Plünder Games [1]

Nee, nicht „hunger“, das funzt nicht in einem Land, in dem die Menschen täglich fetter werden.

Auswahl der Gladiatoren

Es geistern Meldungen durch die Presse, dass ein neuer Abgeordneter des deutschen Bundestages nur mit dem Wort „Hodor“ für sich selbst sprach, wohl aus dem „Tal der Ahnungslosen“ stammte und möglicherweise geistige Defizite ausweist und deshalb ein Rechter oder Nazi sein muss. Wie die unabhängigen Reporter im Internet jedoch herausfanden, war das eine klassische Zeitungsente. In Wirklichkeit handelt es sich vielmehr um einen eher linken Berliner Abgeordneten, der in seinen früheren politischen Funktionen auch schon über die „Krisenfestigkeit der Stadt im Falle einer Zombie-Apokalypse“ sinnierte. Der sachlich korrekten Antwort der verantwortlichen Staatssekretärin, dass es sich in seinem Fall um Comics handele, begegnete er schon damals mit völliger Realitätsverweigerung. Es wird spekuliert, dass es in Berlin besonders viele Zombie- und Game of Thrones Fans gibt, und sein Wahlerfolg auf seine erfolgreiche Integration der beiden zurückzuführen ist. Ob Korrelation oder Kausalität, ist zum Wohle der deutschen geistigen Volksgesundheit zu untersuchen. Die Anfrage an das Integrationsministerium ist raus. Die leiten das weiter an die soziologische Fakultät der HU-Berlin, sobald sie es schaffen die halbe Seite von Türkisch auf verständliches, gendergerechtes Deutsch zu übersetzen. Die erste Email des Ministeriums bestand nur aus der Titelzeile „Du habbe Zombie?“ und führte dazu, dass sich die HU beleidigt fühlte, was in der Zerstörung der Cafeteria durch die Antifa endete.

Feminismus = Geld ohne Leistung. Soziale Arbeit, d.h. dem eigenen einzigen Kind den verschissenen Arsch abwischen, genauso gut bezahlen wie z.B. einen Ingenieur, der produktiv tätig ist. Männer sind Scheiße und müssen sich irgendwie ändern. Kinderkriegen ohne Sex. Abtreibung immer und überall, und kostenlos. Kulturförderung für Frauen und Neger. Flüchtilantinnen sind Expertinnen (aber worin?). Behindis müssen mitreden dürfen (vor allem im Eigeninteresse der Protagonistinnen, nehme ich mal an? ). Freiheit im Netz (aber nur für sie selbst, oink oink). Frauenpolitik = Frieden auf Erden. Nein, das sind keine Enten, das sind die Forderungen grüner Feministinnen. Glaubst Du nicht? Guckst Du hier. Wer wählt so was, fragt Danisch immer. Weltbekannte Psychologen versuchen die Ursachen zu analysieren, sehen sich aber immer wieder mit sturen, verblendeten Dorfdeppen in den Medien konfrontiert, die es nur auf Machtspiele abgesehen haben. Also: Frauen an die Macht. Oder hieß das nicht mal Kinder an die Macht? Egal, kommt auf’s gleiche raus.

Einzug der Gladiatoren

Die grüne Apostelgruppe strömt, wirr durcheinander laufend, Sonnenblumen wie Monstranzen vor sich her tragend, durch das mittlere Tor herein. Vor ihnen trabt ein somalisches Jünglein, der Sojabohnen und Müsli Krümel aus einem handgeflochtenen Körbchen auf dem Boden verteilt. Es handelt sich ja immer noch um deutschen Boden, der ständig besudelt werden muss. Der ursprüngliche Plan, die große bunte Vorsitzende auf einem Handkarren, eine Konifere umarmend, herein zu ziehen musste fallen gelassen werden. Die drei verbliebenen Quoten-Männer der Fraktion hatten einfach zu dünne Spargelärmchen um das enorme Gewicht der Vorsitzenden auf dem Karren zu halten, weswegen der bei der Probe die Treppen herunter rollte, über den Protokolltisch sprang und am Rednerpult zerbarst. Die Konifere ist dabei leider zerbröselt. Die große bunte Vorsitzende meinte den Baum einfach durch eine Birkenfeige (Ficus benjamina) aus dem Büro der Reinigungsfachkräfte ersetzten zu können. Als sie den Ficus jedoch umarmte entfuhr ihr ein Tofu geschwängerter Rülpser und der darauf folgende Furz entblätterte das Bäumchen vollständig. Das führte zur Idee dieses als Versinnbildlichung des Waldsterbens beim Einzug zu nutzen. Es scheiterte daran, dass bei den Grünen nur körperliche Ausscheidungen aus der Vagina als politisch korrekt angesehen werden, und außerdem rein fernsehtechnisch der Eindruck entstehen könnte, dass die Grünen in Wirklichkeit für das Waldsterben verantwortlich waren.

Die AfD marschiert von rechts ein, in einer ordentlichen Zweierreihe, wie man das von Lehrer Höcke gelernt hat. Vorneweg marschiert eine kleine Auswahl verrenteter Soldaten des Heeresmusikkorps, was Flintenuschi veranlasst aufzuspringen, sich die Bluse vom Leib zu reißen und mit milchtriefenden Brüsten jeden Veteranen einzeln zu umarmen. Da sie „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ aufspielen, rupft Uschi ihnen bei der Umarmung die Heino-Gedenkmedaille vom Revers. Die Abgeordneten warten mit beiden Händen an der Hosennaht, bis sich alle AfD’ler sauber in die Sitzreihen einsortiert haben. Danach verabschieden sie das Veteranen-Musikkorps mit militärischem Gruß, aber nicht alle. Die drei Ü90 Fraktionsmitglieder zeigen einen 2000 Jahre alten militärischen Gruß, wie sie das in der HJ eben gelernt haben, was andere Fraktionsmitglieder zwingt sich entweder vor sie zu stellen oder ihnen andeutungsweise die Hand zu schütteln. Höcke guckt verzweifelt und betreten drein, fragt ob es regnet und weiß auch wieder nicht wohin mit seinen Händen. Gauland dreht sich schnell nach Höcke um, schleudert ihm dabei unabsichtlich seine Krawatte ins Gesicht und macht ein kläffendes Geräusch.

Die bei weitem größte Fraktion zieht völlig schweigsam zuletzt von links ein. Die vereinigten Jünger im Zeichen der Raute. Als die Wahlprognosen für SPD und CDU/CSU immer knapper wurden, die Linken sich untereinander nie einigen konnten, welche Politik sie denn nun verfolgen sollten und die drei Anwälte der FDP im letzten Bundestag durch „Heil Merkel“ Rufe unangenehm auffielen, stellte sich Merkel vor diese verlorenen Seelen. Als sie in all die glänzenden Äuglein blickte, drehte sie sich einfach um, schaute in die ARD und ZDF Kameras, und erklärte das offensichtliche: „Die stehen alle hinter mir“. Die Gründung der Rautenpartei war nur noch eine Formsache. Pressevertreter twitterten sofort über den durchschlagenden Erfolg der Merkelschen Integrationspolitik. Tweets mit Worten wie „Endsieg“ wurden von Frau Kahane höchstpersönlich innerhalb von Millisekunden gelöscht. Maas selbst stand am Schnittpult der Fernsehmacher und gab die Anweisung, die im Hintergrund hörbaren Muezzinrufe aus der Tonspur zu entfernen. Vereinzelt auftauchende Handy-Videos des Ereignisses mit der original Tonspur wurden nur auf YouTube zeitgerecht gelöscht, auf alternativen Plattformen gingen sie viral. Als Gegenmaßnahme wurde entschieden, dass jede populäre Talkshow (Anne Will, Maischberger, Plassberg, Markus Lanz) die nächsten 3 Wochen jeweils eine 2 stündige Sendung zum Thema „Das Phänomen der akustischen Fata Morgana“ zu liefern hat. Dem deutschen Michel, getreu dem Motto „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“, war’s recht. Drei Gender-Professorinnen waren mit der statistischen Auswertung der Zuschauerreaktionen betraut und fanden heraus, dass die überwiegende Mehrheit der Meinung war, bei den Sendungen „etwas gelernt zu haben“.

Das Präsidium ist bereits voll besetzt und nach seiner Wiederwahl rollt Schäuble auf seinen Platz. Die Schriftführerin macht ihn darauf aufmerksam, dass ein Spätzle an seiner Krawatte klebt, welches er sorgsam mit den Fingerspitzen abzupft und isst. Der zweite Schriftführer weist ihn darauf hin, dass ein Buwespitzle auf seinem Reißverschluss liegt. Schäuble schreit den Schriftführer mit hochrotem Kopf an: „Des isch kei Bubespitzle, des isch e Schupfnudel, du bleder Pfälzer“. Er pflückt die Schupfnudel vom Hosenlatz und bietet sie der ersten Schriftführerin an, die jedoch dankend ablehnt. Daraufhin legt er die Schupfnudel sorgsam auf sein Pult, zum späteren Verzehr, denn es soll ja nichts umkommen. Die weltgeschichtliche Bedeutung des Unterschieds zwischen Schupfnudel und Buwespitzle ergibt sich erst aus dem weiteren Fortgang der Ereignisse.

Einige Wochen später und missgelaunt wie immer schlurft ein hellblauer Hosenanzug auf die Regierungsbank zu, in ihrem Gefolge vertritt sich ein weiß-blauer Bettvorleger die Beine. Sie plumpst auf ihren Sitz, muss aber gleich wieder aufstehen, als ihr Schäuble zur Wiederwahl gratuliert. Merkels Zeichen der Raute lässt ca. 80% der Abgeordneten in frenetischen Jubel ausbrechen. Die „Merkel muss weg“ Sprechchöre von außerhalb des Bundestages sind nur schwach im Hintergrund hörbar, werden aber in altbekannter Manier aus den Tonaufzeichnungen getilgt. Die Spiele mögen beginnen.

In Teil [2]:

Die Spiele

Die Kuppel

Die Gewinner

…demnächst

Bildhinweis:

https://pixabay.com/en/bank-billionaire-bills-box-brown-1238322/

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