Armageddon vs. Weltregierung

Was würde Armageddon bedeuten? Wenn wir die technischen Möglichkeiten weiter schnell vorantreiben, bestehen Risiken, wie

  1. Eine Unzahl von Informationssystemen, die wissenschaftliche Wahrheiten und Fakten ignorieren/interpretieren, zugunsten von staatlichen bis hin zu individualistischen Wahrheiten, die kaum noch auseinander zu halten oder unüberprüfbar sind.
  2. Die Technologie eines gewinnbaren Atomkriegs wird entwickelt und von ideologischen Akteuren gewünscht.
  3. Die Technologie von effektiven, zielgerichteten Biowaffen würde es erlauben, z.B. eine bestimmte Rasse, oder Leute mit niedrigem IQ, genetischen Defekten, psychologischen Defekten, usw. auszurotten.

Die Weltregierung, als Gegenmittel, könnte diese Risiken stark begrenzen oder eliminieren, d.h.

  1. Ein Wahrheitsministerium, so wie es die ‘Faktenchecker’ heutzutage versuchen.
  2. Die lückenlose, strenge Überwachung der Nutzung waffenfähigen Nuklearmaterials, so wie es die IAEA seit 1957 versucht, inkl. der massiven Einschränkung der Forschung.
  3. Selbiges für potentielle Biowaffen.

Offensichtlich soll eine Weltregierung für ein Sicherheitsregime einstehen, in dem Freiheit und Innovation beschränkt wird, um generelles Wohlergehen, Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung auf ihrem jeweiligen Entwicklungsstand zu garantieren, bzw. in kleinen Schritten zu verbessern. Das Funktionieren eines solchen Regimes basiert auf einer Bürokratie dieser Institutionen, die unideologisch. unkorrumpiert und nur dem wissenschaftlichen Kenntnisstand verpflichtet ist. Das könnte für eine Zeit, mit den richtigen Menschen in den Institutionen sogar ziemlich gut funktionieren. Da wir Menschen aber ideologisch, bestechlich und im Schnitt ziemlich dumm sind, wird das wohl kaum auf Dauer bestehen bleiben und unterwandert werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in einer orwellschen Dystopie landen ist relativ hoch. Wenn es lange genug anhält, so dass Wissenschaft unterdrückt wird, Forschung verboten, selbständiges Denken verteufelt und der Nihilismus einer Wohlfahrtsgesellschaft sich durchsetzt, dann gibt es auch keinen Weg mehr heraus. Es wäre eine Welt des Nullwachstums, die auf Krisenbewältigung fokussiert ist. Einen Vorgeschmack davon konnten wir in den letzten 2,5 Jahren erleben.

Das Risiko des Armageddon einzugehen, bedeutet nicht, dass es eintritt, sondern nur, dass es als Angst machendes Risiko immer wieder populistisch ausgeschlachtet wird. In dieser Welt werden technologische Blasen entstehen und wieder verpuffen, 9 von 10 neuen Ideen in den Bankrott führen, und einzelne bahnbrechende Innovationen die Welt verändern. Es bedeutet, dass es eine Kolonie auf dem Mars geben wird, dass die politischen Systeme auf der Erde weiterhin in auch kriegerischen Konflikten aufeinandertreffen. Das Weitertreiben von Innovationen treibt Wachstum voran, während das Sicherheitsregime ökonomisch stagniert oder schwächer wird.

Die meisten Staaten, und bezüglich Corona fast alle, haben sich dem Sicherheitsregime verschrieben, auch weil sich dieses innenpolitisch besser und einfacher verkaufen lies. Das propagandistische Angst machen hat bei 2/3 des Volkes einwandfrei funktioniert. Die Zahl der wirklich Risikobereiten dürfte bei nicht mehr als 15% liegen. Die Corona-Massnahmen waren der ultimative Test an der Weltbevölkerung, wie weit das WEF gehen kann.

Wenn man 2/3 in dauernder Angst vor imaginierten oder wirklichen Risiken halten kann, dann kann man Schritt für Schritt mehr und mehr restriktive Maßnahmen einführen, die als Schutz der Bevölkerung murrend oder sogar freudestrahlend angenommen werden. Eine multipolare Weltordnung wie sie Putin vorschwebt wird daran nichts ändern. Es gibt dann eben mehrere (aber nicht viele) Einflussgebiete, in denen die Völker einem jeweils anderen Sicherheitsregime unterworfen werden.

Die Alternative?

Im Vielvölkerstaat USA haben sich über die Jahrhunderte mehr risikobereite Menschen angesammelt, als irgendwo anders. Aber auch dort geraten sie in Gefahr, dauerhaft zur Minderheit zu werden. Die dortigen Innovationszentren haben in den letzten Jahrzehnten fast nur noch Neuerungen im Computer- und Softwarebereich hervor gebracht. Jüngstens hat sich die Forschung der Genmanipulation hervorgetan, mit unüberschaubaren Risiken und noch unklaren wirtschaftlichen Vorteilen (außer wenn es schief geht und ein Laborvirus entweicht). Doch, die ersten Atomreaktoren entstanden im Rahmen des Manhattan Projekts, nur um waffenfähiges Plutonium für Atomwaffen herzustellen, nicht für eine neue Energieversorgung. Es dauerte noch über 10 Jahre, bis die Sowjetunion das erste Atomkraftwerk baute. Vielleicht dauert es noch 10 Jahre, bis aus Biowaffentechnologie eine nutzbare Medizintechnologie entsteht.

Ich persönlich bin ja dafür, das Risiko eines Armageddon einzugehen, weil es keine Alternative für andauernde Innovation gibt. Allerdings muss man klar erkannte weltweite Risiken eindämmen. Diese Risiken sind Atomwaffen, Biowaffen und irgend wann mal AI (KI). Esoterische Risiken, wie Klimawandel, erfundene Benachteiligungen, eher harmlose Viren usw. gehören nicht dazu. Die Schwierigkeit besteht darin, das zu unterscheiden und der Bevölkerung so zugänglich zu machen, dass sie auf die Panikpriester nicht hereinfällt. Leider fehlt es dazu bei sehr vielen schon an der wissenschaftlichen Schulbildung, verschärft durch die schulische Indoktrination in „woke“ Propaganda.

Das ist meine „black pill“, die für 2/3 des Volkes eine „white pill“ sein mag. Sicherheitsregime, Nihilismus, Nullwachstum, perpetuierte Krisenbewältigung, so lange, bis sich eine Renaissance entwickelt, welche die Stagnation beendet.

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4 thoughts on “Armageddon vs. Weltregierung

  1. Das Herrschen mit Angst fing aber schon mit der Erfindung der ewigen Hölle an. Bei uns 8-9-jährigen Kindern wurde im Kommunion- und Beichtunterricht 1960/1961 noch ausgiebig Gebrauch gemacht.

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      1. Genau, und dieser Weltberrschungsgedanke befriedigt dann den Machtinstinkt einer kleinen “Elite” = religiösen Führer, die dann mit dieser Macht vor allen Dingen herrlich und in Freuden der großen Masse auf der Tasche liegen können (der Zehnte früher, heute Kirchensteuer und Steuer, die Bischöfe werden nämlich von den jeweiligen Bundesländern bezahlt).
        https://www.n-tv.de/panorama/Schicke-Wohnung-grosses-Auto-gutes-Gehalt-So-leben-Deutschlands-Bischoefe-article11555661.html

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