Der Wille zur Macht ist extremistisch

Der Aufwand und die Anstrengungen im Kampf gegen rechts steigen nicht etwa, weil es immer mehr und immer extremere Rechte gibt. Es liegt einfach nur daran, dass es immer mehr Linke gibt, mit denen sonst nichts anzufangen wäre.

Linke sind Evolutionsverhinderer

Darwin erkannte, dass die Umweltbedingungen darüber bestimmen, welche Genvarianten, welche Phänotypen sich in einer Gesellschaft vermehren und welche aussterben. Diese Evolution aller Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen verändert ganz langsam die Umwelt selbst, und damit die Voraussetzungen für weitere Evolution. Abgesehen von willkürlichen Naturereignissen (Fluten, Dürren, Vulkanausbrüchen, etc.) schreitet die Evolution nur sehr langsam voran. Meist dauert es Jahrhunderte und Jahrtausende bis sich neue, klar unterscheidbare Gruppen von Phänotypen herausbilden, noch länger wenn es sich um neue Arten handelt.

Anfangs haben sich Menschen wie die Tiere verhalten. Wenn sich die Umweltbedingungen zu stark veränderten, sind sie einfach migriert und haben neue Gebiete, die vorteilhafter waren, besiedelt. Seit der Erfindung der Landwirtschaft haben Menschen die Umwelt massiv verändert. Gute Bauern konnten ihre Kinderschar durchfüttern, schlechte Bauern starben aus. Seit ca. 200 Jahren findet die industrielle Revolution[1] statt, welche die Umweltbedingungen noch stärker verändert hat. Im Zuge einer darwinistischen Evolution sollten diejenigen, die sich am besten anpassen können, erfolgreich sein und sich stärker vermehren, als diejenigen, die nicht mithalten können. Aber diese Evolution ist uns zu schnell gegangen. Vom Jäger und Sammler zum Bauern: 150.000 Jahre. Vom Bauern zum Industriemenschen: 20.000 Jahre. Vom Industriemenschen zum {wer weiß was?}: 200 Jahre? – ich würde mit mindestens 2.000 Jahren rechnen.

Die Gegenrevolution war nicht technisch, sondern sozial. Witzig, dass Evolution und Revolution sich nur durch das vorgestellte R unterscheiden. R für rückwärts? Durchaus. Linke sind die „echten Konservativen“, da sie etwas erhalten wollen, was überholt ist. Marxismus und Sozialismus laufen darauf hinaus, dass Leute, die sich nicht anpassen können, durchgefüttert werden und deren Kinder ebenfalls. Es ist indikativ, dass der Marxismus sich vor allem in Agrarstaaten durchsetzte und keiner dieser Staaten durch besondere Innovationsdichte auffiel. Im Gegenteil. Marxistische und maoistische Staaten wurden von den westlichen Industrienationen um Längen geschlagen. Bis heute sind die technischen Innovationen von z.B. Russland und China im wesentlichen vom Westen kopiert und geklaut. Die Balance ändert sich nur dadurch, dass „der Westen“ seit Jahrzehnten immer sozialistischer wird. Seitdem Russland und China seine jeweiligen sozialistischen Ausflüge massiv eingeschränkt (großteils beendet) hat, entfaltet sich dort wieder die Innovationskraft der Menschen.

Inzwischen wundere ich mich nicht mehr, dass Linke sich gegen die Naturwissenschaften, selbst gegen die Biologie wenden. Der kollektivistische Wille zur Macht hat nichts mit hochentwickelter Technologie zu tun, sondern viel mehr mit Affenhorden, die sich psychologisch leicht steuern lassen. Das Vorwärts, die sog. Progressivität, die angebliche Innovation der Linken hat keine Grundlage in den Naturwissenschaften. All der Aktivismus ist nur psychologische Lenkung der Massen. Das einzige Ziel ist, die Produktiven auszurauben, um die Unproduktiven durchzufüttern.

[1] Ich sehe die sog. „digitale Revolution“ nicht als etwas Separates, sondern als eine Fortsetzung der industriellen Revolution. ‘Bits’ und Computer produzieren nichts, was der Mensch essen, anziehen oder darin wohnen könnte.

Nietzsche – der Wille zur Macht

Über die Bedeutung dieses Ausdrucks aus Nietzsches Hauptwerk streiten sich Philosophen noch heute. Für mich ist es ein Plädoyer für individuelle Autarkie, für maximale Freiheit, und damit der Gegenpol zu Abhängigkeit und Ohnmacht. Es ist eben nicht der Wille zur Macht über andere Menschen, wie es vor allem die Nazis interpretierten.

Auch ist Nietzsches Begriff Übermensch nicht so zu verstehen, dass es grundsätzlich überlegene Menschen oder Rassen gibt, was sie dazu berechtigt über unterlegene Menschen zu herrschen. Der Grundgedanke ist, dass die Funktion des Menschen im Sinne der Evolution ist, sich selbst durch bessere Phänotypen und schlussendlich durch eine überlegene Gattung/Spezies zu ersetzen. Die Gedanken von Nietzsche dazu, wie man diese Evolution fördern und erreichen könnte, werden oft als Biologismus beschimpft. Man muss berücksichtigen, dass die biologische Wissenschaft zu Zeiten Nietzsches in Bezug auf Züchtung fast nur auf den Erfahrungen aus der Tierzucht beruhte. Neue Erkenntnisse vor allem aus der Evolutionsbiologie und Evolutionspsychologie zur Diffamierung von Nietzsche zu missbrauchen ist billig – vor allem, wenn man wie z.B. Linke, aus ideologischen Gründen (Gender&Co) die biologische Wissenschaft weitestgehend ignoriert.

Der Wille zur Macht des Übermenschen befähigt ihn zu besonderer Selbstbeherrschung und Selbstentfaltung. Das steht im eklatanten Gegensatz zum „neuen sozialistischen Menschen“, den die Linken herbeizaubern wollen. Der „neue Mensch“ im Sozialismus ist immer abhängig und ohnmächtig im Verhältnis zur ‘Gemeinschaft’, zur Kolchose, zum Kollektiv. Individualismus wird dem sozialistischen Menschen nicht zugestanden. Er braucht allerdings Selbstbeherrschung, sonst landet er im Gulag. Die Schneeflöckchen Generation, die sich derzeit auf den Schulen und Unis austobt, ist zur Selbstbeherrschung kaum fähig und der Meinung, von anderen Geld und Arbeit zu fordern wäre Selbstentfaltung. Alle wollen sie Rechte, die Pflichten sollen gefälligst andere erfüllen.

Was für Einer bist DU? Kannst du dich selbst beherrschen ohne Fremdherrschaft? Bist du willens und in der Lage dich selbst zu entfalten, mit all den Rückschlägen, Fehlern und temporären Nachteilen, die das mit sich bringt? Oder lebst du lieber nihilistisch, vom Geld welches du anderen Leuten wegnimmst?

Extremismus

Der Wille zur Macht ist extremistisch?

Die Linken wollen vor allem Macht über andere Menschen. Wer sonst redet von ‘Umerziehung’? Man will nicht nur die eigenen Fleißigen dazu umerziehen grenzenlos alles ‘freiwillig’ abgeben zu wollen, was die nicht zum nackten Überleben brauchen. Man versteigt sich sogar in die Utopie den moslemischen Einwanderer umerziehen zu können, so dass er seine Ehre, seinen Familiensinn, seinen Gottesglauben ablegt, um dem Sozialismus zu dienen. Beides funktioniert nicht.

Sogenannte Rechte – und ich meine nicht Radikal-Libertäre, sondern National-Sozialisten – unterscheiden sich nicht großartig von den Linken.

Libertäre gehen mit Nietzsche d’accord, denn sie wollen nicht Macht über andere, sondern maximale Macht über sich selbst. Die Freiheit liegt eben nicht „irgendwo da draußen“, man wird sie dort nicht finden, kann sie nicht aufheben und sein eigen nennen. Die Freiheit gilt es erst mal in sich selbst zu erringen, indem man sich aus Abhängigkeiten befreit, indem man die Gründe für seine Ohnmacht beseitigt. Das ist auch Extremismus, aber anderer Art. Bei diesem libertären ‘Extremismus’ müsste man niemanden ins Gulag oder Arbeitslager stecken, und auch niemanden (über Steuern und Abgaben) systematisch bestehlen.

Reicht es dazu ein Gesetz zu schreiben, so nach dem Motto: „Freiheit für alle und immer“? Absolut nicht. Deine Freiheit musst du dir selbst – in dir selbst – jeden Tag wieder erkämpfen und nach außen verteidigen. Wenn du das nicht tust, verlierst du sie. Ein freier Mensch ist ein Extremist, vor allem aus Sicht der Kollektivisten.

Bild: https://pixabay.com/illustrations/man-human-evolution-body-3579185/

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10 thoughts on “Der Wille zur Macht ist extremistisch

  1. Genau so ist es! Dem ist nichts mehr beizufügen. Es ist letztlich der Macht- und Aufmerksamkeits-Hunger der heutigen Zeit, welcher das Rad schneller zurückdrehen wird, als uns allen bewusst ist. Der “linke” Fehler ist, dass er für Alle (andern) Entscheidungen trifft und Macht “über” anstrebt, statt Eigenmacht zu fördern. Das Ende ist deshalb bereits absehbar.

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    1. Mache ich nicht, da rechts und rechtsextrem von den MSM mit Nationalsozialismus gleichgesetzt wurde. Das macht gar keinen Sinn. Die Zuordnung entstand durch die Sitzordnung im franzoesischen Parlament. Rechts waere dann die Aristokratie. Im politischen Kompass waere extrem rechts ein Radikallibertaerer (quasi ein Hyper-FDP’ler).

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      1. die Mainstream Medien machen generell selten Sinn 😉
        Auch nicht zu verwechseln: Liberale wie die FDP und “Liberals” auf Englisch…denn bei den Amis sind die liberals die Linken.
        Die Amis unterscheiden schon eher zwischen right wing und far right, was man so liest.
        CNN, NBC und co ist alles “liberal media” – so wie bei uns so ziemlich alle Sender.

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        1. Deutsches Fernsehen finde ich generell unertraeglich. Wenn ich einige Schnipsel der MSM auf YouTube anschaue, ist es meist von FOX, und da auch nur von 2-3 Moderatoren, die Hirn haben.

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  2. Kannst du dich selbst beherrschen ohne Fremdherrschaft? Bist du willens und in der Lage dich selbst zu entfalten, mit all den Rückschlägen, Fehlern und temporären Nachteilen, die das mit sich bringt?

    Ja. Ja! JA!
    Ich bin/war Unternehmer. Ohne diese Eigenschaften kann man kein Unternehmer sein.

    Darum sind Unternehmer bei Linken auch so verhasst. Und weil die landläufige Journalistenmeinung so dominiert, werden Unternehmer stets als selbstsüchtige Ausbeuter dargestellt.
    Dabei ist das Gegenteil wahr: Als Unternehmer schätze und belohne ich Fleiß und Einsatzwillen anderer. Durch gute Entlohnung, unverzügliche Bezahlung von Rechnungen und Folgeaufträge.
    Die, die Unternehmer als Ausbeuter bezeichnen sind meist die, die jeden Miniparagraphen des Arbeitsrechts zu Ihrem Vorteil kennen, aber nicht bereit sind, auch nur einen Beistrich mehr zu erfüllen, als im Arbeitsvertrag steht, wenn mal Not am Mann wäre. Dabei ist unternehmerischer Erfolg weniger juristisch erzwingbar als eine Sache der Mentalität.

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