Correctiv und Mediengruppen

Ein Artikel von Sciencefiles machte sich gerade über die Helfershelfer der Lügenpresse her, die Organisation Correctiv. Herrn Klein ist vor allem die herabwürdigende Berichterstattung über David Berger aufgefallen, mir stoßen seit einiger Zeit die Falschmeldungen von Correctiv, die bei google-news auftauchen auf. Nun will ich nicht weiter auf die Tatsachen und Fakten eingehen, die von den Mainstream-Medien ausgeblendet oder verfälscht werden und von Correctiv verteidigt. Es gibt derzeit so viel Online-Journalismus, unabhängig von den großen Medien, dass Correctiv, selbst wenn es ehrlich arbeiten würde, überhaupt nicht notwendig wäre. Solange sich jeder frei informieren kann ist ein solches „Ministerium für Wahrheit“ überflüssig und hinderlich. Correctiv ist einfach ein korrupter Denunziantenverein und sieht sich wohl als Aufrechterhalter politisch korrekter Meinungen.

Sciencefiles hat kurz angesprochen von wem Correctiv finanziert wird. Da sind ca. 20 Leutchen im Kuratorium, Ethikrat und Aufsichtsrat tätig, und ca. genauso viele in der Redaktion. Die müssen sich ca. 1 Million EUR an Personalkosten teilen. Das liegt jetzt nicht auf Hartz4-Niveau, aber bei den mickrigen Gehältern ist mit journalistischer Unabhängigkeit nicht zu rechnen. Die Bilanzsummen liegen ungefähr auf dem Niveau eines Bahnhofskiosks oder einer Kneipe. Die Anschubfinanzierung wurde von der Brost Stiftung geleistet, die weiterhin die größten Spender blieben. Was in der Spenderliste von Correctiv auffällt ist, dass ganz direkt Steuergelder der „Bundeszentrale für politische Bildung“ fließen, sowie indirekt Steuergelder über den Umweg anderer Stiftungen, die auch mit am Steuertropf hängen. Seltsam ist, dass z.B. die AOK, der NDR und das ZDF dort als Spender auftauchen. Das ist m.A. ein Missbrauch von Zwangsbeiträgen.

Wer ist denn Brost und wie kommen die zu so viel Geld für eine Stiftung? Zu faul zum tiefer nachforschen, habe ich mal nur Wikipedia und die offiziellen Geschäftsberichte (soweit verfügbar) hergenommen. Stifterin ist Anneliese Brost, die in ihrem Testament die Stiftung veranlasst und voll finanziert (230 Millionen EUR) hat. Annelieschen war 1946 Sekretärin bei der neu gegründeten WAZ (Westdeutschen Allgemeinen Zeitung), die von ihrem späteren Ehemann Erich Brost und Jakob Funke gegründet wurde, mit tatkräftiger Unterstützung der SPD, des alliierten Kontrollrats und der britischen Besatzungsmacht. Der Laden heißt heute Funke Mediengruppe und macht ca. 1,3 Mrd. EUR Umsatz (mit Verlust in 2015).

Was ist die WAZ, bzw. Funke Mediengruppe im Vergleich mit den Großen der Branche? Die Axel Springer SE (Bild, Die Welt) macht ca. 3,5 Mrd. EUR Umsatz mit Gewinn. Der überwiegende Teil der Erlöse (ca. 80% des bereinigten EBITDA) kommt nach Geschäftsbericht aus den ‘digitalen Medien’, welche nach meiner oberflächlichen Übersicht vor allem Online-Immobilienportale und Online-Job-Portale zu sein scheinen. Bild, Welt und andere Printmedien tragen also nur grob 30% zum Umsatz und 20% zum EBITDA bei. Springer macht also sein Geld mit Internet-Werbung auf Online-Portalen (EBITDA-Rendite um die 40% – WOW!!!) und nicht mit den Printmedien Bild und Welt (EBITDA-Rendite um die 13%). Mal ganz gehässig gefragt: Könnten die eventuell daran interessiert sein, dass Millionen Menschen nach Europa strömen um den Immobilienumsatz anzukurbeln? Böse Unterstellung, aber ich frag ja nur 😉

Bertelsmann SE macht über 17 Mrd. EUR Umsatz (2015) mit einer EBITDA-Marge um die 14%. Denen gehört die RTL Group zu 75,1% , mit über 6 Mrd. EUR Umsatz und ca. 18-22% EBITDA. Ihnen gehört zu 75% die Penguin Random House LLC, mit etwas unter 4 Mrd. EUR Umsatz und grob 15% EBITDA, welche ca. ¼ der weltweiten Buchproduktion kontrolliert. Der dritte große Brocken ist die Druck-, Logistik- und Finanzfirma Arvato mit knapp 5 Mrd. EUR Umsatz und grob 8% EBITDA. Daneben gehört ihnen noch Gruner+Jahr.

Mit 2,4 Mrd. EUR darf man schon DAX Mitglied sein. Davon wäre die Funke Mediengruppe nicht so weit entfernt, ist aber in Privatbesitz. Springer ist börsennotiert (MDAX), gehört aber zu über 50% der Familie Springer (vor allem Friede Springer). Bertelsmann gehört der Familie Mohn (ca. 20%) und der Bertelsmann Stiftung u.a. (ca. 80%). Umsatzmäßig wäre Bertelsmann etwa auf dem Niveau der DAX-Mitglieder Linde, Heidelberg Zement, Fresenius Medical Care, oder etwa halb so groß wie Bayer und ist die zweitgrößte Mediengruppe in Europa.

Die ehemalige WAZ und die Brost Stiftung sind ein Hühnerfurz 🙂 😀 😀 im Vergleich mit Bertelsmann. Warum müssen ausgerechnet die so einen Sauladen wie Correctiv finanzieren, denen Facebook und Google jede Zeile und Meinung als bare Münze abnimmt, um damit ehrliche Blogger zu zensieren? Ist das eine Verschleierungstaktik??? Was meint ihr?

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12 thoughts on “Correctiv und Mediengruppen

  1. Ich hab die Frage nicht verstanden. Es geht um einen spendenabhängigen Verein. Das Startkapital kommt von einer Toten. Die WAZ selbst finanziert doch da gar nichts, oder? Jedenfalls ist es schon zweifelhaflt, dass die auf ihrem Sterbebett eine Stiftung gegründet hat. Aber das ist überhaupt so eine Sache. Die Finanzierung der deutschen Medien. Natürlich ist dieses Correctiv eine Querfinanzierung durch den Staat über rattenpfade. Die scheinen auch anderen “unabhängigen” Medien Material zuzustecken. Laut Wikipedia, weil sich die Konzerne das nicht leisten können. Na klar, was Bertelsmann nicht wuppt macht Lieschen Müller mit dem Klingelbeutel.

    Überhaupt haben deutsche Medienkonzerne mafiaartige Strukturen. Vieles ist viel zu glossic, um es sich finanziell erklären zu lassen. Da fließt viel Geld über dunkle Kanäle. Ich glaube, es gibt kein großes Medienhaus in Deutschland, das sich an die Gesetze hält.

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    1. Der Punkt ist, dass sich die Brost Stiftung vor allem um Kunstfoerderung im RUHRGEBIET (also rein lokal) kuemmert. Warum leiern gerade die Correctiv an, und nicht eine der Bertelsmann-Stiftungen? Vielleicht weil die grossen Medienhaeuser nicht direkt damit in Verbindung gebracht werden sollen? Facebook und Google ist offensichtlich (von “Mutti”?) klar gemacht worden, dass die politisch korrekte Meinung von Correctiv gefaelligst zu uebernehmen ist.

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      1. Schau doch mal in den Vorstand. Stellvertretender Vorsitzender ist Bodo Hombach, Zuerst Gewerkschafter und dann Karriere bei den Sozen, der hat alles gemacht hat. Ab 2002 war er 10 Jahre lang Geschäftsführer der WAZ—Mediengruppe.
        Du kannst mal ausgehen, dass von ihm der Impuls gekommen ist.

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  2. Nun, die Tatsache, dass ich die bisher nicht wahrgenommen habe, die mag wohl nicht für Alle sprechen. Aber generell machen sie bei “Correctiv” wohl einen schlechten Job, wenn es niemandem auffällt. Muss eigentlich ziemlich frustrierend sein, solch einen Zinnober für etwas Google-Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Viel mehr Sorge macht mir eher die erdrückende SPD-Übermacht im Mediengewusel, die Bertelsmann- und Springer-Dominanz in unserer Medienlandschaft, denn dort sehe ich wesentlich mehr Brandstiftung denn woanders.

    Benjamin Goldstein hat schon recht: Mafia-ähnliche Strukturen!

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