Absoluter Abstand

Ich glaube dass zum einen das betrügerische Wahlspektakel in den USA, zum anderen das offensichtlich hilflose Herum-regieren in Bezug auf die sog. Pandemie (überall), sehr vielen Leuten klar gemacht hat, dass sie der Illusion einer Demokratie aufgesessen sind. Man würde sich doch wünschen, dass die Verwaltung eines Landes kompetent, gesetzestreu und für alle nachvollziehbar handelt. Haben wir mit der Demokratie ein System, welches eine gute Verwaltung produziert?

QUOTATION:Remember, democracy never lasts long. It soon wastes, exhausts, and murders itself. There never was a democracy yet that did not commit suicide.
ATTRIBUTION:JOHN ADAMS, letter to John Taylor, April 15, 1814.—The Works of John Adams, ed. Charles Francis Adams, vol. 6, p. 484 (1851).

An welchen Faktoren können wir eine schlechte Regierung/Verwaltung ausmachen?

z.B:

  1. Die physische Sicherheit von Personen und Eigentum ist im öffentlichen Raum nicht gegeben.
  2. Schwelende Konflikte zwischen zwei Bevölkerungsgruppen, die in Gewalt ausarten, oder wiederkehrend rein medial/psychologisch ausgetragen werden.
  3. Unfähigkeit die öffentliche Gesundheit zu erhalten (das betrifft jetzt nicht nur das Virus, sondern z.B. auch falsche Ernährung, Bewegungsmangel, usw.).
  4. Eine hohe Arbeitslosigkeit.
  5. Unfähigkeit die Dinge des täglichen Bedarfs selbst herzustellen (d.h. Importabhängigkeit, oder zu geringe Industrialisierung).
  6. Eine nicht einsatzbereite Armee.
  7. Eine Polizei, die sich nicht durchsetzen kann.

Regeln der Politik, wie beobachtet:

Regel 1: Je intrusiver die Maßnahmen, desto unsicherer sind die Machthabenden.

Regel 2: Wenn zwei Parteien sich streiten und beide das Gefühl haben zu verlieren, wäre es das Beste einfach aufzuhören.

Die Seite der Majorität meint zu verlieren, weil sie ihr Ziel nicht erreicht. Die Seite der Minorität meint zu verlieren, weil die Mehrheit sie in Grund und Boden prügelt. Man kann der Minorität kaum begreiflich machen, dass sie gar nicht gewinnen kann, und ihre Anstrengungen eher kontraproduktiv sind. Man kann auch der Mehrheit kaum begreiflich machen, dass ihr Gegner nicht die Minorität ist, sondern die Realität. Noch schwerer ist es beiden Seiten klar zu machen, dass ihre Ideen mit der Realität unvereinbar sind, dass auch die Entscheidung der Machtfrage kein gutes Ergebnis erzielen wird.

Regel 3: Beuge dich der Macht, wenn du musst.

Fördere sie nicht, und versuche nicht gegen sie zu kämpfen. Bewege dich wie Wasser um einen Felsen, umgehe sie.

Regel 4: Egal wie aufregend oder gerecht deine politische Anliegen sind und egal ob du gewinnst oder verlierst, sie unterstützen immer die Machthaber.

Es ist sehr selten, dass wenn dein politisches Anliegen umgesetzt wird, es auch ausschließlich zu den beabsichtigten Effekten kommt. Oft wird sogar das Gegenteil des ursprünglich Beabsichtigten erreicht, manchmal tritt der erwünschte Effekt ein, aber die Nebenwirkungen sind furchtbar. Wenn dein Anliegen scheitert, werden die Machthaber dich vernichten.

NB: Das kann man derzeit bei der AfD beobachten. Egal welche Anliegen die vortragen, sie werden rundweg abgelehnt. Wenn das Anliegen etwas wert war, dann schlagen es die Machthaber (die 87%) selbst vor. Wenn ein Anliegen als unwert erachtet wird, wird über die AfD auf allen Kanälen hergezogen.

Regel 5: Jedes Regime ist souverän, und als solches niemandem Rechenschaft schuldig.

Niemand kann das Regime zwingen, fair zu seinen Kontrahenten zu sein. Da hilft auch nicht, dass es eine Verfassung oder ein Grundgesetz gibt.

Regel 6: Seit Dekaden will niemand mehr offen zugeben, dass er Macht ausübt.

Zum einen liegt es daran, dass Macht weitgehend delegiert ist, an NGOs, an Universitäten, an irgendwelche Institutionen, die aber fast immer vom Staat finanziert sind. Der Begriff Macht wird oft durch den Begriff Verantwortung ersetzt. Die 4. Macht im Staat sollen ja angeblich die Journalisten sein. Die entscheiden heute oft unisono, dass man die Leser täglich mit einen Artikel über ‘globale Erwärmung’ oder ‘Feminismus’ (als Ersatz-Marxismus) oder über die Bösartigkeit von Trump unterrichten muss. Die könnten genauso entscheiden, z.B. über Flüchtilanten-Kriminalität, über Korruption in der Regierung, über die Lügen der angeblichen Wissenschaftler zu berichten. Wer also entschiedet, was die schreiben oder senden sollen? Die Leser und Zuschauer sind es nicht.

Regel7: Wir werden von Ideologen regiert.

Der Unterschied zw. einem gottgläubigen und einem säkularen Ideologen ist ??? In der realen Welt agieren beide praktisch gleich. Bei den Gottes-Vergötterern kann man sich meist darauf verständigen, dass man eben theologische Meinungsverschiedenheiten hat, mit Ausnahme spezieller rabiat aggressiver Religionen. Mit den säkularen Ideologen kann man ein Leben lang diskutieren, und es endet immer in Sophismus (also Fehlschlüssen und Zweideutigkeiten). Aber auch unter denen gibt es sehr aggressive Varianten, die dir z.B. dein Auto wegnehmen wollen oder dein Schnitzel, oder dich gar mit einer Gesichtswindel krank machen wollen. Ich glaube die Reformation und die Aufklärung haben uns Europäern einen schlechten Dienst erwiesen. Für Fragen des Übernatürlichen wären wir besser bei der katholischen Bibel geblieben. Bei allem anderen, wie z.B. Wissenschaft, Technik, Medizin, usw. sollte man Religion/Ideologie außen vor halten. Es wäre besser, wenn wir nicht Religion und Staat trennen (das funktioniert eh nicht), sondern Religion und Physik. Zu spät – oder zu früh? – es gibt keine echten Atheisten/Nicht-Ideologen (bzw. nur eine verschwindende Minderheit).

Ok, ich belasse es mal bei jeweils 7 Punkten. Jordan Peterson bringt gerade sein 2. Buch mit 12 Rules heraus, mit welchem ich weder konkurrieren kann, noch es lesen will.

Auf dieser dargestellten Basis, willst du dich jetzt irgendwie politisch engagieren? Warum, bist du so machtgeil, oder bekloppt? Ich will mit Politikern i.d.R. nichts zu tun haben. Und ich fordere nicht 1 Meter 50 Abstand, ich halten einen halben Kontinent Abstand noch für zu wenig.

Ein politisches Programm für Abstand

Meine politisches Programm, also für die 3 Leute, die mich dann wählen würden (egal welches Land), ist ganz einfach. 80% (und mehr) des Staates abschaffen. 80% der Steuern, 80% der Gesetze und Vorschriften, 80% der Bürokratie, usw. Die einzige „Regierung“, die wir brauchen, ist ein vielleicht 10-köpfiges Gremium (plus Adjutanten), welches nur überwacht, ob die verbliebenen Steuereintreiber, die verbliebenen Richter, und die verbliebenen Bürokraten auch ihren Job korrekt machen. Sie wären also die Chef-Auditoren der gesamten Verwaltung. Die Regierung hat sich aus dem Privatleben der Bürger gefälligst heraus zu halten. Mein politisches Programm bedeutet das Ende jeder Politik (deshalb: absoluter Abstand). Wir brauchen ein System, welches eine sehr gute Verwaltung hervorbringt, sonst nichts. Was ist euch wichtiger, eine effiziente, gute Verwaltung, oder welche Leute in der Regierung sitzen (es könnten auch Aliens oder eine AI sein)?

PS: Das politisch korrekte Bild ist hier zu finden

cdn.pixabay.com/photo/2020/03/17/14/20/covid-19-4940487_960_720.jpg

6 thoughts on “Absoluter Abstand

  1. Dieses 10-köpfiges Gremium (plus Adjutanten) müsste aber schon mehrheitlich gewählt werden. Und der Staat muss das Eigentum schützen wie Du selber einmal John Locke zitiert hast. Ansonsten im Großen und Ganzen einverstanden. Vor allen mit der 80% Reduktion des Staates. Mehr Eigenverantwortung, das ist halt der Nachteil der Freiheit.
    Es gibt zu viele Hammel, die bevormundet werden wollen wie im Mittelalter, geführt werden wollen und einen Leithammel brauchen. Wie im Sozialismus. Die Aufklärung mit Freiheit und Eigenverantwortung hat sich gegenüber dem Mittelalter mit seiner gefühlten Sicherheit und Geborgenheit gegenüber den Risiken des Lebens noch nicht durchgesetzt. Lieber in der “Sicherheit” und “Geborgenheit” eines Leithammels leben als Eigenverantwortung für sein Leben zu tragen. Auch wenn dieser Leithammel der reinste Schmarotzer und Ausbeuter ist.

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    1. Wie gesagt, ich betrachte all das aus einem anti-demokratischen Blickwinkel, in diesem und einigen folgenden Artikeln. Sobald gewaehlt wird, kommen wieder Dinge wie Popularitaet, Gruppenbevorzugung, usw. zum tragen. Wie ich am Ende sagte, stell dir vor es waeren 10 Aliens oder eine AI, die nur Qualitaetspruefungen macht.

      Aenderungen aus dem Volkswillen sind ja moeglich, im Rahmen von Petitionen, die aber ernst genommen werden, und nicht einfach ignoriert wie derzeit. Eine Petition waere ein Aenderungsantrag bzgl. der Regeln, weil sie z.B. schlecht umgesetzt werden, oder einer grossen Gruppe von Leuten echte Probleme bereiten.

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  2. Vollkommen richtig, was du schreibst. Und nach meinem Empfinden, schon fast eine Spur zu ‘wohlwollend’. Aber letztendlich geht genau das auch so in Ordnung. Dieser marodierende Chaosladen im Bundestag, diese selbstverliebten Ministerpräsidenten und ihr Adlaten, die sie selbst bei der der Wachtel im Hosenanzug spielen, die sind nicht mehr zum Aushalten.

    Und in Bayern vergeht kaum ein Tag, an dem dieser quäkende Frankenfrosch Söder neueste Forderungen oder militantes Geschwätz an den Tag legt, währenddessen er sich als Merkels zweiter Fußabtreter neben Seehofer zum Kanzler in der Person als ‘Macher’ berufen sieht und wahrscheinlich in der Nacht davon halluziniert, dass er der zweite Helmut Schmidt (anlässlich der damaligen Sturmflut) sei, dieser kleine Möchtegern, war klitzeklein und stumm, als Verdi alle Münchener in Lebensgefahr mit ihrem Streik brachte.

    Wie erbärmlich und was für eine opportunistische Wurst neben den anderen Merkelianern.

    Währenddessen zieht dieser “George Clooney für Arme”, Norbert Röttgen allen anderen davon und nicht nur ich wundere mich. Im Ernst, die Deutschen sind so strunzdumm, die wählen diese Kandidatengurke, weil er doch so sympathisch aussieht …

    Der Rest bevorzugt dann vielleicht den selbstverliebten Franken und der Karnevalsprinz aus NRW, Lasset-Laschet guckt dumm aus der Wäsche (dabei tun das eigentlich Alle).

    Letztendlich sind an diesem Civil War gegen die Bürger nicht nur die Politiker schuld, sondern auch diese vollkommen verblödeten Wähler mit dem Ticket für die Sonderschule. Und warum auch nicht, wenn sie das ‘Zeug’ dazu haben …

    Währenddessen höre ich weiter täglich meine 30 Lektionen babylonischer ‘Sprachvielfalt’, erfreue mich am “täglichen Aushandeln” und drehe mich angewidert ab, wenn ich sehe, wie mucksmäuschenstill die Medien sind, wenn sukzessive aus diesem Land der Eigenverantwortung eine Diktatur im Nanny-Style gemacht wird.

    Deutschland – Ein Land in dem ich vor 20 Jahren gern und (halbwegs) gut lebte.

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