Warum wir die Kultur verloren

Immer wieder wird gefordert, dass die Immigranten sich an unsere Kultur und Gebräuche anpassen sollen, neudeutsch sich integrieren sollen. Es fiel aber nicht nur den Extrem-Linken auf, dass so etwas wie eine deutsche Kultur zwar historisch existierte, aber praktisch kaum noch gelebt wird.

Wie kann sich eine Kultur entwickeln, wenn ein großer Teil der Bürger sich täglich 8 Stunden bei einer fremdbestimmten Arbeit abstrampelt, müde und gestresst nach Hause kommt, und meist weder die Zeit, noch das überschüssige Geld hat, an einer wie auch immer gearteten Kultur teilzunehmen. Die meisten schieben den Fertigfraß in die Mikrowelle, Bier auf, plumpsen aufs Sofa, schalten die Glotze ein und schaffen es kurz vorm Einschlafen noch ins Bett.

Andererseits geht es uns – nach fast allen Maßstäben – tausend Mal besser, als den Leuten, die die Notre Dame bauten, die Aquädukte und Tempel bauten, oder Pyramiden. Wenn wir im Schnitt so viel reicher sind als jede Generation vor uns, warum schaffen wir es dann nicht unsere Kultur zu erneuern, auszubauen, oder auch nur zu genießen? Das letzte Denkmal welches sich die westliche Kultur selbst gesetzt hat, war zum Mond zu fliegen. Die NASA und andere Weltraumforscher sind derzeit wohl nicht in der Lage einen Mondflug hinzukriegen, geschweige denn Menschen zum Mars zu bringen.

Nicht nur können wir uns selbst keine Denkmäler mehr bauen, sondern wir können das Erreichte schon nicht mehr wiederholen. Der Mondflug ist ein Beispiel, oder der vielleicht unmögliche originalgetreue Wiederaufbau von Notre Dame. Der Berliner Nicht-Flughafen, tausende Brücken und Straßen, Schulen, Universitäten sind weitere – eher praktische – ehemalige Errungenschaften, die wir schon hatten und wieder verlieren. So wie bei den Römern die Aquädukte langsam zerfielen, zerfällt bei uns die gesamte Infrastruktur.

Ist Euch schon aufgefallen, dass die weltbekannten Interpreten klassischer Musik fast ausschließlich Russen und Chinesen sind (tlw. auch mit deutschen Pass)? Eine Masterclass von Lang Lang machte mir wieder bewusst, was es bedeutet ein Künstler zu sein, anstatt ein hochpräziser Roboter, der ein Klavierstück fehlerfrei spielt. Manche (Kulturbanausen) fragen, was das ganze Zeug eigentlich soll, warum so viel Geld ‘hinausgeworfen’ wird, für eine Symphonie welche nur von Eliten gehört wird, für ein Ölbild welches nur Müßiggängern zugänglich ist, für eine Kirche in die eh keiner mehr geht, für eine Flagge auf dem Mond oder Mars worauf kein Mensch leben kann.

Wie gesagt, es sind Denkmäler einer Kultur an sich selbst, an ihre eigene Großartigkeit, ein Sich-Selbst-Feiern. All das geschah in Kulturen, die massenhaft Überschüsse erwirtschaftet haben und es sich leisten konnten etwas unproduktives, unnötiges damit zu tun, nur um sich selbst abzufeiern. Es wird heute oft negativ interpretiert, also dass der Mondflug nur die militärische Übermacht der USA demonstrieren sollte, die großen Tempel, Kirchen, Pyramiden nur der Demonstration religiöser Macht dienten, und Musikstücke, Statuen, Ölbilder nur den Reichtum der herrschenden Klasse untermauern sollten. Viele unserer, manchen nutzlos erscheinenden, Kulturdenkmäler hatten allerdings den Nebeneffekt, dass neue Technologien entwickelt wurden, ohne welche die künstlerische Leistung nicht möglich gewesen wäre. Der andere kleine Nebeneffekt ist, dass die Leute, die nicht zum Erfinder oder Künstler taugen, zumindest mithelfen können und dabei ihr Brot verdienen.

Die Politik des Zwangs tötet jede Kreativität

Rom im Endstadium, alle kommunistischen Staaten, Staaten welche nur an Krieg und Ausdehnung interessiert waren, haben ihre eigene Bevölkerung unter Zwang so lange ausgenutzt, bis die flohen oder die Staaten zusammenbrachen. ‘Integration’ ist ein tödliches Spiel, wenn die zu Integrierenden nicht mitmachen wollen. Ausgrenzung ist ebenfalls ein tödliches Spiel, wenn sich die Ausgegrenzten nicht woanders freiwillig integrieren können. Keines davon ist an sich nur gut oder nur schlecht. Wie bei vielen Dingen im Leben, bedarf es einer vernünftigen Balance.

Lang Lang rief mir noch einen anderen Gedanken ins Gedächtnis. Computerisierte Präzision wird auf Dauer langweilig. Für den Erhalt, die Erneuerung, den Ausbau einer Kultur taugt das nicht. Wir benötigen die Kreativität Einzelner um eine Kultur zu haben. Abstrakte Kunst nach dem Motto „blaue Leinwand“ ist nicht künstlerisch; ein 3 Jähriger könnte das hinkriegen, und selbst dem wäre das zu langweilig. Oder “Wildes Geschmiere“, wie ich das bislang teuerste Gemälde der Welt bezeichnen würde. Heutige Popmusik ist derart langweilig, dass ich meist nach 30 Sekunden abschalte. Kein Wunder werden David Bowie, Bands wie Queen, Yes, Genesis etc. heutzutage schmerzlich vermisst. Unsere neuen Gebäude sind eckige Kästen aus Glas, Stahl und Beton. Der sogenannte Architekt muss dann stundenlang von seiner angeblichen Kreativität erzählen. Bei einer alten Kirche, oder Abu Simbel muss keinem erklärt werden wo da die Kunst ist. Das sieht man auf Anhieb.

Vollautomatisierter Luxus-Kommunismus

Ours is an age of crisis. We inhabit a world of low growth, low productivity and low wages, of climate breakdown and the collapse of democratic politics. A world where billions, mostly in the global south, live in poverty. A world defined by inequality.

The plummeting cost of information and advances in technology are providing the ground for a collective future of freedom and luxury for all.

Aus : https://www.nytimes.com/2019/06/11/opinion/fully-automated-luxury-communism.html

Der wieder mal aufgewärmte Traum des globalen Kommunismus, erweitert um die Utopie, dass dann, entgegen aller bisherigen Erfahrungen, alle im Luxus leben. Aaron Bastani, der höchst eloquente Vollidiot, der das in der New York Times schrieb, hat, wie alle, die immer wieder und immer noch vom Kommunismus träumen, keine Ahnung wovon er spricht. Gut dass es Breitbart gibt, worin die von der Jew York Times immer wieder publizierte Kommunismus-Propaganda mal aufs Korn genommen wird.

Die Möchtegern-Kommunisten setzen darauf, dass die schlausten Köpfe der Welt, im Rahmen des Kapitalismus Kunst, Kultur und Technologie weiter vorantreiben, und sie nachher diese Errungenschaften einfach kollektivieren, d.h. enteignen können. Im Grunde verstehen die schon, dass im Kommunismus (ob mit Luxus Utopie oder ‘real existierend’) kein Schwein mehr daran interessiert wäre sich täglich und jahrelang in einem Unterfangen abzurackern, wenn er am Ende alles weggenommen bekommt. Dafür gibt es ja die Zwischenstufe Sozialismus, in der ein Leistungsträger immer noch ein wenig mehr hat, als der faule Sack, der sich den Luxus-Kommunismus herbeisehnt.

Nicht nur leben diese Utopisten in einer anderen Realität, sie müssen auch, um ihrer Träumereien aufrecht zu erhalten, die Realität falsch beschreiben. Niedriges Wachstum haben wir, weil der Sozialismus so viel umverteilt, dass es sich kaum lohnt etwas neues aufzubauen. Unsere Produktivität ist die höchste die es jemals gab, und könnte noch viel höher sein, wenn wir Bürokratie und viele unsinnige, ideologische Regelungen abbauen würden. Die Brutto-Löhne steigen jedes Jahr, die Netto-Lohne sinken, weil immer mehr umverteilt wird. Die sog. Klima-Krise ist frei erfunden, und Leute die die Welt de-karbonisieren wollen sollte man ins Irrenhaus stecken. Gerade der ‘globale Süden’ wurde durch Kapitalismus, Hilfsprogramme, Ausbildung usw. aus der absoluten Armut großteils heraus geholt. Hat sich der Idiot der NY-Times mal kommunistische Kunst angeschaut, mal festgestellt, dass die ‘kulturelle Revolution’ des Herrn Mao, es beinahe schaffte die alte chinesische Kultur komplett zu vernichten und rein gar nichts an deren Stelle setzen konnte?

Wir brauchen wieder mehr Darwinismus

Das Rezept für erfolgreiche, langandauernde Hochkulturen kann man einfach damit beschreiben: Lasse die Klugen und Erfolgreichen in Ruhe, schütze sie vor dem dummen Mob, und lasse sie reich genug werden, so dass sie viele Kindern haben, die zu 80% auch wieder klug und erfolgreich werden.

Faule und dumme Menschen sind nicht in der Lage eine Hochkultur zu erzeugen oder aufrecht zu erhalten.

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8 thoughts on “Warum wir die Kultur verloren

  1. Dieser grünverstrahlte, Klima-hüpfende, moralisierende sozialistische Gouvernanten-Mob hat es tatsächlich fertig gebracht, dass einem die Freude an Schönem, Kultur, Natur, Müssiggang, Musik und Literatur, ja auch gut Essen verleidet wurden. Wie genau sie das geschafft haben, versuche ich noch genau herauszufinden. Ja, irgendwie haben sie es sogar geschafft, einem die Lebensfreude abzusaugen.

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    1. Warum “herausfinden”, yvonne52 – einfach ignorieren und übergehen. Das mache ich mit aller Konsequenz schon seit Jahren. Und wenn es irgendein neues “Unwort” gibt, nun ja, dann nutze ich es eben erst recht – und zwar laut und deutlich.

      Es ist erstaunlich, was passiert, wenn man z.B. konsequent von Negern oder Zigeunern spricht und auch dazu steht, dass das Gegenüber in erster Reaktion zurückspringt.

      Einfach weitermachen und irgendwann staunen, wieviele Leute den Begriff anschließend selbst benutzen (bis auf die Dauerempörten vielleich – aber die sind das sowieso von morgens bis in den Abend).

      Nur Mut, trau dich einfach – ist gar nicht so schwer.
      Oder bist du eine “Opfer-Abo”-Frau? 😉

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  2. “.. Eine Masterclass von Lang Lang machte mir wieder bewusst, was es bedeutet ein Künstler zu sein, anstatt ein hochpräziser Roboter, der ein Klavierstück fehlerfrei spielt ..”

    Ja, genau das ist die Essenz bei solchen Dingen, selbst wenn man anerkennen muss, daß eigentlich die Asiaten absolute Präzisionsfanatiker sind. Theoretisch müsste das bedeuten, dass die Notation seelenlos und je nach Betonung und Länge exakt gleich gespielt wird. Nichts davon sieht man aber bei diesen Menschen in Videos – Sie hauen die Melodie mit einer Verve und Freude raus, dass es einen Genuss ist, dem Werk zuzuhören.

    Anders dagegen unsere deutschen Gründlichkeitsakrobaten, auch in der Musik. Da wird perfekt und akkurat gespielt aber mit einer Seelenlosigkeit, die seinesgleichen such. Man vergleiche nur mal Gottfried Böttger (†)) oder Axel Zwingenberger mit einem Herbie Hancock oder Jools Holland am Piano vergleichen. Die einen fliegen über die Klaviatur, die anderen spielen ihn wie den Radetzky-Marsch als vorgegebenes Etappenziel.

    Gleiches gilt bei Gitarrenspiel, wenn ein Deutscher solche Klassiker wie Mediterranean Sundance zu intonieren. Da stimmt jeder Ton, jede Note und das Tremolo wird mit einer Steifigkeit deutscher Feministinnen runtergezupft. Hier mal das Original:

    Den Vergleich erspare ich an dieser Stelle, es hat aber was von der dicken aus der Uckermark (Kostümschneider: Tsu Eng) versus Melania Trump!

    Hinzu kommt noch, was yvonne52 schon schrieb: Political Correctness, Lustfeindseligkeit bei Anderen (nicht bei sich, for sure). Und diese ganze Doppelbödigkeit der Forderer_Innen …

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  3. Ich meine die westliche Kultur ist auch in den oben genannten Bereichen nicht tot, nur wird duch die Neomarxisten immer das Falsche ansLicht gezerrt. Man lobt die desaströse Energiewende als Errungenschaft, während völlig untergegangen ist, dass es einem deutschen Forscher gelungen ist, ein Verfahren zu entwickeln, Wüstensand zum Herstellen von Beton verwenden zu können.
    Was die Interpretation von klassischer Musik betrifft, ist Harry Christophers and the Sixteen zu nennen. Es gibt einen BBC-Reihe, Sacred Music. Allein das jeweils 1,5 Minuten lange Intro in folgenden Links finde ich einfach zum Niedermknien.
    Den Rest würde ich genauso unterschreiben.

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  4. Habe so eine Ökokommunistin in der Familie. Autos sind zwar prinzipiell pfui, sie lässt sich aber schon gerne damit herumkutschieren. CO2 ist sowieso ein Wahnsinn, der letzte Griechenland-Urlaub war aber dringend notwendig.
    Da sie selbst immer aussieht, als würde Sie an einer Zitrone lutschen, ist Lebensfreude anderer sowieso verpöhnt und sollte zumindest hoch besteuert werden.
    Sie ist Veganerin, ihr Mann darf in der Küche natürlich kein Fleisch für sich selbst zubereiten, an guten Tagen, im Garten grillen, wenn sie mit Freundinnen unterwegs ist.
    Klingt stereotyp? Mag sein, ich beschreibe nur die Realität.

    In der Jugend ist das Hirn voll mit Sex, im Alter mit Kultur und Genuss. Manche verstehen halt RTL2 und McDo darunter.

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  5. Das größte Problem orte ich in der Fortschrttsfeindlichkeit der Linken: Deren “Fortschritt” ist ja für diese nur die Rückkehr zum gescheiterten Kommunismus, ein Künstler soll irgendeine Farbe hinschmieren, so lange er gegen Rechts ist. Aber Kunst wie Leonardo da Vinci, war eben auch gepaart mit Architektur und Wissenschaft, sowas will keiner mehr sehen/fördern von denen.

    Die Techniker sind zwangsläufig mit der Realität konfrontiert und damit nicht links genug, um in der Kulturszene zu bestehen.
    So driften Kultur und Technik auseinander, darum ist Kunst heutzutage auch handwerklich meist nichts Besonderes, Bestaunenswertes mehr! Darum muss in jede Schmiererei irgendwas hineininterpretiert werden, anstatt dass das Kunstwerk selbst das Statement ist.

    Links & Realität gehen nicht zusammen – Kultur ist aber bei uns immer Links und das Gegenteil ist eben nicht “rechte” Kultur, sondern unpolitische Kultur, Meisterleistungen in Wissenschaft – _das_ gibt es nicht mehr.

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