Grenzkosten und Wirtschaftlichkeit

In einem vorherigen Artikel betrachtete ich die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Bevölkerungsrückgangs. Manch einer denkt sich das etwas zu einfach. Es ist eben nicht so, dass wenn weniger Konsumenten da sind, und eben auch weniger Produzierende, die wirtschaftlichen Verhältnisse sich einfach wieder ausgleichen. Wäre die Wirtschaftlichkeit in einem linearen Verhältnis zum Umsatz, müsste man bei Konsumrückgang ja „nur“ mit geringerem Gewinn rechnen, nicht mit einem Bankrott.

Beispiele:

1.

Serverfarmen

Amazon benötigt große Serverfarmen, um seinen ‘Bauchladen’ online zu halten, um schnelles Suchen nach Produkten zu ermöglichen, um schnelle Bestellabwicklung bereitzustellen, um Bilder und Grafiken schnell an die Kunden zu übermitteln. Für maximale Datenübertragungsgeschwindigkeit bindet man die Serverfarmen möglichst direkt an das Internet-Backbone an (teuer). Um die Grenzkosten zu senken, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, baut Amazon ihre Serverfarmen so groß wie irgend möglich und vermietet die ‘überzähligen’ Server, die sie selbst nicht benötigen, an andere große Firmen. Idealerweise kann Amazon so die Betriebskosten und Gemeinkosten für ihre eigenen Server fast vollständig durch die Einnahmen über die Vermietung der anderen Server bezahlen. Wenn Amazon nun seinen ‘Bauchladen’ erweitern will, und einen weiteren Server braucht, fallen außer den Investitionskosten für den neuen Server so gut wie keine weiteren Kosten an. D.h. die Grenzkosten für Amazon gehen immer weiter gegen Null, je größer sie werden.

2.

Großchemie im kontinuierlichen Prozess

Erstaunlich viele der großen Chemieanlagen von BASF, Bayer, Hoechst, usw. sind noch aus Zeiten des 2. WK oder der Wiederaufbauphase danach. Solche Anlagen, die kontinuierlich zigtausende Liter oder Kilo bestimmter Grundstoffe erzeugen, erfordern sehr hohe Investitionskosten. Die baut man nur dann neu, wenn die gestiegenen Reparatur- und Wartungskosten eine neue Anlage rentabel machen würden. Diese kontinuierlichen Prozesse laufen i.d.R. und wie der Name schon sagt, rund um die Uhr. Einige Prozesse dürfen gar nicht gestoppt werden, ansonsten ist ein Großteil der Anlage kaputt und muss ausgetauscht werden. Viele Prozesse müssen auch mit einem Mindestdurchsatz laufen, weil sonst der chemische Prozess nicht mehr richtig abläuft. Um solche Anlagen weiter betreiben zu können, braucht man demnach auch einen gewissen Mindestabsatz (Konsum), wenn man nicht ‘auf Halde’ produzieren will. Wenn man solche Anlagen nicht ‘ruhen lassen’ kann und sie mit z.B. Mindestdurchsatz von 80% laufen müssen, hat man ein großes Problem, wenn der Absatz um 50% einbricht. Moderne Chemieanlagen werden deshalb meist erheblich kleiner ausgelegt, oder es werden von vorneherein nur noch sog. MehrzweckBatch-Anlagen gebaut.

3.

Teil-automatisierte Massenproduktion von diskreten Produkten

Der Endverbraucher hat es ja nur mit einzelnen Produkten in gewissen Packungsgrößen zu tun. Man kauft nicht einen Strom von Autos, sondern eines. Man kauft nicht einen Milchfluss, sondern einen Liter, keine Kuhherde, sondern Schnitzel, usw. Diese Endverbraucher-Produkte werden deshalb auch diskret (einzeln) produziert, immer häufiger in einer teil/voll-automatisierten Serienproduktion. Solch eine Produktionsanlage muss beim Bau dimensioniert werden, d.h. man legt fest, welche Maximalmenge auf einer Fertigungsstraße produziert werden soll. Im Gegensatz zum kontinuierlichen Prozess, kann man eine solche Anlage auch stoppen und zeitweise stilllegen. Doch auch eine solche Anlage wird möglichst voll ausgelastet, denn den Investitionskosten wollen sich amortisieren, die Abschreibungen laufen auch bei Stillstand weiter, und die Gemeinkosten sinken oft gar nicht oder nur wenig, wenn keine Vollauslastung vorliegt.

Wachstum muss sein

Wenn Amazon nun 50% des Umsatzes wegbrechen würde, bräuchten sie weniger Server für das eigene Geschäft und würden die nicht mehr benötigten Server eben vermieten. Wenn das Vermiet-Geschäft aber ebenfalls einbricht, steht die Hälfte der Investition ungenutzt da rum und kostet zudem ggf. noch Geld. Die gebrauchten Server kann man vielleicht verkaufen, aber die Gebäude, Klimaanlagen usw. kann man nicht einfach mal so schrumpfen, man kann höchstens versuchen die freie Fläche anderweitig nutzbar zu machen. Wenn jedoch wegen Bevölkerungs- und Produktionsrückgang alle anderen Industrien auch freie Flächen zur Verfügung stellen, ist das ggf. nicht rentabel oder sogar unmöglich.

Wenn die Großchemie alte, große Konti-Anlagen stilllegen muss, da der Konsum sich halbiert, müssen sie nicht nur eine Vollabschreibung vornehmen, sondern ggf. in eine neue, kleinere Anlage investieren, um am Markt zu bleiben.

Teil/Vollautomatisierte Produktionsstraßen trifft es nicht ganz so hart, aber die Abschreibungen und Flächenkosten laufen trotz halbierter Produktion dennoch weiter. Das trifft auch die mittelständische Werkzeugmaschinen-Industrie, wo noch vieles in Handarbeit mit viel Personal hergestellt wird, aber der Großteil des know-how doch in deren eigenen hochspezialisierten (teuren) Produktionsmaschinen steckt.

Je weniger divers (auf Produkte, Geschäfte bezogen, nicht auf Hautfarben und Sexualorgane) und flexibel eine Firma aufgestellt ist, desto eher läuft sie Gefahr bei einem Umsatzverlust pleite zu gehen. Aus diesem Grunde drängen praktisch alle Firmen auf Wachstums- und Exportförderung durch die Regierung. Es ist kein böser Wille oder eine hinterhältige Verschwörung, dass die mehr landeseigene Konsumenten wollen und gerne Exportweltmeister blieben, es ist eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.

Bei Wachstum, d.h. mehr Umsatz, steigt der Gewinn nicht linear, sondern überproportional. Man hat i.d.R. anfangs hohe Fixkosten, die großteils umsatzunabhängig sind (wie z.B. Gebäude, Maschinen). Durch mehr Umsatz steigt der Nutzungsgrad der Gebäude und Maschinen, deren Fixkosten bleiben aber praktisch gleich. Die Größe oder Anzahl der Gebäude und Maschinen steigt, wenn der Nutzungsgrad nahe 100% ist, allerdings steigen diese Fixkosten meist sprunghaft – d.h. man muss weiter wachsen, damit diese auch wieder möglichst voll genutzt werden.

In der GuV-Rechnung sieht das meist so aus, dass die Materialkosten fast analog zum Umsatz steigen, aber ggf. Mengenrabatte beim Einkauf realisiert werden können (+Gewinn). Die Vertriebs- und Verwaltungskosten, sowie die F&E-Kosten, sowie direkte Lohnkosten bleiben meist gleich, bis deren jeweilige Kapazitätsgrenze erreicht ist – d.h. mehr Umsatz mit gleich bleibenden Kosten = mehr Gewinn. Dann addiert man die Gewinne/Verluste aus finanziellen Beteiligungen (falls vorhanden) und zieht die Abschreibungen auf Gebäude/Anlagen, oder die Mieten dafür, u/o die Zinszahlungen für die Kredite dafür ab. Mit der Aussicht auf Wachstum beschafft man üblicherweise Gebäude/Anlagen mit hoher Kapazität, die man erst viel später auch voll nutzt. Das bedeutet, wenn ein Betrieb von praktisch null bis an seine Kapazitätsgrenze wächst, steigt der Gewinn stark überproportional an.

Bei dauerhaftem Umsatzrückgang ist das Ganze natürlich umgekehrt. Die Materialkosten fallen fast analog zum Umsatz, aber man verliert ggf. seine Mengenrabatte. Die Lohn- und Gehaltskosten stagnieren aber erst mal, bis man anfängt Leute zu entlassen. Die Entlassenen verkaufen aber auch nichts mehr und entwickeln vor allem auch keine neuen Produkte mehr. Die Abschreibungen bleiben dem Betrieb erst mal erhalten, bis er Gebäude u/o Anlagen vermieten oder verkaufen kann. Genauso überproportional wie der Gewinn bei Umsatzwachstum vorher stiegt, fällt er nun bei einem Schrumpfen des Umsatzes. Sobald der Gewinn negativ wird (also Verlust) und dauerhaft so bleibt, zehrt der Betrieb vom Vermögen und wird wegen anhaltend negativem Cashflow aufgelöst (vor oder nach dem Bankrott).

Gesundschrumpfen

Natürlich kann man ein Gesundschrumpfen der gesamten Wirtschaft organisieren, so dass alle weniger Gewinn machen, aber zumindest keine große Pleitewelle droht. Die meisten Anlagen der Automatisierungstechnik sind in nur wenigen Jahren, ggf. 1-2 Jahrzehnten amortisiert (d.h. der erwirtschaftete Gewinn hat für die Abzahlung der Investition inkl. Zinsen gesorgt). Große Chemie- und Petrochemie-Anlagen, Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen, amortisieren sich allerdings oft erst nach vielen, vielen Jahrzehnten. Politisch weiter auf Wachstum und Export zu setzen, läuft dem zuwider.

So wie das die Chemieindustrie teilweise seit Jahren tut, tätigt man notwendige Neuinvestitionen nicht in unflexible Großanlagen, sondern in flexible kleine Anlagen. Alle Betriebe müssen auch darauf zielen, ihre Geschäftsbereiche zu diversifizieren, so dass sie mit ihren Anlagen viele verschiedene Produkte in kleineren Stückzahlen herstellen können, um ihre Anlagen auszulasten. Firmen, die hochspezialisiert sind, nur eines oder sehr wenige Produkte haben und dafür große Stückzahlen brauchen, werden unweigerlich bei einem Gesundschrumpfen pleite gehen.

So ein geplantes Schrumpfen wird nicht zu weniger Automation u/o weniger Innovation führen (wie einige befürchten), sondern im Gegenteil, zu höherer Produktivität mit Automation und Innovation. Bei weniger verfügbaren Menschen – als Konsument wie als Produzent – sinkt der Gewinn, und dagegen muss man (der Kapitalist) was tun. Einfach die Preise erhöhen geht nicht, denn man begäbe sich 1. in eine Inflationsspirale und 2. könnten andere/ausländische Produzenten weiter auf Wachstum setzen und mit günstigeren Preisen den Markt erobern. Protektionismus wäre aus diesen Gründen auch nicht langfristig hilfreich. Die einzige Lösung ist: Produktivität erhöhen, d.h. weiter automatisieren und innovieren.

Man muss beim Gesundschrumpfen auch keine Angst vor anderen Ländern der 3. Welt haben, die mit Lohndumping und staatlichen Investitionen versuchen uns herauszufordern. Für Investitionen muss Geld verfügbar sein und das ist im globalen Westen der Fall, in Somalia eher nicht. Lohndumping funktioniert auch nicht ewig, selbst China ist davon abgekommen, weil sonst der nationale Konsum nicht wächst. Und, ausschlaggebend ist, um Produktivität zu erhöhen, braucht man eine intelligente Bevölkerung, welche nun mal nur im globalen Westen und Nordost-Asien verfügbar ist.

Also ist alles was die Politik seit dem Ende des Babybooms (ca. Mitte der 60’er) betreibt, die Spekulation auf unendliches Wachstum und unendlichen Export, völliger Quatsch. Die soziale Förderung ‘bildungsferner’ Familien, seien sie einheimisch oder importiert, erhöht zwar die Zahl der Konsumenten, trägt aber zu einer Produktivitätserhöhung nichts bei.

Problem und Lösung

Der Fehler, den eine dümmer werdende und ideologisierte Gesellschaft immer wieder macht ist, nicht mehr zwischen Problem und Lösung zu unterscheiden. Schon das Erkennen und die Definition des Problems macht Schwierigkeiten, wonach die bequemste/favorisierte Lösung als ‘alternativlos’ verkündet wird. Anscheinend ist das so eingebrannt, dass die Mehrheit physischen Ekel empfindet bei einer Partei, die ‘Alternative’ im Namen trägt. Dabei ist die erste Alternative bei jedem beliebigen Problem doch schon gegeben: Tu ich was oder tu ich nichts? Es gibt auch immer beliebig viele Lösungen eines Problems, viele Alternativen, die wir kennen und von gut bis schlecht (oder böse) bewerten, und unendlich viele Lösungen, die wir nur noch nicht kennen.

Doch bevor man über Lösungen und Alternativlosigkeiten streitet, muss man sich erst mal darüber einigen, wie man das Problem oder die Gesamtmenge der Probleme definiert. Ist es ein Problem eines Einzelnen oder einer verschwindend kleinen Gruppe (z.B. der Buchstabenmenschen), und gibt es einen vernünftigen Grund, warum die vorgeschlagene Lösung die anderen 99% der Gesellschaft betreffen muss, die solche Probleme gar nicht haben, denen aber die ‘alternativlose’ Lösung Probleme bereitet?

Für viele, die kein besonderes Talent für Mathematik haben wirkt sich das schon früh in der Schule aus. Neben dem Talent fehlt denen auch der Grund und die Lust dazu, irgendwelche vorgegebenen Probleme zu lösen, weil das Erkennen und die Definition des Problems im Unterricht gar nicht vorkommt. Viele können sich gar nicht vorstellen, was denn die Relevanz eines Problemlösungsverfahrens für das eigene Leben wäre. Wenn die einzige und alternativlose Relevanz ist, eine gute Schulnote zu bekommen, ist die Motivation sich damit zu beschäftigen meist dahin. Der Hauptgrund warum ich als Teenager immer wieder als Mathe-Nachhilfelehrer angeheuert wurde war nicht, dass ich besonders gut im Einbläuen von Formeln war. Der Grund war, dass ich den Schülern derart ‘nachgeholfen’ habe, dass sie ein für sie selbst relevantes Problem erkannten, welches sie immer wieder im Laufe des Lebens lösen werden müssen. Z.B. wie viele Meter Teppichboden muss ich kaufen (welcher Breite) für mein Zimmer, wie viele Tapetenrollen brauche ich für das Zimmer, wie viele Meter Stoff brauche ich für ein (Puppen-)Kleid, usw., wie viel Geld muss ich monatlich sparen, um mit welchen Zinsen in x Jahren ein Auto kaufen zu können, bzw. welche Kreditrate kann ich mir bei welchem Einkommen über x Jahre leisten für mein Traumauto/Traumhaus, und vieles mehr. An letzterem Problem scheitert ja offensichtlich ein erheblicher Teil der Bevölkerung, sonst hätte die Kreditkrise von 2008 nie stattgefunden. Und das kann auch einer mit IQ 85 und einer Gnaden-4 in Mathe rechnen, der hat nur nie begriffen, wozu er das braucht.

Die Bedeutung, die wir unserem Leben und unserer Zukunft geben, hat allerdings nichts mit Mathe oder MINT zu tun. Diese Bedeutung erfinden wir immer wieder selbst und sie beruht auf den Geschichten, die wir uns erzählen, den glaubwürdigen Narrativen, die wir schön finden, und im globalen Westen beruht sie auf der christlichen (nicht der jüdischen, nicht der moslemischen) Religion, selbst für Atheisten. Auf dieser Basis ‘verhandeln wir das Zusammenleben täglich neu’, allerdings haben wir uns die Verhandlungspartner bisher immer sorgsam ausgesucht und sie uns nicht aufdrängen lassen.

Genau so ist das mit dem „Problem“ des Bevölkerungsrückgangs im globalen Westen und den Nordost-Asiatischen Staaten. Was ist das Problem? Ist es ein Problem für alle, bzw. die Mehrheit, oder nur ein Problem von Randgruppen? Müssen wir was tun oder ist nichts tun besser? Ist die politische Scheinlösung (Import von minderbemittelten Kulturfremden) eine gute Lösung, oder führt das nicht nur zu viel mehr Problemen? Man kann die Probleme ganz nüchtern erkennen und definieren. Mithilfe einfacher Grund- und Hauptschulmathematik ist jeder in der Lage die Probleme zu analysieren, d.h. zu bewerten, ob wir was tun müssen oder nicht. Und mit derselben einfachen Mathematik kann man auch erkennen, welche Lösungen besser und schlechter sind. Eine dümmer werdende und ideologisierte Gesellschaft ist mit unsauberen Problemdefinitionen zufrieden, fällt auf ‘alternativlose’ Lösungen herein, und hält Mathematik für patriarchal, rassistisch und ‘Nazi’. Na dann gute Nacht…

20 thoughts on “Grenzkosten und Wirtschaftlichkeit

  1. Die ganze Diskussion ist müßig, nachdem es aufgrund zahlreicher Denkverbote und Tabuthemen nicht möglich ist, das Problem überhaupt benennen zu dürfen: NEIN, nicht alle Menschen sind gleich, NEIN, nicht jeder kann alles erreichen und NEIN, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind zweier Hilfsarbeiter Nobelpreisträger wird ist trotz jeder erdenklich Förderung eben nicht gleich hoch wie ein Kind zweier Universitätsprofessoren (auch wenn akademische Bildung nicht alles ist).
    Das ist verdammt hart für das Hilfsarbeiter-Kind, speziell wenn es eben nicht das erreichen kann aufgrund genetischer Anlagen, obwohl es immer von der Gesellschaft versprochen wurde (das ist ein bildlich gesprochenes Beispiel, es geht nicht um den Einzelfall, sondern um den statistischen Querschnitt) – selbstverständlich gibt es Hilfsarbeiter-Kinder, die es ganz nach oben schaffen, das ist aber die Ausnahme und daran, dass es die Ausnahme ist, ist nicht die Gesellschaft schuld.

    Evolution ist beinhart, menschenverachtend und schert sich nicht um das GLück des Einzelnen – wir sind genetische Verschubmasse, kleisnte Rädchen im Getriebe.

    Darum mögen Linke auch jede Form von Naturwissenschaften nicht – da muss man sich mit Fakten außereinandersetzen, die der Ideologie widersprechen. Das Gegenteil von “links” ist übrigens nicht “rechts” (wahrlich nicht) sondern “liberal”.

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    1. Mein Beitrag verneint ja nicht, dass die Kiste ziemlich verfahren ist und in absehbarer Zeit an die Wand faehrt. Fast alle Banken sind praktisch seit 2008 pleite und werden durch Zentralbanken mit Geld ueberschwemmt, um Liquiditaet vorzugauckeln. Neuinvestitionen in Konsumgueterproduktion und Produktivitaet findet in Europa kaum noch statt, in den USA seit 3 Jahren wieder etwas mehr, alles geht nach China und sonst. Asien.

      Es geht mir hier darum, die “andere Seite”, d.h. die Kapitalisten mit ihren Problemen mal darzustellen. Was mir (anfangs bei mir selbst) auf den Wecker geht, ist das planlose Herumschimpfen und immer einen anderen Schuldigen finden zu wollen. Einmal sind’s die boesen juedischen Banker, dann sind’s die boesen Kapitalisten, dann sind’s die ach so faulen Arbeitslosen, usw.

      Es gibt eben gute, rationale Gruende, warum die Finanz-Eliten tun, was sie derzeit tun. Die wollen – ganz einfach, und wie jeder andere – ihr Einkommen nicht verlieren. Deren Loesungen sind: Nullzinsen, Immigration von Konsumenten, Neoliberal-Sozialismus; und denen, die das Problem auch verstehen, aber anders loesen wollen (siehe mein Artikel), den Mund zu verbieten. Das Demographieproblem ist durch dieses System erst entstanden und kann mit demselben System nie geloest werden.

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        1. Hast Du das wirklich verstanden?

          Es gibt Leute, die bereichern sich selbst, wenn sie die Situtation verstanden haben (und kaufen mit den Ueberschuessen physisches Gold/Silber).

          Es gibt Leute, die lassen sich “bereichern”, durch das taegliche Neuverhandeln des Zusammenlebens, welches sie ueber ihrer Zwangsabgaben zahlen 😉

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        1. Ideologie ist es, wenn man sich von Fakten nicht umstimmen lässt. Und wenn Forschungsergebnisse schon vorher definiert werden und dann passende Fakten gesucht werden.
          Ideologie ist es, wenn man Zensur wünscht, weil einem andere Meinungen nicht genehm sind.
          Insofern bin ich ideologiefrei, wenngleich ich meine Überzeugungen auf Basis meiner Lebenserfahrung habe.

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