Tot oder Gott? Oder Smart?

Eine Gesellschaft, die keine Kinder mehr hat stirbt aus. Dazu muss man den Schuldigen weder bei den Muslimen, noch bei den Feministinnen, den Sozialisten oder Postmodernisten suchen, sondern sich nur an die eigene Nase fassen. Klar, die drei letzteren ideologischen Ausprägungen tragen erheblich zu einer sich verstärkenden Kinderlosigkeit bei. Und erstere Ideologie, der Islam in seiner europäisch invasiven Form, verstärkt den Druck noch, indem den europäischen (weißen) Kinderwilligen die Mittel per Steuern und Abgaben entzogen werden. Ich sehe den Grund für die Kinderlosigkeit in der Kombination von massiven technologischen Fortschritten und dem Sozialstaat. Das plagt uns seit der französischen Revolution und seit Marx, und über diese vermeintliche Dichotomie, dass wir trotz dauernd steigenden Reichtums auch weiterhin Armut haben, kommen wir psychologisch nicht hinweg.

Unkritischer Umverteilungs-Sozialismus macht innerhalb einer Familie i.d.R. Sinn. Das muss man auch niemandem beibringen oder theoretisch untermauern, das machen Familien, die wollen dass ihre Kinder überleben, ganz von selbst. Doch selbst dort gibt es Einschränkungen. Bei Ressourcen-Überschuss werden auch die Familienmitglieder mit durchgefüttert, die nie einen Beitrag leisten, egal ob sie nicht können oder wollen. Bei Ressourcen-Knappheit lässt man aber i.d.R. die (potentiellen) Nicht-Leistungsträger zuerst verhungern. Auch in einem kleinen Stamm macht das alles noch Sinn, mit der genannten Einschränkung, denn mehr Leute geben dem Stamm größere Sicherheit, wenn er sich gegen einen konkurrierenden Stamm durchsetzen muss. All dies gilt, bis es zu einem rein zufälligen technischen Innovationsschritt kommt, die eine Gesellschaft deutlich reicher macht.

In einer durchschnittlich intelligenten Gesellschaft erwarten wir vom Durchschnittsbürger (+2/-1 Sigma in der Glockenkurve, egal wie hoch der Mittelwert ist) keine großen technischen Verbesserungen sondern nur die Aufrechterhaltung des Status Quo. Die ca. 2%, die überdurchschnittlich intelligent geboren werden, wurden nicht gezielt so „gezüchtet“, sondern entstehen aus reinem Zufall in der Genlotterie. Von denen erfindet dann Einer oder einige wenige eine neue Jagdmethode, den Pflug, das Eisenschwert oder die Atombombe. Der Durchschnittsbürger dieser Gesellschaft profitiert davon, weil mit der Erfindung die Verteidigungsfähigkeit gesteigert wird. Im optimalen Fall werden die Wertzuwächse der Gesamtgesellschaft gesteigert. Die Überschüsse führen in einer Stammesgesellschaft (oder einem sozialistisch orientierten Volk) wiederum dazu, dass die Luschen weiter alimentiert werden.

Wenn man von der „out of Africa“ Theorie ausgeht, dann hat sich mit der Wanderung nach Norden nicht nur die Hautfarbe der Menschen an die Umweltbedingungen angepasst, sondern auch die durchschnittliche Intelligenz. Die Notwendigkeit sich an die Agrarwirtschaft anzupassen, sich gegen die Jäger und Sammler durchzusetzen, sich an mörderische Umweltbedingungen (wie den langen Winter) anzupassen, lies nur die überleben und sich fortpflanzen, die intelligent genug dafür waren. Bei Nahrungsmangel lässt man eben zuerst die verrecken, die nichts beitragen können. Unter diesem Gesichtspunkt kann man auch mal über die Welthungerhilfe neu nachdenken. Was ist humanitärer: die Dummen und Unfähigen in Afrika sterben zu lassen, damit sich dort eine durchschnittlich intelligentere Gesellschaft durchsetzt und mit eigenen Mitteln überlebensfähig ist, oder diese Leute dauerhaft durchzufüttern, die damit stetig am Tropf der 1. Welt hängen, sich weiter vermehren und wegen unüberwindbarer Armut dann gen Norden nach Europa ziehen?

Das klingt jetzt schonungslos brutal, aber jeden einzelnen Flüchtilanten haben wir uns durch unsere grenzenlos dümmliche Gutheit selbst herangezogen. Jeder „Brot für die Welt“ Euro, jede Steuermark, die in die sog. Entwicklungshilfe ging, hat dazu geführt, dass in Afrika und dem nahen Osten eine Mutter ein weiteres Kind gebiert, es 18 Jahre durchbringt und schlussendlich nach Europa geschickt hat. Ohne diese jahrzehntelange Gutmenschlichkeit wäre der selbständig nicht überlebensfähige Menschenüberschuss dort nie entstanden. Ja, Menschenüberschuss; wie gesagt, schonungslos brutal.

Nochmals: Es fing alles damit an, dass wir in den nördlichen Gesellschaften mit hohem Durchschnitts-IQ, seit ca. 2-300 Jahren exponentiell steigende Wertzuwächse erzeugen. Diese wurden zuerst dazu verwendet die Dummen und Unfähigen in den eigenen Gesellschaften zu alimentieren. Nach Aufgabe der Kolonialpolitik wurden die Überschüsse in die ehemaligen Kolonien gepumpt. Beides führt dazu, dass Menschen, die selbständig kaum überlebensfähig sind, sich stark vermehren und eine steigende Belastung für die Leistungsträger darstellen. Seit 2-3 Generationen kippt das System um. Die nördlichen Gesellschaften steigern ihren Durchschnitts-IQ nicht weiter, da sie die Wertzuwächse für die eigenen Dummen ausgeben. Noch schlimmer ist aber, dass die Geburtenrate in allen nördlichen Regionen zurückgeht, weil die Überschüsse auch noch an die dritte Welt verteilt werden. Es ist dabei völlig egal ob dies aus christlichen Motiven passiert, wegen der „Mitmenschlichkeit“, oder aus sozialistischen Motiven, wegen der „Diktatur des Proletariats“ oder aus rein kapitalistischen Gründen, weil mehr zahlungsfähige Konsumenten mehr Profit erzeugen.

Diese Entwicklung korrigiert sich von selbst, sobald wieder Ressourcen-Knappheit herrscht. Das kann durch Kriege und Bürgerkriege eintreten, durch die erhebliche Verteuerung von Energie (Öl, Gas), von der die hochindustrialisierte Massenproduktion abhängig ist, oder durch politische Maßnahmen. Letzteres scheint mir der Konsensus der nördlichen Gesellschaften zu sein. Eine große Mehrheit will einen irgendwie aufgewärmten aber neuen Sozialismus. Wir wissen bereits, dass so ein Sozialismus nicht nur zu brutalen Gulags und Konzentrationslagern führt, sondern auch zu einer Ressourcen-Knappheit, weil die Fähigen und Intelligenten keine Lust haben produktiv zu arbeiten, wenn sie selbst nichts davon haben.

Es gäbe auch eine andere politische Maßnahme. Ich würde es einen nahezu unbeschränkten National-Kapitalismus nennen. Wenn man den Dummen und Unfähigen das Kindermachen nicht mehr erleichtert oder fördert, und den Erfolgreichen und Intelligenten das Geld lässt, mit dem sie ihre Kinder bequem aufziehen können, dann ergäbe sich eine Erhöhung des mittleren IQ von selbst. Es ist doch ein Wahnsinn, dass sich die Leute, die sich am Nachmittag im und vor dem Unterschichten-TV tummeln, zwei bis drei Kinder leisten können, weil „der Staat“ alles zahlt. Gleichzeitig verschiebt das Akademikerpaar oder der erfolgreiche Geschäftsführer den einen Kinderwunsch in die späten 30-er (oder gibt ihn ganz auf), weil sie ca. 70% ihres Verdienstes an „den Staat“ abgeben müssen. Siehe auch Idiocracy.

Ein einzelner Superreicher will es möglich machen, dass die Menschheit bald den Mars kolonisiert. Könnt ihr euch vorstellen, was eine Gesellschaft mit einem Durchschnitts-IQ von nicht 100, sondern 130 schaffen könnte? Hätten wir dann ein Raumschiff Enterprise nicht nur im Film, sondern in Realität? Würden wir dann zur interplanetaren Spezies? Wie wäre es, wenn wir uns nicht immer wieder zwischen Aussterben, Kriegen, und dem Glauben an Gott, Allah oder den Sozialismus entschieden? Wie wäre es, wenn wir uns zum Überleben in der schlausten Gesellschaft entscheiden? Der Kolonialismus der letzten Jahrhunderte hat uns gezeigt, dass der Geburtenüberschuss nur dann zu einer Dominanz und Ausbreitung führt, wenn das neue Land weitgehend unbesiedelt ist, oder die dortige Gesellschaft bei näherem Kontakt einfach wegstirbt. So haben Briten, Franzosen und Spanier Amerika kolonialisiert und besiedelt. So kolonialisieren die Moslems derzeit Europa – wir sterben einfach weg.

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13 thoughts on “Tot oder Gott? Oder Smart?

  1. Evolution ist eben keine gerade Linie, sondern ähnelt mehr einem Börsenkurs. Im Moment befindet sich die Menschheit in Rezession.
    Ich werde voraussichtlich noch circa vierzig Jahre auf diesem Planeten verbringen und habe wenig Hoffnung, dass sich in dieser – evolutionär gesehen – kurzen Zeitspanne noch was umdreht.
    Folglich: Hedonistisch + kinderlos, ist in dieser Situation sicher das Beste.

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    1. Ich will ja hier keine individuellen Handlungsanweisungen verbreiten, sondern gehe auf allgemeine demographische Trends ein. MGTOW ist sicherlich keine zukunftsweisende Entscheidung fuer ein Volk, aber es kann eine sinnvolle persoenliche Entscheidung sein.

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  2. Ein großes Misverständnis ist, dass IQ v.a. genetisch bestimmt wird. Es heißt zwar, dass 80% ererbt sei, aber es ist vielen nicht klar was man meint. Die IQ-Skalen wurden immer wieder neu adjustiert. Ein Europäer vor 100 Jahren hatte im Schnitt einen IQ von etwa 70.

    Es gab aber nicht eine so gewaltige IQ-basierte Selektion im 20. Jahrhundert, um da genetisch etwas erklären zu können. Es gab weniger Krankheiten, bessere Lebensmittel, und Übung für abstraktes Denken in Alltagssituationen. 80% ererbt bedeutet, dass man in der Vergleichsgruppe in der eigenen Generation in ein vergleichbares Quantil in der Verteilung landet wie der Vater und der Großvater. Welche (epigenetischen, oder biologische aber auf sozialen Einfluss beruhende und genetische) Faktoren letztlich beitragen ist mir nicht klar. Mir persönlich sind die Studien zu schwammig bislang, um daraus gesellschaftlich relevante Schlüsse zu ziehen.

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    1. Die Schlussfolgerungen von Flynn sind im wesentlichen Schwachsinn. Nach seinem Flynn-Effekt haette Aristoteles einen IQ von minus tausend gehabt und die roemischen Aquaedukt-Erbauer ebenfalls negative IQ’s. Flynn und Murray sind ‘Politikwissenschaftler’, der einzige (unbedeutende) Psychologe in diesem Trio war Herrnstein. Zum Thema Genetik habe ich ja Cochran (Westhunter) in der Blogliste. Und noch was: Ich mag solche lapidar dahin geworfenen unterstellten Missverstaendnisse nicht. Wenn Du was zu kritisieren hast, dann verlinke auf einen Artikel, der das wissenschaftlich untermauert. Zu den meisten meiner Themen habe ich hunderte von Quellen gelesen.

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      1. Bitte nicht wütend reagieren. Wenn ich schreibe, dass es oft ein Missverständnis gibt, dann heißt das nicht zwangsweise, dass du den gleichen hast. Ich hab nur ohne groß zu googlen, aus dem Effeff meine Erinnerung wiedergegeben, was mit dem Erbanteil gemeint sein kann.

        Das mit dem negativen IQ macht auch keinen Sinn. Ich hatte doch auch geschrieben, dass sich eben im 20. Jhd in den Industrienationen eben viel verändert hat. Flynn selbst bezog sich auf den Zeitrahmen. Es macht überhaupt keinen Sinn die Zeitreihe bis nach Aristoteles fortzusetzen. Wenn du die Klimakurve so rückwärts schreiben würdest, wäre die Erde vor wenigen Jahrhunderten gefroren gewesen. Das ist unsachlich.

        Es ist eigentlich egal, was Flynn war. Die Zahlenreihen sind die Zahlenreihen und die Test werden nun mal ständig angepasst.

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  3. Immer wenn man über Religion anderer redet riskiert man zu verletzen. Ich hoffe, dass das nicht so rüberkommt.

    Aber ein bisschen illustriert der Text auch wie das Denken von Atheisten eben doch konvergiert und zu einer eigenen Art Religion wird. Ich glaub Leon Trotzki hat mal sinngemäß gesagt, “80% werden die Herausforderung der Revolution schaffen, zu den anderen habe ich nichts zu sagen.” Anders als die glibschigen Propagandisten behaupten ist auch der Sozialismus sozialdarwinistisch.

    Und ich sehe das so wie eine Kugel, die im Kreis des Spülbeckens runterrollte, im Kreis. Aufgewachsen in einer religiös gewachsenen Moral, fängt das Niveau recht weit oben an, auch über dem Niveau von einigen Religiösen. Während die einen schneller richtung Abguss zirkeln, können manche Individuum sich vielleicht mit hoher Geschwindigkeit recht weit ober halten.

    Aber für einen Atheisten ist die Problemlösung, andere am Fortpflanzen zu hindern genauso attraktiv wie die Problemlösung, die strategisch relevanten Leute zur Fortpflanzung zu bewegen. Weitergedacht ist es genauso attraktiv, die anderen sterben zu lassen wie die eigenen besser zu schützen. Außer Gottesfurcht sehe ich überhaupt kein Korrektiv, was den moralischen Abschwung auf die Dauer aufhalten kann. Außer man bekennt sich zu den Werten, die gottesfürchtige Menschen vorleben.

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    1. […]Außer Gottesfurcht sehe ich überhaupt kein Korrektiv, was den moralischen Abschwung auf die Dauer aufhalten kann.[…]
      Diese These versuche ich ja in diesem Blog Kruemelchen fuer Kruemelchen zu widerlegen, auch wenn ich vielleicht daran scheitere.

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  4. Der IQ sinkt leider schon seit einiger Zeit in den nordischen Ländern. Es wundert mich auch nicht, denn dazu gehören ja einige Dinge, wie z.B.

    – Zunehmende Online-Idiotisierung via Twitter und Co.
    – Schulbildung nimmt immer weiter ab in “was-guckst-du” Klassen
    – Der Level wird immer tiefer gelegt bei Prüfungen
    – Eltern (so noch vorhanden) sind häufig im Doppelverdiener-Modus
    – Immer mehr ‘Minderbemittelte’ strömen ins Land: “Leichte Sprache ..”
    – Vernünftige Mahlzeiten und Mietwohnungen werden unerschwinglicher

    und so weiter und so fort. Ich könnte hier noch einen halben Kilometer Gründe runterschreiben, die sicherlich nicht geeignet sind, die Laune zu heben. Generell scheinen die prosperierenden Zeiten vorbei zu sein und “Idiocracy” nähert sich im Sauseschritt inkl. Allimentierter im Schlepptau.

    Und dann noch das:

    “Gehirn
    IQ-Studie: Hilfe, wir verblöden!

    Verblödet die Menschheit? Laut einer Studie soll dem so sein. Der durchschnittliche IQ sinkt seit den 70er-Jahren immer weiter.

    Von Marco Maier

    Eine neue Studie, die am Montag von norwegischen Forschern veröffentlicht wurde, analysierte die IQ-Werte zwischen 1962 und 1991 und stellte fest, dass die Werte für jedes zwischen 1962 und 1975 Geborene um fast 3 Prozentpunkte anstiegen. Aber: Jene die nach 1975 geboren wurden, hatten durchschnittlich niedrigere Intelligenzquotienten …

    [..] Was treibt diese plötzliche Umkehrung des “Flynn-Effekts” und verursacht die Verdummung der Welt? Fox News berichtet, dass Ole Rogeberg, Senior Research Fellow am Ragnar Frisch Zentrum für Wirtschaftsforschung in Norwegen und Co-Autor der neuen Studie, glaubt, dass die Veränderung nicht auf die Genetik zurückzuführen ist, sondern sagt: “Die Ursachen für den IQ-Anstieg mit der Zeit und jetzt dem Rückgang ist auf externe Faktoren zurückzuführen.””

    Ich bin hinsichtlich der Aussage zur Vererbung nicht dieser Meinung, allerdings ist der beginnende Abstieg durch Außenfaktoren nun auch nicht von der Hand zu weisen.

    Der Artikel endet ja auch mit diesem Resumee:

    “Einerseits findet generell eine Verdummung der Menschen statt, andererseits sehen sich vor allem die Europäer mit einer Zuwanderung aus Weltgegend konfrontiert, in der der durchschnittliche IQ deutlich unter 90 Punkten liegt. Da spielen dann natürlich auch Genetik und Umweltbedingungen eine große Rolle. Müssen wir uns nun darauf einstellen, völlig zu verdummen?”

    https://www.contra-magazin.com/2018/06/iq-studie-hilfe-wir-verbloeden/

    Und man sollte wirklich mal daran erinnern dürfen, dass dumme Menschen die sich vermehren nun wirklich keine Intelligenzbestien ins Land werfen.

    Eine Hoffnung habe ich aber bei den Moslems: Wenn die mit ihrer Inzucht und Verwandtenehen so weitermachen, dann kegeln sich die von ganz alleine weg. Dumm nur, dass der Brain-Drain oder das Aussterben durch Nichtvermehrung der intelligenteren Parts dann wohl auch nicht mehr vorhanden sein dürfte bzw. per Bürgerkrieg dezimiert sein wird.

    Aber bis dahin haben wir nach den Klima-Apolegeten ja sowieso schon eine Wüste oder Karst-Landschaft hier. Dann fühlt sich der debile Rest wahrscheinlich wieder ganz wie zuhause. So richtig Mut macht das Alles nicht …

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    1. Erst mal zwei Hinweise (aus beliebig vielen) in Bezug auf die Schwierigkeiten IQ zu messen und das allgemein anerkannte etablierte Wissen:
      https://blogs.scientificamerican.com/beautiful-minds/what-do-iq-tests-test-interview-with-psychologist-w-joel-schneider/
      http://www1.udel.edu/educ/gottfredson/reprints/1997mainstream.pdf
      Um die Heritabilitaet, die evolutionaer entstandenen Rassenunterschiede und die Messfehler zu konzeptualisieren, biete ich folgendes einfaches Modell an:
      IQ ist ein Potential. Man kann es sich wie einen Eimer vorstellen. Die mit groesserem Potential haben einen groesseren Eimer. Ob und wie der Eimer gefuellt wird, haengt von den Umweltbedingungen ab. Wie gross der individuelle Eimer ist, haengt von den Genen ab, die man vererbt bekam.

      Wie der Artikel mit Joel Schneider ausfuehrt, messen praktisch alle IQ Tests auch was bereits gelernt wurde, oder setzt voraus, was als allgemein vorhandener Wissensstand erachtet wird. Deshalb muessen die Tests laufend angepasst werden. Wer haette z.B. vor 20 Jahren den Begriff “swipe” (wischen) mit einer Funktion auf einem Smartphone assoziiert? Heute geht man davon aus, dass das jeder weiss. Der Satz des Pythagoras ist seit ca. 2.500 Jahren bekannt, aber vor 100 Jahren wurde er nur einem winzigen Teil der Menschheit in der Schule beigebracht. Heute kennt ihn fast jedes Kind. Eine IQ Testfrage die den Pythagoras (auch implizit, mit einem Bild) voraussetzt, waere vor 100 Jahren, auch von Menschen mit hohem IQ meist falsch beantwortet worden. Heute kann man den Satz als allgemein bekannt voraussetzen und IQ daraus ableiten. Gleiches gilt fuer Worte, die etwas Abstraktes darstellen. Deshalb halte ich Flynn fuer Unfug; die drei Punkte sind einfach Messfehler.

      Der Streit uber die 40-80% Heritabilitaet (siehe Gottfredson) unterliegt auch Fehlinterpretationen. Das Gehirn ist erst mit ca. 23 Jahren “ausgewachsen”. Die konstruktive Groesse des ‘Eimers’ ist genetisch vererbt, aber die phaenotypische Auspraegung haengt von den Umweltbedingungen ab, die ihn kleiner werden lassen koennen (Mangelernaehrung, Schlaege, Krankheiten, keine Stimulanz). Man kann nur die individuell vorhandene Eimergroesse messen, nicht das verlorene Potential.

      Ich halte die Ideologisierung (Verringerung der Stimulanz) und Idiotisierung der Schule fuer einen Faktor beim kuerzlichen Rueckgang der IQ-Werte. Zum anderen foerdern unsere Sozialsysteme und die Einwanderung die Regression – es werden einfach viel mehr kleinere Eimerchen vererbt.

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      1. Hier noch ein Hinweis zu einem aktuellen Artikel in der “Welt” vom 23. Juli. Das Thema scheint die Medien ja momentan umzutreiben und man fragt sich (nicht) warum:

        Wie Gene die Intelligenz beeinflussen

        Warum sind Menschen unterschiedlich klug? Bei der Beantwortung dieser Frage sind Forscher jetzt einen Schritt weiter. Sie identifizierten genetische Varianten, die beeinflussen, wie gebildet jemand wird.

        Ja, Intelligenz ist erblich. Zumindest zum Teil. Darüber ist sich die Wissenschaft seit Langem einig. Aber wie genau dieser Anteil an der geistigen Leistungsfähigkeit vererbt wird – darüber weiß die Forschung noch fast nichts. Zudem ist umstritten, wie sich Intelligenz überhaupt definieren und messen lässt.

        [..] Aus früheren Zwillingsstudien ist bekannt, dass das Erbgut zu etwa 50 Prozent – die Schätzungen schwanken – verantwortlich ist für die geistige Leistungsfähigkeit. Der Rest lässt sich mit den Verhältnissen erklären, in denen ein Mensch lebt. Nicht bekannt ist allerdings, welche Genvarianten für diese etwa 50 Prozent Einfluss verantwortlich sind .. Genau dort setzt die aktuelle Großstudie an.

        [..] So identifizierten sie insgesamt 1271 genetische Veränderungen im Erbgutstrang, sogenannte SNPs, die demnach mitverantwortlich sind für den erreichten Bildungsstand. Wenn man die Beteiligung mehrerer Gene zusammenfasst, lässt sich daraus ein Wert errechnen, der polygener Score genannt wird.”

        https://www.welt.de/wissenschaft/article179843156/Forscher-finden-genetische-Veraenderungen-die-die-Intelligenz-beeinflussen.html

        Und so weiter und so fort. Selbstverständlich haut man sich bei dem Artikel aus allen Fachrichtungen wieder die Köpfe ein, bis hin zu so steilen Thesen, dass man die Intelligenz des Menschen schon bei “Blick eines Babys” vorhersehen kann bzw. wieder die üblichen Umwelteinflüsse ins Spiel kommen. Also der alte Krieg seit den 70ern, welcher heute nur noch durch Gender Mainstreaming getoppt wird.

        Die Eimerchen werden wohl immer kleiner …

        PS: Sarrazin hat man für oben verlinkten Thesen im Artikel vor einigen Jahren noch gevierteilt – und nun sind das “neueste Forschungsergebnisse”!?

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