Freiheit ist ein Konstrukt

Damit Freiheit existieren kann, muss sie konstruiert werden. Sie fällt nicht vom Himmel und ist auch kein natürlicher Zustand.

Wahrheit und Freiheit bringen die Menschheit voran. Lüge und Unfreiheit führt zum Zerfall. Doch das ist zu absolutistisch, zu schwarz und weiß, um damit etwas in der realen Welt anfangen zu können. Wer meinen Blog schon länger liest kennt bestimmt das NAP (Nicht-Aggressions-Prinzip) der Libertären. Dieses enthält leider einen Denkfehler, bzw. es ist unvollständig, so dass man danach nicht konsequent handeln kann.

Das NAP, so wie es bisher verstanden wird, unterstützt in letzter Konsequenz das Schmarotzertum. Und ich hoffe, dass rotepilleblog, der dieses Thema mehrfach von mir angefordert hat, mit dem folgenden Text halbwegs zufrieden ist.

Es existieren viele Grundprinzipien diverser Freiheits-Theologien/Theorien, die empirisch, praktisch einfach falsch sind. Am bekanntesten ist vielleicht das Mantra der libertär-kapitalistisch orientierten Republikaner in den USA, welches aus britischen Philosophien entstanden ist, dass jeder, wenn er sich nur genug anstrengt, es in einen Status schafft, der ihm ein gutes (aristokratisches) Leben ermöglicht. Stichwort: Jeder kann reich werden. Dass dies so offensichtlich falsch ist, kann man am Beispiel eines Menschen, der z.B. mit Zerebralparese geboren wird, einfach demonstrieren.

Des weiteren gibt es die Ideen über die Gleichheit aller Menschen von Rousseau. Dies muss man unzweifelhaft als überholt ansehen, angesichts aller Gleichberechtigung-Bestrebungen der letzten 150 Jahre. Diejenigen, die Gleichberechtigung fordern, streben immer Dominanz an. Die Forderungen nach mehr Gleichberechtigung enden nie, wenn diese de facto erreicht ist. Das gilt für Frauen (Feminismus), für Schwarze [people of colour] (Rassenungleichheit), für Moslems (Religionsfreiheit), Schwule/LGBTxyz (Genderdiskriminierung) usw.

Auch die Kant’schen Prinzipien, die im Kern eine rationalistische, atheistische Wiederauferstehung der christlichen Moraltheologie ist, erwies sich als fehlerhaft. Sein kategorischer Imperativ ist nicht falsch, aber er ermöglicht Schwindeleien aller Art. Desaströs erwies sich seine Argumentation für Pflicht, da er die Pflichterfüllung auf Basis eines Gesetzes höher stellt, als die Pflichterfüllung aufgrund einer moralischen Norm, die nicht Gesetz ist (siehe z.B. Nürnberger Prozesse).

Die globalistische (oder jüdische) Aufklärung erbrachte ebenfalls nur gruppenspezifische Vorteile, d.h. partikulare Fortschritte für bestimmte Ethnien und Eliten. Es brachte nicht Wahrheit und Freiheit für alle, sondern köderte nur mit dem falschen Mantra (siehe oben) von: Jeder kann reich werden.

Diese philosophischen Fehler, die z.T. echte, unschuldige Fehler waren, z.T. aber auch Betrug mit falschen Versprechen zum Vorteil bestimmter Ethnien, bestimmter Eliten, mündete in eine Ära der Pseudo-Wissenschaften. Diese umfassen z.B. Marx, Freud, die Frankfurter Schule, Ayn Rand, Rothbard usw. Im selben Zeitraum wurden die Techniken der Propaganda und des „nudging“ entwickelt, was die Ära der Postmodernisten, Feministen, Genderisten, Rassenideologen usw. einläutete, in der wir heute leben.

All diese vorgenannten Philosophien sind einfach falsch oder zumindest nur teilweise richtig. Der Indikator dafür ist, dass Schmarotzertum belohnt oder benevolent ermöglicht wird. Für einige Ethnien oder Eliten sind diese Strategien durchaus vorteilhaft, weshalb sie die auch umgesetzt haben. Ich persönlich nehmen den jeweiligen Ethnien/Gruppen/Klassen ihre Gruppenstrategien auch nicht übel. Die Juden in Europa waren Jahrhunderte lang auf gewisse Berufszweige beschränkt, haben sich mit Geldhandel, Edelstein- und Goldhandel über Wasser gehalten und mit dem Entstehen von Banken schlussendlich etabliert. Was den Europäern vorzuwerfen ist, ist dass sie gegen dieses Schmarotzertum nicht effektiv vorgegangen sind, bzw. es nicht als solches erkannt haben. Gleiches gilt für alle anderen Heilsversprecher von Reichtum für alle, Gleichheit, christlicher Moral, Sozialismus, Marxismus, Feminismus, etc.pp. Diese Gruppen, Ethnien, Eliten verfolgen ihre Strategie in erster Linie aus Eigeninteresse, um selbst zu überleben, nicht um andere bewusst zu schädigen (aber natürlich gibt es immer einige Psychopathen und Soziopathen, die solches tun).

Es gibt eigentlich nur zwei grundlegende Ansätze, den klassischen Liberalismus (John Locke) und die globalistische Anarchie (bzw. der Anarchokapitalismus), um Freiheit zu konstruieren. Der klassische Liberalismus ist unvollständig, oder nicht ganz verstanden, weil das Prinzip des Marktes nicht auf die Allmende, das Gemeingut angewendet wurde (Status erringt man eben nicht nur durch den dicken Mercedes, sondern durch Beiträge zur Allmende). Auch wurde eine Gleichberechtigung (bzw. Chancengleichheit) zwischen den ‘Klassen’ (die Marx völlig falsch definierte) auf Basis des Handels zwischen den Klassen nie ausreichend betrachtet. Der Anarchokapitalismus mündet zwangsläufig in eine extreme Pareto-Verteilung des Reichtums auf der Welt, so wie wir das derzeit erleben, und wie es von einigen linken, sowie rechts-konservativen Denkern zu Recht kritisiert wird (und der zunehmend verschwindenden Mittelklasse).

Gewährte Freiheit vs. Konstruierte Freiheit

Diese beiden Ansätze werden heutzutage gleichermaßen als Varianten der Libertarismus angesehen, was ich für grundsätzlich falsch halte. Anarcho-Kapitalismus kann nur als gewährte Freiheit existieren, nicht als konstruierte Freiheit. Gewährte Freiheit bedeutet, dass militärisch dominante Staaten, wie z.B. die USA, Russland, China, anderen Staaten wirtschaftliche Freiheiten erlauben. Diese Staaten mit gewährter Freiheit, wie z.B. die BRD, Frankreich, usw. müssen den militärisch dominanten Staaten in irgend einer Weise Tribut zollen. Manche müssen in einem Militärpakt Beiträge leisten, manche müssen Handelsabkommen schließen, andere (wie viele 3. Welt Staaten) machen andere Konzessionen, wie Weltbank-Kredite (Zinsen), Zölle usw. Der Anarcho-Kapitalismus in Hongkong und Singapur (als Beispiel) existiert nur so lange, wie die Großmächte es erlauben. Sobald eine Großmacht sich durch deren Aktivitäten gefährdet sieht, hat das ein Ende, so wie es Hongkong derzeit erlebt.

Konstruierte Freiheitt hingegen ist eine Kaskade von ineinander greifenden Systemen. Der Aufbau wirklicher, unabhängiger Freiheit basiert auf einer Volks-Miliz. Jeder Bürger eines solchen Staates ist Teil der Miliz/Armee, ein Vertreter der Polizei (und Richter und Jury), und ein unabhängiger Produzent von Waren/Dienstleistungen. Am ehesten ist/war das in den USA realisiert, weswegen die auch als Symbol der Freiheit weltweit angesehen werden. Die beste Repräsentation eines freien Amerikaners ist der „homesteader“, d.h. eines Siedlers, der alles was er unbedingt braucht selbst herstellt oder durch lokalen Handel erlangt. Aus dieser Erkenntnis kommt auch meine Empfehlung zum Kleingärtner zu werden, als Kompromiss im übervölkerten Europa.

Die europäische Kultur entwickelte die konstruierte Freiheit, zuerst durch die Volks-Miliz. Mit einer großen, schlagkräftigen Armee, musste man sich den Nachbarn nicht beugen. Das ist der Grund, warum die größten, menschen-vernichtendsten Kriege immer in Europa, bzw. zwischen Europäern (wie in den USA) stattfanden. Die Konstruktion der Staaten basiert, zusätzlich zu Armee/Miliz, Polizei, Recht, Unabhängigkeit, zusätzlich auf der Gegenseitigkeit der Verteidigung dieser Rechte und Pflichten. Letzten Endes schlossen sich große Regionen mit ähnlichen Ansichten zu Staaten zusammen, um die Verteidigung ihres Eigentums am eigenen Körper, am eigenen Besitz, und an der eigenen Arbeit, durch ihre unbezwingbare Macht zu garantieren (John Locke).

Bürgerkriege sind vorgezeichnet

Der Hauptgrund für meinen letzten Artikel war, dass die Mehrheit der Europäer derzeit meint, dass Freiheit durch Proteste und andere Arten von Beklageritis wieder erlangt werden kann. Historisch und kulturell ist das nicht die europäische Art Freiheit zu garantieren. Das kann nicht funktionieren. Deshalb hätte ich mir einen wirklichen Reichtagssturm gewünscht, anstatt so einer halbherzigen Theatershow.

Zurück zum NAP von oben. Wenn Leute dir dein Eigentum wegnehmen und dein Leben bedrohen, wie das in den USA bei den BLM „Protesten“ oder Krawallen der Fall ist, entsteht bei den Geschädigten das Bedürfnis Vergeltungsmaßnahmen einzuleiten. Vereinzelt geschieht das schon und es ist quasi eine Garantie für Trumps Wiederwahl. Das Ziel der BLM Aktivisten und der dortigen Antifa ist natürlich nicht, das Opfer von Vergeltungsmaßnahmen zu werden. Die wollen einfach nur mehr Geld für sich, als die Schmarotzer, die sie sind. Man sieht auch den Unterschied zwischen BLM und Antifa, wo BLM vor allem Sachschäden verursacht und Antifa auch gegen Menschen (Polizisten, Weiße) agiert. Doch auch dies wird in Vergeltung münden (selbst wenn das vielleicht nur „extrem Rechte“ machen). Ein Schritt zurück wäre, das erprobte Konzept der organisierten Schwarzen in den USA wieder zu etablieren (mit höheren Beiträgen und Garantien), durch Jammern und betrügerische Schmarotzerei. Das sind die Ansätze zur Kompensation für Nachteile wegen der Sklaverei, noch mehr Quoten usw. Doch auch dies wird zu einigen Vergeltungsaktionen führen. Je länger das so geht, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit für einen Bürgerkrieg. Meine Prognose ist ja, dass Trump im November gewinnt, und kurz danach das Kriegsrecht (martial law) einführt.

Kulturelle Unterschiede

Hier muss man den essentiellen Unterschied zwischen einer Misstrauenskultur und einer Vertrauenskultur (praktisch nur Europäer) erkennen. In einer Misstrauenskultur ist ein „deal“ ein deal, egal wie er zustande kam. Der Betrogene hat Pech gehabt oder ist an seinem Unglück selbst schuld. In einer Vertrauenskultur wird ein Betrug, Diebstahl, Mord geahndet. Das ist auch der Ausgangspunkt der meisten Gesetze in Europa: Der Wunsch Blutrache zu verhindern. In arabischen Ländern und vielen asiatischen Ländern ist das ganz anders.

Ein wesentlicher Punkt aller Kulturen ist, Blutfehden zu verhindern. Keiner will dauernd sein Leben oder seinen Besitz riskieren. Aber die Methoden dazu sind sehr unterschiedlich zwischen den Kulturen.

Hier liegt auch der Unterschied zwischen verschiedenen Varianten des Libertarismus. Wogegen darf man denn Gewalt initiieren? Nach dem NAP, gegen nichts und niemanden. Das funktioniert aber nicht, wenn man es mit Schmarotzern oder einer Kultur, die Betrug akzeptiert, zu tun hat. Gegen solche Leute muss man Gewalt initiieren. Scrap the NAP! Das NAP funktioniert also nur in einer Kultur, die Freiheit konstruiert hat. Das ist der Denkfehler der NAP Fetischisten.

Das NAP funktioniert einfach nicht, wenn Leute in deiner Umgebung aggressiv sind, gegen dein Leben, dein Eigentum, vorgehen.

Epilog

Wahrheit und Freiheit sind untrennbar miteinander verbunden. Es kann keine Freiheit geben, ohne Wahrheit, ohne Ehrlichkeit. Ehrlichkeit ist m.A. so ein „Nebeneffekt“ der christlich europäischen Kultur. Es ist auch die Grundlage der Wissenschaft. Das ist auch ein Grund, warum Wissenschaft nur in europäisch geprägten Nationen wirklich erfolgreich war. Ohne die Rückbesinnung auf das europäische Erfolgsrezept, die allgemeine Miliz, des Bürgers als Polizei, Richter und Jury, des Bürgers als vom Staat unabhängigen Individuums, wird Europa als Kultur und als Teil der Menschheit verschwinden.

29 thoughts on “Freiheit ist ein Konstrukt

    1. Und wieder einer der es nicht verstanden hat. Demokratie = Entscheidung eines Kollektivs über ein Kollektiv. Entscheidend ist erstmal über was eigentlich abgestimmt werden darf und über was nicht. Für die Funktionsfähigkeit rudimentärer Staatsfunktionen benötige ich keine kollektiven Staatsentscheidungen, ich benötige auch keine demokratisch gewählten Vertreter. Dieser Personenkreis wurde traditionell auch nicht Unbedingt gewählt, sondern es galt durchaus die Bestenauslese, oder das Abstammungsprinzip. Möchte ich auf Zeit gewählte Richter, oder tatsächlich unabhängig ausgewählte Vertreter auf Basis der Bestenauslese?
      Was luisman nicht erwähnt ist, dass traditionelle Milizsysteme wie in Griechenland die Polis, aber durchaus auch die Schweiz, nur diejenigen an Staatsentscheidungen (Wahlen) teilnehmen durften, die sich auch in die Phalanx eingereiht haben. Genau das ist der Grund, warum nur diese wählen durften, weil sie eben auch direkt die Konsequenz aus der tragweitesten Entscheidung, die sie fällen konnten (Krieg), direkt am eigenen Leib zu spüren bekamen.

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      1. Du hast es nicht verstanden, ich will keine Bestenauslese, keine “Elite”. Man sieht zur Zeit, was sie anrichtet. Sie wird immer ihre herausragende Stellung nutzen, um die anderen auszubeuten und auszunutzen. Auch kann eine Gemeinschaft kein Recht über den Körper des einzelnen haben. Dazu waren ja die Menschenrechte gedacht, den einzelnen auch vor demokratischen Mehrheitsentscheidungen zu schützen und davor zu schützen, den einzelnen zu versklaven. Auch müssen nach meiner Vorstellung die Stimmberechtigten der jeweiligen Gemeinschaft ihre Entscheidungen ausbaden und bezahlen im Gegensatz zur heutigen “Elite”, den Politikern, die sich einfach ihre Diäten erhöhen, wenn sie von ihren eigenen negativen Entscheidungen betroffen sein sollten.

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        1. Eine Elite wird sich immer herauskristallisieren, sei es durch Reichtum, Bestechung, oder das Talent andere schwindlig quatschen zu koennen. Das wichtigste ist, dass jede Regierung von vorne herein durch eine kristallklare Verfassung massiv eingeschraenkt wird.

          Auch die elitaere Juristerei muss sich aendern und, wie in den USA und wenigen anderen Laendern, grundsaetzlich per Jury, die aus dem wahlberechtigten Volk stammt, entscheiden. Richter sollten i.W. nur Prozess-Vorsitzende sein, nicht die Entscheider.

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        2. Von mir aus soll sich eine Elite herausbilden, aber nicht mit mehr Stimmrecht. Und ich habe vorher schon einmal geschrieben, dass Richter gewählt werden müssen und wenn sie nicht im Namen des Volkes entscheiden, wie es immer so schön heißt, dürfen sie sofort abgewählt werden.

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        3. „ Auch kann eine Gemeinschaft kein Recht über den Körper des einzelnen haben.“. Das ist ein Widerspruch zu deinem unteren Kommentar. Auch In einem Milizsystem muss am Ende entschieden werden, ob gekämpft wird oder nicht und dann muss sich halt jeder in die Phalanx einreihen. Anders funktioniert es eben nicht. Deshalb sollten auch nur diejenigen entscheiden dürfen, die diese Bürde auferlegt wird.

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        4. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Ausnahmesituation, denn zuerst wird mein Körper von außen bedroht und nicht von der eigenen Gemeinschaft, und da ist es nur natürlich, dass ich mit meinem Körper antworten muss.

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        5. Die heutigen Politiker als „Elite“ anzusehen ist schon etwas witzig. Das ist ja das Gegenteil von Elite, es ist Pöbelherrschaft. Und das liegt an einer immer ausufernden „Demokratisierung“ unseres Staatswesen. „Mehr Demokratie wagen“ ist wohl das vermeintlich klügste was der Suffkopp Frahm zustande bekommen hat. Es heißt in Wirklichkeit „mehr Kollektivierung erzwingen“.

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        6. Deine Vorstellung einer “guten Elite” ist falsch, es gibt keine gute Elite, materielle Lebewesen wie der Mensch werden immer Vorteile aus ihrer übergeordneten Stellung beziehen, das liegt in der Natur des Menschen. Deswegen gar keine Elite, sondern Direkte Demokratie wie im Alten Athen auf dem Marktplatz oder beim Thing der Germanen

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        7. Außerdem lauf doch nicht irgendwelchen Leithammeln von früher hinterher, z.B. der Vorstellung von Gewaltenteilung, auch sie muss man nicht unbedingt übernehmen, denke selber!

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        8. @hassrede: weil es so viele autoritätsgläubige wie dich gibt, die irgendwelchen Leithammel aus der Vergangenheit hinterher laufen, kann die Regierung mit uns machen, was sie will. Und die dann auch noch meinen, weil sie irgendwelche Leithammel aus der Vergangenheit kennen, dass sie gebildet sind. Dabei hat doch Immanuel Kant gesagt, dass man seinen eigenen Verstand benutzen soll, d.h., dass man nicht irgendwelchen Leithammel hinterher laufen soll. D.h. sogar, dass man auch Immanuel Kant nicht hinterher laufen soll.

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        9. @hassrede: beschäftige dich mal mit Mathematik und nicht mit Montesquieu (Gewaltenteilung), da lernst du das logische Denken und in der Mathematik gibt es keine Autorität, da gibt es nur Behauptung und Beweis. Da muss selbst der beste Mathe Fuzzi mit zehn Doktortiteln seine Behauptung beweisen.

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      2. Was luisman in einem seiner früheren Artikel mal über John Locke geschrieben hat, gefällt mir sehr gut. Ich hatte ohne es zu kennen, vorher schon so gedacht:
        laut John Locke und luisman, gehört mein Körper mir, gehört mein Eigentum mir und die Früchte meiner Mühsal, meines Fleißes, meines Schweißes, meiner Arbeit. Und die Gemeinschaft, der Staat muss dieses durchsetzen.

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        1. Dazu übrigens die Sozialenzyklika Rerum Novarum von Papst Leo dem XIII, Auszug aus Wikipedia:
          Leo XIII. erkannte in den „neuen Dingen“ (wörtliche Übersetzung), gemeint sind neue Verhältnisse und Entwicklungen oder, wie es in der deutschen Übersetzung heißt: „Geist der Neuerung“, eine Gefahr für Gesellschaft und Staat. Seine Enzyklika ist in zwei Hauptteile unterteilt.
          Im ersten Teil argumentiert er gegen die sozialistische Theorie der damaligen Zeit als Lösung der gesellschaftlichen Missstände. Die Aufhebung des Privateigentums und die Überführung des Einzelbesitzes in die Hand der Allgemeinheit seien nicht nur rechtswidrig und wider die natürlichen Gesetze, sondern würden der Arbeiterklasse zudem selbst schaden (RN 4, 5). Seit Bestehen der Menschheit sei der Beweggrund von Arbeit, Einsatz und Fleiß der Erwerb von Eigentum, um den nötigen Lebensunterhalt zu decken.
          Der Mensch habe nach geleisteter Arbeit das Recht auf Lohn und auch das Recht, über diesen frei zu verfügen. Investiert der Arbeiter einen Teil seines Lohns in Sachgüter, so seien diese Güter der Ertrag seiner Arbeit in neuer Form. Die Umwandlung von Privatgut in Gemeingut beraube die Arbeiter demnach der Erträge ihrer Arbeit und missachte den Eigentumsanspruch, der „dem Menschen von Natur zukommt“ (RN 5). Gerade dies dürfe weder bei Einzelpersonen noch bei Familien geschehen. Die Familie als Gemeinwesen sei älter als der Staat und dürfe deshalb nicht von ihm abhängig sein. Sie „besitzt […] die gleichen Rechte wie die bürgerliche Gesellschaft“ (RN 10) und müsse eigenständig bleiben.
          Die von den Sozialisten geforderte Verdrängung der elterlichen Fürsorge verletze die Erfüllung der Elternpflicht und schränke die „väterliche Autorität“ (RN 11) ein. Dem Menschen würde das Recht auf Ehe und Familie entzogen. Papst Leo XIII. formulierte klar und unmissverständlich: „Die Lehre des Sozialismus […] widerspricht der naturrechtlich-christlichen Eigentumslehre, bringt Verwirrung in den Aufgabenbereich des Staates und stört die Ruhe des Gemeinwesens“ (RN 12).

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    2. Mit einer qualifizierten Demokratie koennte ich leben. Die Qualifikationen sind 1. ausreichend Grundbesitz um sich selbst zu erhalten, 2. Mitglied einer Miliz zu sein. Veteranen (also alle die zu alt fuer die Miliz sind, aber dabei waren) sollte man auf das passive Wahlrecht beschraenken. Das schliesst auch Frauen nicht grundsaetzlich aus, macht es aber wahrscheinlich etwas schwerer fuer die.

      Als Grundlage braucht man aber eine Verfassung, die noch staerker als die amerikanische genau festlegt, was der Staat tun darf und tun muss. Damit eruebrigen sich diffuse Menschenrechte.

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        1. Wo ist das Problem? Entscheidend ist am Ende worüber überhaupt abgestimmt werden sollte. Schaut man sich die heutige Legeslative an , so besteht diese doch größtenteils im Verschlimmbessern von Pfuschgesetzen. Für ein gedeihliches Zusammenleben wird nur eine Verfassung, ein BGB (Privatrecht), Strafrecht und Öffentliches Recht benötigt. Wichtig ist außerdem die Macht der Richterlichen Rechtsprechung in der Gestalt einzuschränken, dass sie neues Recht schafft. Das kann man zum Teil im Arbeitsrecht sehen, wo die Richter ihre eigenen Gesetze geschaffen haben.

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        2. Schau ma mal: Bei der US Army muss man die 60% Marke in den 3 Events schaffen. Bei meiner Altergruppe sind das 18 pushups (ich mach jeden Morgen 3 sets a 20), 27 situps (mach ich nie, weil die ins Kreuz gehen, aber schaffe ich problemlos) und 2 Meilen laufen in knapp unter 20 Minuten (die Zeit waere kein Problem, aber ich muesste alles vom Knie abwaerts nachher in ein Eisbad haengen).

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  1. Mit seinem Artikel „Vom Arbeitslosen, Lehrer, Sozialfuzzi zum Investmentmanager“ vom 10.2.2020 beweist luisman praktisch, dass Eliten nichts taugen. Und dass sie nicht mit dem Geld anderer Leute umgehen können. Und dass es besser ist, wenn jeder für sich selber sorgt. Dem würde ich auf jeden Fall zustimmen.

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      1. @hassrede: Das bestreite ich doch gar nicht. Das liegt schon an den unterschiedlichen Fähigkeiten der Menschen. Aber ich stehe hinter dem Art.3 GG: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Damit ist gemeint, dass sie die gleichen Rechte haben, es ist nicht damit gemeint, dass sie in allem gleich sind, bzw. gleiche Fähigkeiten haben. Gleiche Rechte und daraus folgend gleiche Pflichten bedeutet für mich Gerechtigkeit. Aber von dieser von mir formulierten Rechtsgleichheit sind Linksgrüne, Kommunisten und Sozialisten wegen ihrer Umverteilungspolitik von fleißig nach faul meilenweit entfernt. Bei ihnen muss der eine viel Steuern zahlen, der andere wenig und der dritte lebt von Steuern. Himmelschreiend ungleiches Recht und ungleiche Pflicht und ungerecht.

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