Deutsche Auslandspresse

Heute fiel mir auf, dass ich einen Backlink aus Paraguay habe. Interessant auch, weil ich erstmals eine ganze Menge von Zugriffen aus Uruguay in der Übersicht sah. Bisher hatte ich nur regelmäßig Zugriffe aus Panama gesehen. Alle drei Länder hatte ich vor ca. 15 Jahren mal näher als potentielle Auswanderungsländer in Betracht gezogen. Einer der Gründe war, dass in diesen Ländern die Eigentumsrechte besser gesichert sind als in vielen asiatischen Staaten.

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Weihnachten in Absurdistan

Aufgrund des Artikels von Danisch habe ich mir mal die von ihm verlinkte Wikipedia Seite genauer angeschaut und etwas (einfache) Statistik betrieben.

Die islamisch und palästinensisch motivierten Anschläge sind:

von 1946-2000 : ca. 6.500 Tote+Verletzte, d.h. 61% der Gesamtsumme dieser Jahre

von 2001-2015: ca. 23.400 (davon 9.000 bei 9/11), d.h. 96% der Gesamtsumme

2016: ca. 5.900, d.h. ca. 84% der Gesamtsumme des Jahres

Die Anschläge von Kurden und der PKK betragen ca. 1% aller Anschläge bis 2015, und stiegen in 2016 auf ca. 15% mit 1080 Toten und Verletzten.

Die Anschläge anderer Gruppierungen zählten ca. 23% von 1946-2000 (ca. 2.500 Opfer) und sind seit 2001 auf niedrige einstellige Prozentzahlen herunter gegangen.

Die Anschläge aus rechtsradikalen oder nationalistischen Kreisen betrugen zw. 1946-2000 ca. 15% (ca. 1.600 Opfer), wobei hier der Anschlag von Oklahoma City (1995) mit 968 Opfern besonders zu Buche schlägt. Die Motivation des Anschlages wurde dem Rechtsextremismus zugeschrieben, aber eigentlich war es ein Anschlag gegen eine immer totalitärer und sozialistischer empfundene US-Regierung. Seit 2001 sind die Opferzahlen rechtsradikaler Terroristen unter 1% der Gesamtzahlen. (Abgerundet 0%) Continue reading Weihnachten in Absurdistan

Benevolente Diktatoren

Um gleich mal die Stimmung zu setzen: Gab es mal einen benevolenten Diktator, der NICHT haufenweise Leute umgebracht, gefoltert, eingesperrt hat? Mir ist keiner bekannt. Selbst wenn man der Meinung ist dass so eine Säuberung nun mal unvermeidlich ist, damit der Diktator sich durchsetzen kann, sollte man sich anschauen, ob da nur eine kleine renitente Minderheit weggesperrt wurde und dafür die große Mehrheit der Bevölkerung wirklich erhebliche Vorteile genoss. Ich kann mich immer noch nicht mit auch nur einem einzigen Namen aus der Menschheitsgeschichte anfreunden, der das repräsentiert. Außerdem müsste man anschauen, ob nach der Abdankung des Diktators, die Lage sich weiterhin positiv entwickelte, oder ob der alte Sumpf sich wieder ausbreitete. Continue reading Benevolente Diktatoren

Das Narrativ, HILFE, das Narrativ

Zumindest alle die jetzt keine Teenager mehr sind können sich noch daran erinnern, was uns dauernd erzählt wurde: „Die Überbevölkerung ist eine Katastrophe, wir sollten alle weniger Kinder haben. Das gilt vor allem für die Industrieländer, da wir ja so dermaßen viele Ressourcen verbrauchen. Bei den Dritte Welt Ländern ist das Thema nicht so drängend, da die ja einen kleineren ökologischen Footprint haben.“

Neues Narrativ im Zuge der Flüchtlingskrise: „Wir haben zu wenig Kinder und damit auch zu wenig Rentenzahler. Wenn wir die Flüchtlinge aus der Dritten Welt willkommen heißen, dann wird es uns zukünftig weiterhin gut gehen.“

Klingt das nur für mich so dissonant wie ein Schönberg Konzert? Erst sollen wir weniger Nachwuchs haben, aber jetzt ersetzen wir den fehlenden Nachwuchs mit Leuten aus der dritten Welt? Die Kulturbereicherer hatten vorher einen kleinen ökologischen Footprint und jetzt, nach der Einwanderung haben die jetzt nicht doch vielleicht den gleichen ökologischen Footprint wie jeder Westler?

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Kulturchaos: 2 Probleme, keine Lösung

Ich bin ja ein Verfechter der Ansicht, dass technologische Änderungen viel mehr Einfluss auf die Gesellschaft und Kultur haben, als die vermeintlich neueste und hipp’ste Mode einer Philosophie, Religion, usw. (Bildhinweis: framed chaos)

In diesem Artikel ist das so ausgedrückt, dass Technologie, Umweltbedingungen und Kunst zu bestimmten regionalen Kulturen führen, und diese wiederum zu politischen Ergebnissen (Philosophie, Religion, Recht). Einfacher dargestellt in der alt-right Formel : identity > culture > politics ; wobei man hier „Identität“ so interpretieren muss, dass es die Summe aller regional prägenden Bedingungen sind, welche der dort lebenden Bevölkerung das (im darwinistischen Sinne) Überleben ermöglichte.

Es gab im letzten Jahrhundert zwei technologische Umwälzungen, die unsere Bedingungen für’s Überleben massiv beeinflussen:

  1. Den Ersatz menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen und weiterhin fortschreitende Automatisierung
  2. Eine Vielzahl von Möglichkeiten zur sicheren Empfängnisverhütung, allen voran die „Pille“

Mit der Änderung der Überlebens-Bedingungen verändert sich auch die dominante Identität der Bevölkerung, die jedoch keine einheitliche Masse ist. Das Ergebnis ist ein anhaltendes kulturelles Chaos in der ganzen Bandbreite, von Kulturverlust bis hin zum Nihilismus, zu ideologisch motivierter Hinwendung zu einem diffusen Multi-Kulturalismus, und zu (eher/vermeintlich?) rückwärts orientierten Ideologien wie religiöser Dominanz (christlich, wie auch islamisch). Die reichen Eliten versuchen die Kultur durch politische Maßnahmen zu beeinflussen, vor allem in Richtung einer Konsumenten-Kultur, in reinem Eigeninteresse, denn die wollen natürlich reich bleiben. Die Strategien der Eliten mögen immer wieder für eine gewisse Zeit erfolgreich sein, aber letztendlich muss sich regional wieder eine neue dominante Identität heraus bilden, um das kulturelle und in Folge das politische Chaos zu beseitigen.

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The church of the Star Trek replicator

We all see a deadlock between the “right” and the “left” in most countries. Nothing is going forward, at least not in a direction which really improves lives for a majority of people. Both sides sit in the trenches jabbering. The right accuses the left of an entitlement culture, where everyone wants food, housing, education and some gimmicks for free without working for it. The left accuses the right of rigging the system, largely avoiding taxes and avoiding responsibility for their own failures (banking). Just to name a few. Both are actually right but they pull the cart in the same, wrong direction. Continue reading The church of the Star Trek replicator