Warum der Prozess Heard vs. Depp wichtig ist

Ich kommentiere hier i.W. aus der Sicht der sog ‘manosphere’, d.h. der Sicht vieler Männer, die von ihren vormaligen Intimpartnern verleumdet und finanziell geschädigt wurden.

Vielleicht ist es ein Irrtum, oder einfach Ignoranz, dass die Verunglimpfung von Männern vor Gerichten erst mit der „me too“ Bewegung anfing. Ich habe das bei und mit meinem Vater schon in den späten 70’ern erlebt. Es existiert(e?) ein Vorurteil der Richter und Rechtspfleger, im Grunde seit Ewigkeiten, dass nur Männer physisch dominant sein können, und Gewalt in intimen Beziehungen ausüben würden. Dieses Meinungsbild existiert weiterhin und es wird vor allem von feministisch orientierten Frauen gnadenlos ausgenutzt. Amber Heard hat Johnny Depp damit herausgefordert („Kein Richter und keine Jury wird dir glauben, dass die 100 Pfund Amber dem doppelt so schweren Johnny häusliche Gewalt angetan hat.“)

Ich sprach schon in anderen Artikeln über die unterschiedliche Bewertung der Gesetzlosigkeit von Frauen, die der Gesetzlosigkeit der Männer nicht gleichgestellt wird. Die Gewaltausübung eines Mannes wird weder der Gewaltausübung einer Frau, noch den perfiden Methoden der Unterminierung, dem Hintergehen, dem Lügen uvm. der Frauen gleichgesetzt. Männer können das auch, aber für Frauen ist das i.d.R. die einzige Möglichkeit zu gewinnen. Auch das kam im Prozess zutage. Amber gab zu, dass sie Johnny „eine gewischt“ hat, also mit der offenen Hand schlug, und das ist ihrer Ansicht nicht frevelhaft (don’t be a baby) und überhaupt nicht vergleichbar mit einem Faustschlag (welchen sie ebenfalls im Prozess zugab). Das ist so ein Tropus, der Jungs schon eingeprägt wird: Mann schlägt keine Frauen. Und wenn eine Frau einen Mann schlägt, dann wird es einen guten Grund dafür geben, und so ein harmloser Schlag einer Frau tut ja eh nicht wirklich weh.

Es gibt zahlreiche Studien/Statistiken über häusliche Gewalt, die aussagen, dass häusliche Gewalt unter Partnern ungefähr 50% von der Frau und 50% vom Mann ausgeht. Beidseitige Gewalt (sozusagen eine schlagende Verbindung) kommt sehr viel häufiger vor, als einseitige Gewalt. Die eigenen Kinder werden überwiegend von den Müttern geschlagen, selten vom Vater.

Amber Heard hatte so gar kein Verständnis dafür, dass Johnny Depp bei ihren Gewaltexzessen nicht mitspielte, sondern einfach wegging, in eine seiner zahlreichen anderen Wohnungen, Häuser, oder gar in ein Hotel. Ein anderes typisches Frauenphänomen klang ebenfalls oft durch. Obwohl beide viel tranken und Drogen nahmen, war es bei ihr wohl eher Zeitvertreib, bei ihm aber eine Notwendigkeit, um seine inneren Dämonen zu besänftigen. Amber hob immer wieder ihre Anstrengungen heraus, Johnny Depp mit seiner Drogensucht helfen zu wollen, ihn zu einem „neuen Mann“ zu machen, und hasste und bestrafte ihn dafür, dass er wieder rückfällig wurde. Auch hierbei hat Amberlein ein klassisches Meinungsbild übernommen. Die Realität ist, dass wenn ein Entzug immer funktioniert, es sich i.d.R. um ein Märchen (TV-Serie, Film, Buch, usw.) handelt. Die wenigen Fälle die es wirklich dauerhaft schaffen, nennen Entzugskliniken ‘Erfolgsrate’, die oft so niedrig ist, dass die Kliniken sie hoch-lügen; oder man könnte es auch Einzelfälle nennen.

Die Fakten

Amber Heard hat überhaupt keine Beweise, nicht einmal Zeugenaussagen der ihr Nahestehenden, dass sie jemals von Johnny Depp physisch angegriffen wurde. Johnny Depp hingegen hat Beweise, in Form von aufgezeichneten Gesprächen, Telefonaten und Ambers eigener Zeugenaussage, dass er von ihr angegriffen wurde.

Die beiden Psychologinnen, die im Prozess auftraten, kann ich nicht wirklich ernst nehmen. Es ist modern geworden, alles und jedes (inkl. Messerstechereien und Terrorangriffe) mit einer ‘Geisteskrankheit’ zu entschuldigen oder zu begründen. Richter fallen leider viel zu oft auf derartiges Expertentum herein.

Das Meinungsbild

In der breiten Öffentlichkeit werden immer noch die dick gedruckten Aussagen geglaubt, auch weil es für sie tägliche Propaganda gibt. Man kann ja meinen was man will, deshalb gibt es auch die Meinungsfreiheit, deren Aussagen nicht mit der Realität übereinstimmen müssen, wie die Studien beweisen.

Zumindest unterschwellig herrscht bei sehr vielen Frauen die Ansicht vor, dass sie den „groben Klotz“, mit dem sie ins Bett gehen, erst mal ordentlich domestizieren müssen. Ein Tiger im Bett, aber ein braves Schoßhündchen am Tag. Sehr viele unglückliche Ehen werden so gestaltet, und man sieht es den so ‘domestizierten’ Männern meist gleich an.

Egal wie der Prozess letztendlich ausgeht, die Herstellung von weltweiter Öffentlichkeit zu diesem Fall, dürfte das Meinungsbild vieler nachhaltig ändern. Die Diskussion solcher Themen, die vorwiegend in der ‘Männerszene’ stattfand, die vom Mainstream als Frauenhasser und schlimmeres bezeichnet werden, bekommt nun unerwarteten Aufwind. Es bleibt zu hoffen, dass die einschlägig bekannten Männerrechtler es verstehen auf dieser Welle zu reiten und die bekannten Fakten in den Mainstream bringen können.

8 thoughts on “Warum der Prozess Heard vs. Depp wichtig ist

  1. Männer sind auch einmal klein und schwach, denn dann wenn sie kleine Kinder sind. Und dann sind für sie erwachsene Frauen extrem stark. Zum Beispiel die Mütter. Ich selbst kann ein Lied davon singen, ich wurde als kleiner Junge sehr oft von meiner Mutter mit dem Stock geschlagen, weil ich z.B. keinen Rosenkohl essen wollte, oder wegen anderer nichtiger Dinge. Leider war mein Vater oft lange weit weg, nämlich auf Lehrgängen bei der Bundeswehr. Außerdem wollte sie mich mit 6 Jahren im April draußen schlafen lassen, weil ich zu spät nach Hause aus dem Dorf vom Spielen gekommen war. Sie hat das in ihrem Tagebuch festgehalten, und dann schreibt sie noch für den gleichen Tag, dass es Bodenfrost gegeben hat. Im Sauerland kann es auch im April noch nachts ziemlich kalt sein. Außerdem hat sie mich mit 4 oder 5 Jahren zum einkaufen geschickt, ganz allein an einem Bauernhof vorbei mit einem Schäferhund, der so groß war wie ich selbst, ohne Einkaufszettel, ich konnte noch nicht lesen und nicht schreiben, ich musste das im Kopf behalten.

    Liked by 2 people

      1. Und ebenfalls Schläge? Ich kann mich an folgende Szene beim Mittagstisch genau erinnern: hinter mir stand sie mit dem Stock und drohte mir, vor mir war der Teller mit Rosenkohl oder Porree, auf jeden Fall etwas, was ich überhaupt nicht mochte. Um den Schlägen zu entgehen, habe ich es in mir hinein gewürgt, aber da ich es überhaupt nicht mochte, habe ich es wieder ausgekotzt. Und dann dachte ich, jetzt muss sie doch merken, dass es kein böser Wille ist, wenn ich bestimmte Sachen nicht essen will, sondern dass ich das wirklich nicht mag. Da hat sie mich aber noch mal geschlagen, weil ich es ausgekotzt habe.
        Mein Vater war leider weit weg, auf Lehrgängen in der beginnenden Bundeswehr, wenn er da war, brauchte ich vor ihr keine Angst zu haben, er hat mich immer vor ihren Schlägen beschützt. Ich war immer heilfroh, wenn er da war.

        Liked by 1 person

      2. Offensichtlich, so nehme ich an, entstand diese Abneigung gegen das männliche Geschlecht aus einer feministischen Grundhaltung heraus. Sie, meine biologische Mutter, war nämlich eine Bauerntochter. Sie hatte 2 Schwestern und 2 Brüder. Ihr Vater, mein Großvater, hat seinen Söhnen eine bessere Nahrung gegeben, zum Beispiel morgens ein geschlagenes Ei und so weiter. Darauf waren wohl die 3 Schwestern neidisch. Aber ihre Brüder brauchten ja dieses mehr an Kalorien, denn sie mussten sicherlich körperlich härtere Arbeiten leisten, denn es war noch vor oder während des Zweiten Weltkrieges, mein Opa hatte noch gar keinen Trecker, und die Brüder mussten sicherlich mit Pferden pflügen und andere harte Arbeiten machen. Aber soweit haben die Schwestern nicht gedacht, dass ihre Brüder natürlich auch härtere Arbeiten machen mussten und mehr Kalorien brauchten. Auf die härtere Arbeit waren sie bezeichnenderweise nicht neidisch. Sie waren einfach neidisch auf die bessere Nahrung ihrer Brüder, hatten Minderwertigkeitskomplexe und diese hat meine Mutter bei mir offensichtlich abreagiert. Auch bei ihren Schwestern war es ähnlich, der Sohn der ältesten Schwester, also mein Vetter, hatte jahrzehntelang keinen Kontakt mit seiner Mutter.
        Und meine 3 jüngeren Schwestern hat meine Mutter ganz anders erzogen, die Erziehung von mir und meinen 3 jungen Schwestern war der Unterschied zwischen Himmel und Hölle. Besonders die mittlere Schwester, sie war die schönste von den dreien, hatte bei meiner Mutter den Himmel auf Erden.

        Like

  2. Leider ist die oben zitierte Gewaltstatistik 50% männliche Gewalttäter zu 50% weibliche Gewalttäter ein “fake” und deshalb BS. Ausserdem darf man nicht Äpfel mit Birnen, oder eben Ohrfeigen mit Totschlag oder wenigstens schwersten Verletzungen vergleichen. Das ist genau so schlimm, wie die Metoo-Schreierinnen bei Nichts metoo schreit. Grabschen ist zwar eklig, aber eben noch keine Vergewaltigung oder Gewalt. So ist es auch bei weiblichen Ohrfeigen, gegen massive männliche Gewalt. Einfach nicht das Gleiche. Sorry! Die 50% zu 50% – Annahme mag jedoch tatsächlich bei Depp vs Heard zutreffen. Und nein, auch Depp ist kein Unschuldsengel, auch wenn keine Video-Filmchen seiner Verfehlungen und Gewalttätigkeiten existieren. Und ganz sicher ist nicht Heard an allem alleine schuld und Depp zu 100% unschuldig. Depp vs Heard ist deshalb KEIN gutes Beispiel für weibliche Gewalt. Eher für eine gewalttätige Beziehung. Und ja, weibliche Gewalt gibt es. Aber eben nicht 50% zu 50%. Sie ist, verglichen mit männlicher Gewalt, immer noch verschwindend klein. Dito für Tötungsdelikte. Oder Sexualdelikte.

    Like

    1. 1. Die verlinkten Statistiken sind aus kummulativen Studien entstanden, in der Art, wie man z.B. in der Medizin Metastudien macht.
      2. Du bestaetigst genau das, was ich gesagt habe. Die Mehrzahl der Menschen glaubt an die fett gedruckten Aussagen, obwohl die Empirik diese widerlegt.

      Like

  3. Danke für die Einschätzung
    Ich verfolge den Prozess auch von Anfang an und stelle gerade erleichtert fest, dass genau dieses allgemeine Vorurteil, das eben nur Frauen Opfer von häuslicher Gewalt sein können, gerade so ziemlich aufgelöst wird, und das ist gut so Wenn ich mich durch die Kommentarbereiche der amerikanischen öffentlichen Meinung zu diesem Prozess lese fällt mir auf, dass sehr viele Männer von ähnlichen Erfahrungen berichten. Sie wurden von der Ex geschlagen, mit hysterischen Verleumdungen überschüttet, gemobbt, finanziell ruiniert und was noch alles, haben aber meist stillgehalten, weil ihnen ja bestimmt niemand glauben würde.
    Genau diese falsche Grundannahme hat jetzt die toxische Amber aufgeklärt. Jetzt glaubt man mehr und mehr auch Männern, die zu Opfern wurden und stellt erschrocken fest, dass auch die emotionale Erpressung und emotionaler Missbrauch des männlichen Partners durch Frauen vollzogen werden und es eben ein Irrtum war, hier nur die Frauen als Opfer zu sehen. Ich finde das richtig gut.
    Besonders freut mich dabei der Gedanke, dass diese Frau bestimmt niemals im Leben gedacht hätte, dass sich dieser starke Mann und Weltstar, der einen schlechten Ruf zu fürchten hat und dem ja, ihrer Meinung nach, ohnehin niemand glauben würde, öffentlich gegen ihre Verleumdungen wehren würde. Das wird wohl die größte Überraschung ihres Lebens gewesen sein. Und Johnny erweist damit allen Geschlechtsgenossen, die ein ähnliches Schicksal erleiden mussten und müssen, einen unglaublich wertvollen Dienst. Meine ganze Sympathie, meine Anerkennung und tiefes Mitgefühl hat Johnny Depp auf jeden Fall.
    Und sollte dieser Prozess denn doch noch zu Tage bringen, dass ihm bei der einen oder anderen Gelegenheit die Hand ausgerutscht sein wollte, wird wohl jeder, der die furchtbaren verbalen Angriffe von ihr auf ihn per Tonbandmittschnitt gehört hat sagen, es sei Notwehr gewesen. Anders kann man das fast gar nicht bezeichnen. Wie dem auch sei: Meine Recherchen in der amerikanischen Öffentlichkeit haben ergeben, dass diese Frau für immer unten durch ist, und dass die Amis ihren Johnny mehr lieben als jemals zuvor. Und ich freue mich für ihn. #TeamJohnny

    Liked by 2 people

Comments are closed.