Ausbluten per Zwangsschulden

In jedem Land existieren zwei Wirtschaftssysteme, die weitestgehend nebeneinander her existieren, und sich nur an einer dünnen Schnittstelle verbinden. Das eine ist die Konsumwirtschaft, das andere ist die Investitionswirtschaft.

In der Konsumwirtschaft geht es darum, dass der durchschnittliche Arbeiter gerade genug Geld hat, um sich Essen, Kleidung, Transport und eine Unterkunft leisten zu können. Bei Essen und Kleidung kann man sich keine Inflationsspirale leisten, weil sonst eine gewaltsame Revolution ansteht. Beim Transport kann man das schon leichter tun, so lange man die öffentlichen Transportmittel billig genug hält. Autos als Konsumgut kann man beliebig teuer machen (mit Pflicht-Airbags, Kats, CO2 Obergrenzen usw.) oder gar verbieten. Bei der Unterkunft kann man aber schon gnadenlos zuschlagen, denn das ist zwar Konsum aus Sicht des Bewohners, aber eine Investition aus Sicht der Investitionswirtschaft. Und da will die Investitionswirtschaft Rendite UND Wertsteigerungen sehen.

Um die 35-40% der Netto-Einnahmen muss der städtische Mieter im Schnitt inzwischen für seine Kaltmiete ausgeben. Im ländlichen Bereich ist das oft weniger als die Hälfte. Jahre- und jahrzehntelange Mieter von Wohnungen in Beton- und Bettenburgen sind besonders betroffen, da sie kaum Alternativen haben. Mag sein, dass die Wohnanlage einmal von einer der Kirchen, einem lokalen Investor, sozialen Wohnungsbaugesellschaften oder gar dem Staat in Auftrag gegeben und gebaut wurde. Diese waren mit niedrigen Mieten zufrieden (oder mussten es sein) und haben, um überhaupt eine Rendite zu erzielen, die Wartung und Instandhaltung stark vernachlässigt. Irgendwann verkauften die dann ihre Mietanlage an einen Pensionsfond oder sonstige Immobilien-Anlagefirmen, die eine Chance auf Renditesteigerung witterten. Die geplante Rendite muss nicht nur deren Investoren zufrieden stellen, sondern auch die oft üppigen Gehälter und Gewinne dieser „Investitions-Profis“ finanzieren. Also werden sogenannte „Luxusrenovierungen“ gemacht, denn diese kann man unter bestimmten Bedingungen auf die Mieter direkt und/oder die Miete langfristig umlegen. Der Marktwert der Immobilie steigt, nicht nur wegen der Renovierung, sondern vor allem durch die neu erzielbaren Mieten.

Der Einzelinvestor, der vielleicht eine Einliegerwohnung ausbaut, oder anbaut, profitiert zwar auch indirekt, indem das Mietniveau einer Gegend angehoben wird, aber kann bei weitem nicht solche Mietsprünge veranstalten, wie die „Profis“. Als Luisman mal eine seiner Mietwohnungen renovieren wollte, stand der lokale Mieterverein gleich Gewehr bei Fuß und drohte. Mit einigen Tausend EUR für den Rechtsanwalt, das Gericht, Gutachter usw., hätte ich die Klage nach einigen Jahren vielleicht gewonnen. So was lohnt sich für einen Einzelinvestor nicht. Die Investitions-Profis haben eine Rechtsabteilung, die i.d.R. ganz genau weiß, bis an welche Grenze sie die Mieter schröpfen können, so dass ihnen ein Richter nicht auf die Füße tritt. Wer das jetzt emotionalisiert (wie die Linken), ist einfach blöd. Die Anlagefirmen hassen die Mieter nicht, die wollen die auch nicht raus werfen. Ganz im Gegenteil, die hätten gerne, dass die Mieter während des monatelangen Baulärms und Baudrecks die Miete nicht kürzen und hinterher die erheblich höhere Miete zahlen. Die arbeiten ganz professionell und halten sich an die Gesetze, nicht im Sinne der Mieter, sondern für ihre Investoren.

Warum mieten die?

Jetzt kommt (oft aus der libertären Ecke) das Argument, dass sich doch bitteschön jeder seine Wohnung, sein Haus kaufen und abstottern soll. Dann ist man den Wagnissen des Mietens nicht ausgesetzt und muss auch nie umziehen. Können vor Lachen!!!

Erst mal bleibt vom Einkommens-Brutto meist nicht viel übrig, da man zwangsweise nicht nur Steuern, sondern vor allem die Sozialabgaben zahlen muss (das sind schon mal ca. 50%), und von diesem Netto die hohe Miete (im Schnitt über 30% des Netto), sowie die inzwischen ebenfalls üppige Mehrwertsteuer (19%) auf alle Einkäufe. Meist reicht es so zum Leben, für das teure Auto und einen Pauschalurlaub im Jahr, aber das Grundkapital für eine eigene Behausung kann man damit inzwischen nur noch schwer ansparen.

Diejenigen die es schaffen verschulden sich bei den Banken meist auf 30 Jahre, zahlen also ihre „Miete“ nicht mehr an Investoren, sondern an Banken. Das sind quasi die selben Leute, nur mit unterschiedlichen Firmennamen. Der Besitzer der „eigenen“ Behausung wird erst mal mit Notar- und oft auch Maklergebühren kräftig geschröpft, sowie mit der Grunderwerbssteuer, und ist immer wieder von der Gemeindeverwaltung abhängig, welche die laufenden Grundsteuern und weitere Gebühren festsetzt (das ist noch nicht so räuberisch wie in den USA, aber was nicht ist kann ja noch kommen). Auch hier bekommen Wohnungsgesellschaften oft einen „Deal“, wenn sie einen Bus voll Anwälte auf die Stadtverwaltung loslassen.

Die Alternativen sind also

  1. Mieter, und vom Netto bleibt nichts übrig.
  2. Eigentümer einer Privat-Immobilie, bis zur Halskrause in Schulden.

Wie man’s dreht und wendet, man steht da wie das sprichwörtlich frisch gefickte Eichhörnchen. Das kam langsam und schleichend über uns, da quasi alle Parteien immer wieder für die Steigerung der Abgaben sorgten. Ebenfalls seit den 70’ern wird der Flexibilität-Mythos des Arbeiters erzeugt, so dass man damit rechnen muss 100+km weit weg ziehen zu müssen, nur um weiterhin einen Job zu bekommen. Die erheblichen Nebenkosten eines Haus-/Wohnungsverkaufs und -kaufs würden dann alle Ersparnisse wegfressen. Also mietet man weiterhin.

Der Ausweg wäre, sich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen und es zu vermieten. Man kann meist eine Renovierung in Eigenleistung durchziehen, um den Wert bzw. Mietpreis zu steigern. Das tun viel zu wenige, auch abgeschreckt von den vielen Betrügern, die Schrottimmobilien zu Höchstpreisen an Ahnungslose verscherbeln. Bei Eigentümergemeinschaften schlägt auch immer die hohe Abgabenbelastung für Renovierungen und Instandhaltung zu, denn die Bauarbeiter erhalten auch nur ca. 30% ihres Brutto ausgezahlt. Die anderen 70% kassiert der umverteilende Staat.

Hypotheken sind (waren) sicher

Der überwiegende Teil aller Bankschulden sind Hypotheken (mehr als 2/3). So lange die Eigenkapitalquote des Häuslebauers alle Kaufnebenkosten abdeckt, sowie einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises, hat die Bank ein sehr sicheres, langfristiges Geschäft abgeschlossen und kaum Risiko für ihr Stammkapital. Damit dieses Geschäft sicher und verlustfrei für die Banken bleibt, sind die natürlich an kontinuierlichen Wertsteigerungen der Immobilien interessiert. Der Schuldner mag ausfallen, weil er arbeitslos wird oder pleite geht, aber der Bank gehört die inzwischen höherwertige Immobilie zur Verwertung. Dieses Modell war zum gegenseitigen Vorteil von Banken und Immobilienbesitzern, die Banken bekamen im Regelfall ihre Zinsen und Rückzahlungen so gut wie risikofrei, der Immobilienbesitzer bekam die Wertsteigerung, sowie wohnte mietfrei, bzw. bekam Miete als zusätzliches Einkommen. Das ist (war) der sog. Mittelstand, direkt ablesbar an der Quote selbst-bewohnten Wohneigentums.

Aufgrund dieses Null-Risikos bei Hypotheken, konnten Banken in sehr viel riskantere Geschäfte einsteigen, wie z.B. Kredite für Firmenakquisitionen, wie z.B. die Herausgabe von Optionsscheinen, usw. Doch damit war die Gier der Großbanken noch nicht befriedigt. Aufgrund der kontinuierlichen Wertsteigerung der Immobilien konnte man auch Hypotheken vergeben, die dem Schuldner überhaupt kein Eigenkapital abforderten – selbst die Kaufnebenkosten wurden kreditfinanziert. Bekanntermaßen löste das die größte Kreditkrise seit der „großen Depression“ der 20’er/30’er aus. Die Banken mussten, zum ersten Mal seit Dekaden, Verluste in ihrem Hypothekengeschäft hinnehmen. Die Hebelwirkung durch die sog. „credit default swaps“ oder „mortgage-backed securities“ verschärfte die Krise noch erheblich. Seit 2008 sind praktisch alle Banken permanent in einer Krise, nach konservativen Buchhaltungskriterien wirklich bankrott. Hypotheken sind nicht mehr „sicher“, die Wertsteigerungen mussten mit politischen Maßnahmen forciert werden.

95% Verlierer seit 2008

Seit 2008 bekommt man nur noch eine Hypothek, wenn man die Kaufnebenkosten bar zahlen kann und ca. 20% des Kaufpreises ebenfalls. Das ist eigentlich „so wie früher“, mit dem Unterschied, dass das verfügbare Nettoeinkommen des potentiellen Häuslebauers weiter schrumpfte. Zudem mussten viele Berufseinsteiger sich mit Praktika und sehr niedrigen Gehältern zufrieden geben, auch dank der Verlagerung der Produktion vom „Westen“ nach China. Die meisten können bis Mitte 30, Anfang 40 nicht genug Eigenkapital zusammensparen, um sich Wohneigentum leisten zu können. Das halbe Leben, und das halbe Berufsleben wohnt man gezwungenermaßen in Miete. Und diese Mieten müssen, aufgrund der Knappheit (wenige Neubauten und Zuwanderung), und wegen staatlich erzwungener Inflation, immer deutlich steigen. Die gewerkschaftlich erstrittenen Lohnzuwächse gehen i.d.R. komplett für die höhere Miete drauf. Jetzt kann man nachvollziehen, warum immer mehr Leute eine Abneigung gegen diese Art von „Kapitalismus“ entwickeln. Der „normale Arbeiter“ kann sich an diesem Kapitalismus gar nicht mehr beteiligen, da alle Wertzuwächse nur zu seinen Lasten gehen.

Staatsschulden ohne Grenzen

Ein vernünftiger Mensch könnte nun meinen, dass eine Regierung diese Sackgasse erkennt und gegensteuert. Diese Regierungen könnten doch dafür sorgen, dass die Abgabenbelastung für den Normalbürger sinkt, so dass er sich doch noch als Häuslebauer betätigen kann, bevor er in Rente geht. Dem steht aber die Arroganz und das Sendungsbewusstsein der Politiker entgegen. Sie wollen ein Problem, welches sie (wie fast immer) selbst erzeugt haben, nun auch mit politischen Maßnahmen lösen (und machen es dadurch noch schlimmer). Nun gibt es Mietzuschüsse. Und Nullzinsen.

Wem nützen Mietzuschüsse? Dem Mieter? Nein, natürlich dem Vermieter, der in aller Regel eine Wohnungsbaugesellschaft ist, d.h. den Investoren. Wem nützen Nullzinsen? Dem Mieter nicht, da er keine Hypothek hat, aber den Investoren, die mit billigen Krediten noch mehr Wohnungen kaufen können, um noch mehr Mieteinnahmen zu erzielen.

Schon lange vor der Corona-Krise gab es im globalen Westen nur noch Pseudo-Wirtschaftswachstum. Das Wachstum welches noch zählbar war, fand fast ausschließlich in bereits investiertem Kapital statt, aufgrund von künstlich herbeigeführten Wertsteigerungen, insbesondere durch Verknappung von Wohnraum (keine Neuinvestitionen durch Häuslebauer und durch Zuwanderung). Daran wird der Enteignungsvorschlag der kommunistischen Nachwuchsorganisationen der SPD und Genossen auch rein gar nichts ändern. Durch staatliche Begrenzung von Mieten haben sich schon viele alte Investoren damit abgefunden, nur noch die Wertsteigerungen der Immobilien als potentiellen Gewinn zu akzeptieren, so dass die Miete oft gerade so die laufenden Kosten deckt. Nullzinsen helfen dabei natürlich sehr.

Doch Mietzuschüsse, Nullzinsen und weitere „soziale Largesse“ bedeuten zum einen niedrigere Staatseinnahmen und zum anderen höhere Staatsausgaben. Die „schwarze Null“ war schon vor Corona gelogen, aber jetzt hatte man endlich einen Grund mal wieder richtig deftig Schulden machen zu können, sowie hunderte von Milliarden Geld zu „drucken“. Beides hat den selben Effekt, nämlich Inflation bestehender Werte.

Die Zentralbanken halten seit spätestens 2008 riesige Schuldenpakete von Banken, Staaten, Bundesländern, deren physischer Gegenwert NULL ist. Das Ziel ist natürlich nicht diese „junk bonds“ endlich mal abzuschreiben, sondern sich daraus heraus zu inflationieren. Eine Abschreibung würde eine massive Deflation auslösen. Dieser Weg ist auch den jetzt beschlossenen Schuldenpaketen vor-beschrieben denn sie werden in 1-2 Jahrzehnten wieder bei den Zentralbanken als wertlose junk bonds endgelagert.

Egal, ob das zusätzliche Geld nun wieder in Wertsteigerungen für Immobilien, für Aktien, Derivate oder Rentenpapiere „investiert“ wird, mit weiterhin sinkenden Renditen, es ist und bleibt ein Ponzi-Schema, ein Pyramidenspiel. Nur die oberen 5% oder 1% werden reicher, alle anderen werden ärmer.

Der normale Arbeiter und Bürger ist

  1. wegen der sinkenden Nettoeinkommen
  2. wegen der inflationierten Immobilienpreise
  3. wegen der steigenden Mieten

gezwungen lebenslang ein Schuldner zu sein. Er ist 30 Jahre lang Schuldner einer Bank, wenn er sich ein Eigenheim anschafft, oder eine vermietete Wohnung, und er ist Schuldner aller Staatsschulden, deren Höhe und Zinsen er nicht beeinflussen kann.

Yobel oder Revolution

Yobel kommt aus dem jüdischen Teil der Bibel und bedeutet ein Fest, welches alle 50 Jahre, oder nach der Neuwahl eines Königs abgehalten wurde, zu welchem alle Schulden eliminiert wurden. Schon vor tausenden von Jahren wurde erkannt, dass fortwährendes Schuldenmachen und Zinsen immer in die selbe Sackgasse führen müssen. Sogar Hammurabi der alte Babylonier tat das vor 5.000 Jahren und erklärte die Streichung aller Schulden. Bis zur Halskrause verschuldete Bürger können keine Steuern mehr zahlen, und sie können auch das normale Wirtschaftsleben nicht mehr aufrecht erhalten. An diesem Punkt wurde entweder ein Yobel ausgerufen oder per Revolution erzwungen. Genau an dem Punkt sind wir seit spätestens 2000 angelangt, vielleicht sogar seit den 70’ern.

Ca. 95% der Bürger haben mit Knappheiten zu kämpfen und es wurde immer schwieriger aus dieser Spirale zu entkommen. Dem Staat bleibt auch nichts anderes mehr übrig, als immer neue Schulden aufzunehmen. Vor dem Fiat-Geld konnte man die Schuldenspirale nicht immer weiter drehen, denn irgendwann wurde offensichtlich, dass es nur noch einen Dagobert Duck gibt, mit einem vollen Goldspeicher und alle anderen seine Sklaven waren. Mit Fiat-Geld ist diese Grenze weggefallen.

Neoliberal-Sozialismus oder Währungsreform?

So lange wir in dieser ewigen Schuldenspirale verbleiben, setzt sich der Neoliberal-Sozialismus weiter fort. Freiheit für die Investoren mit garantierten, risikolosen Einkommen, und Sozialismus für alle anderen. Damit wird die Mittelklasse automatisch eliminiert, was in den meisten „westlichen“ Ländern bereits weit voran geschritten ist. Es dauert vielleicht einige Generationen, aber irgendwann merken die 95%, dass sie nur von der Hand in den Mund leben, und dass sie viel mehr sind (jahaha, „Wir“ sind mehr), als die 5% oder 1%. Dann ist Bürgerkrieg und danach beginnt die Spirale von Neuem.

Eine moderne Möglichkeit eines Yobel wäre eine Währungsreform, so wie sie z.B. nach dem 2.WK, aber auch anderswo schon durchgeführt wurde. In einer solchen Reform finden immer massive Schuldenstreichungen statt, zuvorderst Staatsschulden, aber man kann auch überzogene Kredite von Firmen und faule Kredite von Banken einfach eliminieren. Danach sollte man einen Zinssatz von zw. 5% und 10% vorschreiben, sowie allen Banken verbieten Kredite zu vergeben für alles was nicht eine „Neu-Investition“ ist. Keine Sorge, wenn dabei 99% aller Banken pleite gehen, denn die haben noch nie etwas produktives zur Wirtschaft beigetragen. Neue Banken braucht das Land. Und nun fragt man sich, warum z.B. Merkel diese Chance nie wahrnahm, obwohl die ursprüngliche AfD ihr doch jede Möglichkeit dazu bot. An etwas Althergebrachtem hängt sie offensichtlich nicht fest und radikale Richtungsänderungen sind ihr auch nicht fremd (siehe Energiepolitik und Flüchtilanten Grenzöffnung). Hier gebe ich ein Blogstöckchen weiter an alphachamber von https://huaxinghui.wordpress.com (dem das Wort Yobel evtl. schwer von der Zunge geht, UND es reicht jetzt nicht einfach zu sagen: Das ist alles die Schuld der Eskimos 😉 ).

Alles in allem brauchen wir eine Abkehr vom Finanzkapitalismus nicht zurück, sondern vorwärts zu einem Wirtschaftskapitalismus, in dem unternehmerisches Handeln belohnt wird und sonst nichts.

9 thoughts on “Ausbluten per Zwangsschulden

  1. Will man einen “Wirtschaftskapitalismus, in dem unternehmerisches Handeln belohnt wird und sonst nichts” muß man die Macht der Banken brechen.
    Wenn man die Macht der Banken brechen will muß man ihnen die Möglichkeit nehmen, Geld zu schöpfen.
    Will man ihnen die Möglichkeit nehmen Geld zu schöpfen geht das nur mit dem Goldstandard (Silber etc.).
    Und eher fangen Schweine das Fliegen an als das das passiert. Denn das würde das Recht zur Geldschöpfung auch den Zentralbanken nehmen. Und dann könnten die Politiker keine Geschenke mehr verteilen sondern das Wahlvolk würde sie an ihren Fähigkeiten messen.
    Die die große Mehrheit der Politiker nicht hat.

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    1. Wie man die Macht der Banken brechen kann habe ich ja beschrieben. Kredite nur fuer Neuinvestitionen. Fuer neue Werte braucht man auch zusaetzliches Geld. An der Stelle scheitert der Goldstandard prinzipiell, bzw. er wird dann praktisch verwaessert. Eine Fiat-Waehrung macht schon Sinn, wenn die Zentralbank fuer Inflation = 0 sorgt.

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  2. Ich habe eine Theorie, die ich gerne hier teilen möchte:

    1. DER KOMMUNISMUS IST 1989 NICHT ZUSAMMENGEBROCHEN
    Es ist lediglich die Planwirtschaft zusammengebrochen. Wer kennt einen überzeugten Linken, der als Folge des Zusammenbruchs des Ostblocks seine Einstellung geändert hätte?

    2. DER KOMMUNISMUS SCHEITERTE BISLANG DARAN, DASS ES IM RAHMEN DES SYSTEMS NICHT MÖGLICH WAR, DEN DAFÜR ERFORDERLICHEN “NEUEN MENSCHEN” ZU SCHAFFEN.
    Die Linken haben sich also dann Anfang der 90er zwangsweise neu gesammelt und die Strategie geändert Es wird nicht mehr die Revolution angestrebt, um dann den neuen Menschen zu erschaffen – stattdessen wir ZUERST der neue Mensch erschaffen, dann kommt der Kommunismus von ganz alleine. Daher kam es dann zu “politischer Korrektheit”, Genderismus, “kritischer Theorie” und dem ganzen Zeug. Gleichzeitig wurde auch durch den Aufstieg Chinas anerkannt, dass man auch von Plan- zu Marktwirtschaft switchen kann.

    3. DIE NEUE STRATEGIE
    Jedes kapitalistische System bricht irgendwann aufgrund der Geldschöpfung durch Kredit zusammen. Je größer der Zusammenbruch, desto eher kann man eine Wende nach Links durchsetzen. Daher tut es den Linken nicht weh, das System vorerst aufrechtzuerhalten bzw. weiter zu belasten. Wozu eine Revolution anstreben, wenn irgendwann sowieso der Zusammenbruch kommt. Damit sich die Menschen dann richtig entscheiden, muss man eben jetzt schon mit dem “neuen Menschen” anfangen, der entscheidet sich dann auch richtig, wenn die Zeit gekommen ist.
    Abgesehen davon erwirtschaftet das bestehende System sehr schöne Überschüsse, man kann es sich in den geisteswissenschafltichen Abteilen der Gesellschaft schön einrichten, schöner jedenfalls als im Realsozialismus. Durch Aufblähen des Sozialstaats sichert man sich einerseits selbst ab, andererseits wird der Zusammenbruch noch unausweichlicher und vor allem werden die Menschen so unselbständig, dass sie dann wenn es soweit ist, sich für die linke Alternative entscheiden werden.

    LÄUFT! um es mit Bernd Stromberg zu sagen.

    Meinungen und Kritik sehr, sehr willkommen

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