Rabenväter – Wenn Papa keinen Unterhalt zahlt

Auf der NDR Mediathek oder auf YouTube.

Die Medien hetzen mal wieder. Genau die selben Medien, die dem gemeinen Volk, solange es nicht links-bunt-versifft ist, Hetze vorwerfen. Und in dieser Sendung, die mehr oder weniger eine thematische Wiederholung einer Sendung derselben Autorin von vor 10 Jahren ist, wird ganz offen gehetzt. Die Filmemacherin Dr. Rita Knobel-Ulrich ist der Meinung, die Männer sind an allem schuld, egal wie die Umstände und Tatsachen wirklich sind.

Während der Doku kommen ihr immer wieder einige unangenehme Fakten unter, die ihre felsenfeste Meinung aber nicht erschüttern können. Die Frau Dr. hetzt den säumigen Unterhaltszahlern nach. Physisch, nicht metaphorisch. Wenn sie den Kerl nicht auf der Arbeitsstelle konfrontieren kann, bekommt er einen unerwünschten Besuch, mit eingeschalteter Kamera, zuhause. Und dann immer die alte Leier, nicht wortwörtlich, aber im Sinne von: „Du Drecksau, warum zahlst Du nicht?“ Auch wenn die arme Sau, der im Sportstudio arbeitet, eindeutig nachweisen kann, dass er einfach nicht genug verdient, um den ganzen Unterhalt zahlen zu können, wird ihm vorgeworfen, dass er etwas verschleiert oder gefälligst Doppelschichten zu schieben hat.

Am Übelsten war die Geschichte mit der 8 jährigen Ronja, die nach einem willkürlichen Gerichtsentscheid von der Polizei quasi entführt wurde. Stand die Frau Dr. dann, nachdem die Richterin jeden Kommentar verweigerte, bei der mit Kamera überraschend vor dem Haus und hat sie zu einer Aussage genötigt? Natürlich nicht. Hat sie vielleicht die Mutter konfrontiert, die ihr Kind einfach verließ, mit ihrem neuen Stecher zusammenwohnte, und nach 2-3 Jahren ihr „Eigentumsrecht“ an ihrem Kind vor Gericht durchsetzte? Nicht mal im Ansatz darüber nachgedacht. Hat sie bei irgend einer der sich so bitterlich beklagenden Frauen mal nachgeforscht, ob die arbeiten, was die arbeiten, und ob die sich den Unterhalt (im Gegensatz zum Vater) eigentlich gut leisten könnten? Nein. Da fragt niemand, denn es gibt ja den bequemen Unterhaltsvorschuss. Antrag stellen und „der Staat“ zahlt. So einfach ist das, hinterfragt wird da gar nichts. Niemand fragte, Hey ihr Klageweiber, wie wär’s mal mit selber malochen anstatt immer nur die Hand auf zu halten? Passt nicht ins links-bunt-versiffte Narrativ. Frauen sind unschuldige Opfer, Männer sind die Bösen, immer druff, immer druff.

Einerseits wird immer von Recht und Gesetz gesprochen. Da steht doch ganz klar, dass Unterhalt gezahlt werden muss. Der deutsche Michel muss sich doch ans Gesetz halten, wo kämen wir denn hin, wenn nicht? Zumindest war es der Frau Dr. diesmal eine Erwähnung wert, dass die Kinder fast immer der Mutter zugesprochen werden. Da kam der ehemalige Richter dran, der was vom Mutterkreuz faselte. Wer Mutterkreuz in den Mund nimmt ist halt ein Nazi. Die Gedanken sind Pfui. Und dann kommen die Jugendamts-Mitarbeiter nicht zu knapp zu Wort, die darüber phantasieren, dass ihnen die Hände gebunden sind, die nach dem nebulösen Vorbild anderer Staaten, den säumigen Unterhaltszahler noch mehr knechten und malträtieren wollen. Selbst als relativ Unbedarftem sollte einem doch auffallen, dass es da wohl Gesetze gibt, die den Behörden anscheinend nur ansatzweise bekannt sind. Und weiter sollte einer derart erfahrenen Medientussi auch auffallen, dass Richter anscheinend ganz willkürlich entscheiden, was nach deren persönlichem Gusto Recht ist. Im Fall Ronja war das ja offensichtlich. Dass Unterhaltsforderungen nach Düsseldorfer Tabelle auch nur Richterrecht sind und kein Gesetz, sollte ihr auch bekannt sein, wurde aber tunlichst verschwiegen. Es ging ja darum über Rabenväter und böse Männer zu hetzen.

Detlef Bräunig, den die Frau Dr. zu ihrem Lieblings-Protagonisten für den bösartigsten Unterhaltspreller von Deutschland, der Welt und dem Rest des Universums erkoren hat, hat sich nicht nur blendend geschlagen, sondern unterschwellig seine wichtigsten Tips aus dem Männermagazin verbreitet. Zwei Menschen stehen vor Gericht. Kindsvater und Kindsmutter, als Kontrahenten. Der Frau ist alles erlaubt, um das Beste für sich rauszuholen, d.h. so viel wie möglich Unterhalt zu bekommen. Der Mann, als Kontrahent, ist selbstverständlich daran interessiert, so wenig wie möglich zahlen zu müssen (ca. 24. Minute). Frau Dr. kapiert das nicht und jammert „aber die armen Kinder!!1elf“. Sie kann nicht verstehen, dass dem biologischen Miterzeuger, der nicht Vater sein darf, seine Brut genauso viel wert ist, wie sein Sperma im Kleenex. Sie meint immer noch (seit 10 Jahren) mit der Moralkeule kommen zu können. Dino macht ihr klar, dass seine beiden Kinder für ihn wie Fremde sind. Das liegt auch nicht an Dino, sondern am Gesetz, sowie der üblichen Rechtsprechung, die außereheliche Kinder grundsätzlich der Mutter zuteilt, und eheliche Kinder so gut wie immer auch. Warum sollte ein Mann für verschüttetes Sperma 18-25 Jahre lang zahlen, wenn er damit nichts zu tun hat und nichts zu tun haben darf?

Der Milliardenbetrag für den Unterhaltsvorschuss wird auch übertrieben hysterisiert. 1,5 Milliarden für 700.000 Unterhaltssäumige. Erstens wird dieser Betrag von der Gutmenschenindustrie für Gender/Frauen, für „gegen Rääächts“ und für Flüchtilanten wohl weit übertroffen. Zweitens wären das im Schnitt knapp über 2.000 EUR pro Jahr, pro Nicht-Zahler. Jeder Durchschnittsverdiener könnte das normalerweise problemlos zahlen. Ein Teil der Säumigen ist wohl so einkommensschwach, dass sie echt nicht zahlen können (wie der Typ im Sportstudio). Aber es gibt sicher einige hunderttausend, die nicht zahlen wollen, wie Detlef Bräunig. Die rationalen Gründe dafür wurden bei dieser Doku mal wieder ignoriert.

Der erste rationale Grund ist, dass es mit den durchschnittlich ca. 2.000 EUR im Jahr erst anfängt. Würden die alle zahlen, wäre der Staat und Steuerzahler erst mal komplett entlastet. Wenn der Staat das wollte, würde er es auch so machen. Als Durchschnittsverdiener wird man aber von den Gerichten sofort zu Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle „verknackt“, der meist mindestens doppelt so hoch ist wie der Unterhaltsvorschuss. Und da hört es noch lange nicht auf. Dann wird Sonderbedarf angemeldet, die der Unterhaltsschuldner zusätzlich aufgebrummt bekommt. Und wenn er dann immer noch nicht am Mindestbedarf knabbert, kommt die Alte und will für sich selbst noch Unterhalt/Alimente. Wenn man den kleinen Finger gibt, steckt man gleich bis zum Kopf im gefräßigen Maul des Familienrechts.

Der zweite rationale Grund ist, dass der Unterhaltssäumige keine Gegenleistung bekommt. Das Mindeste wäre doch, dass er (zu 90% sind es Männer) ein garantiertes, regelmäßiges, zeitlich nahezu unbegrenztes Umgangsrecht mit den von ihm finanzierten Kindern bekommt. Ist aber so gut wie nie der Fall. Der Zahlvater ist, noch mehr als vorher, von den Launen der Kindsmutter abhängig. Er muss um jede Minute Umgang betteln. Und wenn eine Kindsmutter das alleinige Sorgerecht vor Gericht beantragt, bekommt sie fast ausnahmslos auch. Das bedeutet, er zahlt, wie Dino es sagte, für fremde Kinder.

Man muss kein Historiker oder Konservativer sein, um zu sehen, dass das Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende anders funktionierte. Und zwar ohne dass auch nur ein Richter, ein Jugendamts-Mitarbeiter oder der Staat als Zahler notwendig war. Derjenige, der das Sorgerecht bekam, bekam auch die Sorgepflicht. Das heißt, in dieser Jahrtausende anhaltenden „Patriarchie“ musste sich derjenige, der die Kinder aus seinem Einkommen finanzierten konnte auch um sie kümmern. In der Regel war das eben der Vater. Heutzutage kann eine Mutter das auch, nichts hält sie davon ab arbeiten zu gehen und so viel wie möglich Geld zu verdienen. Wenn Eine alle Rechte bekommt, der Andere aber alle Pflichten, nennt man das (jetzt auf Sesamstraße-Niveau, damit Frau Dr. Rita Knobel-Ulrich das auch kapiert) UNGERECHT.

Deshalb funktioniert der ganze Schmonzes mit dem Scheidungs- und Unterhaltsrecht nicht. Weil sehr viele Leute (Männer UND Frauen) die Rechtsprechung als ungerecht empfinden. Und das ist nicht nur so ein Gefühl von Ungerechtigkeit, sondern rational begründbar und an zigtausend Fällen jedes Jahr nachweisbar. Warum wundert sich die Frau Dr., wenn sich Männer, die ungerecht behandelt werden, wehren? Wäre sie ein betroffener Mann, würde sie sich auch mit allen Mitteln wehren wollen. Aber mit einer derartigen Betrachtung und Analyse als Doku, könnte man halt nicht so schön hetzen. Also geht sie mit dem folgenden Mantra zu ihrem NDR Budgetverantwortlichen:

böse Männer, Rabenväter

böse Männer, Rabenväter

böse Männer, Rabenväter

und der genehmigt ihr Budget.

PS: Wer einen YouTube account hat, sollte sich evtl. dazu hingerissen fühlen, die Kommentare von Detlef Bräunig mit einem „Daumen hoch“ zu versehen 😉

 

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5 thoughts on “Rabenväter – Wenn Papa keinen Unterhalt zahlt

  1. Der Fernsehbericht war unterirdisch. Da behauptet Sie, dass so und soviel überhaupt keinen Unterhalt zahlen, hat dann mit Bräuning und dem Fitnesstrainer zwei, die jeweils zum. einen Teil zahlen, Bräuning 135 Euro pro Kind und der Fitnesstrainer 100 pro Kind. Der Mann verdient brutto 1800, sind rund 1270 netto. D.h. am Ende verbleiben ihm 970 Euro. Nun behauptet die Mutter der gemeinsamen Kinder er würde nur immer gerade so über dem Mindestlohn verdienen, sind 11,25 Euro knapp über dem Mindestlohn? Sie behauptet ferner, dass wenn er zusätzlich verdienen würde, sie mehr Unterhalt(svorschuss) erhalten würde. Auch das blanker Unfug. Der Unterhaltsvorschuss für Kinder im Alter 0—5 beträgt 154 Euro, für Kinder 6—11 205 Euro und für 12—18 273 Euro. Wenn die Kinder mal angenommen im Alter 6—11 Jahre sind, so erhält sie 615 Euro Unterhaltsvorschuss, das Jugendamt holt sich aktuell 300 vom Kindsvater. Würde er nun 340 brutto Euro mehr verdienen, so deckt das Nettoeinkommen noch nicht einmal den Gesamtbetrag des Unterhaltsvorschusses. Damit würde sich auch nicht mehr Unterhalt (Unterhaltsvorschuss sowieso nicht) erhalten.

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  2. Vielleicht hilft es hierzu, dass ich mir ein paar Gedankengänge erlaube und man sich dann, nach längerer Überlegung, eine Meinung dazu bildet?
    Vorweg noch: Meine These ist schon etwas hart für den deutschen Michel und Micheline und passt ihnen überhaupt nicht in den Kram! 😉

    Wie kann es sein, dass in unserem Land wo Gleichstellung, -berechtigung, Rechtsstaatlichkeit u. v. m. immer so wortgewaltig in den Vordergrund gerückt wird, aber gleichzeitig Ungleichstellung, Ungleichberechtigung so direkt gelebt wird? Die davon betroffenen Personen nicht gesehen werden, aber bspw. in tausenden Kilometern Entfernung Menschenrechtsverletzungen deutlich erkannt werden? Wie kann es sein, dass ein Beschneidungsgesetz 2012 so durch die Gesetzgebung gepeitscht wird und sich keiner öffentlich zum Schutze der Kinder äußert? Es gäbe noch sehr viele weitere Beispiele hierzu!

    Wie kann es sein, dass Justiz-Ministerin Barley im ZEIT-Interview zum Missbrauchsskandal davon spricht, dass es keine Geheimarchive im Rechtsstaat gebe und auf das Argument von ZEIT „De facto gibt es aber kirchliche Geheimarchive. Das Bistum München-Freising, geleitet vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hält eine Missbrauchsstudie unter Verschluss.“ mit „Nein, noch mal: Der Rechtsstaat akzeptiert keine Geheimarchive. Alle Unterlagen in den kirchlichen Archiven können von den Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmt und ausgewertet werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen … Glauben Sie mir, die Staatsanwaltschaften haben da ein Auge drauf. Und es gibt ja zum Glück viele Betroffene, die sich melden.“ antwortet? (https://goo.gl/Lacgyp)

    Der letzte Absatz schweift zwar etwas ab, hat aber auch damit zu tun, was ich meine. Wir betreiben bei vielem gleichzeitig zur eigentlichen pragmatischen Problemlösung eine Vergangenheitsbewältigung mit. Unsere Political Correctness zwingt uns die Rechtsstaatlichkeit immer wieder zu betonen und die Justiz in allen Bereichen als nicht beeinflussbar darzustellen; Aber wie im Interview von Barley selbst gesagt: „Wenn ich sehe, mit wie viel Geld und Anwälten in der Filmbranche Frauen zum Schweigen gebracht wurden, wird mir ganz schlecht.“ wird mit eigenem Verweis auf ihren Arbeitsbereich, die andere Seite der Justiz als Übeltäter gegen Frauen in den Mittelpunkt gestellt. Das Argument mit den Frauen lenkt geschickt ab, indem sie selbst auf die Opfer verweist.

    Zum einen wollen wir die Taten unserer Vorfahren damit wieder gut machen, zum anderen sind wir als Täter nicht glaubwürdig, wenn wir uns in bestimmten Bereichen, als Opfer darstellen würden. Die Traumata der Flüchtlinge sind eine Art Ersatz für eigene Traumata, aber dürfen von uns als Täter nicht angesprochen werden. Zusätzlich leben noch viele Menschen in einem hohen Alter und es ziemt sich nicht, sie jetzt noch mit Debatten darüber indirekt zu kritisieren. Auch wenn dabei selbst und in der folgenden Entwicklung Fehler gemacht wurden und entstanden sind: Sie haben diese Last bestmöglich getragen und bewältigt, wie ich finde. Aber ein Schweigen zu den ganzen vielen Dingen von damals und heute ist nicht die Lösung. Die aktuelle politische Lage in DE zeigt mir dies deutlich. So verdreht und fast schon wahnwitzig in den Abläufen als Reaktion auf Aktion, gab es meiner Meinung nach noch nie in unserer Geschichte.

    Hätte ich es mit: wir betreiben Vergangenheitsbewältigung einfach so auch ausdrücken können?
    Wie kann es sein, dass Betroffene beiden Geschlechts dies so still und schweigend aushalten?
    Wir sind als Eltern und Gesellschaft hier auch wieder Opfer und Täter – so wie die Kinder bei Eltern-Kind-Entfremdung auch, wenn sie zu Entscheidungsträgern gemacht und als Entscheidungsträger missbraucht werden.

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    1. Interessanter Gedankengang, aber m.A. etwas zu weit um den heissen Brei herum. So wie ein Konzept “ausgleichende Ungerechtigkeit” sozusagen? Wenn Sie es etwas klarer strukturieren und mit einigen Links versehen, ist ein Gastbeitrag gerne gesehen.

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  3. Gottseidank wollte ich nie Kinder, so ist das alles sehr einfach.
    Wenn ich Kinder gewollt hätte, dann hätte die ratio gesiegt, ich hätte keine und wäre wahrscheinlich etwas traurig. Danke, dass es nicht so ist.
    In einer feministishen Gesellschaft darf man keine Kinder hineinzeugen, zum eigenen Wohle wie zum Wohl der Kinder.

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