Auf das Chaos folgt die Diktatur

Ich schrieb schon mehrfach darüber, wie die westlichen Staaten Schritt für Schritt in chaotische Systeme verfallen. Die Rechtssicherheit ist schon weitestgehend dahin. Selbst das Bundesverfassungsgericht wagt nicht mehr über eklatante Verfassungsbrüche der Regierung zu entscheiden. Familiengerichte entscheiden schon seit Jahrzehnten auf Basis selbstgebastelter, willkürlicher Präzedenzfälle. Die Polizei wird implizit und explizit angewiesen, bei echten Straftaten aus der linken oder moslemischen Ecke, sämtliche Hühneraugen zuzudrücken, aber bei angeblichen Straftaten aus der rechten Ecke (wie z.B. Mitglied in einer Facebook-Gruppe zu sein) sofort ein SEK loszuschicken. Wer an „die Rente ist sicher“ (Copyright: Norbert Blüm) noch glaubt muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein, dennoch stirbt bei den meisten die Hoffnung eben zuletzt. Die andauernde Niedrigzinspolitik wird in absehbarer Zeit (Anfang/Mitte 2020) wieder zu einer massiven Bankenkrise führen, welche nach wenigen Jahren Rezession, wie bisher, durch eine versteckte Inflation mit Geldmengenausweitung übertüncht werden wird.

Die Anzahl der Menschen, die nur mit staatlicher Unterstützung überleben können wird weiter steigen. Mitt Romney sagte 2012, halb-öffentlich, dass man 47% der Wähler mit dem Versprechen von Steuersenkungen nicht mehr locken kann, da diese i.d.R. gar keine Einkommensteuern zahlen. Diese 47% sind vollständig vom Staat abhängig, halten sich selbst für Opfer des Systems, glauben der Staat hat die Verpflichtung sich um sie zu kümmern, und halten daran fest, dass sie ein Recht auf medizinische Versorgung, Essen, Unterkunft usw. haben. Einige kommentierten damals, dass wenn diese Zahl auf über 50% anwächst, man zwangsläufig in eine Situation wie die sozialistischen Staaten von Europa abrutscht. Wie man bei den Gelbwesten Demonstranten in Frankreich sieht, stehen nicht die Leute aus der Mittelschicht/Oberschicht, die alles bezahlen auf der Straße, sondern die Leute, welche entweder gar keine Steuern zahlen oder die schon so prekär leben, dass eine kleine Verbrauchssteuer-Erhöhung ihnen endgültig das Genick bricht. Die Reaktion der Regierung ist – wie kann es anders sein – die Verbesserung der Sozialprogramme.

Doch wie der deutsche Schlagerfuzzi seit ca. 1987 weiß: Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Oder wie Maggie Thatcher es 1976 mal ausdrückte „eventually they [socialists] run out of other people’s money“. Keiner will, dass dieser Zustand (eventually) jemals eintritt, nicht einmal die Konservativen oder Libertären. Die chaotischen Zustände wie z.B. in Venezuela sind für niemanden erstrebenswert. Eine demokratische Umkehr auf dem Weg in den totalitären Sozialismus ist nicht machbar, wenn die Mehrheit diesen Sozialismus zum Überleben benötigt. Das geht so lange, bis die Ausgeplünderten, die trotz allem weiter arbeiten, sich nicht weiter ausplündern lassen. Der Exodus der produktiven Menschen aus Europa findet in relevanter Größenordnung bereits statt und wird sich weiter steigern. Das Chaos kann nur in einem totalen Staatsversagen enden und jeder der dort bleibt wird versuchen es so lange hinaus zu zögern wie möglich. Die Frage die sich jeder stellt ist, was folgt auf den Zusammenbruch?

Die Sozialisten glauben natürlich, dass dann der richtige, wahre, gute Sozialismus kommt. Bis auf die Adjektive werden sie Recht behalten; es wird eine sozialistische Diktatur entstehen. Die Konservativen und Libertären glauben, dass nach dem Zusammenbruch die Leute doch ein Einsehen haben werden, dass dieser verdammte Sozialismus nicht funktioniert und dann endlich eine freie kapitalistische Gesellschaft entsteht. FALSCH. Egal wie groß das Blutbad wird oder wie viele verhungern, die Überlebenden werden ungefähr zu denselben Anteilen Sozialisten und Konservative/Libertäre sein, wie vor dem Zusammenbruch. Der Anteil der Sozialisten wird sogar noch steigen, da vorher ausgeplünderte Produktivkräfte entweder ausgewandert sind oder ihre Produktivität morgens am Werkstor abgeben, da sie für bessere Leistungen nicht belohnt werden. Diese absolute Mehrheit der Sozialisten wird den verbliebenen politischen Gegnern (Konservative, Libertäre, Kapitalisten) die alleinige Schuld geben und darauf drängen, derartiges „NIE WIEDER“ zuzulassen. Jede mögliche Alternative wird verboten. Alternativlosigkeit bedeutet Diktatur.

Sozialismus

Die sozialistische Sicht auf den Menschen ist sehr pessimistisch. Sozialisten denken, der Großteil der Leute hat keine Ahnung von gar nichts und muss angeleitet und gar zum Glück gezwungen werden. Sie denken zur Abwendung eskalierender Konflikte muss ein starker Staat bestehen, der nicht nur das Gewaltpotential zwischen Menschen, sondern die Vorstufe, den verbalen Streit, stark eindämmt und möglichst verhindert. Deshalb wird der individuellen Meinung des Durchschnittsbürgers kein Wert beigemessen. Meinungen sind der intellektuellen sozialistischen Elite, oft gar nur dem Führer dieser Elite, vorbehalten. Der Rest der Bürger erhält das Ergebnis dieser Meinungsbildung per Propaganda übermittelt. Wenn ein Bürger diese verordnete Meinung nicht teilt, muss auf jeden Fall verhindert werden, dass er sich irgendwie aus der Masse heraushebt. Damit sich niemand aus der Masse herausheben kann, wird die Masse im Wesentlichen ökonomisch gleichgestellt. Die alten Sozialisten haben dazu die Löhne und Gehälter für alle Berufsgruppen, mit marginalen Differenzen festgeschrieben, ebenso wie die Wohnverhältnisse. Die neuen Sozialisten machen praktisch das selbe, aber über einen extrem hohen Steuersatz. Mit 70% Abgabensatz und z.B. 3.330 EUR Brutto fühlt man sich gegenüber dem „Herrn Ingenör“ mit 5.000 Brutto zwar irgendwie benachteiligt, aber nach Abgaben hat Ersterer ca. 1.000 EUR Netto, Zweiterer auch nur 1.500 EUR Netto. Mit beidem kann man keine großen Sprünge machen und lebt immer nahe genug am Prekariat, in welches man durch Aufmucken nicht hinein geraten will.

Libertarismus

Die freiheitlich, kapitalistische Sicht auf den Menschen ist eher optimistisch. Libertäre denken, dass jeder nach seiner eigenen Façon glücklich werden kann. Sie glauben, dass Streitigkeiten i.d.R. gutwillig und verbal ausgetragen werden, weshalb insbesondere die Meinungsfreiheit eine der höchsten Prioritäten hat und absolut geschützt werden muss. Der Großteil der Leute hat genug Ahnung von den Dingen die ihn selbst und seine Umgebung angehen, und braucht weder einen Staat, noch einen lebenslangen Lehrer und Aufpasser, der ihm sein tägliches Leben vorgibt. Talente, Intelligenz und persönliche Eigenschaften sind innerhalb eines Volkes meist nach der Glockenkurve verteilt. In einem weitgehend freien ökonomischen System erhält man dann für das Einkommen und Vermögen eine Pareto-Verteilung, die den individuellen Nutzwert abbildet. Es ist im Interesse aller, dass der Koeffizient der Pareto-Verteilung nicht zu hoch wird. Wenn deutlich mehr als 1/6 der Bevölkerung arm ist oder an der Armutsgrenze lebt, muss man darüber reden und versuchen dieses Extrem zu dämpfen. Wenn weniger als 1/6 reich sind, ist das ebenfalls ein Problem, da sich dann viele trotz ihrer Talente, ihrer Intelligenz und obwohl sie arbeitsam sind, chancenlos sehen und das System nicht mehr mittragen oder bekämpfen. Obwohl jeder die Freiheit hat sich in individuelle Abhängigkeiten zu begeben, ist aber jede totalitäre Abhängigkeit, z.B. vom Staat oder Großfirmen/Monopolen so weit wie möglich zu vermeiden. Es wird generell angenommen, dass jeder Einzelne die besten Entscheidungen darüber trifft, was er mit dem selbst Erarbeiteten anfangen will.

Ja wo leben wird denn?

Überlegt euch mal selbst, welcher Typ von Mensch ein sozialistisches System hervorbringt und welcher Menschentyp im libertären System in der Mehrheit wäre. Die Sozialisten haben es ja deutlich gesagt, die wollten den „neuen sozialistischen Menschen“ fabrizieren. Da ist der gehorsame Systemling gefragt, der sich ohne zu murren unterordnet, möglichst an andere denkt und nicht an sich selbst, damit es „allen gut geht“ (Merkel: Deutschland geht es gut). Am besten soll der Systemling vom Reichtum der sozialistischen Intelligentija gar nichts mitkriegen. Egal auf welchem Erdteil und in welcher Klimazone man den „neuen sozialistischen Menschen“ produzieren wollte, es schlug fehl. Das sozialistische System ist mit der Natur der meisten Menschen nicht kompatibel. Haben aber die weiter verbreiteten kapitalistischen Systeme den „neuen libertären Menschen“ hervorgebracht? Sind 70-80% der Leute in kapitalistischen Staaten etwa Libertäre? NEIN! In der Regel sind weniger als 10% dort libertär gesinnt, selbst im erfolgreichsten Kapitalismus der Welt und aller Zeiten, den USA.

Anstatt darüber zu spekulieren, wie man den „libertären Menschen“ zur Mehrheit machen kann, oder die Leute überzeugen könnte, oder das System tricksen kann, habe ich vor ca. 20 Jahren etwas anderes gemacht. „Ja wo leben wir denn?“ (Standortbestimmung) fragen sich derzeit vielleicht viele, wenn sie durch den Bahnhof müssen oder in die bereicherte Innenstadt. Ich habe mir das damals als analytische Frage gestellt. Sitzt Deutschland in dem Zug, der Richtung Sozialismus fährt oder Richtung Libertarismus? Meine damalige Antwort war: Es geht immer mehr Richtung Sozialismus. Das hat sich durch alle Wahlergebnisse und vor allem das politische Umschwenken der CDU seitdem bestätigt. Dort geht die Reise hin, und die Deutschen (Westeuropäer) wollen das mehrheitlich auch so.

  • Sind die Deutschen konfliktfreudig oder vermeiden und ignorieren sie Konflikte?
  • Aus der Sicht des Durchschnittsbürgers, ist die Meinung (Meinung, nicht Tatsache) des Durchschnittsbürgers Karl, Heinz oder Gisela genau so viel wert, wie die Meinung des Tagesschausprechers, des Bundeskanzlers, des Professors, etc.?
  • Finden wir das im Allgemeinen toll und unterstützenswert, wenn z.B. ein junger Kerl eine neue Firma aufmacht, Risiken eingeht, in vielleicht 9 von 10 Fällen scheitert, oder denken wir spätestens nach dessen ersten Bankrott, der wäre besser Beamter geworden?
  • Wenn wir feststellen, dass es immer mehr Arme gibt, denkt dann mal einer darüber nach, dass es auch immer weniger Reiche gibt?

Zuerst bin ich aufs Land gezogen (nicht Vorstadt, sondern echt ins Dorf), vor allem um den Zombies in den Städten zu entkommen. Die sozialistische Abgabenschraube hat sich aber immer weiter zugedreht, die Einheitsmeinung wurde immer unausweichlicher, das Allgegenwärtige „das ist halt so“ wurde mir immer unerträglicher. Eines Tages sagte mir der Zweigstellenleiter der Sparkasse, dass er die Leute, die einen positiven Gesamtsaldo in seiner Zweigstelle haben an einer Hand abzählen kann und ich davon der Einzige bin, der noch nie einen Überziehungskredit gebraucht hat. Dabei ist mir fast das Gesicht runter gefallen. Ich dachte der will mich verarschen oder mir irgendwas andrehen. Kurz danach begann ich meiner Ersparnisse zu globalisieren, um notfalls durch den Hinterausgang des neuen „antifaschistischen Schutzwalls“ raus schleichen zu können. Einige Jahre später hieß es dann Adios Deutschland. Es gibt kein Leben im Sozialismus – nicht für mich. Es ging mir ähnlich wie Susanne Kablitz:

[…]Es gibt diesen Tag im Leben eines jeden Menschen, wo er sich einer Sache definitiv sicher ist. Wo er genau und 100%ig weiß, dass es so kommen wird wie er es sich niemals gewünscht hat. Ein solcher Tag ist auf der einen Seite bedrückend, auf der anderen ungemein befreiend. Denn man weiß, dass man gegen den Fortgang der Geschichte nicht ankommen wird. Egal, was man schreibt oder sagt oder tut. […]

https://susannekablitz.wordpress.com/2017/02/10/dieses-land-ist-unrettbar-verloren/

Keine Sorge, ich habe vor dem Rest der Menschheit noch mindestens 20 Jahre auf die Nerven zu gehen 🙂 Aber ich habe festgestellt, dass ich immer weniger Lust habe auf Politik einzugehen. Ich habe keine Lust mehr feministische Texte (oder anti-feministische Texte) zu analysieren, zu kritisieren, Daten und Fakten für oder gegen die ein oder andere Seite zu sammeln. Ähnlich geht es mir bei den Themen Nationalismus, Sozialismus, Globalismus, libertäre Philosophie usw. Nicht weil die Themen uninteressant sind, oder weil schon alles gesagt wurde. Nein, weil die Zombies im Zug Richtung totalitärem Sozialismus sitzen, es sich darin halbwegs gemütlich gemacht haben, und weiter fahren werden bis zum Poller. Alle Notbremsen sind inzwischen ausgebaut (Migrationspakt). Wie jeder Sozialismus wird es brutal und tödlich werden, und egal, wer auf welcher Seite kämpft, am Ende ist ziemlich alles kaputt, inklusive der Überlebenden.

Das Frustrierendste bei den politisch in die libertäre Richtung reisen Wollenden, ist der fehlende Wille zur Zusammenarbeit. Es gibt da noch mehr Puristen, als bei den Kommunisten. Wenn die in Freiburg in den Zug nach Hamburg einsteigen, und einige auf halbem Weg nach Rotterdam umsteigen, werden die genauso bekämpft, wie Leute, die in die wirklich gegensätzliche Richtung wollen. Unterwegs steigen dann einige zu, die mit den Grundprinzipien des Libertarismus aber nichts am Hut haben. Das sind die Drogenfetischisten, die Zentralbanksbekämpfer, die Ausweisgegner, um nur einige Beispiele zu nennen. Die in Hamburg Angekommenen sind völlig zerstritten über ihre Partikularinteressen und wissen gar nicht mehr warum sie überhaupt dorthin gefahren sind. Und dann gibt es, wie zeitweise auch in den Kommentaren, die „Meiner“, die nur Meinungen haben, diese als unverrückbare Fakten ansehen, aber den Abgleich mit der Realität scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Faktenbefreite Diskussionen mit „Meinern“ sind meist reine Zeitverschwendung.

Ich überlege mir derzeit aus dem Rhythmus von 1-2 Beiträgen pro Woche auszubrechen und mich mehr aufs literarische zu verlegen. Das wird wahrscheinlich ein Gestolpere sondergleichen. Aber solche Blogs wie meiner, auch wenn sie 1000 mal größer sind, wie z.B. Danisch, Philosophia Perennis oder Achse des Guten, erreichen keine Kehrtwende in der Zombie-Bevölkerung. Allerdings wenn mich einer morgen vom Motorrad abschießt, wäre es mir wohler ich hätte einen Beitrag zur Kultur hinterlassen, anstatt einen Beitrag zur Politik. Wie das Claas Relotius Skandälchen zeigt, ist die breite Masse durch ein eingängiges Narrativ, welches mit der Realität nichts zu tun haben muss oder diese sogar negiert, sehr viel effektiver beeinflussbar, als mit Fakten, Fakten, Fakten. Und das selbst dann, wenn jeder weiß, dass alles gelogen oder frei erfunden war.

Bild: https://pixabay.com/en/statue-communist-communism-monument-1287398/

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21 thoughts on “Auf das Chaos folgt die Diktatur

        1. Das ist ja gerade die Dichotomie und der Grund warum die Babyboomer garnichts tun werden. Ein Teil der Boomer ist schon in Rente, der Rest folgt in den naechsten 12-13 Jahren. Die wollen zum Grossteil eine angenehme Rente gezahlt bekommen, egal von wem. Deshalb hat die Nummer mit den “Fachkraeften” ja erst mal funktioniert. Ca. die Haelfte erbte schon oder wird noch erben. Andere wie ich, sind Kapitalisten. Die wollen eine nicht-allzu-volatile schoene Rendite, keinen Kapitalmarktcrash, keine franz./russische Revolution. Der Grossteil der Waehler ist Rentner oder wird bald einer. Deshalb machen die Altparteien auch fuer die Politik, inkl. unhaltbarer Versprechungen.

          Den Systemcrash haette ich mir in den 70/80ern gewuenscht. Selbst wenn der Betriebsrenten- und BfA-Scheck mal kommt, sind 80% meines Einkommen immer noch aus Kapitalanlagen. Ich persoenlich habe nichts von einem Crash, ganz im Gegenteil.

          Mit Warren Buffett: It’s class warfare, my class is winning, but they shouldn’t be.

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        2. Der naechste Bankencrash der Banken in Europa ist ausrechenbar (siehe 1. Absatz im Text). Die FED hat das erkannt und erhoeht die Zinsen, auch wenn Trump das Rumpelstilzchen gibt. Die EZB wird wie bisher noch mehr Geld drucken und die EU wird weitere restriktive Regeln durchsetzten. Die EU wird der Sowjetunion immer aehnlicher (EUdSSR). Bis so eine EUdSSR aber zusammenbricht kann einige Zeit vergehen – wie z.B. ca. 70 Jahre bei der UdSSR.

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  1. Schade, dass du dich aus den genannten Themengebieten zurückziehen möchtest. Mir fällt es irgendwie schwer, mir einen luisman mit tiefliegender Lesebrille als unsichtbaren Part eines literaischen Quartetts bzw. via Arte zur Neuntonmusik referierend vorzustellen.

    Dennoch viel Glück für dein Vorhaben. Persönlich denke ich, wenn auch selbst immer noch nicht zurück an der Schreibfront, dass es ein Fehler sein könnte zu vermuten, dass man eh nichts ausrichten kann.

    Ob man möchte oder (vielleicht auch) nicht, man trägt mit jedem kleinen Ritzel dass Beiträge anschieben eben doch dazu bei, dass sich in der s.g. Herrschenden Meinung sukzessive etwas ändert. Und sei es nur durch Verweise via anderer Kommentatoren in den Leserbriefspalten der Medien.

    Das Ganze ist eben doch mehr, als die Summe seiner Einzelteile, davon bin ich ziemlich überzeugt. Nur bei dem leider nicht so kleinem Heer der Deppen, die wie trottelige Schafe Mutter Staat zottelig hinterhertrotte(l)n sicherlich nicht.

    Aber die hören sowieso Schweinesahne Fischgräte und halten sich für Intellektuelle. Nutzvieh eben, dass sich auf Jahr und Tag weiter reflektionsfrei für dumm verkaufen lässt – bzw. sich in tiefster Dummheit an den Zitzen nuckelnd festsaugt.

    Insofern teile ich da deine pessimistische Prognose, akzeptiere diese aber nicht.

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    1. Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Mit den Gewinnen der AfD stieg die Hoffnung bei mir. Die kommen aber nicht in die Poette mit ihren zu vielen Durchgeknallten. Sich nur an den Immigranten abzuarbeiten ist eben noch lange kein politisches Programm. Und die CDU mit AKK ist auch mittelfristig kein potentieller Koalitionspartner.

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      1. Migration ist die Mutter aller Probleme. Das ist ein Satz von dem ich 100% überzeugt bin, dass er richtig ist. Dazu kommt natürlich noch der Feminismus und dieser Quatsch. Beide Gruppen „Feministen“ und „MassenMigranten“ sind im Herzen tiefste Sozialsten. Die immer steigende Abgabenlast hat sehr viel mit diesen beiden Personengruppen zu tun. Insofern ist der Fokus auf das eine Thema durchaus relevant, weil du damit (vermutlich) die meisten Personen erreichst. Natürlich kann man argumentieren, dass man den einen oder Wähler verschreckt, ob der Tonlage. Aber wer sich davon angesichts der Lage verschrecken lässt, dem ist nicht mehr zu helfen. Soll man weiter schreiben oder nicht? Gute Frage. Hatte mich auch ein bisschen zurückgezogen und dann doch wieder angefangen. Vielleicht erreicht man doch den einen oder anderen. Auch wenn ich mir beim Umschauen manchmal wie im Irrenhaus vorkomme. Da sind Leute die Glauben jeden Scheiss. Einfaches Beispiel: Vermieterin klingelt alle Parteien durch, da bei uns in der Tiefgarage das Rolltor nicht funktioniert und nicht schließt. In der Tiefgarage aber auch Fahrräder sind und die geklaut werden könnten. Zudem kommt man durch Tiefgarage ins Haus. Soweit so gut. MUTiger Nachbar weist daraufhin, dass bei uns schon nicht eingebrochen wird, da in der Nähe politische Prominenz wohnt. Mein Hinweis, dass das die Nachbarin von Herrn Scholz wohl auch gedacht haben, würde mit einem Stirnrunzeln beantwortet. Die Denke ist weit verbreitet, dass alles so bleibt. Das es niemals mehr zu einer Rezession mehr kommt. Das die Migranten irgendwann mal einen positiven Wertschöpfungsbeitrag leisten werden. Das die Rente sicher ist. Das Aktionäre alles böse Spekulanten sind. Das es alles Cum—Ex—Steuerhinterzieher sind.
        Lichtblicke gibt es immer wieder. Die aktuelle Situation beim Lügel. Vielleicht geht dem einen oder anderen ein Licht auf. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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        1. Migration und Invasion sind verschieden. Migration in ein (weitgehend) unbewohntes Gebiet ist OK, Migration in ein bereits dicht besiedeltes Gebiet ist eine Invasion. Feminismus im Sinne von Selbst-Emanzipation, aufgrund des automatisierten Haushalts finde ich immer noch OK. Feminismus im Sinne von: ich will Geld, Rechte, etc., nur weil Frau, ist immer schaedlich.

          Ich bin ja auch in den Blog eingestiegen mit Anti-Feministischen Themen, und danach mit Anti-Immigrations-Themen (obwohl ich selbst seit ca. 15 Jahren im Wahlland der Auslaender bin). Ich halte beides inzwischen fuer Folgeprobleme eines uebertrieben altruistischen Sozialismus. Und dieser Sozialismus ist nicht wegen der Armut oder Unterdrueckung der Arbeiter entstanden (marxistisch), sondern aus dem Ueberfluss der Industriegesellschaften. Aus der Idee, dass man es sich leisten kann auch die Schwachen eine zeitlang mit durchzuschleppen, wurde der Zwang jeden Nichtsnutz dauerhaft durchschleppen zu muessen. Das hat evolutionaere Auswirkungen, welche die Gemeinschaft dauerhaft schwaechen und, in letzterem Fall, zum Grossteil vernichten.

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        2. PS: Ich kritisiere die AfD nicht, weil sie das Migrationsthema hart angeht, sondern weil ihnen das darunter liegende Grundproblem nicht klar ist. Ich kritisiere Hoecke (oder manchmal Gauland) nicht, weil er mal wieder “herum-hitlert”, woraus ich nur schliesse dass er weder besonders weise, noch besonders intelligent ist. Hoecke ist ein Sozialist, der Sozialprogramme sogar noch ausbauen will. Gauland hat keine Bestrebungen Sozialprogramme abzubauen. Ja klar, fuer bestimmte Gruppen, wie Gender, Auslaender usw. lehnen die Sozialprogramme ab, aber fuer die Bio-Deutschen eben nicht.

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        3. Feminismus ist ein Schwindel. Warum? Ich glaube Danisch hatte es auf den Punkt gebracht, dass erst mit dem massiven Einsatz von elektronischen Haushaltsgeräten Frauen sich verstärkt diesem Schwindel zuwendeten. Da hatten viele von Ihnen Zeit. Zuvor war Haushalt machen richtig Arbeit. Dazu kamen Dinge wie Einwecken u.ä. Nur die Oberschicht bzw. obere Mittelschicht konnte sich Haushaltshilfen leisten, so wie man es ja auch in Lateinamerika noch kennt. In der Unterschicht müssten auch Frauen zum Teil mitarbeiten bzw. bevor sie arbeiteten. Das kann jeder anhand der Statistischen Jahrbücher überprüfen. Ende der 20er, Anfang der 30er stieg das anteilige Verhältnis nochmal kräftig, weil Frauenjobs weniger von der Weltwirtschaftskrise betroffen waren, als Männerjobs.
          Frauen der Oberschicht bzw. oberen Mittelschicht hätten durchaus arbeiten können, das haben Sie nicht. Und in den 50er und 60er Jahren stieg der Hausfrauenanteil nochmal kräftig, die nicht viel zu tun hatten. Daraus erdichteten die Weiber, die keinen Mann fanden, diesen Schwindel Feminismus und die Legende, dass Frauen früher nicht arbeiten durften.

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  2. Tatsächlich ist es ein klein wenig komplizierter. Ich bin auch für den Kapitalismus. Grundsätzlich. Aber seit ca. 15 Jahren haben wir einen sehr ungesunden Turbokapitalismus, der nur ein paar wenigen Grossunternehmen, Ceo’s, und Banken “hilft”. Viele CEO’s, Bankmanager und Anlageberater sind grössenwahnsinnig geworden. Gleichzeitig kam aus der EU immer mehr “Gegängel” in Form von Auflagen,
    Überwachung, Kontrollen, Verordnungen, was viele Kleinunternehmer in die Knie Zwang. Mit andern Worten, die Kriminalität ist “legal” bei den Grossen angekommen, während die Mittelschicht immer für die Verluste dieser “Riesen” zur Kasse gebeten wurde. “Too big to fail”. Abwälzung der Verluste auf den Steuerzahler. Die Steuereinnahmen wurden dann wieder an “Dritte” verteilt; immer mehr Abgaben, bis es sich kaum mehr lohnte, einen Kleinbetrieb zu führen, oder gar mittlerer Angestellter zu sein. (Kündigung mit spätestens 50) Arbeit wurde zudem in billigere Länder ausgelagert, etc. etc. Dies alles hat den Unmut in der Bevölkerung hochgeschaukelt. Nicht grundlos. Die Finanzkrise hat ihr übriges getan. Das hat dann eben zum “Staatssozialismus”, resp. zur Abhängigkeit vom Staat geführt. Und Nein, auch da sind nicht die Feministinnen schuld. Soviel Macht um solche Milliardenvermögen herumzuschicken und zu verlochen hatten die nie. Wir ernten jetzt die ungute Saat von vielen vielen falschen Entscheidungen. Und die Machtelite samt Politik macht weiter so; da sie gar keinen Ausweg mehr sehen aus dem selbstverschuldeten Loch, das sie gruben. Und ja, vermutlich wird alles in einem nicht gewollten Sozialismus enden, wo die Mehrheit verarmt ist und am Tropf des Staates hängt. Die “Löcher” werden jetzt mit gefährlichen Migranten und Fiatgeldern gefüllt. Prost Mahlzeit. Da sind die Feministinnen jedoch weniger Ursache als Wirkung, somit laute Mitbetroffene, die z.T. auch noch nicht mitbekommen haben, was da eigentlich abgegangen ist. Ihre Einstellung zu Sex mag da eher zweitrangig sein. Bei Überlastung, ständigem Stress und Angst vor Arbeitsverlust oder finanziellem Abstieg hat dies auch Einfluss auf die (weibliche) Sexualität. 100Pro.

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  3. PS: Ich bin (Alt)-Feministin, nicht gekentert und ganz sicher keine Linke oder Sozialistin. Ich werde somit von allen Seiten angegriffen. Den “Neo-Feministinnen”, den Männern, den Linken, den Armen, den Reichen, den Neuzuwanderern und dem unmutigen Rest. Denke auch, dass ich irgendwann auswandern muss. Nur wohin?

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    1. Uruguay, Neuseeland (wobei es da gefährlcih sein kann für Normalos, die Superreichen sollen das als Hideout für Krisen ausgewählt haben), Australen

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