Biologisch-psychologische Evolution durch Staatsgeld

Stefan Molyneux hatte gerade eine Diskussion mit einem Wissenschaftler (Adam Perkins), der die Effekte des Wohlfahrtsstaates auf die Veränderungen in der Gesellschaft untersucht hat. Dabei macht er sich die Messungen der ‘Big Five personality traits‘ zunutze. Zwei davon sind wirklich zu praktisch 100% angeboren, diese sind Extraversion (Geselligkeit, Begeisterungsfähigkeit) und Neurotizismus (Empfindsamkeit bzgl. negativer Emotionen). Die Heritabilität ist nicht ganz so hoch wie beim IQ aber liegt immerhin bei ca. 50-60%.

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Finite Spiele und infinite Spiele

Finite Spiele sind Spiele, die ein mal, auch wiederholt, mit einem Ergebnis gespielt werden, meist ohne spezielle Berücksichtigung langfristiger Strategien oder Visionen. D.h. man tritt mit dem Ziel an dieses eine Spiel zu gewinnen, oft koste es was es wolle. Ich beziehe das jetzt nicht auf Skat oder ‘Mensch ärgere dich nicht’, sondern auf unsere alltäglichen Spiele, wie z.B. einen möglichst günstigen Einkauf zu machen, oder einen Vertriebsabschluss, oder den Mitbewerber um eine besonders hübsche Dame auszustechen. Continue reading Finite Spiele und infinite Spiele

Männer waren mal ganz lieb

Hallo kleine Anna. Opa bringt dich heute von der Schule nach Hause. Deine Mama hat keine Zeit. Sie muss arbeiten. Irgend was unheimlich wichtiges von wegen Budget und Nachkommastellen oder so. Komm, wir machen uns einen schönen Nachmittag.

Du kannst einem aber ein Loch in den Bauch fragen, Anna. Warum sind die Jungs in der Schule so blöd, obwohl sie doch früher ganz lieb waren? Darüber muss ich erst mal nachdenken. Wie waren die Jungs denn, als sie noch lieb waren? Die haben euch mit euren Puppen spielen lassen, und mit dem Kaufmannsladen. Die haben sich nicht eingemischt und sich entschuldigt, wenn sie euch mal aus versehen umgerannt haben, ach so. Gut, gut, und was macht sie jetzt so blöd? Was, die sitzen nur da rum, sagen nichts und stören euch auch noch? Na sowas. Continue reading Männer waren mal ganz lieb

4 Tage ohne Internet

So wirklich ganz ohne, nicht nur gaaaaanz langsam (was des öfteren mal hier vorkommt), sondern NULL Komma Nischt. Der ISP behauptete einen Controller hat’s verbraten, naja, ich will jetzt nicht wieder näher nachfragen, da werd ich eh nur angelogen. Nach über 10 Jahren hier würde ich sagen der typische Grund für so ein Totalversagen ist ein gefährlicher lokaler Virus: Allgemein grassierende Unfähigkeit.

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Darwins Prüfung

Das ist wie eine biblische Gottesprüfung, nur dass sie im Gewand von ‘Mutter’ Natur daher kommt.

Seit meinem allerersten Artikel auf diesem Blog argumentiere ich ja, dass sich Frauen mal überlegen sollten, ob diese fanatische Fokussierung auf Ausbildung und Arbeit wirklich zivilisations- und arterhaltend ist. Inzwischen wird jemand nur noch als progressiv angesehen, wenn man das Kinderkriegen und -aufziehen möglichst anderen überlässt, wenn man dem Fremden den Vorzug gibt gegenüber den Freunden und Verwandten, und wenn man sich auf die Ausnahmen und Minoritäten konzentriert anstatt das Leben der überwiegenden (normalen) Mehrheit zu verbessern.

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Jordan B. Peterson verstehen (Teil 2)

Peterson entwarf ein Model nach dem wir in der wirklichen Welt handeln. Er geht davon aus, dass selbst die präziseste Beschreibung der materiellen Wirklichkeit keine Handlungsanweisung an sich darstellt. Insbesondere wissenschaftliche Erkenntnisse können nie der Auslöser für eine menschliche Aktion oder gar moralisches Handeln sein. Vielmehr ist der Auslöser des menschlichen Handelns eine Funktion unseres Dopaminsystems im Gehirn. Wenn man also in einem Zustand ist den man als schlecht (bis zu unerträglich) empfindet, tut man etwas um in einen besseren (idealen) Zustand zu kommen. Falls das was man tut Erfolg hat, d.h. man kommt durch seine Aktionen in einen besseren Zustand, dann schüttet das Gehirn Dopamin (Neurotransmitter, auch Glückshormon genannt) aus und man fühlt sich gut/besser. Eine erfolgreiche Handlung bestätigt das im Hirn vorhandenen Weltbild; eine erfolglose Handlung lässt einen sein Weltbild leicht verändern; viele erfolglose Handlungen erschüttern das Weltbild und man fällt ins Chaos.

MapsOfMeaning

Bild aus „Maps of meaning: The architecture of belief“, 1999, Jordan B. Peterson, Seite 55 Continue reading Jordan B. Peterson verstehen (Teil 2)

Jordan B. Peterson verstehen (Teil 1)

Um sich in die Gedankenwelt des Psychologen Jordan B. Peterson einzuarbeiten muss man schon so an die 100 Stunden aufwenden und ggf. noch mal genauso viel Zeit um sein Buch „Maps of meaning“ halbwegs nachzuvollziehen, was ich bereits getan habe (derzeit bin ich dabei mir über 200h Robert Sapolsky reinzuziehen). Wer seine Quellen – Piaget, Jung, Nietzsche, Dostojewski, Solzhenitsyn, usw. – dazu noch lesen will ist die nächsten 20 Jahre beschäftigt (wozu meine Restlebenszeit nicht mehr reichen würde). Es mag verführerisch erscheinen mal drei 5 Minuten Videoclips auf YouTube von ihm anzuschauen und ihn danach zu beurteilen, aber das kann höchstens als Anregung dazu dienen, sich intensiver mit ihm zu beschäftigen.

Der Anlass für diese Serie war die ausufernde Diskussion unter einem einfachen Video repost von EvoChris. Natürlich sind die unverbesserlichen Neomarxisten gleich auf den Zug aufgesprungen (Juhuu, die Rechten sind dumm) und haben Peterson gleich mal zum bösen Rechten gestempelt. Einzig Kommentator (lh) blieb bei den Fakten und hat Peterson extensiv gehört bzw. gelesen. Continue reading Jordan B. Peterson verstehen (Teil 1)

Die neuen Ausbeuter

Ausbeutung oder Exploitation ist uns vor allem aus der marxistischen Theorie ein Begriff, auch wenn er schon viel früher in Bezug auf Egoismus, Kriegsbeute, Naturressourcen, Zinsen usw. benutzt wurde. Marx und Engels fokussierten den Begriff auf die Ausbeutung der Arbeiterklasse (des Proletariats) im Kapitalismus. Das ist eine valide Betrachtung, vor allem wenn das Kapital in wenigen Händen ist und die politische Machtstruktur einseitig nur die Inhaber unterstützt. Continue reading Die neuen Ausbeuter