Märchenstunde

Totales Desinteresse an der Lügenpresse (von hier 😀 )

Den Großteil der sogenannten Nachrichten lese ich aus zweiter Hand. Das heißt ich lese die Blogs von Leuten, die aus mir kaum noch nachvollziehbaren Gründen, in und mit den täglichen Pressemeldungen der deutschen Medien versumpfen. Das ein oder andere Mal lese ich dann die Original-Nachricht bei Welt, Zeit, Spiegel, Bild, ARD/ZDF usw. Was interessiert mich auch, ob in 18 Flugstunden Entfernung mal wieder jemand auf offener Straße gemeuchelt wurde. Bei mir „um die Ecke“ passiert das nur den Ausländern, die sich entweder mit einer übermäßig gierigen Bardame langfristig einließen, oder glaubten, dass sie mit ihrem Halbwissen über Marktwirtschaft und bizznezz, dem lokalen Obermafioso in die Suppe spucken müssen.

Wenn ich dann mal einen Artikel der „Mainstream“ Märchenerzähler (aka Relotanten) durchlese, fühle ich mich an die Gebrüder Grimm (bzw. Heinrich Hoffmann) erinnert. Jaja, in meiner Kindheit gab es eben noch keine regenbogenfarbenen Einhörner, keine Puppen ‘Lutz’ und ‘Linda’ denen die Hosen runter rutschen, und auch keine Daddel-Handys. Da gab es den Suppen-Kaspar, der am 5. Tag tot war, den Daumen-Lutscher, der am Ende ohne Daumen dastand, den Zappel-Philipp, der den vollen Tisch abdeckte, den Hanns Guck-in-die-Luft, der fast ersoffen wäre, usw. Die Moral von der Geschichte war immer, benimm dich anständig, oder du bist bald tot oder am Arsch. Bei den Grimms gab es Prinzessinnen, Könige, Ritter, Zwerge, Wichtel, Nixen, Kobolde, Geister, Heilige, den Teufel, Wärwölfe, Drachen, Jungfrauen (wtf?), …

Auch vor über 200 Jahren gab es schon Frauen, die jung und schön waren, aber ums Verrecken nicht ins Bett wollten, und sich deshalb hässlich machten (Die Jungfrau mit dem Bart). Heutzutage laufen die vorwiegend an Unis herum und nennen sich radikale Feministinnen.

Das Märchen vom Fischer und seiner Frau bezeugt, dass man es dem „Weibe“ nie recht machen kann, und es immer damit endet, dass man schließlich wieder im Pisspott sitzt.

Als kleines Kind glaubte man die Sagen und Märchen vielleicht wortwörtlich, erkannte aber bald, dass es sich um eine Übertreibung oder erfundene Geschichte handelte, damit man sich der „Moral der Geschicht“ bewusst wurde. Den Job erledigen heute die Relotanten der Presse und des Rundfunks. Bei deren Geschichten steht die Moral schon fest, bevor die Story überhaupt geschrieben wurde. Wurde mal wieder jemand gemessert? Tja, neben der Verschleierung der meist moslemartigen Täter, ist wieder eine moralische Ermahnung an „das Pack“TM fällig, jetzt bloß nicht den „rechten Rattenfängern“ hinterher zu laufen.

Die so genannten Nachrichten der MSM aus den letzten Jahren sind gar keine mehr, sie sind die Interpretationen echter (oder erfundener) Ereignisse, die von links-grünen Haltungsjournalisten ideologisch brav zurecht-gebügelt wurden, damit sich der deutsche Michel bestätigt fühlt, irgend jemand „tut etwas“ gegen „das Böse“ auf dieser Welt. Dem Michel ist das meist ganz recht, denn er ist zum Fernsehabend schon ganz müde, von 8 Stunden sinnloser Arbeit, vom Durchforsten der Werbebeilage nach Billigangeboten, damit er sich von seinem mit 70% besteuerten Arbeitsentgelt auch mal „was leisten“ kann. Da hat er keine Zeit und Energie mehr gegen „das Böse“ zu kämpfen und ist ganz froh, dass Muttis Personal das im Bundestag oder im Fernsehen für ihn erledigt.

Der Michel hat auch nicht die Zeit und Energie mal nachzuforschen, ob ihm laufend irgendwelche Märchen aufgetischt werden. Auf jeden Fall will er, so erschöpft wie er ist, zu „den Guten“TM gehören, keinesfalls zu den Bösen. Nach der empfundenen Mühsal des Alltags muss er sich moralisch gut fühlen, ansonsten könnte er auf die systemwidrige Idee kommen, alles mal in Frage zu stellen. Für die meisten wäre das ‘in Frage stellen’, mit der potentiellen Erkenntnis, dass man die ganze Zeit belogen wurde, katastrophaler, als weiterhin in der Märchenwelt vor sich hin zu dämmern. Psychologisch katastrophal ist es für viele, wenn man Jahrzehnte lang an irgend einen Unfug geglaubt hat, und sich nicht daran gewöhnen kann, sich selbst für einen Idioten zu halten. So was ist Wissenschaftlern und sog. Experten vorbehalten, deren Job es ist täglich nachzuforschen, und danach im Fernsehen aufzutreten, zu erklären, dass sie bisher Deppen waren, das etablierte Wissen einfach falsch war, und die neuen Erkenntnisse jetzt ‘die Wahrheit’ sind. Der Michel wollte so was noch nie. Der wollte die Wahrheit entweder von der Kanzel gepredigt wissen, oder von den heutigen Ersatzpriestern eben vom Bildschirm. In dem Bewusstsein, dass der Wissenschaftler/Experte bisher genauso ein Depp war, muss man sich über sein bisheriges Unwissen nicht schlecht fühlen, und gehört gleich wieder zu ‘den Guten’ wenn man an die neue Predigt glaubt.

Die traditionellen Märchen von Hoffmann oder Grimm hatten einen Erziehungsauftrag. Genauso sehen sich die heutigen Relotanten. Warum sollte man für die Lügen Scham empfingen, wenn man doch etwas Gutes tut, das Volk gemäß Staatsauftrag ‘demokratisch erzieht’. Wenn man den selbst denkenden Bürger, der ohne Wissenschaftler/Experte-Zertifikat Lügen entlarvt, in die Ecke der ‘Bösen’ stellt, hat man seinen Auftrag erfüllt. Der Michel hat gefälligst vor der Kanzel zu stehen, nicht in der Kanzel. Mit einer Aussage hatten die Postmodernisten vollständig recht, die Aufklärung ist nahezu vollständig gescheitert.

Immanuel Kant, 1784:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Sapere aude ist nicht von Kant, es ist vorchristlich, überliefert von Horaz, 20 v. Chr. Die Menschheit schlägt sich seit Anbeginn mit der Dummheit der Massen, mit der Unwilligkeit und Unfähigkeit der meisten herum, sich die Welt durch eigenes Nachdenken selbst zu erschließen. Der Glaube gewinnt immer wieder, nur der Glaubensinhalt ändert sich. Und der Glaube gewinnt auch in der heutigen, angeblich aufgeklärten Zeit. Die heutigen Märchenerzähler sind nicht deshalb so erfolgreich, weil sie besonders intelligent, geschickt und trickreich lügen. Sie haben Erfolg, weil der Durchschnittsmensch lieber glaubt, als weiß. Der Michel fühlt sich wohl in seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

Und in einem anderen Punkt hatten die Postmodernisten ebenfalls recht. Wer die Macht hat bestimmt das dominante Narrativ, die dominanten Märchen, den dominanten Glauben. Die Links-Grünen und die derart geschulten, wie Merkel, Kahane &Co., wissen das. Die gehen buchstäblich über Leichen, um den ihnen nützlichen Glauben aufrecht zu erhalten. Deshalb sind die Rechten das Pack, oder Rattenfänger, oder Nazis oder ‘die Bösen’. Die Rechten, die Anti-Feministen, die ‘Klimaleugner’, usw. sind derzeit die Aufklärer, was ihnen aber genauso wenig nützt, wie es Horaz oder Kant genutzt hat. Es geht nicht darum recht zu haben, sondern darum, an die Macht zu kommen, und das neue Narrativ bestimmen zu können. Die Menschen, die sich ihres eigenen Verstandes ohne Leitung eines anderen bedienen können, sind und bleiben eine kleine Minderheit. Die Masse will glauben, was andere von der Kanzel verkünden. Die Masse wird nur bereit sein die psychologische Katastrophe zu akzeptieren, den Glauben zu ändern, wenn ihnen nichts anderes mehr übrig bleibt.

Bild: https://pixabay.com/illustrations/fairy-tale-vintage-old-antique-1653150/

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4 thoughts on “Märchenstunde

  1. Ich bin ja jemand, der für seinen Widerstand gegen die gegenwärtige Politik mit 660 Zwangsarbeitsstunden gebüßt hat. Und es ist oft frustrierend, sich mit Merkel Gläubigen zu unterhalten. Aber dennoch glaube ich und hoffe ich, dass sich der gesunde Menschenverstand und das Gute durchsetzt. Letztendlich sind alle schwachsinnigen Ideologien gescheitert.

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  2. Noch ein Märchen, dass ich sogar als illustriertes Kinderbuch hatte (meine österreichische Herkunft lässt sich nicht verleugnen): https://de.wikipedia.org/wiki/Hatschi_Bratschis_Luftballon

    Ein kleines Kind passt nicht auf und wird von einem Moslem/Türken/Fremdländer im Heißluftballon entführt.
    Passt natürlich nicht mehr in den Zeitgeist, grundsätzlich etwas vorsichtig gegenüber Fremden zu sein. ALLE MENSCHEN SIND FREUNDE.

    Es ist hervorragend fernab der Heimat sich die Bevormundung und Indoktrination mit kritischem Respekt anzusehen, ziemlich heftig, wie beinahe jede Meldung in den Medien mit einer zeitgeistigen Moralbotschaft getränkt ist und wie jede Form sich selbst eine Meinung bilden zu wollen, abgekürzt wird, indem im jeweiligen Artikel auch gleich eine Deutung drin steht.

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    1. Was heute passiert, ist der eigentliche Rassismus. Nämlich alle Menschen gleich zu setzen, was gelogen ist, nicht der Wirklichkeit entspricht, das ist der eigentliche Rassismus. Die Evolution hat auch vor den Menschen nicht halt gemacht. In den südlichen Ländern konnten Menschen mit weniger Fähigkeiten und schlechteren Charakteren besser überleben, die im kalten Norden ausgestoßen wären und erfroren wären. Nun haben auch die schlechteren Rassen ein Recht, auf diesem Planeten zu leben, aber nicht auf Kosten der guten Rassen. Dass das aber doch geschieht, das ist Sklaverei und der eigentliche Rassismus.

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