Vom Arbeitslosen, Lehrer, Sozialfuzzi zum Investmentmanager

Mit der Politik des Sozialstaat über alles, der Mentalität der Deutschen, dass fast alles im Leben durch den Staat bestens organisiert werden soll, hat sich eine Klasse von Investment-Managern herausgebildet, die mit fremder Leute Geld einen Reibach machen. Ich wettere hier gar nicht gegen die Banker, denen der Links-Grüne oftmals alles in die Schuhe schieben will. Ich rede von Leuten, die i.d.R. noch nie im Leben produktiv gearbeitet haben, die nicht mal ihre Haushaltskasse ordentlich organisieren können, aber über Milliarden-Investitionen entscheiden.

Die können das einfach nicht

Einige Zeit lebte ich in der Nachbarschaft von Kurt Beck, der in seiner jovialen Art durchaus sympathisch war, und eigentlich mal etwas brauchbares gelernt hat, Elektromechaniker, diesen Beruf aber von Beginn an nur beim Staat (Bundeswehr) lernte und ausübte, und das nicht mal 10 Jahre lang. Schon als Jungspund war er bei der Gewerkschaft und der SPD. Die mittlere Reife erwarb er in der Abendschule. Der Mann hatte nie die Erfahrung in einer Firma zu arbeiten, die eigenständig wirtschaftlich erfolgreich sein muss, und musste sich auch nie als Selbständiger bewähren. Dieses „Genie“ verantwortete die Nürburgring-Affäre, in der er ca. 300-500 Millionen Euro aus Steuergeldern mit dubiosen ‘Investoren’ in den Sand setzte. So wie ich Beck kennen gelernt habe, hatte der keinen Schimmer, was sein Finanzminister Deubel, und zuvor sein Innenminister Bruch (Schlosshotel-Affäre, ebenfalls eine Fehlinvestition) wirklich trieben, da Beck selbst einfach überhaupt keine Ahnung von Investitionen hat. Wie auch, der Mann hat in seinem ursprünglichen Beruf kaum etwas verdient, und sein Elternhaus geerbt, in dem er eher selten auch wohnte.

Aber solche Leute wie Kurt Beck, sowie Politiker in der zweiten Reihe, die Milliarden von Steuergeldern verwalten, verschwenden und über Umwege den Parteigenossen zugute kommen lassen, sind sehr typisch für die deutsche Regierung. Und wer jetzt meint, solchen Filz gibt es nur bei der SPD, sollte in beliebige andere Bundesländer schauen, und er wird derartiges bei jeder Partei finden. Keine Ahnung zu haben ist auch kein Freispruch, sondern so gut wie ein Schuldspruch der Leute, die ihn wählten. Die Wähler wussten schon, was für ein Dorftrottel der Beck war, aber er konnte sich irgendwie bei allen beliebt machen. Jetzt könnte man meinen, dass man nur hochintelligente Leute in die Regierung wählen muss, oder Leute die sich im Beruf vorher bewährt haben, und dieser Filz hätte ein Ende. Da will ich als Beispiel nur auf unsere Flinten-Uschi verweisen. Von der Leyen ist mit ziemlicher Sicherheit ein hoher IQ zuzuschreiben. Sie studierte kurz Archäologie, dann VWL, dann Medizin, promovierte und arbeitete wissenschaftlich. Als Arbeits- und später Verteidigungsministerin hatte sie insgesamt über 50% des Bundeshaushalt unter Kontrolle. Das sind zig Milliarden bis über 100 Milliarden von Euro. Das sind Größenordnungen oberhalb des Kapitals, welches George Soros für sich selbst verwaltet. Alleine das Arbeitsministerium verwaltet mehr Geld, als durchlaufende Posten, als die Reichsten Individuen der Welt besitzen und investieren.

Es gibt einfach nicht so viele Leute wie Bezos, Gates, Buffet, Zuckerberg, die Aldi-Brüder, die über viele Jahre hinweg erfolgreich zig Milliarden Euro investieren. Und selbst die machen immer wieder Fehler und scheitern. Wie kommen wir darauf, dass ein Herr Beck oder eine Frau von der Leyen so etwas – aus dem Stand – können, und das zum Wohle der wirklichen Investoren, nämlich der deutschen Steuer- und Abgabenzahler? Wie die immer wieder beweisen, können sie es eben nicht. Wie auch, das sind keine professionellen Investoren, die mit ihrem eigenen Vermögen das mal demonstriert haben, meist deshalb, weil deren kleines Vermögen oft nur aus politischen Filz entstand.

An wem orientieren sich diese Arbeitslosen, Lehrer, Gewerkschaftler, irgendwas mit Soziales studiert Habenden, wenn sie über Nacht in eine Position kommen, in der sie zig Milliarden verwalten sollen? Erst mal an anderen Leuten, die auch keine Ahnung haben, das viele Geld aber zum Vorteil ihrer Ideologie ausgeben wollen. Und dann orientieren sie sich an Leuten, die von den wirklichen Milliardären bezahlt und geschickt werden (Berater), weil sie Ahnung haben, und Investitionen vorschlagen, welche dem zahlenden Milliardär sicherlich nicht schaden. Warum geht das meiste staatlich verwaltete Geld an Leute die keine Lust haben zu arbeiten, an Leute die vom Staat bezahlt werden und an Milliardäre? Das ist keine Frage, sondern die logische Konsequenz.

Wie am Beispiel der Frau von der Leyen und Herrn Beck beschrieben, ist es irrelevant, ob wir besonders kluge oder besonders dumme Politiker wählen. Man könnte jetzt argumentieren, dass wir nur erfolgreiche Investmentmanager (wie z.B. Herrn Merz) in solche Positionen wählen sollten. Das wäre sicherlich besser, weil er sich nicht – wie ein Herr Beck – von irgendwelchen Windeiern verarschen lassen würde. Aber, ist Herr Merz reich genug, so dass ihm weder am üppigen Gehalt eines Ministers, noch am korrupten Filz etwas läge, sondern er sich selbstlos für ein ganzes Volk einsetzen würde? Ist der jemand, wie z.B. Trump, der meint er hat mehr als genug Vermögen, und es als sinnlos erachtet dieses noch weiter zu steigern? Solche Leute wie Trump kann man weltweit an einer Hand abzählen. Nach dem, was der demokratische Mob ihm jeden Tag antut, wird sich auch so bald keiner finden, der ihm das gleichtut.

Das Kernproblem ist, dass es Landes- und Staatsbudgets gibt, in Höhe von zig und hunderten Milliarden, deren Verwaltung selbstlose, aristokratisch handelnde Leute erforderten, die es in der Politik einfach nicht gibt. Warum kann die berüchtigte „schwäbische Hausfrau“ ihr Haushaltsbudget besser verwalten, als jeder Politiker? Weil sie weiß was sie tut und die Konsequenzen ihrer Fehler selbst ausbaden muss.

Grenzen setzen

Es wäre also konsequent, diese Budgets abzuschmelzen, so dass der einzelne Bürger über seine Finanzen entscheidet, anstatt ein ahnungsloser Minister. Ich denke ein erster Schritt wäre 90% des Budgets abzuschmelzen. Statt hunderte von Milliarden nur noch zig Milliarden – und wie gesagt, das wäre ein ERSTER Schritt. Theoretisch wäre das möglich, in einem rein libertären Staat. Rein praktisch aber, hängt nun über 50% der Bevölkerung von staatlichen Zahlungen ab, Arbeitslose, Beamte, staatliche Angestellte, Rentner, usw., und die würden so etwas niemals demokratisch befürworten. Es geht also nur über eine Revolution oder einen Zusammenbruch.

Die Täuschung der Wähler findet nicht nur bei der sehr limitierten Auswahl der Politiker statt. Man kann eigentlich nur ziemlich inkompetente „Linke“ und „Rechte“ wählen, Die wenigen Leute, die kompetent genug wären mit Milliarden umzugehen, stellen sich gar nicht zur Wahl. Die Täuschung ist auch, dass man nur zwischen ‘Links und Rechts’ auswählen kann. Beide Seiten sind Varianten des Sozialismus, und der staatlichen (kommunistischen oder faschistischen) Kontrolle der Wirtschaft. Das ist wie die Wahl an den Händen oder den Füssen gefesselt zu werden. Mit Freiheit, dem freien Markt, freiem Handel, mit bürgerlichen Freiheiten hat das nicht viel am Hut, auch wenn die Politiker uns das gerne so zurechtlügen.

Freiheit muss man sich erst mal erkämpfen und erarbeiten, die fliegt einem nicht zu. Und wenn man diese Freiheit erreicht hat, muss man jeden Tag darum kämpfen, sie nicht wieder zu verlieren. Ich kann einfach nicht akzeptieren, von einem Arbeitslosen, einem Lehrer, einem Buchhändler aus Würselen, einer Ärztin aus Hannover, usw. regiert zu werden, die bestimmen, wieviel ich von meinem Geld behalten darf, was ich essen und trinken darf, wieviel Strom und Wasser ich verbrauchen darf, und zu welchen Preisen. Genauso pauschal wie mir das als Deutscher übergestülpt wurde, lehne ich das ganze Konzept pauschal ab.

Too big to NOT fail

Das erstaunlich einfache Konzept für etwas, was einem über den Kopf gewachsen ist, etwas was „too big to fail“ wurde, ist es kleiner zu machen. So klein, dass es vom durchschnittlichen Politiker wieder gehandhabt werden kann. Viele Leute verstehen das auf privater Basis. Wenn z.B. ein gutverdienendes Paar (DINKS – double income no kids) sich ein exklusives Haus kauft, welches sie mit ihren Einkommen problemlos abzahlen können, und hoppla (ich hab doch die Pille genommen) kommt ein Kind, ein Einkommen fällt für einige Jahre weg, die Konsumausgaben steigen, dann ist es doch sinnvoll das teure Haus zu verkaufen oder zu vermieten, und ggf. sogar selbst zur Miete zu wohnen. Privat kann man gar nicht anders, als ein Problem, welches einem über den Kopf wächst so zu lösen, dass es ein kleineres, handhabbares Problem wird. In der Politik werden aber mehr Kontrolleure eingestellt, Berater engagiert, und am Ende die Steuern/Abgaben erhöht, weil niemand zugeben will, dass er zu inkompetent für dieses große Problem ist. Das Problem wird also immer größer, so dass es inzwischen „too big to not fail“ wurde.

Diese „too big to fail“ Rhetorik hören wir immer mehr in den letzten 2 Jahrzehnten. Mal wird Griechenland gerettet, dann die Banken, dann die Rentenversicherung, die Krankenversicherung, dann müssen die Mieten gedeckelt werden, das Fleisch muss teurer werden, die Energie sowieso, usw. All das nur, weil der Zusammenbruch dieser nicht mehr beherrschbaren Systeme hinausgezögert werden soll, so dass die aktuell Verantwortlichen keine Schuld trifft. Jeder Kleinunternehmer weiß, dass eine Insolvenzerklärung zum rechten Zeitpunkt zwar etwas Mut erfordert, aber für alle Beteiligten sehr befreiend ist. Konkursverschleppung steht unter Strafe, zu Recht, aber das gilt für unsere Politiker leider nicht.

Die Ministerien der BRD verwalten einen jährlichen Umsatz (aus Steuergeldern) in etwa der Größenordnung der 50 größten DAX Unternehmen. Die Vorstände und Aufsichtsräte dieser Unternehmen sind i.d.R. mit hochintelligenten Spitzenleuten besetzt, die Jahrzehnte Erfahrung haben. Die jeweiligen Ministerien werden mit Politikern besetzt, die noch nie im Leben mit solchen Summen umgegangen sind, die sich noch nie als Führungskraft von zigtausend Mitarbeitern bewährt haben. Da stolpern also ein Haufen Amateure herum, denen der wählende Bürger, Kraft seiner Wahl, eine Kompetenz zuschreibt, die diese gar nicht haben können. Würdest Du dem Straßenpenner an der nächsten Kreuzung Dein jährliches Haushaltsbudget anvertrauen, und damit rechnen, dass er Dir zuverlässig alles einkauft, was Du so benötigst, und nur eine Flasche Schnaps am Tag für sich selbst abzweigt? Nein? Warum tust Du dann das selbe mit deinen Steuern und Abgaben? Hast Du noch alle Tassen im Schrank?

Bild: pixabay

19 thoughts on “Vom Arbeitslosen, Lehrer, Sozialfuzzi zum Investmentmanager

  1. Der Sozialstaat muss weg. Er widerspricht auch dem Gleichheitsgrundsatz in Art. 3 Grundgesetz. Dort heißt es: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Wenn der eine gefördert wird und deshalb der andere mehr belastet wird, dann sind die Menschen vor dem Gesetz nicht gleich.
    Außerdem widerspricht auch der Sozialstaat dem christlichen Gebot der Nächstenliebe. Denn Nächstenliebe muss immer freiwillig sein, wer den anderen mittels Sozialstaat zur Nächstenliebe zwingt, betreibt nichts anderes als Sklaverei. Er beachtet auch nicht die Nächstenliebe für den anderen, denn er respektiert nicht die Freiheit des anderen, sich für gute Werke oder dagegen zu entscheiden. Zur Nächstenliebe gehört aber auch, die Freiheit des anderen zu respektieren.

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      1. Genau, das ist aber ein Widerspruch im Grundgesetz. Gleichheit bedeutet gleiche Rechte und gleiche Pflichten. Sozialstaat bedeutet unterschiedliche Rechte und Pflichten (z.B. Förderung durch den Sozialstaat, unterschiedliche Steuern).
        Das mathematisch logische Denken der Juristen, die das verfasst haben, lässt zu wünschen übrig.

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  2. Voll einverstanden! Ausserdem: Wer kontrolliert und überwacht eigentlich diese Steuergeld- saufenden Politiker, Berater und Investoren? Wie bei einer AG sollte ein Verwaltungsrat aus Geld- und Investment-experten im Namen des Steuervolkes die Oberkontrolle inne haben. Mit Steuergeld wird viel zu lasch umgesprungen. Jede Ehefrau, die das Geld ihres Ehemannes so verprasste, käme entweder in die Klapse oder ins Gefängnis und eine Scheidung wäre unumgänglich. Wie kann sich jedoch der Steuerzahler scheiden lassen? Keine Chance. Leider.

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    1. Mit der Ehefrau haben Sie leider Unrecht, so wie das unsere Richter i.A. entscheiden. Auch eine Scheidung hilft dem Ehemann i.d.R. nicht.

      Ein Steuerzahler kann sich durch Umzug ins Ausland “scheiden lassen”. Immerhin geht das noch, die Amis haben es da schwerer.

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      1. zu 1. Ehescheidung: Kommt immer auf den Anwalt und Richter an. Es gibt auch Männer, die so Frauen ruiniert haben. Meistens blutet halt der, der Geld hat. Das hat damit zu tun, dass der Staat nicht fürsorgepflichtig werden will.

        zu 2. Ja, natürlich, das stimmt. Ausser man hat Immobilien und Mieteinnahmen. Diese werden dann am Standort besteuert, so dass nicht einmal ein Umzug ins Ausland etwas hilft; ausser, dass dort das Geld oft mehr Wert hat, resp. das Leben billiger ist.

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      2. Mach doch mal nen Artikel über Ersparnisse nach dem Umzug, inkl. Lebensunterhaltungskosten, Steuern und Unterhaltszahlungen. Da kommt sicher so einiges zusammen. In DE werden die Bürger gemolken ohne Ende.

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        1. Das ist jetzt schon zu lange her (ca. 16 Jahre), als dass ich mich noch an die Daten aus Deutschland erinnern koennte. Aber wenn jemand mit, sagen wir mal, so grob zw. 2-3.000 EUR netto, aktuelle Daten aus der DDR2.0 liefert, kann ich das gerne mit meinen aktuellen Daten vergleichen.

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  3. Ich bin sowieso für direkte Demokratie, keine Volksvertreter mehr, weil diese nur an sich denken und an ihre Fleischtröge, zurzeit in Thüringen zu beobachten. Und auch die obersten Beamten müssten vom Volk gewählt werden, auf dem Stimmzettel ihr Name, ihren Beruf und die Entlohnung, die sie haben wollen. Wenn sie zu viel haben wollen, werden sie nicht gewählt, und wenn sie gewählt werden, sollen sie dieses Geld auch bekommen, aber nur solange, wie sie im Amt sind. Und für ihr Alter, für Ihre Gesundheit und sonstiges müssen sie dann mit diesem Gehalt selber sorgen.
    Das gleiche gilt für die Richter. Und wenn ein Richter nicht im Namen des Volkes, wie es so schön immer heißt, Recht spricht, wie das in diesem Linksstaat üblich geworden ist, dass er sofort abgewählt werden. Und sein Gehalt wird komplett gestrichen.

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  4. Ich wollte noch die letzte Frage beantworte, warum immer wieder Unbedarfte in hohe politische Ämter gewählt werden:

    Die meisten Menschen sind der irrigen Annahme, das sympathische Menschen / Menschen mit ähnlichem Ausbildungs-/Erfahrungshintergrund sie am Besten verstehen und daher am Besten vertreten können.

    Also nicht der hochbezahlte Manager, sondern der Sozialarbeiter aus der Nachbarschaft. Man braucht sich ja nur mal in etwas linkeren Kreisen umhören, wie da über Manager gesprochen wird: Alles egoistische Trottel, die nichts verstehen. Dass die allermeisten Manager hochintelligent sind, gut vernetzt und einen Knochenjob machen, wird nicht akzeptiert.

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  5. Zu dem Thema zunächst ein Buchtipp: ” Der Mensch – das riskierte Wesen: Zur Naturgeschichte menschlicher Unvernunft” von Irenäus Eibl-Eibesfeldt. Da das 1988 erschienene, bezeichnender Weise nur einmal aufgelegte, Buch vergriffen ist, habe ich drei Kapitel daraus als pdf-Dateien hochgeladen (https://www.freizahn.de/downloads/) Vor dem Hintergrund des obigen Artikels über die Politiker interessiert hier vor allem das in http://www.freizahn.de/2015/10/freiheit-und-das-streben-nach-macht/ vorgestellte Kapitel.
    Das Problem ist wohl, dass der Mensch für eher kleine Menschengruppen gemacht ist. Die Demokratie, wie Thomas Jefferson und die anderen Autoren der amerikanischen Verfassung sie sich vor dem Hintergrund von allem was sie aus der Geschichte und über die Natur des Menschen wussten, ausgedacht haben ist ein Kompromiss. Wie das Donald Trump zeigt, ist zumindest die amerikanische Verfassung insgesamt ein im Vergleich zum deutschen Grundgesetz ein ausgesprochen guter Kompromiss.

    Das Grundgesetz hat allerdings auch das Handicap, dass es, genauso wie die Menschenrechtscharta der UN, einerseits vor dem Hintergrund der NS-Zeit und anderseits unter dem Eindruck global scheinbar grenzenloser Energie- und Rohstoffvorkommen entstanden ist. Auch der Sozialstaat und die Auswahl der Politiker, das Gutmenschentum, der Feminismus, die deutsche Asylpolitik, der Genderquatsch usw. haben als Grundlage die Annahme, dass die Ressourcen im Grunde unendlich sind.
    Sehr gut und allgemeingültig beschrieben hat das erste amerikanische Soziologieprofessor, William Graham Sumner, in seinem Essay “Earth Hunger”. Dieses Essay gibt auch im oben erwähnten Downloadverzeichnis. Eine Übersetzung der heute wichtigsten Teile findet sich in dem Artikel “Landhunger” des selben Blogs.

    Mein Fazit:
    Die Verrücktheiten der BRD-Gesellschaft und auch die EU erledigen sich allmählich ganz von selbst, wenn in den nächsten Jahren die wirtschaftlichen Grundlagen des Wohlstandes und der Verschwendung verschwinden. Im Sinne von Sumners Essay wird dann nämlich die verfügbare “Landfläche” empfindlich schrumpfen, deren Vergrößerung die in den letzten 250 Jahren den heut von vielen irrtümlich für unumkehrbar gehaltenen gesellschaftlichen Fortschritt ermöglicht hat.
    Wenn das “Land” im Sinne von Sumner schrumpft, z.B. weil die pro Kopf verfügbare Nettoenergie schrumpft, dann werden auch wieder fähigere und aristokratischere (im Sinne von verantwortungsvoll und sich dem Wohl des Staates verpflichtet fühlende) Politiker das Land regieren, weil man immer weniger die Mittel hat um sich Verschwendung durch Inkompetenz und Korruption zu leisten. Die Wahl Donald Trumps ist so gesehen durchaus auch eine Folge der zunehmenden Ressourcenverknappung in immer größeren Teilen der USA.

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    1. Ich wäre da nicht so sicher, dass da plötzlich Vernunft einkehren wird. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt vom Staat, die werden das so lange wie möglich aufrechterhalten wollen (und alleine das ist ja schon das Gegenteil von Vernunft)

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      1. Wenn es nichts mehr zu verteilen gibt, weil keiner mehr Lust hat, produktiv zu arbeiten, weil ihm die Früchte seiner Arbeit geraubt werden durch Umverteilung, dann werden auch die Schmarotzer zur Vernunft kommen, bzw. sie werden gezwungen, zur Vernunft zu kommen. Oder es gibt einen fürchterlichen Umverteilungskrieg, Bürgerkrieg, bei dem der stärkere sich durchsetzt.

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    2. Vielen Dank, Christoph Becker. Besonders gut hat mir der Artikel „Zuviel des Guten“ gefallen. Ich predige schon bestimmt über ein Jahrzehnt dasselbe mit anderen Worten. Eine übersteigerte Nächstenliebe, die zur Fernstenliebe auf Kosten der Nächstenliebe wird, beschädigt genau diese Nächstenliebe und wird zur Versklavung des Nächsten, zur Versklavung der eigenen Gemeinschaft.

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