Wer finanziert Deutschland ?

Mit großem Interesse habe ich Danisch’s Artikel „Die verarschten 10%“ gelesen.

Hier ist mein Senf dazu.

Man lässt sich gerne täuschen mit der Beschäftigungsquote die von der Bundesagentur für Arbeit ermittelt wird. Die erfasst aber nur die Bevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren und von denen sind knapp 70% beschäftigt.

Was aber wirklich interessiert ist die Bruttoerwerbstätigenquote für die sich anscheinend keiner die Mühe macht eine Statistik zu erstellen. Bei den Schweizern findet man das schneller. Also selber rechnen: Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Deutschland ist um die 43 Millionen. Die Einwohnerzahl Deutschlands beträgt um die 81 Millionen. Also ist die Bruttoerwerbstätigenquote in Deutschland 53%, mit dem Vorbehalt was als Erwerbstätiger in der Statistik definiert ist. Ich spekuliere mal dass die fälschlich Hinzugezählten, wie die in ABM Maßnahmen oder sogenannten Weiterbildungen der Arbeitsagentur-Mafia, sich mit den nicht Hinzugezählten Schwarzarbeitern halbwegs ausgleichen.

Ich gehe mal davon aus dass alle offiziell Erwerbstätigen Lohn- und Einkommensteuern zahlen, denn de facto ist das kaum vermeidbar. Aber ist die Aufregung über die, die praktisch keine oder nur ganz ganz wenig Lohn-/Einkommensteuer zahlen überhaupt gerechtfertigt? Diese „Schmarotzer“ tragen doch gar nichts zum Steueraufkommen bei und sollen vermeintlich die Klappe halten und froh sein oder so.

Deshalb schaue ich mir mal das gesamte Steueraufkommen an und nehme die Daten von 2012 gruppiert nach Steuerarten. Daraus bilde ich vier, nach meiner Meinung sinnvolle Steuerarten-Gruppen (alle Zahlen grob gerundet):

Jahr 2012 – Summe = 598 Mrd.

Steuern auf persönliches Einkommen: 228Mrd (38%)

Lohnsteuer 149Mrd

Einkommensteuer 37Mrd

Steuern aus Kapitaleinkünften 28Mrd

Solidaritätszuschlag 14Mrd

Steuern auf Firmen/-gewinne: 59Mrd (10%)

Körperschaftsteuer 17Mrd

Gewerbesteuer 42Mrd

Verbrauchssteuern: 286Mrd (48%)

Umsatzsteuer 194Mrd

weitere Verbrauchssteuern (Tabak, Energie, Bier usw.) 88Mrd

Zölle 4Mrd

Vermögenssteuern: 25Mrd (4%)

Länder 13Mrd (darunter Erbschaftssteuern nur ca. 4Mrd)

Gemeinden 12Mrd

Jetzt fällt auf, dass der Anteil der Verbrauchssteuern knapp die Hälfte des gesamten Steueraufkommens ausmacht. Wenn man sich klarmacht, dass die Firmenbesteuerung bei den gekauften Waren indirekt auf den Produktpreis aufgeschlagen wird, wären wir bei über der Hälfte.

Danisch sagt ja, dass die unteren 40% der Erwerbstätigen praktisch gar keine Lohn-/Einkommensteuern zahlen. Verbrauchssteuern zahlen aber alle, selbst Hartz 4 Empfänger. Danisch lädt die Schuld bei den Beschäftigten im öffentlichen Dienst ab (der ja den Großteil der Frauenquotierten und Genderistas mit abdeckt), aber da ist Deutschland erstaunlich frugal. Nur ca. 11% arbeiten dort, werden also direkt aus Steuern bezahlt und bezahlen sich zu einem Anteil quasi (rekursiv) selbst.

Bei Danisch, bzw. seinem Zuschreiberling, wird die Schrift des statistischen Bundesamtes von 2011 zitiert. Was mich dort erst mal verwirrt hat war, dass die nur 26,9 Millionen Steuerpflichtige haben. Bei den o.g. 43 Millionen Erwerbstätigen müssten also 32,2 Mio. gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt werden und 10,8 Mio. einzeln. Nicht-Erwerbstätige Steuerpflichtige lasse ich mal außen vor, die dürften sich vor allem in den reichsten 1% wiederfinden.

Aus der Tabelle 4 (Beitrag der Steuerpflichtigen zum Steueraufkommen) liest man heraus, dass die oberen 10% nun 54,4% der gesamten Einkommensteuern zahlen. Was etwas erschreckt ist, dass die Summe der Einkünfte der oberen 10% schon bei 80.000 EUR anfängt. Das heißt schon die nur moderat erfolgreichen Leistungsträger der Gesellschaft zahlen die Hälfte aller Lohn-/Einkommensteuern. Wenn man sich mal die typischen Gehälter der Leute anschaut die was ‘anständiges’ gelernt haben (wie Arzt, Ingenieur, usw.) und damit über 40.000EUR im Jahr brutto verdienen, sind das die Top 35% der Steuerzahler, die 84,3% der Lohn-/Einkommensteuern zahlen (nach der guten alten 80:20 Regel also praktisch alles, der Rest ist Rauschen). Um jetzt wieder auf die Verhältnisse in der Bevölkerung zurück zu rechnen, also von den 26,9 Mio. Steuerpflichtigen zu den 81 Mio. Inländern, muss man die gemeinsam Veranlagten wieder in Einzelpersonen umrechnen.

Das sind dann 35% von 43 Mio. Erwerbstätigen, also 15Mio arbeitende Menschen, die 81Mio Bevölkerung finanzieren. Dise 15Mio sind nur 18% der Gesamtbevölkerung. Die zahlen ja auch noch den überwiegenden Teil der Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Stell Dir mal vor die zögen alle nach (z.B.) Bayern und würden das mit dem Freistaat ernsthaft umsetzen. Der Rest von Deutschland wäre schlimmer dran als manches Land der dritten Welt.

Würden nur die oberen 10% der Steuerpflichtigen, also etwa 4 Millionen Menschen abhauen, verlöre die BRD nicht nur über die Hälfte der Steuern auf persönliches Einkommen, sondern auch mindestens 10-20% der Verbrauchsteuern und über kurz oder lang wahrscheinlich 50-80% der Steuern auf Firmen und Vermögen. Statt knapp 600Mrd Steueraufkommen in 2012 hätte die BRD dann nur noch etwa 400Mrd oder weniger; die Abwärtsspirale ginge in Turbomodus und die wären in kürzester Zeit pleite. Würden die o.g. 15Mio abhauen, wäre die BRD sofort pleite. Die Leute sind sich nur ihrer wahren politischen Macht nicht bewusst und wählen auch noch Parteien, die ihren eigenen Interessen zuwider handeln.

Jetzt betätige ich mich mal als Wahrsager. Ich gehe davon aus, dass die o.g. oberen 10% überdurchschnittlich intelligent sind und vorausschauender handeln als der Rest der Bevölkerung. Wenn die Antifa Randalierer und die ‘Nordafrikanischen Asylbewerber’ noch ein wenig so weiter machen, werden sich die 4 Millionen ein Land suchen welches ihnen wohlgesonnener ist. Es ist nur eine Frage der Zeit. Vor allem die jungen deutschen Männer, die einen international verwertbaren Beruf gelernt haben, fragen sich zunehmend warum sie diesen Merkel-Wahnsinn denn noch mitmachen sollen.

Die sind nicht verbittert. Denen wird immer mehr klar was hier so abgeht und dass sie verarscht werden sollen. Die suchen nach Alternativen, aber nicht mehr nur in und für Deutschland.

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2 thoughts on “Wer finanziert Deutschland ?

  1. Klar sind die Jungen nicht verbittert. Verbitterung ist ist in meinen Augen Frust in einer ausweglosen Situation zu sein, die Jungen haben das Leben noch vor sich. Oft fehlt einfach der Mut oder das entscheidende AHA-Erlebnis, um der Heimat den Rücken zu kehren. Jungen gut ausgebildeten Deutschen geht es wie dem Frosch im Kochtopf, die Politik erhitzt langsam aber gleichmäßig – hüpft jetzt raus, besser wird es Nimmer!

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