Reset the reset

Ein Reset ist zwangsläufig. Aber der Grund dafür ist nicht ‚Klima‘, nicht Corona, nicht der nächste Börsencrash.

Seit Anfang/Mitte der 70’er ist die Innovationsgeschwindigkeit der Realwirtschaft völlig eingebrochen. Es ist historisch immer so gewesen, dass die technologische Innovationsgeschwindigkeit kurz vor und während eines großen Krieges schnell zunimmt. Nach Kriegsende schwappen diese technologischen Innovationen in die Realwirtschaft über, was einen Boom auslöst (Wirtschaftswunder). Immerhin hielt das ca. 25 Jahre an, in denen Löhne und Gehälter stiegen, weil immer mehr Arbeit da war, als man schaffen konnte. Zum Ende des Booms wurden die ‚Gastarbeiter‘ nicht zurück geschickt, was uns heute noch in den A… beißt.

Die technischen Innovationen, die sich in der Realwirtschaft auswirken, sind seitdem i.W. Computer und Internet. Wir haben dieselben Autos, dieselben Kühlschränke und Waschmaschinen, heute mit Umweltengel (als Pseudo-Innovation). Die Computer und die Vernetzung hatten Auswirkungen für die Produktivität, vor allem in der Massenproduktion durch Automatisierung. Mit der Jahrtausendwende war das komplett ausgereizt.

Seit den 70’ern kamen solche Schlagworte auf wie Dienstleistungsgesellschaft, oder seit ca. 20 Jahren ‚Informationsgesellschaft‘. Wie kann eine Friseuse oder ein Journalist eine Produktivitätssteigerung erreichen? Gar nicht, die können nur billiger werden.

Seit den 70’ern wurde im ‚Westen‘ die Finanzwirtschaft immer durchdringender und bestimmt inzwischen die Realwirtschaft. Durch die Vermögenspreisinflation der Finanzwirtschaft wird die Realwirtschaft zum Getriebenen. Wachstum muss irgendwie erzwungen werden, und sei es durch den Import von neuen Konsumenten (das ist der Zweck der ‚offenen Grenzen‘). Die Kleptokraten der Finanzwirtschaft fanden in den Politikern willige Helfer (viel Geld hilft viel).

Geld kann man beliebig vermehren, aber technische Innovation und Produktivität ist eben nicht mehr exponentiell steigerbar. Das macht einen Reset zwangsläufig. Viele Crash-Propheten, wie Otte und Krall, reden über die immer größer werdende Staatsverschuldung, die niemals zurückbezahlt werden kann, oder die unsere Enkel bezahlen müssen. Das halte ich für Quatsch oder zumindest erheblich übertrieben. So etwas ist nur dann ein Faktor, wenn einige wenige Staaten (z.B. Griechenland, Argentinien) das tun. Wenn es aber nahezu alle Staaten tun, und auch in annähernd gleichem Maas, dann ist es gleichgültig. Und wenn man gleichzeitig den Notenbanken vorschreiben kann auf Nullzinsen zu gehen, entsteht nicht einmal viel Inflation für Konsumenten.

Der „Great Reset“ von Schwab&Co ist nichts weiter als ein geregelter Zusammenbruch aller Volkswirtschaften, so dass die Reichen weiterhin reich bleiben, der Mittelstand verschwindet und die Armen ärmer werden.

Eine andere Option wäre ein großer Krieg, der Innovation wieder in den Turbomodus schalten würde. Offensichtlich ist das keine bessere Option als der Schwab’sche Reset.

Eine weitaus bessere Option wäre eine libertäre ‚Revolution‘, in der die Kleptokratie beseitigt wird. Aber ist das überhaupt möglich, wenn inzwischen über 50% der Bevölkerung Teil der Kleptokratie sind (willentlich und unwillentlich)?

Haut die alten Säcke raus

Sehr viele der Regierungsmitglieder der westlichen Staaten sind Babyboomer und älter. Diese sind in Zeiten des Wirtschaftswunders, der stetigen Expansion der Realwirtschaft aufgewachsen. So etwas wie „Auf Wachstum setzen“ war die gängige Parole nahezu aller Parteien bis in die späten 80’er. In Deutschland wurde die Wachstumshoffnung mit der Wiedervereinigung nochmals entfacht. Aber wie gesagt, das war vor allem nur ein Wachstum im Finanz-Vermögen, nicht in der Realwirtschaft.

Die Leute, die bis in die 70’er erwachsen wurden, regieren uns heute. Deren alternativlose Lösung für alles war i.d.R. „mehr Wachstum!!!“. Es war denen egal wo das Wachstum herkam, und wo es hin ging (es kam aus der Finanzwirtschaft und ging an die eh schon Reichen). Demgemäß wurden auch die Sozialsysteme immer weiter ausgebaut, weil man ja von immerwährendem Wachstum ausging – auch bei den Kindern – obwohl die Realwirtschaft kaum noch wuchs, und die Bevölkerung auch nicht.

Vor ca. 20 Jahren wurde aber den Regierenden – aber vor allem den Vermögensverwaltern – klar, dass das ganze Wachstum nur eine große Finanzblase ist. Seitdem schieben sie alle eine Panik, dass die Finanzblase platzt. Es geht also nur noch darum, wen man als Nächsten plündern kann. Der Mittelstand wurde bis zur Schmerzgrenze ausgeblutet, und mit den Lockdowns sind die meisten inzwischen pleite. Der Rest-Mittelstand besteht bald nur noch aus Beamten mit hohen Bezügen. Kein Wunder, dass so viele Leute eine Arbeit beim Staat suchen.

Wir müssen erst mal weg von dem „Wachstum über alles“ Gedanken, weil das nur auf Luft und Falschgeld gebaut ist. Aus diesem Grund sollten wir alle Babyboomer und Ältere aus Staatsämtern schnellstmöglich entfernen. Es gibt genug Leute, die Automatisierung, Computer und Internet verstehen, weil sie damit aufgewachsen sind. Diese Leute brauchen wir für einen politischen Neuanfang. D.h. Höchstalter so zw. 40 und 50.

Neues Wachstum…

…kann nur aus neuen Technologien entstehen. Es kann nicht aus Vermögenspreisinflation generiert werden. Man spricht schon länger davon, dass heutige Innovationen nicht mehr von Einzelnen, sondern von Teams gemacht werden. Das belegen auch die letzten 50 Jahre, aber es ist dennoch falsch. Die Innovationen des letzten halben Jahrhunderts waren (wie gesagt, bis auf Computer) nur kleine Verbesserungen und Pseudoinnovationen. Sicherheitsgurt, Airbags, Katalysator, was hat das am Auto revolutionär innoviert? Fliegen die Kisten jetzt? Nein, immer noch nicht. Und selbst wenn, dann kriegen die keine Zulassung, oder sind kaum bezahlbar.

Revolutionäre Innovationen kamen und kommen immer nur von Bastlern und Tüftlern. Das müssen nicht nur Hochintelligente sein, aber oft sind es solche, i.d.R. ziemliche Autisten, die mit keinem zurecht kommen, aber geniale Ideen produzieren. Unsere derzeitige Gesellschaft sieht auf solche Typen herab, verurteilt sie wegen ihrer schrägen (i.d.R. extremen) Ansichten, kickt sie aus den Unis und großen Forschungseinrichtungen, weil sie irgendwie sexistisch, politisch unkorrekt, anti-sozial sind, raus. Wir brauchen Genies, aber die sind meist nicht fernsehtauglich (außer man bastelt sich Pseudo-Genies, wie Drosten).

Ein weiterer Punkt ist natürlich die extrem geringe Reproduktionsrate von Leuten mit hohem IQ. Die haben es eh schon schwer überhaupt einen Lebenspartner zu finden, und werden per Sozialstaat und wokeism(*1) auch noch dazu verurteilt ein unwürdiges Leben zu fristen. Damit wird unsere Chance Genies zu produzieren immer geringer.

Und das Thema „free speech“ oder ‘Meinungsfreiheit’ wird m.A. weiterhin falsch angegangen. Ich habe natürlich nichts dagegen, wenn jeder seine Meinung, egal wie bescheuert sie sein mag, im Internet verbreiten darf. Sogenannte Plattform-Anbieter (Facebook, Twitter, etc.) können ihre Plattformen auch einschränken, wenn sie ihr Angebot als missbraucht erachten, oder sie mit gewissen (ideologischen) Einschränkungen glauben mehr Geld verdienen zu können. Sie sollten aber die Nutzer nicht so offensichtlich belügen können und mit täglich neu interpretierten ‘Regeln’ ihr „bait and switch“ weiterführen dürfen. Wenn sie ihre Plattform, mit den ursprünglichen Regeln nicht mehr so weiterführen wollen, dann können sie diese schließen (oder verkaufen), und eine neue Plattform aufbauen.

Wovon wir mehr brauchen ist „intelligent speech“ oder ‘fundierte Meinungen’, anstatt dieser Dauerpropaganda. Wie ich es bei z.B. Gab.ai erlebt habe, gibt es das nicht für lau – man wird dort von Trollen und Wahnsinnigen überrollt. Vor dem Internet hat dafür jeder bezahlt (Zeitungen, Zeitschriften) oder eben nicht mehr, wenn seine Erwartungen nicht mehr erfüllt wurden. Jetzt werden wir gezwungen für minderwertige Medienprodukte (per Gebühren oder Steuern) zu bezahlen, und können oder wollen für Medien, die wir gerne konsumieren, nichts bezahlen.

(*1) wokeism = die Kombination aller „politisch korrekten“ Ideen, wie Klima, Gender, Feminismus, Gleichstellung, usw., quasi-religiös und i.W. faktenfrei.

Globalismus vs. Nationalismus?

Oder wokeism vs. MAGAism

Der ganze woke Kram ist eine elitäre Idee, um sich selbst zu beweihräuchern. Was da beklagt und gefordert wird, können sich Reiche locker leisten, aber Arme werden dadurch nur ärmer. Und wenn die Elite solche Ideen heraus posaunt, darf sie gegen alles was sie da verbreitet selbst straflos verstoßen. Denn, die sind ja die Elite, die halten sich für besser als der Pöbel auf der Straße, die tun das ja alles „für uns“ (nein sie tun’s nur für sich), und wenn deren woke Ziele es erfordern, dass sie mit dem Privatflugzeug zur Klimakonferenz jetten, dann bestätigt dies nur deren Status. Wenn die Klimagretel mit dem Segelboot zwei mal den Atlantik überquert (was durch die Medien- und Schutzmaßnahmen mehr CO ausstößt als wenn sie geflogen wäre), lässt die Klimaelite, die mit dem Flieger kam, sich gerne von der Gretel mal so richtig anscheißen. Die Gretel ist der sprichwörtliche „usefull idiot“, die Jugendliche, das Mädel ‘aus dem Volk’, und dieses Volk soll ja das selbe wollen, wie die Klima-Elite. Gretel ist der Ansporn für die Elite noch „guter“ zu werden als sie eh schon sind (bzw. sich dafür halten).

Die Taktik ist die selbe, wie bei den typischen Frauen- und Modezeitschriften. Man präsentiert Prinzessin von und zu oder Königin hie und da, oder ein Supermodell mit extravaganten Kleidern vom Couturier, an denen Wochen gearbeitet wurde. Frau rennt dann in die nächste Edelboutique und kauft sich einen Fetzen der selben Marke, für 10 mal so viel Geld wie etwas gleichwertiges ohne Marke, und beides wird von einer Mutter mit 7 Kindern in Bangladesch für 1 EUR zusammen-geschneidert. Frau mit neuem Fetzen fühlt sich wie eine Prinzessin. Oder Jeff Bezos lässt sich mal schnell scheiden, drückt ein paar Milliarden an seine Ex ab, beide bleiben ‘Freunde’ und reich (Naja, Jeff nur noch der Zweitreichste). Frau denkt, da lass ich mich doch auch mal scheiden, um reich zu werden, und endet in einer Sozialwohnung auf Hartz4. Hauptsache man ist a la mode. (PS: bei Männern geht das auch, mit Sport-, Jagd- und Autozeitschriften.)

Früher hat man signalisiert zur Elite zu gehören, wenn vor der Villa eine S-Klasse stand und noch ein Porsche für die Frau. Man kaufte sich Maßanzüge beim italienischen Schneider und haute Couture für die Frau. Man machte Urlaub im Luxusressort auf Fidschi oder im Schlosshotel mit privatem Butler. Heute kann ein aufgebohrter alter Audi 100 den Benz und den Porsche auf der Autobahn ‘versägen’, falls man ein Stück Autobahn findet auf dem kein ’80’ oder ‘130’ Schild steht. Ich bekam meine Maßanzüge beim indischen Schneider in Thailand für um die 200 USD das Stück, und die kopieren auch alles, was vor drei Tagen noch auf einem Pariser Laufsteg präsentiert wurde. Um so richtig schnöselig Urlaub zu machen, braucht der Reiche von heute schon seine eigene Insel.

Statt Luxusgüter hat die Elite von heute Luxus-Ideologien. Oder nicht ‘statt’, sondern zusätzlich, wenn man vom Rest der Elite anerkannt sein will. Die können sich ihre Solaranlage leisten und ggf. noch ein Windrad dazu. Die schwätzen gerne von Gender, Feminismus und Gleichstellung, würden aber im Leben nie eine Transe als Gärtner einstellen. Das soll der Pöbel tun, damit er sich regelmäßig gegenseitig zerfleischt, wer noch einen Punkt im ‘social credit score’ kriegen darf, für den man sich allerdings rein gar nichts kaufen kann (im Gegensatz zu China). Wie viele Anwesen und Autos der Superreichen wurden denn bei den BLM und Antifa Protesten angezündet? Null? Hat es vielleicht nur viele Kleinunternehmer getroffen? Hmmm? Woke kostet die Elite rein gar nichts, oder vielleicht etwas aus der Portokasse. Woke schadet aber allen, die nicht zur Elite gehören.

Bei MAGA ging es vordergründig um eine Einschränkung des Globalismus, so dass man als durchschnittlicher Amerikaner Arbeit bekam, mit einer Bezahlung oberhalb der Sozialhilfe. Es ging auch vordergründig um den Korruptionssumpf in der Politik und den Behörden. Das wirkliche „Verbrechen“ von Trump war aber die Bekämpfung der Luxus-Ideologie der Eliten. Deshalb ist Biden auch gleich dabei, dem Klimaabkommen wieder beizutreten, der WHO, die ‘verdammte’ Pipeline zu stoppen, die ‘critical race theorie’ wieder zu fördern, usw. Er tut, was die Luxus-Ideologie der Eliten von ihm will.

Wir haben Zustände wie vor der französischen Revolution. Die Eliten sagen jetzt nicht mehr, dass ihr Kuchen essen sollt, wenn ihr kein Brot mehr habt. Sie sagen, dass ihr den dreifachen Strompreis berappen müsst, wegen Klima. Sie sagen, dass ihr keine Kinder mehr haben könnt, und keine Familien, wegen Klima und Gender und Feminismus. Und sie sagen, dass jeder Kleinbetrieb eine gequotete Transe mit eigenem Klo einstellen muss, so dass der Laden pleite geht. Die ersten drei Guillotinen baue ich kostenlos 😛

4 thoughts on “Reset the reset

  1. Genies und Hochintelligente wurden schon immer ausgegrenzt und oft auch verfolgt. Sie sind halt schwerer manipulierbar. Das ist nicht gern gesehen. Fast alle IQ’s ü.140 leben deshalb eher allein und zurückgezogen. Oft verstecken sie auch ihre Intelligenz. Sie wissen warum. Sie werden als Erste von den Dummen ausgelacht, gemobbt und ausgegrenzt, denn sie schwimmen selten mit dem Mainstream. Das war schon früher so und heute erst recht. Kein Wunder wird die Gesellschaft immer dümmer. Dazu kommt noch, dass die Aller-dümmsten oft das grösste Maul haben und so die neue Richtung bestimmen. (Nicht selten in den Abgrund)

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  2. Was ein wenig verkannt wird, dass Fortschritte sich eben weniger in der Hardware zeigen, sondern Software. Und da fließt vermutlich auch die Intelligenz hin, neben dem Investmentbanking.

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