Wie funktioniert Institutionalismus?

Was soll das überhaupt sein, Institutionalismus? Die Institutionen, die nahezu jedes Land wirklich regieren, sind die Medien, die Schulen und Universitäten, sowie die großen Behörden. Die Leiter dieser Institutionen stellen die sorgsam, nach Systemkompatibilität ausgewählten Eliten dar. Die Hierarchie entsteht nicht durch Auswahl der Besten (obwohl das, soweit nützlich, getan wird), sondern der wichtigste Faktor ist die Systemtreue. Ein inkompatibles Genie wird ausgesiebt.

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Die Abdankung

Wer ist gestorben? Niemand, also zumindest nicht mehr als normal.

Die Wahrheit hat abgedankt. Sie war noch nie so richtig feste auf dem Thron, aber war zumindest irgendwo in einem Ministeramt, denn es war oft nützlich auf sie zu hören. Inzwischen braucht man sie nicht mehr, sie war gar zu hinderlich. Es war mehr ein Rausschmiss als eine freiwillige Abdankung.

Die Rationalität hat abgedankt. Man hat sie einfach nicht mehr gebraucht, sie ist überflüssig geworden. Früher wurde sie dazu benutzt, um Leute von etwas zu überzeugen. So nach dem Motto, wenn wir die Vor- und Nachteile von X und Y abwägen, was ist dann die bessere Lösung? Heute fragt man: Was fühlt sich besser an? Das klappt viel einfacher und besser.

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Europäische Evolutionsstrategie

Ich denke darüber nach warum Kirche oder viel mehr Religion wichtig für uns ist und immer bleiben wird, und aus welchem Grund. Erst mal will ich eine Art Ordnung vorstellen, auf deren Basis sich diese Strukturen etabliert haben.

1. Es gibt eine spezifisch europäische Evolutionsstrategie, mit einer ersten Priorität auf Recht (Wahrheit), dann zweitens Staat (Militär und Polizei), dann drittens Religion.

2. Die emotionale Transmission wird über Mythologie (Jesus, Maria, etc.) bewerkstelligt, da die meisten Leute mit rein rationalen Argumenten ihre Schwierigkeiten haben.

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150 Jahre Staatlichkeit

Über eine Nation die nie entstand

zur geplanten Veröffentlichung am 18. Januar 2021

Rudolf hatte einen elastischen Gang, so etwas wie einen Sprung im Schritt, den ich von ihm erbte. Nicht wie ein Balletttänzer, der magisch über den Boden gleitet, nein, eher wie die domestizierte Version eines Sprungschrittes, den kleine Kinder haben, wenn sie nicht rennen dürfen, aber schnell gehen wollen. Er wurde im Allgemeinen als sehr elegant angesehen, obwohl er in den Anzug, der mal seinem Opa gehörte, und der nach dessen Tod um-geschneidert wurde, mit 16 noch nicht so ganz hinein passte. Immerhin war er nun Schreiner- und Zimmermanns-Lehrling und konnte beim besten Willen nicht mehr in kurzen Hosen herumlaufen. Er lief die 5 km zu seinem Lehrplatz täglich. Eigentlich marschierte er sie, zusammen mit Anton, einem anderen Lehrling aus der Nachbarschaft. Sie kannten sich von der Schule. Meist sangen sie beim Marschieren, um den Schritt zu halten. Sie brachen jeden Tag zur gleichen Zeit auf, denn wenn sie zu spät kamen – es war knapp 1 Stunde zu Fuß – bekamen sie zur Begrüßung vom Meister gleich mal eine Maulschelle.

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Wissenschaft und Erfindung

Um es schnell zu erklären, für den eiligen Leser:

Wissenschaft ist der Prozess der Entdeckung von Tatsachen und Zusammenhängen, die SCHON EXISTIEREN.

Erfindung ist der Prozess, u.A. auf Basis wissenschaftlicher Entdeckungen, etwas Neues zu erschaffen, was für andere Menschen ggf. nützlich ist.

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Die Gewalt des Bürgers

Jeder von uns hat das Potential Gewalt auszuüben. Gegen Personen und gegen Sachen. Bei manchen ist das Potential höher, bei manchen sehr niedrig. Das Potential ist nicht unbedingt abhängig von der körperlichen Kraft, denn um einen Gewehr-Abzug durchzudrücken braucht man kaum Kraft. Wir könnten uns eine Gesellschaft vorstellen, in der es keine Richter, keine Polizei gibt, in der jeder einzelne Bürger selbst für sein Recht sorgt, indem er Gewalt anwendet, wenn er es für nötig hält. Im nahen Osten und Teilen Afrikas ist das teilweise noch so.

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Nur teure Medizin hilft gegen COVID?

Manch ein Journalist traut sich in ein Wespennest zu stechen (wie z.B. Reitschuster), und man entdeckt dann durch Zufall, was hinter den Kulissen so vor sich geht. In den Philippinen trauten sich zwei dieser Journalisten zu beklagen, dass die COVID-Stationen in den Krankenhäusern zu wenige Geräte zur Atmungsunterstützung (in denen Sauerstoff in einem Plastikschlauch unter die Nase gepumpt wird) und wirkliche Beatmungsgeräte eingekauft haben, weiterhin die Stationen kaum Geld haben um nachzukaufen und der Markt auch noch wie leergefegt ist.

Zum anderen wird den Hochrisikopatienten, die im KH liegen empfohlen/verschrieben, zwei extra teure Medikamente einzunehmen, welche das KH aber oft nicht vorrätig hat, denn auch hier ist der Markt limitiert. Indien, ein Hauptproduktionsland für Medikamente, schließt desöfteren den Export, weil sie das Zeug jetzt selbst brauchen.

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