Wir wissen nichts,

aber tun so als ob. Das war schon immer so mit den Politikern. Es ist aber neu für viele, wenn sie an Ärzte und Wissenschaftler denken.

Aus meiner Sicht wäre es doch vernünftig gewesen, nachdem man ein neues Virus – SARS-COV-2 – entdeckte, das die Runde macht und über welches man so gut wie nichts weiß, genau dies an die Bevölkerung zu kommunizieren. Also: Neues Virus, wir wissen nichts, seid vorsichtig Leute.

War aber nicht so. Was passierte und noch immer passiert ist, dass Politiker, Ärzte und Wissenschaftler so tun, als ob sie was wissen, obwohl sie fast nichts wissen, und aus ihrem Unwissen Maßnahmen ableiten. Noch schlimmer ist, dass einige aufgrund dieser willkürlichen Maßnahmen, dann noch ihre aufgestauten Lieblingsthemen gleich mit in die Suppe hinein werfen. Nach dem Motto: Wenn wir jetzt shutdown haben, dann könnten wir doch das Thema Klima gleich mit erledigen. Oder das Thema Gesundheitssystem. Oder das Thema Renten, oder sonst was. Je länger der shutdown anhält, desto mehr Leute kommen an die Öffentlichkeit mit der Forderung, die Gelegenheit zu nutzen, endlich das, was sie schon immer allen aufoktroyieren wollten, endlich zu erzwingen. Ich bin auch keine Ausnahme, denn ich rede davon, dass Leute endlich erkennen müssten, dass Libertarismus der einzige Ausweg aus solchen Zwangssystemen wäre. Hoffnungslos, ich weiß, aber hey, man kann es ja mal versuchen. Libertäre sind allerdings nirgendwo in einer Machtposition und werden es wahrscheinlich nie sein.

Für mich war das mit COVID-19 auch erst mal ein Schock, da ich eine Autoimmunerkrankung habe und bei jeder Virus-Infektion für mindestens 2-4 Wochen flach liege und oft noch Monate damit zu kämpfen habe. Todeswünsche von Links-Grünen nehme ich gerne zur Kenntnis, aber besonders lustig finde ich sie nicht (Galgenhumor ist OK). Deshalb war ich auch vorbereitet, mich notfalls 2-3 Monate zu isolieren, wenn so eine Seuche auftritt. Betonung auf ICH, MICH isoliere. Keine Forderung von mir, das ALLE sich isolieren, damit ICH vielleicht überlebe. In dem Fall ist Haltung dann doch wichtig. Eine libertäre Grundhaltung, eine biblische und damit konservative ist: Was du nicht willst dass man dir tu, das füge auch keinem anderen zu. Ich denke das steht in diametralem Gegensatz zur „Haltung“ der Mainstream Medien. Die fahren eher nach dem Motto, was zählen schon ein paar zerschlagene Eier, wenn wir unsere Ideologie endlich durchsetzen können.

Ich entdecke dieses Trittbrettfahren nahezu überall in der Politik. Es ist auch nichts Neues für mich, sondern ich erkenne das Muster aus meinem ehemaligen Beruf. In die „freie“ Wirtschaft ging ich nach dem Diplom, weil ich dachte dass Innovation, die sich wirtschaftlich umsetzen lässt, dort schnell und relativ zuverlässig belohnt wird. Im Uni-Betrieb war das in den 80’ern nicht der Fall. Und ich war auch zu 90% meiner Arbeitszeit immer nur in Start-Ups innerhalb der Konzerne unterwegs. Ich wollte nie ein Geschäftsgebiet übernehmen, in dem man nur Betreuung und Optimierungen machen muss. Innerhalb eines Konzerns ist das auch nicht so riskant, als wenn man das als unabhängiger Unternehmer tut. Eine Pleite überlebt man so, ohne Haus und Hof zu verlieren. Mein Ziel war immer, aus einer doofen Idee, zig Millionen Umsatz zu generieren. Manchmal hat das auch funktioniert. Doch innerhalb eines Unternehmensbereichs oder einer Firma, macht man sich als Innovator nicht nur Freunde.

Natürlich gab es da Leute, die hatten schon zu einer Innovation beigetragen, vor Jahren oder Jahrzehnten, und die wollten dann, als Geschäftsführer, die potentiell neuen Geschäftsführer nicht aus ihrer „Tasche“ finanzieren. Das waren sozusagen die Erzkonservativen. Bei denen stand Erhalt des Bestehenden, kein Risiko eingehen, und ähnliches im Vordergrund. Oft kann man sich so bis zur Rente durchhangeln, vor allem wenn man sich der Unterstützung der Kaufleute in der Firma sicher weiß. Innovatoren kosten erst mal nur Geld, oft für sehr viele Jahre. Ob die jemals wirtschaftlichen Erfolg haben ist ungewiss. Deshalb wussten die auch nicht, ob ich nur ein Trittbrettfahrer bin, der ihre Ergebnisse verplempert, oder ein neues Geschäft kreiere, welches dann später andere Innovatoren unterstützt. Die Sicherheit des Jobs der ‘Konservativen’ hängt meist davon ab, ob sie ihre Strategie des Erhalts, der Sicherheit, noch 20-30 Jahre durchhalten können.

Bei den sog. Demokraten in den USA fällt besonders auf, dass sie ihre Klima- und Feminismus-Agenda mithilfe der Virus-Maßnahmen nun endgültig durchsetzen wollen. Selbst bei den Schwindelambulanten des „Widerstand 2020“ fällt mir auf, dass einige ihrem Lieblingsprojekt Auftrieb verschaffen wollen. „Wenn nicht jetzt, wann dann“. Und ich habe das auch oft so argumentiert, wurde aber von wenigen guten und vielen schlechten Chefs, eines Besseren belehrt. Trittbrettfahren bei einer Krise ist unmoralisch und fällt den Meisten auch auf.

Die Faker

In der Regel geht das in die Hose, wenn man noch nichts weiß, aber so tut als ob. Zumindest in der Wirtschaft. Fake it till you make it, ist ein geflügeltes Wort unter pickup artists. Das klappt auch nur für sehr gute Lügner. Und bei Politikern, sowie regierungsnahen Ärzten und Wissenschaftlern ist das genau so. Je größer die Lüge, desto selbstsicherer man herüber kommt, umso erfolgreicher ist man.

Doch nicht nur linke und grüne Politiker fallen desöfteren durch außerordentliche Dummheit auf. Der Machtanspruch aller Politiker ist in eine Machtbesoffenheit ausgeartet. In diesem machtbesoffenen Zustand wollen sie demonstrieren, dass sie „was tun“. Die glauben dass sie deswegen gewählt wurden, um „endlich was zu tun“, vor allem gegen die emotionalen Ungerechtigkeiten, die seit Jahrzehnten beschworen wurden. Von diesen Leuten wurde der abstruseste Unsinn durchgesetzt, wenn man ihn nur irgendwie mit Corona begründen kann. Diese Psychopathen gefallen sich darin dem ganzen Volk vorschreiben zu können Masken zu tragen, einen Meter (oder x Meter) Abstand zu halten, usw. Genauso gut kann man vorschreiben einen lustigen Hut zu tragen, und hutlose willkürlich verhaften. Die machtbesoffenen Faker begründen ihre Anordnungen mit angeblich wissenschaftlichen Erkenntnissen, die jedoch, wenn man mal echte Wissenschaftler fragt, in Staub zerfallen. Manche dieser Anordnungen stehen dem gesunden Menschenverstand so diametral entgegen, dass man sich fragt von welchen Idioten man sich regieren lassen muss, und noch viel mehr, wie dumm das Volk sein muss, welches den Unfug befolgt und verteidigt.

Plünderungen und Plünderungen

Der Grund warum ich den Begriff Neoliberalismus immer noch verwende, und deren Vertreter kritisiere ist, dass es sich bei diesen Leuten um Plünderer handelt. Aus meiner Sicht sind diese Leute absolut frei, auch vor Recht und Gesetz, so lange sie ihren Obolus an die Politiker entrichten (nicht an den Staat, an die Politiker, d.h. es ist Korruption auf höchster Ebene). Für den Rest des Volks gilt das Gesetz nach Gutdünken der Politiker. Die Grundrechte-Demos haben ja gezeigt, dass Gesetze nur Makulatur sind. Deine Grundrechte sind Konfetti, wenn Politiker oder Polizisten entscheiden, dass sie nun nicht mehr gelten.

Vielleicht, aber nur vielleicht, war das mal eine ganz gute Idee, denjenigen, die nach einer Katastrophe wirklich nichts mehr zu beißen hatten, durch den Staat zu unterstützen. Das ist aber ganz schnell ausgeartet, mit den Sozialstaaten. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem die meisten westlichen Staaten den möglichen wirtschaftlichen Erfolg des Einzelnen weitestgehend bestimmen. Die Betroffenen sind fast ausschließlich Arbeiter aus der Mittelklasse. Diese werden vom Staat nach allen Regeln der Kunst geplündert – immer und immer wieder. Die staatlichen Repräsentanten (Beamte und Politiker) merken auch kaum, welche Opportunitätskosten durch diese vielen Staatsprogramme entstehen. Beispiele:

Wer an den Krankenversicherungen nicht teilnehmen möchte, könnte sein Geld z.B. in besonders gute Nahrung, in Stressabbau-Maßnahmen und vielleicht in einen ganz bestimmten Arzt, der ihm beim Gesundbleiben hilft, investieren, anstatt in eine KV. Dadurch könnte eine ganz neue Branche entstehen, die Leuten beim Gesundbleiben/-werden hilft, im Gegensatz zu Ärzten, die nur die neuesten „Reparaturmaßnahmen“ für den Körper kennen. Dies kann mit dem staatlichen Zwang zur KV aber nie geschehen, und wenn dann nur für relativ Reiche.

Anstatt hohe Beträge in die Rentenversicherung einzahlen zu müssen, könnte man (so wie tlw. in den USA) dem Einzelnen freistellen, wie er seinen Vorsorgebetrag investiert – z.B. in eine Finanzgesellschaft, Häuser und Wohnungen, Gold, usw. oder eine Mischung davon. Auch daraus könnte sich eine eigene Branche bilden, die sich auf genau das spezialisiert, hohe Renditen in sicheren und weniger sicheren Anlagen erwirtschaftet. Auch das gibt es, wegen dem Zwang zur RV, nur für Reiche, oder als staatlich genehmigte Abzocke (Riester).

Das kann man nicht nur mit allen Zwangsversicherungen machen, sondern auch mit vielem, was über Steuern finanziert wird. Je mehr der „starke Staat“ alles regelt, desto mehr Misswirtschaft, Korruption und eben auch Verhinderung von neuen Branchen und Geschäften, die vielen Leuten – der Mehrheit – Vorteile brächten.

Eigentlich müsste nicht die Antifa, und die oft armen Neger in den USA protestieren und plündern, sondern der gesamte (hauptsächlich weiße) Mittelstand. Die hätten nämlich allen Grund dazu, während die aktuellen Plünderer den Mittelstand weiterhin ausplündern, über die Staatskasse. Nach den Lockdowns ist ein Großteil der kleinen und mittleren Unternehmer eh pleite (auch wenn sie erst nächstes Jahr endgültig zahlungsunfähig werden). Bei denen arbeiten aber 50-70% aller Beschäftigten. Ich glaube 2021 werden alle Lockdown-Staaten ein Riesenloch in ihren Haushaltskassen feststellen und reagieren müssen – einerseits mit Streichung von Zuwendungen, andererseits mit erhöhter Inflation. Das wird noch „lustig“.

4 thoughts on “Wir wissen nichts,

  1. Ach ja, die grünen Schneeflöckchen und ihre “Todeswünsche”, solche, die sie nur äußern, wenn sie sich hinter irgendwelchen Antifa-Rockzipfeln verstecken und wie Merkel stammeln: “Alle mir nach, ich folge euch” – oder so ähnlich.

    Unkraut vergeht nicht, luisman, Microaggressions aber machen selbst die kleinsten Mimosen aus dem Öko-Terrorismus-Lager platt!

    Ansonsten: Klare Worte von dir. Aber hier und anderswo versucht man sich ja immer noch im stümperhaften “Nudging”, was auch wieder heißt: “Geht schon mal vor …”

    Was diese Deppentruppe aus dem DBT in Kooperation mit den dämlichsten Medien, die ein Land auch nur haben kann, hier angerichtet hat, dass zeigt auf, wie erbärmlich unsere Politiker sind.

    Ein Stichwort reicht: Masken – Erst total gefährlich nun zwanghaft verordnet …

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  2. “2021 werden alle Lockdown-Staaten ein Riesenloch in ihren Haushaltskassen feststellen und reagieren müssen”
    Wozu? Die EZB druckt das Geld in Zugladungen. Das war immer schon ein Erfolgsrezept, seit der Ming-Dynastie.
    Und sage mir keiner die Deutschen seien gegen diese Geisteskrankheit immun. In Weimar haben sie mit Gelddrucken die Währung und damit die Loyalität des Mittelstandes ruiniert. Der Rest ist Geschichte.

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    1. Viele kleine und mittlere Betriebe, die hohe Verpflichtungen, wie Mieten und Schulden haben, werden bis Anfang 2021 Pleite sein. D.h. die Einnahmen des Staates sinken und die Ausgaben fuer Hartz usw. steigen. Natuerlich wird der Staat versuchen sich daraus heraus zu inflationieren (d.h. mehr Geld drucken), aber zugleich werden sie Ausgaben streichen muessen, um ein dauerhaft steigendes Defizit zu verhindern. Wie du sagst: Weimar aehnliche Verhaeltnisse, nur etwas schleichender.

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