauen und weiterentwickeln können. Die anderen ca. 200 Länder können das nicht, wobei die lokalen ‘Autos’ in meiner näheren Umgebung dann meist so aussehen (und zumindest der Motor ist in der Regel importiert).

1991-Owner-Type-Jeep-philmotors

Erinnert irgendwie an den hier: 😀

GERMANY - Trabant

Es macht durchaus Sinn, wenn sich diese Monopole gegeneinander abschotten, und nur in den anderen 150 Ländern zum Wettbewerb antreten. Was passiert wenn man das nicht tut, sah man ja schon in den UK und in Italien. Die italienische Autoindustrie geht auf dem Zahnfleisch, die englische existiert kaum noch.

Protektionismus für Apfelsaft, Grillhähnchen oder Waschpulver macht keinen Sinn und existiert im Westen auch nicht. Der ganz normale Wettbewerb sorgt hier für eine Lokalisierung. Protektionismus für high-tech-Produkte macht durchaus Sinn, sonst sitzt einem ganz schnell Toyota im Genick oder eben ein chinesischer Stahlgigant. Nun ja, die EU-Stümperkratie wird schon die schlechteste Lösung für den Konflikt finden 😉

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5 thoughts on “Oh Gott wie dumm

    1. Danke, daß Sie auf die Einfuhrzölle der EU hinweisen. Von der selbsternannten / vermeintlichen Qualitätspresse wird das konsequent verschwiegen.

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  1. Wir brauchen eine öko-konservative Politik. Zudem eine Reform des Christentums. Es ist unsinnig, zu beten.
    Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen (und Heilen wie Jesus) gelangen. Der Mensch (genauer: das Ich-Bewusstsein) kann mystische Erfahrungen nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Traumsteuerung ist auch ohne luzides Träumen (das u. U. gefährlich ist) möglich. Man sollte sich nur dann einen luziden Traum wünschen, wenn man durch Traumdeutung herausgefunden hat, dass man dafür die nötige Reife hat. Oder man kann sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur Dinge ereignen, für die man die nötige Reife hat. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe Reize (Drogen, akustische Signale usw.) herbeigeführt werden. Man kann sich fragen, ob eine Zeitdehnung in Träumen möglich ist. Zudem, wie sich Schlaf-Erlebnisse von Tiefschlaf-Erlebnissen (und Nahtod-Erlebnissen usw.) unterscheiden. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
    Es bedeutet eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein Mensch psychisch krank wird, wenn er sich fragt (wie schon vorgekommen), ob das Leben nur eine Illusion ist. Das Leben ist real. Es kann in Teilbereichen auf wissenschaftlichen (und technischen) Fortschritt verzichtet werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Es sollte lange Sabbatzeiten (u. a. für Berufsgeschädigte) anstatt Rentenzeiten geben (denn es gibt kein biologisches Altern). Nicht-Berufstätige sollten in relativ kleinen Orten (insbesondere in Dörfern) wohnen. Berufstätige eher (aber nicht nur) in relativ großen Orten. Es ist sinnvoll, dort zu wohnen, wo man arbeitet (in Verbindung mit wirtschaftlicher Subsidiarität). Diese und weitere Maßnahmen (Hotelaufenthalte für Weiterqualifizierungen, Fernkurse, Fahrräder, Taxis usw.) führen dazu, dass fast alle Privatfahrzeuge (nicht Firmenfahrzeuge) überflüssig werden. Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (nicht-leistungsgerechte Vermögen, Kreditwesen, Werbung, Urlaubsindustrie, Kirchengebäude, Luxusgüter, Rüstung usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (moderne Verfahren erhöhen die Recyclingquote, ein Nano-Akku hält über 300 Jahre, ein Öko-Auto fährt über 3 Mio. km, ein 1-Liter-Zweisitzer-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im superbilligen 3-D-Druck-Haus (klein, einstöckig, Wandstärke ca. 10 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung im Winter (siehe Wikipedia „Zeitreihe Lufttemperatur“, Messwerte in Dekaden). Denn das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich positiv weiterzuentwickeln. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten (und Süßigkeiten und Eis) zu reduzieren oder einzustellen. Hat man eine bestimmte Reife, kann man sich vegan ernähren oder von Urkost ernähren (oder sogar fast nahrungslos leben). Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (ohne Lohnausgleich). Wenn die Menschen tatkräftig und klug sind, werden berufliche Probleme immer mehr – und zusätzlich beschleunigt – abnehmen.

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    1. Warum ueberfaellt die Aluhut-Brigade meinen Blog? Verglichen mit Dir klingt sogar Alex Jones rational und normal. OK, ich lass das mal so stehen, Du hattest Deine 3-minutes-of-fame. Beim naechtsen Versuch landest Du im Spam 😀

      Liked by 3 people

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