Das Google Video, ein Kult wird offenbar

Breitbart hat ein internes Google Video von einem ihrer TGIF Meetings, welches kurz nach der Wahl von Trump stattfand, veröffentlicht. Man sollte sich das Ding wirklich in voller Länge anschauen, um zu verstehen, wie tief diese Leute in ihrer ideologischen Blase gefangen sind und jegliche Information, die ihren Ansichten widersprechen würde, ausblenden.

Nachdem man es angeschaut hat, sollte man sich die „offizielle“ Reaktion von Google zu Gemüte führen, die aussagt, dass „politische Vorurteile“ keines ihrer Produkte beeinflussen und jeder Mitarbeiter in diesen Veranstaltungen seine persönliche Meinung frei ausdrücken darf.

Wenn deren „politischer Bias“ ihre Produkte nicht beeinflusst, warum wurde dann ‘Info Wars’ gesperrt, warum werden viele andere konservative und libertäre Stimmen von deren YouTube Plattform entfernt oder so weit wie möglich behindert? Warum wird dann oft in den Google-Suche Resultaten alles was Nicht-Links ist abgewertet, so dass es meist nicht auf den ersten 3 Seiten erscheint? Wenn jeder seine Meinung frei äußern darf, warum wurde dann James Damore gefeuert? Und warum hat sich de facto kein einziger der angeblich so freien Google Mitarbeiter mit einer konservativen Meinung gemeldet? Das Mutigste war die allerletzte Frage der Veranstaltung, ob es irgend etwas positives gäbe was man von Trump erwarten kann. Wenn Sergey Brin dann antwortet, dass man das zwar nie wissen kann, er aber keine diesbezüglichen Hoffnungen hat und diese eher unter Wunschdenken einordnet, kann man als konservativer Mitarbeiter einpacken.

Wer als Konservativer dort arbeiten will, muss eh eine masochistische Ader haben. Es wurde ja bekannt, wie alle Mitarbeiter fortwährend mit „progressiver“ Propaganda belästigt werden, und jene, die sich nicht positiv dafür engagieren, bei Vertragsverlängerungen und Beförderungen übergangen werden. Zusätzlich ist Kalifornien der Staat mit den höchsten Steuern und Abgaben, also vom Brutto bleibt netto nicht so arg viel übrig. Weiterhin sind die Lebenshaltungskosten in Silicon Valley extrem hoch. Meist geht die Hälfte des Netto-Gehalts schon für die Miete einer winzigen 1-Zimmer-Wohnung drauf. Ein wirklich Konservativer oder Libertärer ist davon normalerweise schon abgeschreckt und will dort gar nicht arbeiten. Reich werden in Silicon Valley nur die Investoren, die obersten Chefs und die Vermieter.

Die Veranstaltung erinnert an heimlich aufgenommene Videos von Scientology Treffen oder an Veranstaltungen des „inneren Kreises“ bestimmter Parteien. Das ist ein KULT, der nach außen ganz harmlos tut und technische Fortschritte verspricht, welche „die Welt verbessern“ sollen. Intern werden Dissidenten verfolgt und jeder auf Linientreue geprüft. Was diese Leute unter „verbessern“ verstehen, ist aus konservativer oder libertärer Sicht eindeutig eine Verschlechterung der Welt. Die sprechen wie selbstverständlich darüber, wie sie ihre Algorithmen und Methoden dafür einsetzen werden, die nächste Wahl in ihrem Sinne zu entscheiden. Man muss das mal so direkt ausdrücken: Ein quasi-religiöser Kult dominiert das Internet.

Peter Thiel hat in den letzten Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass der technische Fortschritt von der industriellen Revolution bis in die 70’er auf „echten“ Produkten basierte. Waschmaschinen, Kühlschränke, Autos, usw. Seitdem Computer verfügbar sind, stellen sich neue Produkte vor allem in Form von Software und Datenbanken dar. Nur ganz wenige reine Softwarefirmen verdienen ihr Geld durch den Verkauf ihrer Software-Produkte – Microsoft und SAP, allen voran. Google, Facebook, YouTube, Twitter usw. verdienen ihr Geld durch Werbekunden. Das heißt die schmarotzen an den Firmen, die echte physische Produkte herstellen oder werthaltige Dienstleistungen anbieten. Ohne Werbekunden hätten diese Firmen kein Einkommen, gar nichts. Das bedeutet auch, deren technischer Fortschritt ist im Wesentlichen daran orientiert, wie sie mehr Werbung gezielter an die Nutzer verteilen können, nicht daran einen echten Wert für den Nutzer zu schaffen. Es ist auch falsch zu glauben, dass der Nutzer diese Firmen nicht bezahlt. Wir zahlen Google&Co. zwar nicht direkt, aber wir bezahlen sie über den Produktpreis der Firmen, die dort Werbung schalten. Stell dir einfach vor, 5% deines Auto-Kaufpreises geht an Google, Facebook, usw.

Inzwischen kann man das Internet ohne Ad-Blocker kaum noch benutzen, schon gar nicht auf langsamen Verbindungen. Ohne Ad-Blocker wird man derart penetrant mit Werbung zugemüllt, man kann kaum noch erkennen, was der eigentliche Inhalt vieler Webseiten ist. Ist das das Internet welches wir alle wollen? Es reicht auch nicht zu entscheiden, dass man Google oder Facebook einfach nicht mehr nutzt. Erstens gehen solche Boykotte meist ins Leere, weil der Großteil der Internetnutzer sich über solche Sachen keine Gedanken macht. Zweitens schmarotzen diese Firmen weiterhin an praktisch jedem Produkt des täglichen Bedarfs über die Werbung. Drittens verhindern solche Firmen alle möglichen Alternativen, solange sie ihre Dienste angeblich „kostenlos“ für den Nutzer anbieten.

Um die fett gedruckte Aussage nochmals zu verstärken: Ein quasi-religiöser Kult, der als Schmarotzer des technischen Fortschritts echter Produkte des täglichen Bedarfs wirkt und diese Tatsache verschleiert, dominiert das Internet.

Die verdienen Geld wie Heu, weil du Bananen, Kartoffeln, Hosen oder Schuhe kaufst. Kein Anbieter von echten Produkten kann sich dem entziehen, weil er sonst keine oder weniger Kunden hätte. Die verdienen auch Geld mit dem Weiterverkauf deiner Nutzerdaten.

Wie wäre es, wenn wir Fremdwerbung grundsätzlich verbieten?

Wenn alle Anbieter nur Werbung für ihre eigenen Produkte/Dienstleistungen auf ihren eigenen Webseiten machen könnten, dann gäbe es das kostenlose Google, das kostenlose Soziale-Netzwerk, das kostenlose Getwitter, die kostenlose E-mail nicht. Dann müsste man sich bei denen ein Abonnement kaufen, wie bei einem Telefonnetz-Anbieter oder einer Zeitung. Wenn man das direkt bezahlen muss, wählt man nach anderen Kriterien aus, als wenn man es von einem Monopolisten für umme hinterher geworfen bekommt.

Hätten nicht die Printmedien ein Interesse daran, so etwas durchzusetzen, anstatt wahnwitzige Gesetze der EU zu fördern? Dann wären sie wieder die Einzigen, die Werbung machen dürfen. Und für das Fernsehen sehe ich es genau so. Wer mag Werbeunterbrechungen? Keiner. Wir haben jetzt die Technologie für Bezahlfernsehen, wie z.B. Netflix. Dort bekommt man genau das was man will. Alle „kostenlosen“ Sender bringen eh nur den letzten Dreck.

There is no such thing as a free lunch.

Dieses Grundprinzip der Marktwirtschaft muss man sich immer wieder vergegenwärtigen.

Zuletzt noch ein Interview mit Tommy Robinson. Es ist schwer mitanzusehen, wie ein europäischer Staat die Menschenrechte mit Füßen tritt, wenn sie einen ihrer Bürger fertig machen wollen.

3 thoughts on “Das Google Video, ein Kult wird offenbar

  1. Es ist jedenfalls auffällig, dass die “linke” Seite viel mehr blockt und ausschliesst und sich einem Gespräch verweigert

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