Letting go

Loslassen. Alles.

Nach wenigen Tagen übernimmt die Lethargie. Auch dabei muss man sich erst mal wieder an sich selbst gewöhnen. Es scheint erst mal sehr unnatürlich rein gar nichts zu tun. Die ersten Tage des Lockdown ist man vielleicht noch ganz froh mal nicht arbeiten zu müssen. Nach ca. 2 Wochen fragt man sich aber schon, was das soll – ein Dauerzustand kann das ja wohl nicht sein. Bei manchen ist seit Tagen der letzte Staubkrümel aus der hintersten Schrankecke gesaugt, bei anderen türmt sich der Müll und das ungewaschene Geschirr (nicht bei mir – die Putze kommt ein Mal pro Woche 🙂 ). Manche treibt’s auch nach 2-3 Wochen Urlaub wieder zurück zur Arbeit, andere wiederum könnten sich am Ballermann jahrelang einmieten. Ich habe vor 10-15 Jahren losgelassen. Nicht überraschend, sondern geplant. Und damals wusste ich auch nicht, wie mir das bekommt.

Unqualifizierte Kritik abperlen lassen

Ich halte das ja schon lange so in meinem Blog, dass ich Rabauken entweder gleich lösche oder mit einem Edit im Kommentar maßregle. Ich will meine Zeit nicht mit nichtssagenden Idioten verschwenden, die außer „Du bist Scheiße“ nichts zu sagen haben. Neider und Gleichschritt-Marschierer habe ich schon im Beruf oft genug kennengelernt, und weiß mit ihnen umzugehen. Im Blog, in dem ich die meisten Kommentatoren eh nicht kenne, handhabe ich das eben so, wie oben beschrieben. Ich betreibe den Blog, so lange es mir Spaß macht. Wäre ich dazu gezwungen mich laufend mit Idioten zu beschäftigen, würde ich auch hier loslassen, d.h. den Blog abschalten.

Den Gehirnkasten neu einsortieren

Der philippinische Lockdown wird als einer der härtesten weltweit beschrieben. Selbst Korruption versagt hier teilweise, da keiner weiß was wirklich los ist und sehr viele einfach nur Angst haben. Bei ein paar tausend Erkrankten und etwas über 1.000 Toten (mit oder wegen Corona) ist die Übertreibung der Gefahr hier für mich mehr als offensichtlich. Auch weil hier jedes Jahr deutlich mehr Leute an TB, an Malaria, und an Dengue sterben, als an/mit COVID-19. Aber Hey, fast die ganze Welt wurde über Nacht voll totalitär. Was kann man denn tun? Nichts. Viele der Stadtteile hier riegeln sich immer noch ab – mit Barrikaden – und das nicht wegen gesundheitspolitischer Vorgaben, sondern weil die Leute innerhalb vieler Stadtteile wieder ganz normal unter sich leben wollen, ohne dass Behörden eingreifen. Das sind autonome Zonen, allerdings nicht so ein Schwachsinn wie in Antifa-Seattle. Die züchten Hühner, Früchte und Gemüse im Garten, und wenn sie alle Monat mal einen großen Sack Reis brauchen, verkaufen sie eben ein paar Hühner. Da gibt es weder Maskenpflicht noch Ausgangssperre. Polizei brauchen die auch keine – jeder hat eine Machete. Die haben losgelassen von der „Nation“, von der Idee regiert zu werden, und von den korrupten Politikern.

Beziehungen wertschätzen

Schnaps gegen Bücher und Gewürze (Rosmarin und Basilikum, sowie Malungay-Pulver). Das war mein Deal mit dem Nachbarn, als während des Lockdown auch ein Alkoholverbot bestand (welches nun aufgehoben ist). Er hatte so um die 10 Flaschen Whisky, Brandy, Wodka, usw. für seine Geburtstagsfeier gekauft, die wg. des Lockdown ins Wasser fiel. Er hätte das Zeug ein Jahr lang aufheben können, aber er weiß auch nicht, ob er dann noch lebt. Also hat er losgelassen, meine 40 deutschen Bücher gelesen, und gut gekocht.

Talente und Interessen wiederentdecken

Lesen. Philosophieren. Die verstaubten Mathematik-Kenntnisse aufmöbeln. Vor allem letzteres habe ich seit fast 20 Jahren nicht mehr gemacht. Wozu auch? Nun seit dem die „Virologen“ weltweit mit Statistik Schindluder treiben, sind meine Statistik-Kenntnisse wieder Top. Sich während eines total chaotischen Aktienmarktes mit Fibonacci-Folgen zu beschäftigen macht eh nicht so viel Sinn.

Grenzen beachten

Krafttraining und die Wehwehchen. Da ich ein Mini-Heimstudio habe, um von den örtlichen (stickigen und stinkigen) Gyms unabhängig zu sein, habe ich etwas mehr trainiert. Im Eifer des Gefechts natürlich die Ruhepausen (Recovery) unterschätzt, und mal tat das Knie weh, mal die Schulter, mal die Hände, etc. Der Körper meldet sich unverzüglich, wenn er überbeansprucht wird.

Kann die Menschheit so weiterleben?

Können wir nicht. Die Explosion von Antifa und BlackLivesMatter in den USA und weltweit ist vor allem auf den Lockdown zurückzuführen. Die psychische Verfassung der meisten war durch den wochen- und monatelangen Lockdown schon erheblich angespannt, und jetzt entlädt sich der Frust mit den inkompetenten Regierungen in alle möglichen Richtungen.

Bisher habe ich immer mit einem halben Auge auf die Reden der Leute von „American Renaissance“ geschaut, die sich mit vielen Begründungen für eine Rassentrennung aussprechen, um die dauerhaft schwelenden Probleme zwischen den Negern und den Europäern in den USA zu befrieden. Ich bin davon abgekommen. Auch hier: Loslassen. Wenn es nicht die Rasse ist, die das Konfliktpotential erhöht, ist es eben was anderes. Dann ist es der ‘Sexismus’, das Klima, der Tierschutz a la Veganer, der Kapitalismus vs. Kommunismus, die Religion, die Redefreiheit und beliebig vieles mehr.

Wir können so nicht weiterleben, weil es eine Perversität ist unter einem Zwangsregime zu leben – egal, ob es benevolent oder einfach nur korrupt ist. Ich bin ein Libertärer, weil ich u.A. auch für autonome Zonen bin. Nicht für pseudo-autonome Zonen, die andere nur ausplündern (wie CHAZ in Seattle). Wer eine kommunistische autonome Zone errichten will, bitteschön – werdet glücklich damit und darin, und belästigt mich nicht. Wer eine Schwulen-Zone, eine Schwulen-freie Zone, eine Frauen-Zone, eine Frauen-freie Zone, eine Veganer-Zone oder eine Karnivore-Zone, eine Anarcho-kapitalistische Zone, eine Zone für diese oder jene religiöse Sekte einrichten will, bitteschön. Kauft euch das Land, oder erobert es, und baut eine Mauer drum herum. Jeder darf aus seiner Zone raus, muss aber letztlich eine Zone finden, die ihn aufnimmt. Wir werden ja innerhalb weniger Jahre (oder Tage, siehe CHAZ) sehen, welche Zonen wirklich autonom überlebensfähig sind und welche sich selbst auflösen, weil sie z.B. verhungern oder aussterben.

Was in den meisten Ländern in Bezug auf den Erlass und die Durchsetzung der COVID-19-Regeln geschah ist m.A. Staatsterrorismus = Die ungesetzliche Anwendung von Gewalt und Einschüchterung, insbesondere gegenüber der Zivilbevölkerung, zur Durchsetzung politischer Ziele. Jeder dieser Staaten, welche die „Corona-Regeln“ mit Gewalt durchgesetzt haben, ist illegal. Nicht nur die Politiker und Staatsbeamten agieren illegal, nein auch die Exekutive (Polizei), sowie die Judikative (Richter). Deshalb nenne ich es Staatsterrorismus. Alle Machtinhaber arbeiteten zusammen, keiner hat seine Pflicht getan und ungesetzliche Regeln nicht angewandt oder sie juristisch untersagt. Es ist wie bei der Mafia. Auch hier wieder loslassen, zurücktreten, sich nicht total irre machen lassen, und überlegen, was man für sich selbst tun kann.

8 thoughts on “Letting go

  1. It seems like the Philippines is settling in for a permanent lockdown. In this province they keep extending the quarantine, even though a total of 5 people have died. In comparison, 10 have been shot dead in the same period. Instead of easing, it is getting stricter. No tandem motorcycle riding allowed, which prevents the poor from getting to work.
    When lockdown started, I assumed it would all be over in 3 months. Now it looks like it will be 6 months +, despite very little danger.

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    1. It’s not about the quarantine, not since 2-4 weeks after they did that. The ONLY thing that saves anyone from the virus is a healthy immune system. All the medicines and prevention methods are only partially helpful – if at all – and a vaccine will probably do more harm than good.

      Now it’s all about saving face (as they continue to wreck the small businesses), and at the same time a test for all politicians, how far they can go until they have a revolt at their hands (the USA was first with the riots, France followed).

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  2. Loslassen ist ein gutes Stichwort. Dieses ganze politische Zeug dreht sich doch ständig im Kreis. Man kann 1 Million Artikel zu Themen wie Sexismus und Co behandeln (so wie AllesEvo es seit Jahren tut), aber nach ein paar Wochen haut der Mainstream die nächsten 100 Artikel oder Videos raus. Denn die werden dafür bezahlt, mit den GEZ Zwangsgebühren, die gerade nochmals erhöht wurden.

    Die Lockdown Geschichte ist weltweit ein großer Witz. Die Suizide sind bald höher als die angeblichen Corona Toten.

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  3. Loslassen und sich von dem Irrsinn distanzieren ist gut. Dies muss jedoch eingeübt werden. Viele verlieren den Verstand, oder fallen in ein psychisches Loch, wenn sie es plötzlich mit sich selbst aushalten müssen, ohne von Äußerlichkeiten und ständigem Aktivismus abgelenkt zu werden. Es ist jedoch der weise Pfad der Selbsterkenntnis; und führt nach innen; zu mehr Selbstliebe, Verständnis, Geduld und Reife. Eindeutig nicht für Jedermann/Jedefrau. Je weniger Ressourcen im Innern, desto verlorener.

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    1. Ja, the end of the world as we knew it, sozusagen. Selbst das Einkaufen macht keinen Spass mehr, wenn man mit Maske herum latschen muss, und an jedem Geschaeft erst mal mit Alkohol abgesprueht wird. Richtig lustig wird’s erst im August/September, wenn die grosse Pleitewelle anrollt.

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  4. Tja, der/das Lockdown

    Mich lässt die Situation ziemlich ratlos zurück, und ich gestehe, dass mich das Ganze passiv-aggressiv zu machen droht. Gefangen im Hamsterrad zwischen Kurzarbeit, Unterhaltsverpflichtungen und Irrsinnsmieten, kann ich nur noch durchdrehen, wenn ich diese Krakeelerei dieser Linken rund um einen mehrfach vorbestraftem und gewalttätigen Neger, begleitet von den Betroffenheits-Dauerflatulenzen unserer s.g. Freien Medien, der Politik und den Kotaus einer immer mehr verdummten Bevölkerung auch nur ansatzweise sehe!

    Und dieses dumme Schuhkartongesicht mit Zöpfen holt man auch schon wieder aus der Schublade. Eine Schulabbrecherin, in Deutschland begleitet von dieser hüpfenden Pudelmütze, Luisa Neubauer, bringen mich persönlich langsam an den Rand eines Brutalstsarkasmus`. Es scheint, als habe die linke Dummheit die Welt schon lange überrollt und mitleweile kommt wohl auch der Verfassungsschutz endlich dahinter:

    Verfassungsschutz sieht „Gefahr eines neuen Linksterrorismus”

    Dann ist ja Alles supergut, ne! (war mal ein Vollpfostenlied des Prä-WC-Jahrgangs).

    Wie auch immer, die Transfers fließen munter gen Italien, Frankreich etc. und hier darf Omma und Oppa mit Mundschutz Flaschen sammeln und sein Leben fristen …

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  5. Ein Chemnitzer (laut IP Adresse) meint, er muss uns den wirrologischen Unsinn, der seit Monaten durch alle Medien geistert, nochmals ganz schwer ans Herz legen. Hier sein Originalkommentar:

    “Bei ein paar tausend Erkrankten und etwas über 1.000 Toten (mit oder wegen Corona) ist die Übertreibung der Gefahr hier für mich mehr als offensichtlich.”

    Was COVID19 (wie jede hochansteckende Infektionskrankheit) so gefährlich macht, sind nicht die Toten zum Zeitpunkt t sondern das der Infektionsdynamik inhärente exponentielle Wachstum, mit dem Potential zu 1000x mehr Toten zum Zeitpunkt t+x

    SARSCoV2 hat mit einer Basisreproduktionsrate von R0=3 und Serial-Interval von 4 Tagen das Potential einer Verdopplungszeit von 2.5 Tagen. Das ist doppelt so aggresives Wachstum wie pandemische Influenza.

    Ohne Gegenmaßnahmen würde sich die Zahl der Infektionen (und damit Todesfälle) jeden Monat vertausendfachen(!) So wie in Wuhan im Januar oder Norditalien im März tatsächlich geschehen.

    Kann jeder mit Interesse an mathematisch-rational fundiertem Denken anhand von online verfügbaren epidmiologsichen SEIR-Modellen selber nachrechnen:
    https://gabgoh.github.io/COVID/

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    Schau mal Herr “B”, ich habe den Kommentar weiter im SPAM gelassen, weil ich befuerchte ich handle mir viel Arbeit ein, wenn ich Ihre folgenden Kommentare dann immer wieder loeschen muss. Ich und die meisten Blogleser kennen die offiziellen Zahlen, die Modelle, usw. bereits. Viele von uns koennen auch die Mathematik dazu (und falls wir’s aus dem lange zurueckliegenden Studium vergessen haben, haben wir’s inzwischen wieder aufgefrischt). Wer andere fuer bloed halten will, der muss schon ueberpruefbare Fakten mit Hand und Fuss bringen, nicht nur die Presse oder irgendwen zitieren. So was ist Geisteswissenschaftler-Niveau, auf welches der hier schreibende Blogger herabschaut. Die Implementierung im verlinkten Github Modell fand ich aber schoen, so dass ich eine Kopie Ihres Kommentars machte.

    Es hat sich herausgestellt, so wie bei den meisten Corona-Viren, dass die ueberwaeltigende Mehrheit der Leute quasi-immun ist. Praktisch alle unter 60, aber auch gesund lebende Alte haben keine/kaum Symptome, und bringen die Infektion innerhalb von wenigen Tagen hinter sich. Wie hoch der Anteil der Quasi-Immunen ist weiss man nicht so genau, es scheint aber ueber 90% der Bevoelkerung zu sein. Die Durchseuchung ist bei weitem nicht so hoch wie man aus den Modellen errechnet hat, sonst ware das Ergebnis der Antikoerpertests sehr viel hoeher ausgefallen. Und nein, die “Gegenmassnahmen” haben das nicht erreicht, da das Virus schon seit Okt/Nov 2019 im Umlauf war. Ohne diese neuen und meist sehr ungenauen Tests, waere es 99% der Menschheit nie aufgefallen, dass es da ein neues Virus gibt.

    Und das mit dem exponentiellen Wachstum ist mathematisch vielleicht interessant, aber in der Praxis findet sowas so gut wie nie statt (ansonsten bestuende die Menschheit aus Milliarden von Billionaeren 😉 ). Baeume wachsen zwar in den Himmel, aber nicht in die Stratosphaere. Irgendwas ist immer, und hier war es das gesunde Immunsystem der grossen Mehrheit, die das Virus stark eingrenzt. Und es hat mit ueber 90% der ernsthaft Kranken, die erwischt, die aus Altersgruenden oder wegen sonstiger Wohlstandserkrankungen ihr Immunsystem kaputt gemacht haben.

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