Das Narrativ, HILFE, das Narrativ

Zumindest alle die jetzt keine Teenager mehr sind können sich noch daran erinnern, was uns dauernd erzählt wurde: „Die Überbevölkerung ist eine Katastrophe, wir sollten alle weniger Kinder haben. Das gilt vor allem für die Industrieländer, da wir ja so dermaßen viele Ressourcen verbrauchen. Bei den Dritte Welt Ländern ist das Thema nicht so drängend, da die ja einen kleineren ökologischen Footprint haben.“

Neues Narrativ im Zuge der Flüchtlingskrise: „Wir haben zu wenig Kinder und damit auch zu wenig Rentenzahler. Wenn wir die Flüchtlinge aus der Dritten Welt willkommen heißen, dann wird es uns zukünftig weiterhin gut gehen.“

Klingt das nur für mich so dissonant wie ein Schönberg Konzert? Erst sollen wir weniger Nachwuchs haben, aber jetzt ersetzen wir den fehlenden Nachwuchs mit Leuten aus der dritten Welt? Die Kulturbereicherer hatten vorher einen kleinen ökologischen Footprint und jetzt, nach der Einwanderung haben die jetzt nicht doch vielleicht den gleichen ökologischen Footprint wie jeder Westler?

Könnte es eventuell so sein, dass wir über Jahrzehnte einfach nur angelogen wurden? Nicht nur die Politiker die den Mist verzapft haben sind Lügenbolde, auch die ganzen angeblichen Wissenschaftler, die das untermauert haben. Die Ökologen, Ökonomen, Sozialwissenschaftler, usw., die den Schwachsinn mit wissenschaftlichen Arbeiten unterstützten, haben die einfach gelogen oder lagen sie einfach nur falsch? Jetzt auch noch dieser Trump, der sagt, die Klimaforscher können ihm mal den Buckel runter rutschen. Mannomann, Houston, wir haben ein Problem.

Ist es vielleicht sogar möglich, dass unsere sciencefiler Recht haben und diese ganzen Gefälligkeitsgutachten und pseudowissenschaftlichen Ergebnisse nur dadurch zustande kamen, weil eben nur solche „Wissenschaftler“ staatlich/medial gefördert wurden, die voll auf der ideologischen Linie waren? Wurden etwa nur die Klimaforscher bezahlt und interviewt, die eine globale, katastrophale Erderwärmung und später – als das nicht mehr haltbar war – den globalen, Menschen-verursachten Klimawandel vorausgesagt haben? Bekamen nur die Ökologen einen Job, die das Waldsterben direkt auf Autoabgase und Kohlekraftwerke zurück führten? Sind etwa nur die Ökonomen Wirtschaftsweise geworden, die erst Blüm zugestimmt haben (Die Rente ist sicher) und uns jetzt vorrechnen, wie viele Syrer wir brauchen damit wir noch Rente bekommen? Sozialwissenschaftlern hat eh noch nie jemand geglaubt, da muss ich jetzt nicht noch nachtreten.

Das kann doch alles gar nicht sein, oder? Das wäre ja quasi eine Verschwörungstheorie. Pfui Teufel, wer würde denn so was in die Welt setzen…hmmmm….hmmmm? Alex Jones? Molyneux? Luisman? Irgend so rechte Verschwörungstheoretiker aus der alt-right Szene, also quasi Nazis, nur mit-ohne braunem Hemd? Wahrscheinlich steht so was auch in Breitbart, dann ist alles klar, denn die Lügenpresse hat Breitbart als Lügenpresse definiert. Was sagt denn die „Qualitätspresse“ dazu, also CNN, New York Times, Guardian, Welt, Süddeutsche?

HILFE, was ist denn jetzt mit dem Narrativ? Sollen wir jetzt wieder mehr Kinder machen oder nicht? Strom aus dem Kraftwerk oder von der Windfarm? Willkommenskultur oder Deportationen? Was denn, wie denn, wo denn? Ach, lass uns die Grünen wählen, die habe so schöne Plakate mit Sonnenblumen.

Facepalm – facepalm – facepalm

Überkomplexe Systeme driften unweigerlich ins Irrationale, Religiöse ab. Schon komplexe Systeme sind schwer oder kaum beherrschbar, und wenn dann ist der Aufwand immens groß. KISS (keep it small and simple) ist keine neumodische Erfindung, es ist eine Notwendigkeit. Schon die Evolution hat dafür gesorgt, dass wir vieles vereinfachen können – wir hören keinen Ultraschall, sehen weder Infrarot, noch Ultraviolett. Selbst Sinnestäuschungen sind biologisch eingebaut.

Da red mir noch mal einer von postfaktisch. Unsere Wahrnehmung ist oft nicht faktisch, sondern einfach nur nützlich, nützlich zum Überleben. Zur Rationalisierung überkomplexer Systeme haben schlaue Gehirne die Chaostheorie und das Chaosmanagement erfunden. Wir können also in chaotischen Systemen eine Ordnung erkennen (z.B. fraktale Geometrie) und erkennen eine Selbstorganisation des Systems, allerdings i.d.R. erst nachträglich und nicht prädiktiv.

Aus der Chaostheorie kann man ableiten, dass es überkomplexe Systeme geben kann, die nicht rational beherrschbar sind, aber trotzdem als System existieren. Beispiele: das Ökosystem der Erde, die soziale Ordnung. Jetzt kommen irgendwelche Theoretiker daher, die behaupten, das Klimasystem der Erde rational erklären und sogar beherrschen zu können. Die nennen sich Klimawissenschaftler. Andere meinen sie haben den rationalen Durchblick, wenn es um soziale Systeme geht, und meinen sie können vorhersagen, dass wenn man A so und so ändert, B folgt. Diese irrationalen Rationalisten nennen wir Sozialwissenschaftler. Zu den fehlgeschlagenen Vorhersagen dieser „Wissenschaftler“ bietet sich die Volksweisheit an: Und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Die oben genannten dürfen sich Wissenschaftler nennen, weil sie bestimmte Teilbereiche des chaotischen Systems rational erklären können. In Laborversuchen, bei denen der Großteil der nicht beherrschbaren Variablen ausgeschlossen werden, ergeben sich dann auch Erkenntnisse die prädiktiv sind. In Messreihen über mehrere Jahrzehnte, die man nicht „anpassen“ muss können zumindest Veränderungen beobachtet werden. Der Status der rationalen Klimaforschung ist derzeit eigentlich nur der, dass man sich weltweit auf standardisierte Messungen verständigt. Die Interpretation alter, nicht standardisierter Messreihen ist im Wesentlichen Spekulation, unbewiesene Hypothesen und eher den Religionswissenschaften als den Naturwissenschaften zuzuordnen. Wie zuvor erspare ich mir ein weiteres Eindreschen auf die Sozialwissenschaftler. Eine religionsfreie Diskussion des Klimawandels findet sich vielerorts, u.a. hier.

Ein Beispiel für ein komplexes (aber nicht überkomplexes) System ist das Regelkreismodell. Das Ziel des Regelkreises ist etwas stabil regeln zu können. Ein von mir persönlich immer wieder praktiziertes Anwendungsbeispiel ist die Promilleregelung 😉 . Dazu gibt es eine Vielzahl von Stabilitätsverfahren für den Reglerentwurf, die ich vor über 30 Jahren im Studium alle mal können musste und inzwischen fast vollständig wieder vergessen habe 🙂 . Ich setze jetzt mal unverschämterweise die Selbstorganisation eines chaotischen Systems mit der angedachten Regelung des Klimasystems der Erde gleich. Die Klimatheoretiker meinen, je mehr man Eingangs- und Störgrößen (Kuhfürze und Ölverbrennung) kontrolliert, desto langsamer und weniger ändert sich der Zustand der Ausgangsgröße (Erdtemperatur). Regelungstechnisch ist das generell erst mal korrekt. Die haben aber keine wirkliche Ahnung davon, wie groß die Eingangs- und Störgrößen sind und wie das Regelkreismodell Erde wirklich beschaffen ist. CO2 hat sicherlich einen Einfluss – welchen und wie genau weiß man nicht. Wahrscheinlich ist CO2 nur eine Zwischengröße in einem infinit komplexen mehrstufigen Regler. Möglicherweise hat die Reduktion von CO2 nur marginale Auswirkungen auf das Reglerverhalten. Vielleicht destabilisieren wir sogar die Selbstorganisation des chaotischen Systems Klima mit unseren geplanten Eingriffen. Vielleicht sollten wir erst mal mehr davon verstehen, anstatt wild an einem einzelnen Regler herum zu drehen, der gar nichts bewirkt?

Wie dominant die Klimatheologen sind sieht man u.a. am TV-Physiker Harald Lesch, der in 2009 noch die Phänomene der Chaostheorie in Bezug auf das Klima referierte und in 2015 politisch korrekt und physikalisch aus der Hüfte geschossen den Leuten erzählt, dass sie CO2 reduzieren müssen. Mehr als nur Halbwissen verbreitet Prof. Dr. Werner Kirstein, allerdings nur im privaten Rahmen und auf Youtube, in ARD/ZDF kommt er erst gar nicht vor.

Genug über die wissenschaftlichen Aspekte des Erdklimas. Wenn man aber die CO2 Ideologie zerpflückt und vernichtet hat, ist das Reden über einen ökologischen Footprint auch kaum noch nachvollziehbar. Damit erledigt sich auch die Begründung für weniger Nachwuchs in den westlichen Staaten. Hätten wir wieder mehr eigene Kinder, müsste auch keiner darüber nachdenken, wie man Zuwanderer in großen Massen ‘integriert’. Aus diesem Grund halte ich den Trump-ismus für richtig und sinnvoll nicht nur für die USA, sondern auch für alle anderen Industriestaaten. Wenn Trump sich jetzt daran orientiert, dass jede politische Entscheidung daran gemessen werden muss, ob sie der Bevölkerung der USA nutzt, dann hat er ganz recht. Viele Europäer wünschen sich das auch für ihre eigenen Länder. „Make America great again“ klingt erst mal wie ein etwas dümmliches und viel zu einfaches Narrativ, ist aber erfolgreich. Mit einer direkten Übersetzung „Lasst uns Deutschland wieder groß(artig) machen“ landet man allerdings sofort im Nazi-Fettnäpfchen. Am Slogan für ein neues deutsches Narrativ wäre also noch zu feilen 😉

Wirtschaftssysteme sind ebenso chaotische Systeme. Dankenswerterweise hat Herr Prof. Buchholz die derzeit gebräuchlichen Analyse-, Erklärungs- und Prognosesysteme beschrieben. Es sei mir der Hinweis gestattet, dass alle drei offensichtlich nicht zu einer langfristig stabilen Regelung der Wirtschaftskreisläufe führen. Wie bei anderen chaotischen Systemen kann ein winziger Eingriff riesige Auswirkungen haben und ein großer Eingriff kann praktisch keine Auswirkungen zeigen. Genauso wie beim Klimawandel, driftet ein überkomplexes Wirtschaftssystem ins Irrationale und Religiöse ab. Man kann sich noch so sehr am Marxismus oder Neoliberalismus festkrallen, wenn beide am Ende zu beschissenen Ergebnissen führen, hilft der Glaube allein auch nichts.

Soziale Systeme sind genau so überkomplex. In den 70’ern sagte man noch „ach lass die Weiber halt jammern“, nur um ihnen dann einen winzigen Erfolg nach dem anderen zuzugestehen. Damit sind wir in einem religiösen Feminismus und Genderismus gelandet, der inzwischen Staatsdoktrin ist und in einem Sozialversorgungs-Staat, der Gott und die Welt bemuttert. Das in den ersten Absätzen genannte Klima-Narrativ hat auch das Narrativ der Feministinnen unterstützt. Wie bei einem chaotischen Pendel kann man nur hoffen, dass die Reibungskräfte groß genug sind um dieses chaotische System in einen Ruhezustand zu dämpfen.

 

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One thought on “Das Narrativ, HILFE, das Narrativ

  1. Tja, guter Artikel, denn wir werden tatsächlich und seit Jahrzehnten belogen und betrogen bzw. ausgepresst, wie eine nichtsahnende Zitrone.

    In Ergänzung zu deiner gelungenen Einführung, hier noch ein langer Artikel, der aber gerade dennoch mehr als lesenswert ist. Dieser erschien bei “Tichys Einblick” und stammt von Thomas Spahn:

    UN – A Torrent of Faces

    Mit diesem Beitrag von Tomas Spahn starten wir eine längere Serie zum Thema Bevölkerungspolitik (TE). Dieser Tage befassten sich drei Studien mit der Zukunft der Menschheit. Eine entstand in der UN, eine bei der EU und eine wurde vom Club of Rome beigesteuert. Gemeinsam betrachtet wirken sie wie der Generalplan einer grundlegenden Umstrukturierung der globalen Menschheitsgesellschaft, getrieben vom Diktat der Statistik und dem kollektiven Versagen in den vergangenen Jahrzehnten.

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