Entmarxifizierung

Das derzeitige deutsche “Regime” lässt sich am treffendsten als “theokratische Oligarchie” beschreiben, in der eine Elite von fortschrittlichen “Priestern”, die in den Bürokratien des Verwaltungsstaates, in Universitäten, sogenannten ‘Nicht-Regierungs-Organisationen’, den großen Medien und anderen führenden Institutionen der Zivilgesellschaft sitzen, ihre eigene Version der “Realität” verkünden und durchsetzen.

Ich klammere Politik aus, d.h. ich klammere die ‘Demokratie’ aus, weil sie nichts bewirkt. Es ist irgendwie nützlich, dass Politik und Demokratie formal noch da ist, und wenn nur dazu, um zu verschleiern, was wirklich abläuft. In einer Republik kann eine substantielle Demokratie auch nicht existieren, sie existiert de facto auch nicht und sie sollte auch nicht. Eine Republik basiert auf einem grundlegenden Gesetzeswerk (Grundgesetz=GG oder Verfassung), einem Geltungsbereich (definierte Landmasse) und einem Volk, welches dieses GG uneingeschränkt anerkennt und bereit ist zu verteidigen. Nach dieser Definition haben wir auch keine Republik mehr, denn die EU verletzt unser GG, die Parlamente ändern es nach Belieben, das höchste Gericht ebenfalls, und das Volk hatte nie eine Stimme bzgl. des GG.

Diese Oligarchie ist grundsätzlich illiberal und undemokratisch. Das Affentheater, welches wir in den Parlamenten wie ein Schauspiel anschauen dürfen, trennt nicht zwischen der Exekutive (Regierung) und dem Gesetzgeber (dem Parlament). Die Parlaments-Minderheit kann sich zwar lauthals beschweren, was die Parlaments-Mehrheit und deren Regierung tun, aber sie hat nicht einmal durchsetzbare Kontrollmöglichkeiten (was die nicht sehen sollen, werden sie auch nie zu sehen kriegen). Auch die Judikative (Rechtsprechung) ist nicht unabhängig, sondern wird von der Regierung bestimmt und ausgesteuert.

Das Organ der Gesetzgebung verabschiedet keine Gesetze im Sinne eines allgemeingültigen Gesetzes nach dem Willen und dem Bedürfnis des Volkes. Das Parlament segnet Verwaltungsvorschriften ab, welche von der Verwaltung=Bürokratie geschrieben wurden. Es finden inzwischen nicht einmal mehr richtungsweisende Diskussionen dort statt, wie wir es aus den Zeiten von Willi Brandt, Herbert Wehner, F-J Strauss usw. noch in Erinnerung haben. Die alternativlose Verwaltungsvorschrift steht schon fest, das Wahlergebnis im Parlament ebenso, und um den Anschein einer parlamentarischen Beteiligung zu wahren, findet eine parlamentarische Aussprache statt. Eine völlig bedeutungslose Demonstration der rhetorischen Fähigkeiten und Unfähigkeiten einzelner Parlamentarier.

Eine Regierung mit ihrem Klatschaffen-Parlament ist nicht der Chef und Gesetzgeber und Kontrolleur der Bürokratie, sondern nur ihr Repräsentant in der Öffentlichkeit. Die Angestellten und Beamten in unserer Bürokratie müssen sich um ihr Gehalt und ihre Pensionsansprüche keine Sorgen machen. Egal, ob sie hunderte Milliarden in einen EU Finanztopf geben, ob sie sich bis zur Halskrause verschuldet, ob sie Millionen von Flüchtilanten ins Land lassen, ob sie Milliarden für ‘grün-rote Projekte’ freigeben, ob sie Millionen Bürger arbeitslos machen mit ihrer Lockdown- und Impfpolitik, oder ob sie wehrlose Demonstranten zusammenschlagen.

Wo bitteschön im Grundgesetz steht, dass das Volk sich von einer Bürokratie regieren lassen muss? Was da abläuft ist grundgesetzwidrig und vernichtet die Republik. Es geht um die Republik, nicht um die ‘Demokratie’. Diese sogenannte (repräsentative) Demokratie ist eh nicht viel wert. Sie kann nur dann wirksam sein, wenn sie basisdemokratisch ist.

Der Wert der im 19. Jahrhundert eingeführten Bürokratien war, dass sie Politik- und Demokratie- unabhängig sein sollten. Sie war der Verfassung verpflichtet und dem jeweiligen Hüter der Verfassung, d.h. meist einem König oder Kaiser. Sie schränkte die Willkür von Kirchenfürsten und aristokratischen Fürsten erheblich ein und gab den Bürgern eine stabile Grundlage sich rechtssicher frei zu entfalten. Heute ist die Bürokratie nur am Selbsterhalt interessiert und bestimmt Politik = die Scheindemokratie.

Erheiternder Einspieler:

Eine echte Alternative?

In Kürze, es wäre eine monarchistische Republik. Ich will für das Konzept keine Werbung oder Propaganda machen, es nicht einmal verteidigen, sondern es nur als echte Alternative darstellen. Ich tue es auch nicht, weil ich selbst Monarch werden wollte oder ein guter Freund von mir. Ich tue es, weil nach den Erfahrungen der letzten 2.000 Jahre, dies die stabilste Regierungsform war. Wer sich das nicht anhören will, sollte vielleicht mal weniger Zucker und Soja fressen.

  1. Hypothese

Die Machthaber in einem komplexen System, d.h. einem Land wie der BRD, oder Europa, usw. haben nur zwei Möglichkeiten. Entweder belassen sie das System (die Bürokratie) mehr oder weniger so wie es ist, oder sie eliminieren es komplett und ersetzen es durch ein neues. Man kann verhindern oder fördern, dass sich das System immer weiter aufbläht, bis es alle Lebensaspekte umfasst. Man kann es aber nicht verändern. Deshalb belächle ich die sicher gut-meinenden Systemveränderer (d.h. auch die AfD). Das hat noch nie funktioniert. Entweder ist das System stabil und praktisch unveränderbar, oder es wird instabil und gestürzt. Es wird instabil, wenn die große Mehrheit der Bürger es nicht mehr unterstützt und es boykottiert.

  1. Hypothese

Es gibt nur einen gewaltlosen Weg das System zu stürzen und zu ersetzen. Das Attribut gewaltlos ist wichtig, denn bei einem gewaltsamen Umsturz wird nur eine Tyrannei von einer anderen abgelöst. Ob es nur diesen einen Weg gibt, bezweifle ich selbst, aber konnte mich bisher noch nicht mit einer anderen Möglichkeit anfreunden.

Eine überwältigende Mehrheit des Volkes muss einen politischen Führer wählen, der dafür einsteht, das bisherige System=Bürokratie abzuschaffen. Er muss das wie ein Firmenvorstand tun (ein CEO), denn solche Leute haben viel Erfahrung darin firmeninterne Strukturen zu zerschlagen und neu aufzubauen, bzw. an den Meistbietenden zu verkaufen. Wie gesagt, das kann nur geschehen, wenn die große Mehrheit des Volkes die Schnautze gestrichen voll hat und dem neuen „Führer“ das populistische Mandat erteilt, ein unpopuläres System durch ein dem Volkswohl gesonnenes System zu ersetzen. Ja, ich habe Führer gesagt. Wem jetzt unwohl wird, sollte den Zucker- und Soja-Konsum einstellen.

Es kommt noch schlimmer. Dieser Führer, der Vorstandsvorsitzende der BRD, der CEO von Deutschland, muss absolute Macht haben, um das System abschaffen und ersetzen zu können. Mal ganz ehrlich, würdest du das Annalena Habeck, kurz. A.H. zutrauen? Wenn dein Betriebssystem gerade überfordert ist, mach ‘ne kurze Pause.

Wie wir derzeit erleben (und in den 12 Hühnerschiss-Jahren), sind Notstandsgesetze ausreichend, um ein diktatorisches System endgültig zu etablieren und zu erhalten, aber bei weitem nicht ausreichend, um es wieder abzuschaffen. Vor 76 Jahren war dazu ein veritabler Weltkrieg nötig. Und wie oben gesagt, mit Gewalt schafft man nur eine neue Tyrannei, die heutige.

So wie man nach dem 2. Weltkrieg eine Entnazifizierung in Deutschland und vielen europäischen Staaten durchführte, so wie man nach 1989 eine Lustration der Stasi-Mitarbeiter aus den Behörden durchführte (mit wenig Erfolg), so muss eine Entmarxifizierung sämtlicher Behörden, Universitäten, NGOs, der Kultur, Wirtschaft und Medien stattfinden. Die vollständige Vernichtung der NSDAP, all ihrer Behörden, Gelder, Besitztümer, all ihrer Ansprüche, Richtersprüche und Notstandsgesetze war nur durch gegnerische Richter und Generäle möglich (Eisenhower etc.). Das dauerte damals ca. 5 Jahre, wurde nach dem ersten Jahr meist an ‘gereinigte’ deutsche Behörden übergeben, und war bei weitem nicht vollständig. Doch es wirkt bis heute, so dass sich nur noch ein paar wenige Außenseiter zur NSDAP oder deren Taten bekennen. Offensichtlich hat die Lustration nach 1989 praktisch gar nicht funktioniert. Die NSDAP kann nicht mehr gewählt werden. Die SED, mehrmals umbenannt, derzeit unter „Die Linke“ firmierend, wird jedoch immer noch gewählt, und selbst deren Parteivermögen wurde nie eingezogen.

Die Entnazifizierung war kurz und obwohl unvollständig doch ziemlich weitreichend. Eine wirkliche Entmarxifizierung fand nach der sog. „Wiedervereinigung“ nicht statt. Wer waren die hunderttausende von Stasi-Mitarbeitern, die nun kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürfen und von Führungsfunktionen in der Wirtschaft und den Medien ausgeschlossen wurden? Eine ehemalige FDJ-Sekretärin ist Bundeskanzlerin und Frau Kahane leitet das inoffizielle Zensurministerium. So ein bisschen oberflächlich entmarxifizieren funktioniert eben nicht. Entweder macht man das hart, in einem kurzen Prozess und so vollständig wie man es in der Zeit eben schafft, oder das alte DDR System übernimmt das neue BRD System unweigerlich. Man spricht dann von einem gescheiterten Systemwechsel. Das kommt leider sehr oft vor und es ist immens gefährlich.

Und warum kommt dieser neue Führer in Deutschland nicht und ist nicht einmal vorstellbar? Es geht ‘uns’ immer noch nicht schlecht genug. Es kann aber ganz schnell gehen. Stell dir vor, im nächsten Winter sterben x Millionen Geimpfte. Und natürlich graust es jedem Deutschen vor dem Wort Führer. Aber wie vor 76 Jahren, der kann auch ein General mit einer handvoll Richter sein.

  1. Hypothese

Wenn man mal an sich vorüber ziehen lässt, wie viele Millionen bei den marxistischen Systemwechseln in Russland, China, Kambodscha, Kuba, usw. umgebracht wurden, und welch totalitäre, menschenverachtende Systeme dann errichtet wurden, sollte man sich von gewalttätigen Revolutionen nicht verführen lassen. Jeder kennt die ‘französische Revolution’ mit den Guillotinen, aber die Unmenge an Opfern der marxistischen Revolutionen wird in der Schule nie angesprochen. Selbst Hitlers Machtergreifung war bis zu dem Zeitpunkt recht unblutig, im Vergleich, und das große Schlachten kam erst danach. Aber allen gewalttätigen Revolutionen steht Purifikation durch Massenmord auf der Stirn geschrieben.

In Thailand gab es einen völlig unblutigen Militärputsch, und die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung steht bis heute dahinter. Was der General daraus gemacht hat ist allerdings bemitleidenswert. Weder der General, noch das Volk wollte die zähflüssige, auf Vetternwirtschaft basierende Bürokratie abschaffen. Die haben ihre Politiker, sprich Demokratie abgeschafft, weil die Typen noch schlimmer waren, als das was sie hatten.

Jeder weiß instinktiv, dass man gegen einen Militärputsch nichts machen kann. Das Militär muss nur drohen Gewalt einzusetzen, und schon hat es gewonnen. Und seien wir mal ehrlich, wir sind als Volk, als Bürger nicht einmal kampffähig. Es gibt auch keine lebendige Kultur der Wehrhaftigkeit mehr, und die Abschaffung der Wehrpflicht war einfach die Konsequenz daraus, dass immer mehr sich davor drücken wollten. Schau mal, sogar eine Truppe von 20 halbstarken Antifanten wird bei ihrer Herumwüterei toleriert. Zu Opas Zeiten hätte sich da ganz schnell eine Bürgerwehr gebildet und die Typen mal ordentlich verdroschen. Heute ruft man die Polizei, und die stehen auch nur dumm rum. In den USA sind von ein paar hundert sogenannten BLM Aktivisten ganze Straßenzüge abgebrannt worden, und alle haben nur zugeguckt. In den Staaten mit verfassungsgemäßem Waffenrecht geschah das nicht, weil die Bürgerwehr offen mit Gewehren an der Straße stand. Aber die Waffenliebhaber siehst du auch nicht mehr, wenn eine Panzerkompanie in die Stadt rollt.

Die meisten Bürger sind Konformisten, egal welche Ideologie und welcher Gesetzesrahmen ihnen übergestülpt wird. „Wenn das Amt es so entschieden hat, dann wird das schon seine Richtigkeit haben“ – Kommt dir der Spruch bekannt vor? Die Leidensfähigkeit des Otto Normalo ist enorm, aber eben nicht unbegrenzt. Wenn diese Grenze überschritten ist, merkt’s auch jeder. Ein paar hunderttausend oder tausend Demonstranten in Berlin reicht nicht.

Wenn du morgen an der Macht bist und sagst, es gibt ab sofort keine Rentenversicherung, keine Pflegeversicherung, keine Arbeitslosenversicherung und kein Hartz4 mehr, was wollen die Betroffenen denn tun? Mit ihrem Rollator auf einen Polizeihelm eindreschen? Mit den Spargelärmchen und ohne Waffen auf die Polizei losgehen? Die Berliner Polizei hat am 1. August demonstriert, wie das endet. War sehr unschön, aber ein Lehrstück für Möchtegern-Revoluzzer.

Die unblutigste Revolution ist immer ein Militärputsch. Der General, der ihn durchführt, muss halt wissen, was er danach macht. Das Volk wird sich der absoluten physischen Übermacht beugen. Der General (also kein Gefreiter, wie A.H.) muss eine neue Verfassung schreiben lassen und den gesamten Filz des alten Regimes möglichst rasch abservieren (siehe 2. Hypothese).

  1. Hypothese

Nur dann, wenn es einen Plan für eine monarchistische Republik gibt, der überzeugend und funktionsfähig ist, kann man den Plan zu einem in der Zukunft liegenden historischen Zeitpunkt umsetzen. Thailand hat keinen Plan, die wollten nur die korrupten Politiker los werden. Ansonsten blieb alles wie gehabt. Die ganzen ‘bunten Revolutionen’ im arabischen Raum hatten keinen Plan, weshalb die Leute mit dem 700 Jahre alten Plan (Islamismus) ganz schnell übernommen haben.

Der Plan für die monarchistische Republik muss natürlich für die große Masse attraktiver sein, als die alte Tyrannei, die sie loswerden wollen. Der Plan kann nicht sein, eine tyrannische Monarchie einzuführen, oder einen Diktator einzusetzen, der einfach tut zu was er Lust hat. Aber der Führer einer neuen Republik muss zumindest in der Entmarxifizierungs-Phase uneingeschränkte Macht haben. Danach muss er diese Macht an ein Rechtssystem und eine Bürokratie abgeben, welche er selbst mitbestimmt und besetzt hat. In diesem Schritt liegt natürlich das große Risiko. Und wenn dieser Führer aus dem Militär kommt, dann hat er die absolute Macht notfalls immer im Rücken.

Wird Annalena Habeck, kurz A.H., der neue Führer? Ich halte das für unwahrscheinlich. Deren Weltverbesserung zeigt sich für den Otto Normalo im eigenen Land nur als Verschlechterung. Welche Erfolge könnten die Grünen denn erreichen, die der Mehrheit des Volkes etwas manifest Erreichtes in die Hand geben? Sonnenblumen-Latzhosen für alle? Kakerlaken-Burger? Das tägliche Leben wird durch keines der grünen Anliegen auch nur einen Deut besser. Eher ganz schnell und erheblich schlechter – weshalb ich herum-unke, denen mal 4 Jahre die Regentschaft zu überlassen – und dann sind die schnell wieder unter 5%.

So furchtbar viel Phantasie für diesen Plan brauchen wir eigentlich nicht. Das Deutsche Reich hat bis zum 1. WK sehr gut funktioniert. Es war derart erfolgreich, dass die Neider auf der anderen Rheinseite und der anderen Seite der Nordsee, dieses deutsche Reich vernichtet sehen wollten. Gewonnen hat bei den beiden Weltkriegen keiner, aber Deutschland hat am meisten verloren. Beides Mal. Vielleicht haben wir das nächste Mal Glück und schaffen es ohne Kriege.

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Ich liste jetzt keine konkreten Vorschläge für diesen Plan auf, denn der wird mit Sicherheit nicht von mir alleine oder irgend jemandem alleine entworfen. Es gibt andere Internet-Plattformen in denen so etwas intensiver diskutiert wird, hauptsächlich englischsprachige. Auf Deutsch fiel mir vor allem der Inhalt von Sezession.DE auf. Konfliktmag.de hat viele interessante Themen, wie kürzlich, dass die Steuerpolitik der umbenannten SED für Familien mit 2 Kindern mit kleinem bis mittlerem Einkommen große Vorteile bietet, während die Steuerpolitik der AfD nur für Gutverdiener und Reiche Vorteile hat. Die Steuerpolitik von SED und AfD sind für die ‘typischen’ Familien praktisch spiegelverkehrt, obwohl die AfD doch angeblich Familien fördern will und die SED Kinder als CO2-Seuche ansieht. Und natürlich gibt es auf Conservo immer wieder Beiträge und vor allem viele Kommentare, mit denen man o.g. Pläne bestücken kann.

PS: Viele Ideen zu diesem Artikel kamen von hier: https://graymirror.substack.com/p/for-the-times-they-are-a-changing

5 thoughts on “Entmarxifizierung

    1. Asterix – The Twelve Tasks of Asterix – #8: Find Permit A 38 in “The Place That Sends You Mad”

      Um deutschen Buerokratismus zu umgehen, empfiehlt sich ein VPN.

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