Dissidenten: Infrastruktur und Bündnisse zuerst

Jeder möchte den Schritt Null (Infrastruktur) überspringen und zum Schritt Eins (Bewegung) übergehen.

Das ist aus vielen Gründen verständlich. Bewegungen sind aufregend, sie sind unmittelbar zielgerichtet, sie geben sofortiges Feedback und so weiter. Sie geben uns das Gefühl, dass wir etwas tun.

Doch schon lange bevor ich geboren wurde, gab es sie. Sie sind entstanden, haben je nach dem zwischen 100 und 7000 Mitglieder gewonnen und sind gescheitert. Und gescheitert. Und scheiterten.

Sie sind alle gescheitert, weil sie Schritt Null übersprungen haben.

Unser Geschichtsunterricht hat uns eine Illusion vermittelt, der wir alle auf den Leim gegangen sind. Die Illusion ist, dass die Bürgerrechtsbewegung der erste Schritt war, und dass die Bürgerrechtsbewegung tatsächlich etwas verändert hat und gegen einen Status quo war, den sie reformiert hat. Weil wir uns dieser Illusion hingeben, versuchen wir immer wieder, etwas zu wiederholen, von dem wir glauben, dass es erfolgreich war.

Doch bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Aktivisten von damals einen beträchtlichen Rückhalt hatten. Busladungen von Anwälten, sympathisierende Medien, Kautionsgelder und sogar Jobs, die auf sie warteten, so dass sie, wenn ihre Identität aufgedeckt wurde, eine Anstellung in einer Pseudostelle an einer Universität annahmen, wo sie eine Gehaltserhöhung erhielten.

Mit anderen Worten, es gab bereits eine beachtliche Infrastruktur zur Unterstützung. Und zwar deshalb, weil sie etwas taten, was die Machthaber WOLLTEN und sie UNTERSTÜTZTEN, weil sie einfach als Vorwand benutzt wurden, um eine Politik voranzutreiben, die sie bereits WOLLTEN.

Der Grund, warum Leute öffentlich als Bombenleger für den Weather Underground bekannt sein konnten und dann hoch bezahlte Jobs als Professoren an Universitäten bekamen, ist, dass sie eigentlich alle auf der gleichen Seite standen.

Wir müssen also bei Schritt Null anfangen: Infrastruktur.

Das heißt, wir brauchen unsere eigenen Unternehmen, unsere eigenen parallelen Institutionen und unsere eigene Wirtschaft, um die Menschen, die sich für die Bürgerrechte engagieren, zu unterstützen und zu fördern.

Wenn wir das nicht tun, wählen wir mutige Menschen bevorzugt aus, um sicherzustellen, dass sie keine Mittel haben, um Kinder zu bekommen, damit wir den Mut aus unserem Genpool herauszüchten können.

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2 thoughts on “Dissidenten: Infrastruktur und Bündnisse zuerst

  1. Es ist nur jetzt viel schwieriger. Der Marsch durch die Institutionen war leicht, weil diese dagegen nicht geschützt waren, man konnte also durchmarschieren. Jetzt sind sie aber besetzt und werden mit Zähnen und Klauen verteidigt.

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